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  2. dbeer

Beiträge von dbeer

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 1. Oktober 2005 um 01:17

    Ich sehe - es gibt immer wieder Diskussionsmaterial.

    SK
    Ersteinmal wird immer komplex Summiert. Ob dabei nun der eine Energieanteil kleiner ist bzw. die Imaginärteile gleich sind oder nicht spielt keine Rolle. Wenn man sich mal die Schalldruck-Kurven der Membran und des Ports einzeln anschaut und dann die Gesamtkurve darüber angezeigt bekommt, kann man eigentlich nicht behaupten, dass da nur eine der beiden "Flächen" am Geschehen beteiligt ist. Es ist aber sehr richtig angemerkt: die Membran bewegt sich im Bereich der Helmholzresonanz mit sehr geringer Amplitude und der Port strahlt den größeren Teil ab.
    Ich denke, dass Du hier den Kontext dieses Satzes etwas mißverstanden hast. Es ging doch um das Wirkprinzip von Bassreflex und die oft sehr abenteuerlichen Erklärungen dazu. Es ging aber nicht um die Analyse der Auslenkungen einzelner Komponenten. Naja, nicht der Rede wert. Wird vielleicht so manchem genau diese Frage beantwortet haben.:wink:

    Ja, das Wort "Phasensprung". Das macht mich nun doch etwas stutzig. Der Phasensprung ist doch ein nicht sonderlich fremdes Wort in den Ingenieurwissenschaften. Den Phasensprung gibt es z.B. in der Signal& Systemtheorie, der Akustik und und und. Also, das war irgendwie .... Naja, aber auch nicht der Rede wert. (Wer's wissen will: einfach mal nach dem schönen Wort Googeln und dann überlegen: Was täten wir ohne Phasensprung?)
    Ja, warum spreche ich aber von Phasensprung im Hinblick auf den Helmholzresonantor? Es ist nicht immer leicht Resonanzen eines Systems zu erkennen, da die Resonanzüberhöhungen im Amplitudenfrequenzgang je nach Systemdämpfung unterschiedlich stark sichtbar werden. Als ich in meiner Diplomarbeit Plattenschinger anhand der Modalanalyse untersucht habe, war gerade der Phasenfrequenzgang ein viel besserer Indikator für das Bestimmen der Eigenfrequenzen/Resonanzfrequenzen der Platte als deren Schnellefrequenzgang. Bei jeder Eigenfrequenz ( bitte an dieser Stelle nicht die Diskusion ob eine Eigenfrequenz eine Resonanzfrequenz ist, sie ist es für die meisten Akustiker, Maschinenbauer und Lexika. Mathematisch ist es aber nicht ganz korrekt.) kommt es zu einem Phasensprung von 180Grad. Würde man die Membran mit Hilfe eines Laserscanning-Vibrometers einer Modalanalyse unterziehen, könnten hier noch ganz andere Phasensprünge gefunden und auf Resonanzen der Membran bzw. des antreibenden elektromechanischen Systems (ihr kennt z.B.sicherlich die Patialschwingungen (Eigenmoden)) zurück geführt werden.
    Vielleicht sollte man die Sache nicht so eng sehen. Denn: Was ist der Einheitsprung der Signal und Systemtheorie? Wirklich springen tut da auch nichts. Es ist vielmehr eine sehr steile Flanke. Es handelt sich also um eine Phasenverschiebung in kürzester Zeit. Der Phasensprung im Phasenfrequenzgang könnte somit als Phasenverschiebung in einem sehr engen Frequenzbereich beschrieben werden.
    Ich denke, damit können Du (SK) und ich gut leben.


    Die Komponenten eines gekoppelten Systems beeinflußt sich immer gegenseitig. Es ist dabei aber die Frage der effizienten Energieausbreitung und -nutzung entscheidend. Im Resonanzfall ist die notwendige Anregungsenergie immer geringer als im nicht resonierenden Fall. Es ist also richtig wenn noch einmal unterstrichen wird, dass das Portvolumen mit sehr geringer Amplitude oberhalb des Resonanzbereiches schwingt. Eine Phasenbeziehung wird es aber auch dann noch geben.

