Das Beste wären drei Endstufen, also pro Sub ein Kanal, der mit 8 Ohm belastet wird. Aber das halte ich nicht für sehr praktisch, weil die Endstufen quasi "unterfordert" sind. Zwei Amps wären auch eine gute Lösung, das Problem dabei ist aber, dass ein Amp mit je 4 Ohm pro Kanal belastet wird und der andere mit je 8 Ohm. Das ist solange kein Problem, wie der 4 Ohm-Amp nicht ins Clipping bzw. Limiting gerät. Denn genau bei 0dB (des 4 Ohm-Amps) bekommt jeder LS 900W, auch die LS an dem 8 Ohm-Amp (wenn er genau das gleiche Steuersignal bei gleicher Pegelsteller-Einstellung bekommt), nur kann der 4 Ohm-Amp dann nicht mehr Leistung abgeben (weil er eben begrenzt wird), aber der 8 Ohm-Amp eben nicht. Das heißt, die zwei LS an der einen Endstufe können potentiell mehr Leistung abbekommen, was etwas über 1 dB Unterschied ausmacht und sich ein wenig auf das Abstrahlverhalten auswirken kann. Also, drauf achten, dass man immer unterm Limit bleibt oder Limiter im Controller verwenden.
Eine Endstufe ist ohne Frage am ökonomischsten, aber man sollte drauf achten, dass die 3 Subs pro Kanal nie deutlich unter 2 Ohm absacken.
Gezeigte Endstufe von Monacor macht IMO auch nur das übliche Paralellschalten der Eingänge. Natürlich kann man dann die minimale Impedanz als 2 Ohm annehmen, auch wenn jeder Kanal noch 4 Ohm betreibt. Das kann man bei der Monacor-Endstufe daran sehen, dass es keine spezielle Ausgangsbuchse oder ähnlich dafür gibt. Die einzigen Endstufen, von denen ich weiß, dass es geht, sind die Crown MacroTechs. Bei denen wird im Parallel-Mono-Mode der Rückkopplungskreis eines Kanals noch auf den anderen ausgedehnt und der eigentliche des zweiten Kanals abgeschaltet. Dazu muss am Ausgang der Pluspol beider Kanäle mit einem dicken Draht verbunden werden. Es ist also eine PARALLEL-SCHALTUNG der beiden Endstufenkanäle, während eine gebrückte Endstufe eine REIHEN-SCHALTUNG beider Kanäle ist. DemnachVERDOPPELT sich die Impedanz, die jeder Kanal von der Gesamtlast sieht. Parallel-Mono-Schaltung = doppelter Strom, Brücken-Schaltung = doppelte Spannung.