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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 5. September 2012 um 14:46

    Isch 'abe gar nichts gegen Schoeps Mikrofone :roll:. Und ich sehe das ganz ähnlich.

    Das war ein schon etwas ergrauterer Herr in den, ehm, besseren Jahren. Dem habe ich das problemlos abgenommen.
    Ob er allerdings mit Nachnamen Schoeps hieß weiß ich natürlich nicht...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Orchestermikrofonierung Nahabnahme

    • billbo
    • 5. September 2012 um 14:38

    Glaubst Du, dass das so ist; weil es eben danach aussieht?
    Hörst Du einen Unterschied im AB – Vergleich? Zumindest unterm Kopfhörer?
    Hast Du einen gemessen? Wenn ja: wie viel dB/ Okt., ab welcher Eckfrequenz?
    Höhen, die welche Beschallungsbox in welcher akustischen Umgebung darzustellen in der Lage ist?

    Und falls tatsächlich: ist der Unterschied relevant genug, dass Du zugunsten der Vermeidung einer winzigen, mittels einer zehntel Drehung am HF Encoder mühelos kompensierbaren vermeintlichen Änderung des Frequenzgangs bedenkenlos auf alle Vorteile von Wind – und Fallschutz verzichtest?

    Alle Achtung! Du hast Deine Prioritäten! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 5. September 2012 um 13:31

    Wenn Du mal ein hundertprozentig passende Mikro gefunden hast – sagst Du dann bescheid? :)

    Zitat

    ... Publikum aus der oberen Mittelschicht mit einigen Stadthonoratioren und gehobenen Kulturschaffenden ...

    Wären Honoratioren und sonstiges vorgeladenes Edelpublikum weniger hochzufrieden gewesen, wenn sie statt des CCMs ein SM vor der Klarinette erspäht hätten? Ich fürchte, abschließend wird sich diese Frage im Nachhinein nicht 100%ig klären lassen. Zu vermuten ist immerhin, dass der gereichte Jahrgangssekt offensichtlich kommod temperiert war.

    Dazu ein kleines persönliches Erlebnis: nach einem Konzert in Karlsruhe :D trat ein freundlicher Mensch aus dem Publikum an mich heran, der sich als Mitarbeiter der Fa Schoeps outete (ob's stimmt weiß ich nicht, klang aber plausibel). Nach den üblichen Aftershow – Nettigkeiten 'superkonzerttollersoundgenialeband' suchte er Bestätigung dafür, dass es sich bei den verwendeten OHs um ein ganz bestimmtes Produkt seiner Fa. handelte; das hatte er auf die Entfernung gesehen/ herausgehört. Er war ernsthaft geknickt als ich ihm eröffnen musste, dass da stattdessen ein paar (wohl ähnlich aussehende) Teile aus dem Hause Beyer werkelten. Deren genaue Bezeichnung ich ihm nicht einmal nennen konnte; die waren halt beim Endorsementsatz des Drummers dabei und taten ihren Dienst ordentlich.
    Hoffentlich habe ich ihm damit nicht noch nachträglich sein bis dahin offensichtlich schönes Konzerterlebnis versaut.

    Autosuggestion ist weiter verbreitet als man gemeinhin denkt; letztendlich lebt in einer fortgeschritten entwickelten Überflussgesellschaft nahezu die gesamte Wirtschaft davon. Wohl dem, der dabei zumindest zwischen selbst gemachten Erfahrungen und Hochglanzreklamebroschüren - Premiumbotschaften zu unterscheiden weiß.

    (Und, bitte: bei Weitem nicht alle in meinen Anmerkungen manchmal geäußerten Anspielungen beziehen sich unbedingt immer ausschließlich auf Beiträge von Dir. Auch wenn Du manchmal ein schöner Kondensator für so was bist. :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Orchestermikrofonierung Nahabnahme

    • billbo
    • 5. September 2012 um 12:15
    Zitat

    OH (da schraube ich dann aber den korb ab)

    Warum? Sieht das dann mehr nach "richtigem" OH aus?
    Ich würd' den Windschutz eher dran lassen bzw. bei dieser Anwendung u. U. noch einen zusätzlichen drüber stülpen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aktuelles Lichtdesign vs. "Altes Rock n Roll Licht"