    Ich bin der Meinung, dass Helmholzresonantoren sehr schmalbandig wirken. Da bin ich von der Raumakustik und den Wirkbereichen der hier verwendeten Absorber vorbelastet. Also, für mich ist das schmalbandig. :wink:

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 30. September 2005 um 16:51

    Hallo,

    schön, dass doch noch einige Interessenten sich eingeklinkt habe. Das Ganze soll ja kein Streitgespräch zwischen Thomas und mir sein.
    Thomas
    Ich habe das Buch sowohl auf Arbeit als auch zu Hause. Was meinst Du denn bezüglich der Schlußfolgerung? Dickason schlußfolgert aus meiner Sicht, dass ein völlig linear arbeitender Reflextunnel kaum realisierbar ist und man sich deshalb mit Kompromissen behilft. Größere Querschnitte werden aber immer die bessere Linearität aufzeigen.
    Die Messungen bei Dickason erstrecken sich nur von 1W el. Leistung zu 40W. Deshalb sollte man das für diesen Leistungsbereich gut abschneidende Flächenverhältnis von Membran (d=10" -> A=506cm2)und Port(6" -> A=182cm2) nicht auf PA-Lautsprecher beziehen. Dickason unterscheidet ganz klar zwischen dem Bereich "geringer Lautstärken" (Hifi) und dem PA-Sektor. Deshalb gibt er auch zwei unterschiedliche Flächenverhältnisse (Membran/Port-Größe) an.

    Natürlich sind 1200cm2 rein praktisch unhandlich bzw. nicht realisierbar ohne andere Probleme auftreten zu lassen. Als unteres Limit für die Abstrahlung großer akustischer Leistungen ist nach Small
    A(port)>0,8*fb*Vm anzusetzen. (Joerg Panzer beschreibt es so in "Baßlautsprechergehäuse")
    Die Portfläche A(port) ist in m2 und das maximal durch die Membran verschobene Luftvolumen (Vm) in m3 einzusetzen. In Vb steckt dann auch der Bezug zum Schalldruckpegel (Fläche x max.Hub) Bei fb handelt es sich um die Abstimmfrequenz in Hz.

    Für den Vorschlag von Thomas (Vb=135L, fb=42Hz) heißt das, dass wir
    A(port)=0,8*42Hz*(1110*1,2/(100*100*100))
    A(port)=0,0447m2 =447cm2 als untere Grenze haben.

    Die dazu erforderliche Tunnellänge errechnet sich dann aus
    L(port)=3000*A(port)/(Vb*fb^2)-0,846*(A(port))^0,5 .
    L(port) steht für die Tunnellänge in m und Vb für das Nettovolumen des Gehäuses in m3.

    Für unser Beispiel ergibt sich eine Portlänge bei gegebener Port-Minimalfläche von 0,0447m2 von
    L(port)=3000*0,0447/(135/1000*42^2)-0,846*(0,0447)^0,5

    L(port)=0,384m
    Vernachlässigt wurde in den Gleichungen die Massewirkung von Dämmmaterial und Bespannstoff.

    Das Beispiel zeigt, dass die Portlängen schon bei minimaler Portfläche recht groß werden und der zur Verfügung stehenden Gehäusetiefe Probleme bereiten. Damit der Durchfluss-Übergang von Gehäuse zu Porteingang nicht zu klein wird, sollte dieser den Portquerschnitt nicht unterschreiten. Ich setze mal 20cm Abstand zur Gehäuserückwand an.

    Somit ist die Netto-Gehäusetiefe unseres Beispiels theoretisch mit
    L(port )+20cm=58,4cm bestimmt.

