@ Mattias: das 'Postulat' stimmt schon, du verwechselst nur Wellenausbreitung mit statischer Druckschwankung (Druckkammereffekt). Zwei grundverschiedene Vorgaenge, welche sich in der Praxis ueberlagern. Wie sind die Randbedingungen in einem Raum mit ideal schallharten Begrenzungsflaechen? Klar, an der Wand muss die Partikelschnelle uwand = 0 sein, jeder Druck p kann auftreten, darum Zwand = inf. Der springende Punkt ist: uwand = NULL. Zwischen 2 parallelen Waenden mit Abstand d ist die Wellenlaenge der ersten Mode lambda = 2d. An den Waenden ist der Druck maximal, die Partikelschnelle pwand aber Null. Wenn sich eine Welle mit lambda = 1.5d ausbreiten sollte, muesste an einer Wand der Druck null und die Partikelschnelle pwand > 0 sein. Das verstoesst aber gegen die Randbedingungen! Die Differentialgleichung hat fuer lambda = 1.5d keine partielle Loesung.
Das zwischen den Raummoden doch Schalldruck in einem Raum erzeugt werden kann, hat 2 Ursachen: finite Guete der Moden (siehe SRAM's Beitraege) und Druckkammereffekt. Letzterer hat aber nichts mit Wellenausbreitung zu tun; man aendert ja physikalische Volumen des Raumes durch Kompression! ABER: fuer eine gegebene Schallschnelle / Auslenkung der Membran bestehen drastische Unterschiede im erzielten Schalldruck, je nachdem ob ich Eigenmoden anrege oder nicht. Praktische Messungen zeigen hier Unterschiede im Bereich von 20..30dB wobei die Moden deutlich als schmalbandige, resonante Ueberhoehungen hervortreten! Das ist das eigentliche Problem der geringen Modaldichte.