    • billbo
    • 4. September 2012 um 10:46

    Namen sind Schall und Rauch... :)

    Die richtig guten kriegst Du sowieso nicht. Die sind nicht selten ganzjährig unterwegs; und wenn ausnahmsweise mal nicht, dann auch gerne mal zu Hause und auch nicht für ernstes Geld vom Sofa zu locken.
    Also: selber machen. Junge, talentierte und motivierte Kollegen entdecken (die gibt es nämlich durchaus!) und zu körperlich anstrengender, schmutziger, schlecht bezahlter Tätigkeit beschwatzen. Sonst gehört das Wörtchen 'Einleuchten' irgendwann mal zu den aussterbenden Begriffen innerhalb des deutschen Sprachschatzes.
    Das leuchtet doch ein, oder nicht?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aktuelles Lichtdesign vs. "Altes Rock n Roll Licht"

    • billbo
    • 4. September 2012 um 00:53

    Ganz einfach – irgendjemand kauft sich das Zeugs, und dann wird’s eben bis zum Erbrechen so lange für Geld auf die Straße gebracht, bis sich niemand mehr findet, der auch nur einen müden Euro dafür zu zahlen bereit ist. Das waren über gefühlte Jahrzehnte die unvermeidlichen 6 Plastikwackeleimer auf Trussständern, die sinnfrei und uninspiriert den Nebel umrührten. Und heute ist’s eben das Net Shop LED – Kirmesgedöns, welches ungefragt die Augen des Publikums beleidigen darf.

    Es gibt aber schon auch immer wieder mal wirklich geschmackvoll und ausgefallen gemachte (Tour-) Lichtdesigns, auch solche auf der Basis eher schmalen Budgets. Wenn ich ein bisschen nachdenke fallen mir eine ganze Menge solcher Beispiele aus den letzten Jahren ein. Und fast immer haben die sehr wenig mit dem eingesetzten Material und sehr viel mit Musikgefühl und Einfallsreichtum des betreffenden Lichtlers zu tun. Und von denen gibt es offenbar noch weniger wirklich gute als unter den Kollegen, die das andere Digitaldings bedienen... :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Mist. Oton wat schneller :D

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 3. September 2012 um 20:39
    Zitat

    Ich weiß, dass ich mir da nichts vorzuwerfen habe.

    Gut, ich drück’s anders aus: Du misst der Mikrofonfrage eine Bedeutung zu, die sie (in unserer Popkonzert - Supernahmikrofonierungs - Beschallungspraxis) meiner Meinung nach nicht hat. Zugegeben, beim Klassik – Open Air incl. Mitschnitt für Deutsche Grammophon sieht das anders aus. Aber da baut der ex DJ Service/ jetzt Volldienstleister höchstens Stühle auf.

    Zitat

    10 x SM57, 10 x SM58, 6 x MD421, 1 x D112, 3 x "any Condenser“ ...

    Tu mal noch 3 "any C." dabei, und 2, 3 Alternativen für Kick/ Gitarre/ Acoustics. Und eine durchschnittliche Populärmusikveranstaltungsstätte nebst ihrem Publikum wird damit auf technisch vertretbarem und wirtschaftlich funktionierendem Level auf unabsehbare Zeit prima leben können; wer damit kein gutes bis sehr gutes Ergebnis erzielt hat den falschen Job. Und wem das nicht reicht, der darf auf eigene Kosten selbstverständlich jederzeit gerne seine Favoriten mitbringen. Jedem sein Hobby!
    Denn DAS ist das eigentliche Problem: Jedermanns Favoriten vorzuhalten ist unmöglich bzw. wirtschaftlich sinnlos. Also gibt’s allerorten mehr oder weniger liebevoll :roll: zusammengestellten kleinsten gemeinsamen Nenner. Tourende Tonis, die ihren Job ernst nehmen und derlei Marktmechanismen verstehen wissen das, und sorgen dementsprechend vor.

    Zitat

    Liegt an meinem Nebenjob. Wenn da nicht alles wasserdicht tausend mal gegengecheckt ist, ...