    In der Praxis muss dann aber anhand der Impedanzkurve geprüft werden, ob die veranschlagte fb auch erreicht wird. Dementsprechend muss dann gekürzt oder verlängert werden - wodurch sich auch Vb ändert. Der Tuning-Akt ist i.R. immer notwendig, da Simulationen und analytische Beschreibungen immer nur eine Anlehnung an die Realität sind.

    Was ist aber wenn man die Portfläche - zwar nicht gleich der Membranfläche - aber doch etwas größer als das Minimum machen möchte? Theoretisch müßten die Gehäusetiefen ungewöhnlich groß werden. In der Realität sind aber zwei Einflußfaktoren hilfreiche "Gegenmaßnahmen". Ich denke auch, dass diese bekannt sind:
    1)die effektive Portverlängerung durch am Port beteiligte Gehäusewände
    2)die Verwendung strömungsoptimierter Tunnelgeometrieen, die bei kleinerer Querschnittsfläche gleiche Verhaltensweisen wie größere Tunnel aufweisen.
    Zu Punkt zwei habe ich schon wärmstens die von Dickason aufgezählten AES-Papers empfohlen. Zu Punkt zwei konnte ich bisher keine Literatur finden und deshalb immer nur per Konstruieren und Messen feststellen, dass es so ist.

    Das die aufwendigeren Tunnelgeometrien nicht von der Industrie realisiert werden ist sicherlich der höheren Fertigungskosten zuzuschreiben. Der Selbstbau - und hier gibt es sicher einige, die die handwerklichen Fähigkeiten und die notwendige Motivation für derartige "Kunststücke" haben - sollte gerade in solchen Bereichen die Vorgehensweisen der Industrie nicht nachahmen. Am Ende hat man dann vielleicht ein wirklich "gutes Stück", was sich vor keinem Industrieprodukt verstecken muss.

    deep-house
    Ich habe viele schlechte Industrieprodukte gesehen. Auf der PLS kommt man auch bei manchem Herstellergespräch ins Grübeln. Nicht immer ist Hintergrundwissen ausreichend vorhanden und dennoch wird fleißig gebau, beworben und tatsächlich verkauft.

    FF
    Joerg Panzer verweist auch hier auf die Arbeiten von Thiele, der es als Möglichkeit in Betracht zieht, dass bei Tunnellängen größer 1/12 der Wellenlänge von fb Resonanzen die Wiedergabeeigenschaften beeinträchtigen können.
    In unserem Beispiel haben wir fb=42Hz und somit eine Wellenlänge von
    l=344/42=8,19m.
    Ein Zwölftel ist somit 8,19/12=0,68m
    Demnach treten die Resonanzen für diesen Tunnel erst bei Längen größer 68cm auf.
    Außerdem würde ich mit mind.18dB/Okt. trennen. Ich persönlich bevorzuge 24db/Okt.Linkwitz-Riley und gehe lieber etwas unter 100Hz. Bei 12" im Top ist dass für meinen Geschmack klanglich durchsichtiger. 18" schaffen die 100Hz für meinen Geschmack nicht so sauber wie z.B. 80Hz.
    Die Alignments sind erstrebenswert, sie sind aber nicht immer realisierbar.

    Thomas
    Die Art der Signalzusammensetzung und die Entstehungsursachen der einzelnen Komponenten werden sehr schön in dem AES-Paper "Reduction of Bass-Reflex Port Nonlinearities by Optimizing the Port Geometry" dargestellt.
    Dein ganz praktischer Ansatz der akustischen Analyse - das Pendant zur symmetrischen Signalleitung. :wink:
    Was wirst Du gegen die Geräusche unternehmen wollen/können?

