Moin,
ergänzen möchte ich noch, daß meine Absicht beim "Einmessen" ist, die Anlage für die Nutzung von Mikrofonen im selben Raum zu optimieren. Demgemäß wird jeder LS einzeln mit Meßmikrofon auf der Bühne gegengecheckt. Dabei zielt meine Einstellarbeit auf einen möglichst großen Abstand zur Feedbackgrenze über den gesammten Frequenzbereich. Eine "lineare" Anlage im realen Raum hat immer noch Frequenzpeaks, die über Mikrofon unschöne, gefärbte Hallfahnen erzeugen. Ob eine Anlage dann noch linear ist interressiert mich weniger, für Konserve ist das wenig relevant. Oft klingts dennoch besser wenn man vor allem auf die Peaks achtet.
@ Soundklinik:
Zitat Soundklinik:"Klangbestimmend ist wesentlich der Direktschall (erste Wellenfront)"
Zumindest die frühen Reflektionen zählen subjektiv zum Direktschall und die sind in der Praxis kaum zu vermeiden. Zumindest wenn man nicht Architekt des Venues und Beschaller gleichzeitig ist. Und auch die frühe Reflektion zB. über die Tischplatte vor dem Kongressgast ist unvermeidlich.
Außerdem trägt eine angenehme Frequenzzusammensetzung des Nachhalls erheblich zur subjektiven Wahrnehmung einer VA bei.
Gruß