    Vergleiche Arbeitsumstände/ Bedeutung/ Budgetierungen in Deinem 'Nebenjob' mit ebendenen in der bösen Welt der kniepigen Konzertveranstalter. Ahnst Du Unterschiede?

    Zitat

    Ich hatte schon öfters Welche mit einer Metallumreifung vor mir, wo die mitgelieferte Klemme eines e604/904 problemlos hält.

    Natürlich mag es die geben, aber man kann darauf nicht zählen. Bei den Standards von LP/ Meinl, die mir immer mal wieder begegnen, geht das in aller Regel nicht.

    Zitat

    nu... lieb bleiben.... alle beide

    Keine Bange, Peter. In Wahrheit haben wir uns auch ganz furchtbar lieb. Nur jeder halt auf seine Weise...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 2. September 2012 um 13:49

    Die Umgebungslautstärke kriegst Du auch prima per ansonsten notwendigen Overheads rüber. Sogar noch mit mindestens einer zusätzlichen Laufzeitkomponente mehr. :wink:

    Mit den Audix – Dingern verbinde ich vor allem das Bild des Drumtechs, der 10 Minuten nach Showstart bewaffnet mit Gaffa, Kabelbindern, Leatherman und Schlagschrauber um den Drumriser hastet, um irgendwas loses oder abgefallenes festzuziehen/ anzuspaxen/ nachzubessern. So macht halt jeder seine eigenen (Einzel-) Erfahrungen. Gefährlich wird’s erst wenn man der Versuchung erliegt, daraus so was wie Allgemeingültigkeit ableiten zu wollen. Ganz konkret: nur weil ich persönlich EIN Mal, in EINER ganz bestimmten Situation, einen ganz bestimmten Typ Mikrofon/ Lautsprecher/ Instrument/ etc. als besonders toll (oder aber als besonders mies) empfunden habe bedeutet das nicht, dass das Ding ganz allgemein so viel besser oder schlechter funktioniert als alles andere, was ich bis dahin gehört/ benutzt habe. Dazu ist jeder Einzelfall an viel zu viele Unwägbarkeiten geknüpft.
    Es zählt lediglich das, was man aus der Summe der Erfahrungen für sich herausarbeitet. Das kann (und wird sogar sehr oft) durchaus auch das messtechnisch unterlegene Gerät mit der für den Alltag jedoch entscheidend höheren Anwendungsfehlertoleranz sein. Der lächerlich primitiv dreinschauende 604 Plastikclip fällt NIE ab. Und wie rum man ein 57er so ungefähr auszurichten hat weiß jeder für einen Tag vom Arbeitsamt zwangsverpflichtete Aushilfsmikrofonierer.
    Und da hast Du selbstverständlich recht: so ein gewisser Überblick über all das kann naturgemäß erst im Verlauf vieler (Praxis-) Jahre entstehen.

    AKGs aus der 300er Serie nutze ich, falls Windschutz vorhanden und auch wenn sie offenbar von nur wenigen Leuten gemocht werden, jederzeit gerne. So wie gefühlte einhunderttausend vergleichbare marktübliche, ebenfalls funktionierende Schallinelektrizitätwandler auch.

    Deine Affinität zu eher außergewöhnlichen (und vor allem kostspieligen) Mikrofonkonzepten wirkt auf mich manchmal auf ähnlich geheimnisvolle Art manisch – fremdgesteuert wie die meinige zu Fragen der allgemeinen Tourcateringkultur. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 1. September 2012 um 20:49

    Ich lese (und merke mir!) Deine Beiträge ausgesprochen sorgfältig – weil ich sie schätze. Dennoch gehen sie mir, wie Du weißt, mitunter ein wenig zu sehr an der Praxis vorbei. In der stand ich übrigens kaum je vor dem Problem, Congas laut genug zu bekommen. Wenn überhaupt, dann stimmten dort ganz andere Dinge nicht als die Mikros (oder sie waren kaputt. Ahnst Du, wie vielen ¾ defekten SM57 man als Gastmischer so übers Jahr begegnen kann? Gerne an Percussions - weil, da fällt's ja vielleicht nicht gleich so auf). Sei’s drum.