    sound Klinik
    Sehr gut.Was berichtigt werden muss, sollte sofort in der gebührenden Haltung getan werden. Nur so können die in zu großem Maße kursierende Fehlannahmen abgeschafft und die fachliche Kompetenz eines Forums erarbeitet bzw. bewahrt werden.
    Die Funktionsweise des Bassreflexprinzips ist vielen nicht klar. Manche kommen auch zu dem Schluss, dass sich die Schallanteile zwischen Membran und Port ausslöschen müßten. Andere wollen die Wegstrecke von der Membranrückseite bis zur Gehäusefront als Erklärung einer Signaldrehung um 180Grad und damit einer phasenrichtigen Addition der Teilenergieen aufführen.
    Dabei gibt es doch schon in der sehr populärwissenschaftlichen Literatur das tolle Feder-Masse-Schwinger-Model. Der Herr Hausdorf hat das prima verständlich für Nichttechniker in seinem Buch "Handbuch der Lautsprechertechnik" erklärt.
    Bei Resonanz haben wir immer einen Phasensprung (180Grad). Da dieser Sprung nicht unendlich sein kann, haben wir bei fb eine Phasenverschiebung von 90Grad gegenüber der Membran.
    Bei Frequenzen oberhalb von fb ist diese Verschiebung 0Grad. Wenn sich die Membran ins Gehäuse bewegt, bewegt sich auch die Luft im Port nach innen - nur mit viel kleinerer Amplitude. Das System resoniert ja nur in einem sehr schmalbandigen Bereich.
    Unterhalb von fb ist die Phasenbeziehung zwischen Membran und Port 180Grad. Wenn sich die Membran ins Gehäuse bewegt, wird die Luft im Port nach außen gedrückt.
    Tja, 90Grad zwischen Membran- und Port-Auslenkung machen einen Lautsprecher nicht gerade impulstreu. Gute geschlossene Systeme sind da immer besser. :wink:

    deep-house
    Zu den Taumelbewegungen der Membran bei unsymmetrischer Portverteilung hätte ich gern einen Verweis auf wissenschaftliche Untersuchungen. Ich habe das bisher nirgens gelesen - ich weiß aber auch nicht alles.

    Da es sein kann, dass dieser Beitrag für manchen zu lang ist, bitte ich im Voraus um Entschuldigung. Danke. :wink:

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 29. September 2005 um 15:07

    Thomas
    Wessen Ports sind nicht zu klein?
    Was meint Dickason wenn er schreibt:
    "Für Hochleistungsanwendungen wie bei Lautsprechern, die zur Beschallung großer Räume ..., ist der Einsatz eines Tunnels mit möglichst ähnlich großen Querschnitt wie der des Chassis zu empfehlen."?
    Sind 500cm2 gleich 1110cm2 ? Die 500cm2 sind die untere Grenze. Es gibt viele, die weniger haben.
    Weiterhin schreibt Dickason dann auch von der Gefahr der Tunnelresonanzen. Er bewertet diese aber als wesentlich weniger störend als die Auswirkungen von unterdimensionierten Tunneln.
    "Während die Resonanzen längerer Tunnel kleinere Anomalien um 1dB bis 2 dB in der Wiedergabekurve verursachen können, sind diese Anomalien wahrscheinlich wesentlich weniger besorgniserregend als die ernsthafte Nichtlinearität unterdimensionierter Tunnel."

    Das keine Portkompressionen auftreten ist eine Behauptung, die Du (Thomas) auch belegen mußt. Damit könntest Du dann ein AES-Paper veröffentlichen und alle anderen bisherigen Untersuchungen widerlegen.

    Ansonsten ließ bitte wirklich mal die in Dickason aufgeführten AES-Papers. Dies empfehle ich auch allen anderen Interessierten.

    Da Du von den Eigenresonanzen im Übertragungsbereich sprichst: Wo liegen die den bei einem Port von 60cm Länge? Hast Du das jemals nachgeprüft? (Jörg Panzer: "Basslautsprechergehäuse")

    Das die Ports bei entsprechend großer Querschnittsfläche ungewöhnlich lang werden ist richtig. Hier hilft aber die Tatsache der effektiven Portverlängerung durch beteiligte Gehäusewände. Am Ende werden sie doch kürzer.

