Hi,
da es einige hier gern genauer wissen möchten (und dazulernen muß man ja immer), will ich hier nochmal ran.
ZitatDaher auch meine Frage , wie man ideales Rechteck exakt darstellen kann .
Kann man nicht, da wir nicht in der Lage sind, unendlich schnelle Signale darzustellen (nen Scope ist schon verdammt fix, aber immer noch begrenzt). Muß auch nicht, da wir nicht in der Lage sind, unendlich schnell zu schalten (wenn wir beim Schalten ezwischen 2 Zuständen An/Aus bleiben wollen). Elektronisch gehts Schalten heutzutage so in Zeiten bis wenige ps herunter (das sind aber sehr spezielle "Schalter"). Selbst wenn wir unendlich schnell schalten könnten, würden alle nachfolgende Bauteile (Leitung etc.) das Signal schon wieder vemurxen (die Hochfrequenzler unter uns wissen was bei sehr kurzen Schaltzeiten bzw. hohen Frequenzen so alles abgeht). Übrigens: Ein normaler mechanischer Schalter ist SEHR langsam, da gibts keine steilen Flanken und nebenbei prellt das Ding wie blöd.
Ach ja, aus den gleichen Gründen können wir kein ideales Rechteck erzeugen (und für Audio sprich "erweiteter Gleichspannungsbereich" schon gar nicht nötig.)
ZitatMattias Bost hat Folgendes geschrieben:
EIN RECHTECK BESTEHT AUS EINER BESTIMMTEN REIHENFOLGE
VON SINUSSCHWINGUNGEN BESTIMMTER FREQUENZ, AMPLITUDE UND PHASENLAGE.
Ich dachte , es geht um diese Aussage...,
da fehlt immer noch eine Erklärung auf Grundlage des Batterie-Schalter Modell´s...
Auch beim Schalten mit dem Batterieschaltermodell ergibt sich ein Rechteck wie jedes andere. Dem Rechtecksignal ists Wurscht, wie es generiert wurde, es bleibt ein Rechteck mit den dafür festen physikalischen Gegebenheiten. Worauf ich nochmal drauf hindeuten möchte:
DIE THEORIE FOLGT DER REALITÄT! SOLL HEISSEN, DASS IN EINEM RECHTECK DIE SINUSSIGNALE VORHANDEN SIND UND SIE NICHT THEORTISCH HERAUSGERECHNET WERDEN MÜSSEN. Laßt Fourier und co mal raus, die braucht man nicht!!!!
Ich hatte angedeutet wie man ganz analog aus dem analog erzeugten Rechteck (astabile Kippstufe und andere) die einzelnen Sinusschwingungen rausbekommen und darstellen kann. Rechteck über ein schmalbangies Filter und dies durchstimmen, mal gibts nen Signal (wenn eine der Hartmonischen getroffen wird, SINUS wohlgemerkt), mal keins. GANZ OHNE FOURIER, MATHE UND THEORETISCHEM KRAMS.
ukw: Warum machst du nicht genau diesen Test statt weiter zu behaupten, Rechteck Sinus egal? Nochmal ukw: Ich gebe dir aber recht, daß jede Messmethode schnell Quatsch liefern kann, wenn man micht GANZ genau weiß, wie die Messgeräte arbeiten. Ich zauber ohne weiteres aus einem DC-Signal mit nem FFT-Analyser eine Grundfrequenz, wenn ich nicht dran denke, daß dort oft eine spezielles Filter vor der FFT über die zur FFT herangezogen Messwerte geschickt wird (Hamming und Co).
Ja, und so nebenbei, unser Gehör hier intelligenter als unser Auge, denn es nimmt beim Rechteck schon ein Frequenzgemisch war, wo das Auge nur einen Signalverlauf sieht (und der optische Unterschied zwischen Sinus/Rechteck ist nicht annähernd so eindrucksvoll wie der eines lauten akustischen Sinus/Rechteck).
ZitatAls Generator sei ein Wien Robinson Generator möglich, oder viel simpler, der gute alte Phasenschieber mit RC Gliedern, dahinter eine sauber arbeitende Endstufe die das Sinus nicht verformt, und ab damit zum Chassis
Besser keine Phasenschieber nehmen, die Teile klirren selten unter 8%... Nicht daß nacher einer sagt, der Sinus klingt nach Rechteck ![]()
So, werd mal ins Wochenende machen, schaun wir mal wie lang der thread zu kriegen ist.
Mattias
Frage: Nach wieviel ALK bekginnt eigentlich Sinus und Rechteck sich akustisch anzunähern? ![]()