    Unabhängig davon glaube ich eine Tendenz beobachten zu können: es wird heutzutage im Vergleich zu früher ganz allgemein VIEL zu obertonlastig gemischt. Einfach weil’s möglich ist. Kenn ich, auch bei mir, als (eher unwillkürlich angewandte) Notwehrmaßnahme bei zu schlechter Akustik oder zu schlechten Lautsprechern, die nicht in der Lage sind, Mitten sauber wiederzugeben. Erweist sich aber, weil mit zu viel vermeintlich notwendiger Information behaftet, als fatal für die (dauerhafte) Aufnahmefähigkeit des Zuhörers. Der Boah – Effekt, den man nach einer Minute nicht mehr registriert, der aber dennoch Gehör und angeschlossene Datenverarbeitung überlastet. Schönes Selbstexperiment dazu: misch eine halbe Stunde in mäßiger Akustik eine durchschnittlich laute Band. Wenn Du glaubst, dass Du mehr oder weniger fertig bist (ich habe nie den Eindruck, dass ich wirklich fertig bin...) geh raus aufs (im wörtlichen Sinne) stille Örtchen, und bleib dort für einige Minuten. Niemand dreht derweil an den Knöpfen.
    Ich schwöre Dir: wenn Du wiederkommst wirst Du entsetzt sein über das, was Du da angerichtet hast. Viel zu laut, viel zu grell.
    Nach ein paar Minuten findest Du’s wieder erträglich. Aber Du ahnst – irgendwas stimmt da nicht... und siehst die Ohrstöpsel im Publikum ab da vielleicht mit anderen Augen.

    Das liegt meiner Meinung nach (auch und unter anderem!) am inflationär zunehmenden Vorhandensein von zu vielen Kondensatormikros auf viel zu kleinen Bühnen. Ich ziehe daher mittlerweile in viele Fällen wieder 'das olle Dynamische' und den mit ihm in aller Regel einhergehenden früher einsetzenden natürlichen Roll Off ganz bewusst vor. Und freue mich darüberhinaus beim Ereignisse sortieren, dass die digitale Welt bei Bedarf problemlos für jeden Kanal einen Highcut parat hält. Den Luxus gab’s früher eher selten.
    Bei wirklich großen Veranstaltungen stellt sich das Problem so im Übrigen nicht. In 70m Entfernung zur PA kann man froh sein, wenn man "obenrum" wenigstens so was wie anständige Mittelwellenqualität hin kriegt.
    Habe ich hier schon mal irgendwo erwähnt: ich beschäftige mich gelegentlich mit der Restauration alter (wirklich alter!) Röhrenradios. No highs, no lows. Aber man kann stundenlang vollkommen entspannt zuhören.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    :roll: Hin und wieder schraub ich aber auch mal ein sündteures KSM oder 414 ab und ein 57er dran – einfach bloß weil ich mich auf das entgeisterte Gesicht des datenblattgestählten, aber leider etwas nervigen örtlichen Tonschnösels freue. :D

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 1. September 2012 um 18:18
    Zitat

    Naja, das ist eben der Unterschied: ...

    Manchmal hab ich ja schon den Eindruck, es wird heutzutage allgemein (altersunabhängig!) zu oft unterm Kopfhörer und zu selten unter realen Livebedingungen gemischt.

    Bitte nicht hauen! :D

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 1. September 2012 um 18:10
    Zitat

    Aber wie gesagt: Der Mann an den Percussions muss dann sehr bedacht damit arbeiten...

    Und aber vor allem auch der Tonmann - je nachdem, wo der Percussionist sich gerade aufzuhalten beliebt! :D

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 1. September 2012 um 18:03

    Ihr habt Sorgen! :lol:

    KSK ist ein eigenes Thema. Anfangs (als die zwecks Existenzberechtigungserlangung noch dringend Mitglieder suchten) war man als Tonler schon Künstler, wenn man seinen Namen auf ein, zwei halbseidenen Live – CD Produktionen unter 'Credits' vorlegen konnte oder im Flyer eines alternativen Theaterprojekts als Akustikverantwortlicher aufgeführt war.
    Heute, wo da jeder rein will (weil’s ja so schön billig ist) muss man selbst als Musiker schweres Geschütz auffahren – z. B. nachweisen, dass man mit Musik wirklich nachhaltig den Hauptteil seines Lebensunterhaltes bestreitet – um eine reelle Chance zu bekommen, in den erlauchten Zirkel derer aufgenommen zu werden, denen der klamme Staat großzügig die Hälfte ihrer SV spendiert.
    Halt immer schön so, wie’s gerade politisch opportun ist. :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 1. September 2012 um 16:27