    Hifi und PA haben unterschiedliche Prioritäten. Im PA-Bereich werden zu Gunsten eines höheren Schalldruckpegels dem Frequenzgang weniger enge Schranken gesetzt.
    Die TSP gelten wirklich nur für das Kleinsignalverhalten, werden aber trotzdem als Simu-Grundlage genutzt. Deshalb gibt es dann die erweiterten Simulationsmöglichkeiten mit Beachtung der leistungsabhängigen Nichtlinearitäten.

    Hast Du (Thomas) nun mal Messergebnisse zu den TSP und dem Wiedergabeverhalten Deines Subwoofers?

    Im Übrigen finde ich es gut, wie sich die einzelnen Personen mit ihren Erfahrungen an diesem Thread beteiligen. Natürlich ist es nicht einfach die eigenen Erkenntnisse zu verteidigen und dabei Neues objektiv zu bewerten. Am Ende hat man aber immer einen Gewinn, wenn man offen für neue Erkenntnisse ist.
    Ich bemühe mich auch immer wieder neu.

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 29. September 2005 um 08:26

    Die wohl am häufigsten verwendete Abstimmung in der Praxis der HIFI-Lautsprecher (darum gehts ja im Titel) ist QB3. Leider ist die von Thomas auch hiervon weit entfernt. Das der Oberton bei 'ner impulstreuen Abstimmung wie SBB4 oder QB3 keinen Bass macht, hatten wir ja als Ausgangspunkt definiert.

    @ Emigament
    In "Lautsprecherbau" von Vance Dickason kannst Du Dir die Kurven der klassischen Alignments anschauen, dann weist Du immer wie es heißt. :wink:
    Erreichen wirst Du mit dem Oberton aber sehr wahrscheinlich keins.

    Thomas
    Deine Messungen zu dem Oberton interessieren mich. Wie hast Du es realisiert bis 30Hz zu messen? Außerdem interessieren mich die von Dir an Deinem Chassis gemessenen TSP. Die Herstellerangaben treffen gerade bei PA-Chassis nicht immer die Realität.

    Empfehlen kann ich ebenfalls die in Dickason aufgeführten Untersuchungen zu den nichtlinearen Verhaltensweisen von Bassreflexrohren als auch die von Ihm dazu genannten AES-Paper zu lesen.
    Wer nicht alle lesen möchte - das von Button, Devantier, Salvatti: "Maximizing Performance from Loudspeaker Ports" ist eine schöne Zusammenfassung.
    Ich vermute, dass dann einige ihre Tunnelfläche vergrößern werden. Wer es vorher simulieren möchte hat bei LspCad die Möglichkeit. Das Häkchen für die Simulation mit nichtlinearem Portverhalten muss dazu gesetzt werden. Außerdem sollte die Leistung zur Ansteuerung des Chassis mal von 1W auf 500W bis hin zu 1000W gesteigert werden. Dann wird auch sichtbar was eine zu kleine Portfläche bewirkt. Aus sämtlichen AES-Papern zu dem Thema geht hervor, dass Strömungsgeschwindigkeiten über 10m/s nicht gut sind. Im HiFi-Bereich gibt es deshalb die verschiedenen Tunnelgeometrien. Die wohl strömungsgünstige Form ist an beiden Enden abgerundet und zusätzlich von der Tunnelmitte divergierend bzw. konvergierend. Im PA-Bereich fällt es natürlich nicht leicht solche Geometrien zu realisieren, weshalb man noch immer den einfachen geraden Tunnel antrifft.

    Eine mögliche Erklärung für das Abweichen der simulierten Kurven von den tatsächlich messbaren Kurven könnten die Pegelverluste im unteren Übertragungsbereich infolge der zu geringen Portflächen sein. Ein in der Simulation im unteren Grenzbereich auftretender Buckel/ Überschwinger kann somit durch die real auftretenden Portverluste unterdrückt werden. Das legitimiert natürlich nicht zu kleine Portflächen. Es könnte aber eine Erklärung für die klangliche Beurteilung der Konstruktion nach Thomas Vorschlag sein.
    Simuliert es einfach mal mit LspCad bzw. lest die Literatur. Es gibt ausreichend Informationen zu diesen Problemen.

