Hans Schuster hat geschrieben:
ZitatÜberhaupt werden hier meiner Ansicht nach die meisten Fehler gemacht. Wer Monitore mit Hilfe von EQs vor dem Soundcheck aufwändig einpfeifft, ist angeschissen (bzw. eigentlich die Musiker), wenn man nach dem Eintreffen der Band die Position von Wedges oder Bass/Guitar-Amps grob verändert und man feststellen muss, dass man sich das zeitraubende Pfeiff-Tuning getrost hätte sparen können. - Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von Raumresonanzen, oder systemtypischen Einstellungen, die im Controller-Preset gespeichert sind.
Und wenn man es nach dem Soundcheck macht, kann man möglicherweise durch einen zu beherzten Einsatz von Terz-Filtern jegliche notwendige Energie und Bissigkeit aus dem System nehmen, was den Musikern natürlich sofort bei Konzertbeginn negativ auffällt- die fühlen sich verloren und erleben den plötzlichen "ich-hör-nix"-Effekt, ruden mit den Armen herum und sind sprichwörtlich- angeschissen.
Auch Klangtuning an potenzen Monitorsystemen finde ich bedenklich. Wenn man controllergesteuerte bi-amp Systeme verwendet, die bereits aufwendig calibriert wurden, und dann meint, mit seinen Lieblings-CDs mal eben die Schärfe unter beherzten Einsatz von parametrischen Filtern im Hi-Mid Bereich rauszunehmen, schiesst sich in der Regel ein Eigentor und tut den Musikern gar keinen Gefallen.
Stimme ich Dir auch zu.
Weniger ist mehr ist auch meine Devise.
Vor Allem, weil man sich mit viel EQ ziehen ja auch viel Energie aus der Anlage nimmt.
Aber:
Die Monitore sauber Pfeiffrei machen , bevor die Band kommt, ist wichtig.
ich red da nicht von üblen Pfeiforgien und verbiegen des EQ das nix mehr da ist.
Safe sollen sie aber schon sein.
Und stimmt:
Es gibt Monitore, die sind wirklich schon sehr anerkannt für die Einsätze.
Wenn man die klanglich sehr verbiegt, hat man sich genau die Vorteile des Monitors genommen.