    :oops: Das Wort 'Aufnahme' hab ich leider übersehen. Also doch Mikros nehmen mit richtigen Kabeln dran. Und 2 Mixe vorbereiten. Einen für die Aufnahme, einen für Live (letzterer mit allen Vocals erst mal min. 6 dB lauter).

    Die gute Nachricht: das funktioniert mit so ziemlich jedem bühnentauglichen Mikro problemlos, also auch mit den aufgeführten. Keine extremen Bässe/ Höhen/ Schalldrücke/ Wind-/ Popgeräusche/ was auch immer – also leichte Übung.
    Die schlechte Nachricht: dran klemmen ist bei Congas (erst mal) nicht. Toms u. ä. haben ringsum harte Grate und Kanten, die sich gut für sichere Befestigung nutzen lassen. Congas, zumindest alle die ich kenne, nicht. Da ist alles extrem flach und sanft und abgerundet. Nicht aus Bosheit oder weil's schöner aussieht, sondern damit der Percussionist nach 2 Std. noch Haut unter den Händen hat. (Bei den Audix – Dingern schließe ich mich G. B. an: für mich laufen die irgendwie unter 'überteuertes Plaste - Spielzeug für gelangweilte Bessertonis'. Nicht wirklich praxistauglich. Aber vielleicht habe ich die richtigen ja bloß noch nie unter den Fingern gehabt).

    Zweckmäßig und optisch einigermaßen dezent lässt sich ein Congapärchen oder -Triplet mit 2 SM57 + Doppelschiene auf geradem Stativ ohne Galgen abnehmen, sinnvolle Positionierung funktioniert so bei (fast) jedem Aufbau. Natürlich kann man da stattdessen auch 604/ 904 o. ä. dran schrauben. Die Dinger werden zwar incl. Tomklemme geliefert. Aber nirgends steht geschrieben, dass man sie auch damit benutzen muss.
    Und weil, wenn man als braver Junge mit Chefchecker - Durchblick gelten will, in einem Thread wie diesem mindestens ein mal das Wort 'Kleinmembrankondensator' schreiben muss: Klar. Funktioniert auch. Warum auch nicht?
    Der Nachteil dieser bekannten Standardmethode: man braucht für alles Weitere auf jeden Fall noch diverse Extramikros/ -Kanäle/ -Stative/ -Kabel/ usw., incl. aller damit verbundenen Nachteile.

    Eine sehr schön funktionierende Alternative: 2 überzählige (Kugel-) Lavaliermikros mittels Kabelbinder/ Miniklemme/ Gaffa an zwei Stimmschrauben der Congas fixieren und so positionieren, dass sie in etwa 10 cm Höhe über dem Fellrand schweben. Sehr gut geht das mit Sennheiser MKE... in der Version mit den extrasteifen Kabeln. Ruhig relativ hart L/R pannen und mit der genauen Position spielen, bis sich ein schlüssiges, räumlich - lebendig wirkendes Klangbild ergibt. Vorteil: die Congaposition markiert häufig den Lebensmittelpunkt des Percussionisten; dort spielt er auch sein gesamtes Kleinhandwerkzeugs, also Shaker, Claves, Cabassen, und ähnlichen Kram. Und all das kommt so über die beiden Congakugeln prima mit rüber. Insbesondere bei so Sachen wie Regenrohr oder 'Meeresrauschenerzeuger' (wie heißen diese tamburinähnlichen Dinger mit kleinen Stahlkugeln drin?) kann der Effekt aufgrund der Räumlichkeit spektakulär sein – vorausgesetzt der Percussionist weiß, was er tut.
    Vom 'Lautkram' (Timbales... :? ) kriegst Du sowieso fast immer mehr als genug, über jedes auf der Bühne befindliche Mikro. Da fehlt Dir dann ggfs. lediglich noch eine zusätzliche (Nah)abnahme der Chimes – die hängen fast immer an der ungünstigsten Stelle. Funktioniert, vermutlich zum Entsetzen des einen oder anderen Mitlesers, übrigens ebenfalls ganz ausgezeichnet mit 'nem schnöden SM57 :D .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 31. August 2012 um 11:00