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 22:10

    Der Link hier etwas bequemer.
    http://img290.imageshack.us/my.php?image=a…rgleich28fa.png

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 22:06

    Hier jetzt die Grafiken - wenn ich das richtig verstanden habe. In je einer Zeile ist das Zeit- und Frequenzverhalten dargestellt. Nichtlineares Verhalten habe ich vorerst nicht berücksichtigt.

    <a href="http://img290.imageshack.us/my.php?image=a…rgleich28fa.png" target="_blank"><img src="http://img290.imageshack.us/img290/9177/al…eich28fa.th.png" border="0" alt="Free Image Hosting at http://www.ImageShack.us" /></a>

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 21:35

    Ich werd' den Oberton mal mit SBB4 Alignment und mal mit dem Vorschlag vom Thomas simulieren und die Daten hochladen. (Wie läd man die Grafiken hier?)

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 20:21

    Aha, UniBox zeigt auch eine Sprungantwort an. Also kann hier ein Vergleich von Zeit- und Frequnezverhalten stattfinden.

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 20:00

    Ich kenne AJHorn nur von der Demo-Version. Dort habe ich bisher aber keine Möglichkeit zur Beurteilung des Zeitverhaltens einer Lautsprecherkonstruktion gefunden.
    Das auch mit diesem Programm eine tieffreichende Abstimmung möglich ist - keine Frage. Dazu sollte man sich dann aber das Zeitverhalten auch anschauen - z.B. die Sprungantwort (LspCad). Wenn man dann das Ganze mit dem Zeitverhalten einer Konstruktion nach den genannten Alignments vergleicht - ich sag nur: Schade!

    Die aufgeführten Hinweise: Temperaturabhängigkeit beachten, Spulenimpedanz usw. sind richtig. Dennoch würde ich gern mal überzeugende Simulationsergebnisse für Frequenz- und Zeitbereich im Hinblick auf den Oberton sehen.

    Sehr deutlich wurde mir " Simulation ist nicht alles" (TheRogue) bei der Bestimmung der Reflexrohrlänge. (Rohre sind wie beim Achenbachsub als Ecktunnel) Die simulierte Länge war bei gegebener Querschnittsfläche einfach zu groß. Das Tunnel durch beteiligte Gehäusewände verlängert werden ist klar. Ob und welche mathematische Beziehung dahinter steckt, konnte ich noch nicht erkennen.

  • Bassreflex im PA-Bereich immer schlechter als im HiFi-Sektor

    • dbeer
    • 28. September 2005 um 16:17

    Hallo,

    ich habe die Bassreflex-Abstimmungen für den Oberton XB700 mal genauer analysiert (LspCad) und festgestellt, dass mit allen hier im Forum angegeben Bauvorschlägen kein ordentliches Alignment wie SBB4 bzw. QB3 (Quasi third Order) erreicht wird.
    Klar ist, dass die genannten Abstimmungen mit dem Oberton eine zu hohe -3dB Grenzfrequenz besitzten.Dafür ist aber ein gutes Impulsverhalten vorhanden.Im Gegensatz dazu haben die vorgestellten Bauvorschläge wesentlich tiefer liegende Grenzfrequenzen. Das Impulsverhalten ist wiederum deutlich schlechter als im Falle von QB3 und erst recht von SBB4.
    Zum Vergleich habe ich auch mal mit dem RCF 18LP300 simuliert - beide Chassis sind ähnlich. Hier zeigt sich die gleiche Problematik. Gibt es evtl. Chassis mit denen diese Alignments erreichbar sind?

    Klar ist aber auch, dass ein Subwoofer trotz aller zeitlichen Optimierung kein Subwoofer ist - wenn der "Bass" fehlt.

  • Abstimmung anhand der Impedanz-Kurve beim XB700 BR

    • dbeer
    • 24. September 2005 um 19:27

    Hallo,

    hat von Euch jemand Impedanzkurven zu seiner BR-Abstimmung mit dem Oberton XB700 gemacht? Mich interessiert, ob ihr die Impedanzmaxima gleich groß oder aber eins bedeutend größer gewählt habt. Momentan habe ich das zweite Maximum etwa kleiner, was einer strafferen Abstimmung entsprechen sollte. Nun kenn' ich aber nicht die Alterungserscheinungen des XB. Vielleicht habt ihr ja mal einen Vergleich der Abstimmung am neuen und am eingespielten Subwoofer gemacht.

  • Wer kennt die Chassis EV 810 PD 1663 und EV 812 WPD 3074 ?

    • dbeer
    • 20. Juni 2005 um 13:57

    Hallo,

    kennt jemand die oben genannten Chassis bzw. weiß, in welchen Lautsprechern die verwendet werden?

    Danke

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 2. Juni 2005 um 12:58

    Bass-Shaker :D

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 2. Juni 2005 um 11:50

    wora

    die Überlappung ist das Problem. Das 1. Schallfeld liegt wesentlich näher an den LS als das betreffende, da müßte der Schall auch für tiefe Frequenzen gebündelt werden, damit den Leuten im ersten Schallfeld nicht die Ohren wegfliegen und die anderen noch was hören. Wenn der Effektpegel im problembezogenen Schallfeld etwa 85dB sein soll und wir als Quelle eine Punktquelle mit 35m Abstand annehmen, dann sollte in 1m Abstand vom LS der Pegel etwa 116dB habe. Damit bekommt das erste Schallfeld unter Berücksichtigung einer gewissen Höhe über dem Boden von vielleicht 8m im Extremfall etwa 98dB. Das ist dann schon zu viel.
    Also muß stark gebündelt abgestrahlt werden. Die Idee mit den Einzellautsprechern wäre 'ne Lösung, kommt aber nicht in Frage.

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 1. Juni 2005 um 15:50

    Skizze 2 neu

    LS
    --
    ------- 1. Schallfeld
    -------------
    --------------------betrachtetes Schallfeld
    ---------------------------
    --------------------------------2.Schallfeld
    -----------------------------------------

    Also, in der Seitenansicht ist 'ne Tribüne zu sehen. Links oben müssen die Lautsprecher hin. In Schallfeld 1 und 2 darf der Störabstand nicht kleiner als 10dB sein. Zur Frontbeschallung muss hier Effekt geliefert werden.

    Danke

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 1. Juni 2005 um 13:49

    Fehler in der Darstellung, die Skizze 2 wird anders dargestellt, als ich sie geschrieben habe. Die Doppelstriche ergeben eine Linie die nicht senkrecht nach unten verläuft , sondern von links oben nach rechts unten.

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 1. Juni 2005 um 13:46

    @ Volker

    ich meine schon vertikal

    @ S`kceb Gold

    der zu beschallende Bereich liegt etwa 30m vor den Lautsprechern. Dazwischen und davor befinden sich zwei andere Schallfelder, die nicht gestört werden dürfen. So, und nun dürfen die Lautsprecher (LS) auch nicht innen - an den Übergang zwischen dem ersten Schallfeld und dem betrachteten Schallfeld gebracht werden, sondern müssen von außen strahlen. Problem ist dabei, dass sie kaum Pegel im ersten Schallfeld machen dürfen - das heißt möglichts hoch installiert werden müssen. Je höher, desto größer wird aber die beschallte Fläche, weshalb der Öffnungswinkel sehr gering sein muss. Also 50Grad sind schon zu viel. Hinzu kommt, dass sich alle Schallfelder auf einer Ebene befinden, die vom ersten zum zweiten um ca. 20 Grad fällt.

    Skizze1: Draufsicht


    LS LS LS
    ---------------------------------------------------

    erstes Schallfeld (30m)

    -------------------------------------------------------

    Schallfeld, um das es problembezogen geht (30m)

    ----------------------------------------------------------

    zweites Schallfeld

    ----------------------------------------------------------


    Skizze2: Seitenansicht


    LS
    --
    -- 1. Schallfeld
    --
    -- betrachtetes Schallfeld
    --
    --
    -- 2.Schallfeld
    --

    So, das ist verständlich.
    Mit Line Arrays geht einiges. Gehts aber auch mit kleineren Anordnungen bzw weniger Aufwand?

    Danke

  • vertikal stark bündelndes System

    • dbeer
    • 31. Mai 2005 um 17:12

    Hallo,

    kennt jemand 'nen Lautsprecher, der extrem bündelt, so dass man auf große Entfernung (30m) einzelne Bereiche gut ausleuchten kann, ohne Nachbarbereiche zu stören?

    Hat jemand vielleicht 'ne gänzlich andere Idee für so eine Aufgabe? Wie gut schafft es z.B. ein kleines Line Array?

    Danke

  • Mackie SR vs. Allen&Heath GL2200

    • dbeer
    • 4. Mai 2005 um 20:13

    Zur Ergänzung - auch wenn erst 3 Monate später - in der Production Partner 3/2005 gab's ein Test zum Onyx 1640. Ich persönlich besitze auch den 1640 und habe folgende Beobachtungen gemacht:

    - mechanisch eher was für zarte Finger, da weniger robust
    - bis auf die fehlenden Inserts in den Subgruppen komplett ausgestattet (mehr als 19"er von A&H bzw. Midas)
    - außer den Inserts alles symmetrisch
    - sehr rauscharme Preamps, besonders für Recording geeignet
    - EQ mit 2fach Semiparametrik in den Mitten, evtl. zu kleiner Q-Faktor (greift voll ins Geschehen und zieht oder hebt breitbandiger als gewohnt - alles für hohe Phasenlinearität)
    - bei geschlossenen Fadern bzw. Mute bleibt ein Restpegel bei hohen Lautstärken zu hören (gibts aber auch bei A&H und: Wer spielt, wenn er nicht dran ist?)

    Aus meiner Sicht ist das Pult nichts für den Verleih - da dann lieber A&H oder gleich Midas.
    Als privates Live- und Installationspult ist es dennoch geeignet. Man muss es halt kennen und mit Liebe behandeln.
    Die Ausstattung gegenüber A&H 16:2 / 14:4:2 bzw. Midas Venice 160 ist vielseitiger. Bei A&H hab' ich entweder 16 Monokanäle und keine Subgruppe(16:6), oder Subgruppen und dann nur 10 Monokanäle und 2 Stereokanäle(14:4:2). Beim Venice gibts sogar nur 8 Monokanäle und 4 Stereo, wobei die Stereo nicht mal semiparametrisch sind.

    Bezüglich Recording ist es aufgrund der FireWire-Option und der Preampqualität das 19" Analog-Pult.

  • Seeburg A6 gegen RCF Art 322A

    • dbeer
    • 4. Mai 2005 um 17:57

    Da ich bisher nur die RCF kenne, die Seeburg A6 aber immer wieder positiv erwähnt wird, bin ich an Eurer Meinung interessiert.
    Auf der Seeburg Seite hab' ich mir den Amplitudenfrequenzgang angesehen und mit dem der RCF verglichen. RCF schneidet da besser ab - ist ja auch aktiv und damit besser korrigierbar. Da aber der Amplitudenfrequenzgang nicht das Ende vom Lied ist, würden mir Eure Pros und Kontras evtl. Klarheit verschaffen.
    Auf der anderen Seite geht bei der RCF einiges vom Kaufpreis für's Biamping drauf. Da ist dann die passive A6 für den gleichen Preis evtl. doch besser?

    Leider habe ich zu oft das Gefühl, dass viel erzählt aber nur wenig wirklich gehört bzw. gewußt wird.

    Hat darüber hinaus auch einer die K&F CA1001 mal gehört?

    Danke

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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