    Prima. Dann ist jetzt genügend Zeit zu planen/ auszuprobieren, wie Ihr die Musiker so leise wie möglich und die Textverständlichkeit so gut wie eben möglich hinkriegt. Dafür sind zu einem Prozent Art und Marke der verwendeten Mikros ausschlaggebend. Und zu 99% Eure Disziplin, Erfahrung und Kreativität beim Umgang mit Arrangement, Instrumenten und ggfs. zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmitteln.
    Die zugezogenen Vorhänge sind schon mal ein perfekter Anfang. Tipp: seht zu, dass der 'Eventmanager' (Musiklehrer, Rektor, ... ) die Notwendigkeit genau so sieht. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 31. August 2012 um 00:29

    Kein Thema. Ich wollt’ auch nicht einfach nur unreflektiert rumpoltern.

    Was ich sagen will: wenn der Threadstarter im nächsten Jahr (!) ein Schulmusical betreuen möchte und er dafür jetzt anfragt, wie er dabei wohl die Congas abnehmen soll, dann sagt mir das, dass er a) hoch motiviert ist (sonst würde er nicht fragen), und b) keinen blassen Schimmer von der Materie hat (sonst würde er nicht danach fragen). (Finn, nicht persönlich nehmen. In Deinem Alter hatte ich NOCH viel weniger Ahnung. Kann also durchaus schon noch was werden :D).

    Keinem (mitlesenden Anfänger), erst recht nicht dem Threadstarter, ist mit der x-ten Aufzählung von persönlichen Katalog - Lieblingsmikros geholfen. "Kauf Dir dies und das und jenes (oder miete es, z. B. am besten direkt bei mir), damit sind all Deine Probleme dann so gut wie gelöst" ist völliger Quark wenn offensichtlich ist, dass es dem Fragenden an Bewusstsein für die Problematik und damit natürlich an Kompetenz für das Setzen von Prioritäten mangelt.
    Niemand wird sich am Ende der Veranstaltung darüber beschweren, dass die linke Conga nicht zu 100% genau so seidig – schmatzig – brilliant getönt hat wie die auf der letzten in New York ersteigerten New Jazz SACD. Aber jeder, wirklich jeder anwesende Elternteil wird ihn fragen, warum ausgerechnet gerade ihr Sprössling bei seinem Gesangspart sooo schlecht zu verstehen war.

    In den größten, schönsten, besteingerichtetsten Musicalhäusern der Welt spielt das Orchester Im Graben/ unter der Bühne/ irgendwo im Nebenraum, um ja nur nicht die Sprachverständlichkeit der Darsteller zu gefährden (und damit die Geduld/ Konzentrationsfähigkeit des Publikums unnötig zu strapazieren). Und hier wird allen Ernstes über die Congamikrofonierung beim Schulmusical diskutiert?

    Ist ja zum Glück noch ein bisschen Zeit zum drüber nachdenken. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mikrofonierung Conga

    • billbo
    • 30. August 2012 um 15:28

    Schulmusical.
    Vorm inneren Auge eine Mehrzweckaula, mindestens dreiseitig architektonisch ansprechend vollverglast. Aus dramaturgischen Gründen quer bespielt; Bühne 6m x 8m x 60cm.
    Davor: die Eltern (warten auf den Auftritt ihres Sprösslings, möchten sich ansonsten aber eigentlich lieber mit anderen Eltern über die Taten und Untaten ihres Nachwuchses austauschen). Der Teil der Lehrerschaft, der keine geeignete Entschuldigung gefunden hat (möchte nach Hause). Diverse zwangsverpflichtete Mitschüler (möchten telefonieren/ SMSen, und überlegen nach spätestens 10 Minuten, wie sie die Angelegenheit am zielführendsten und unauffälligsten sabotieren können).
    Egal.

    Frage: was ist ein Musical? Antwort: eine Sprach – und Gesangsdarbietung, unterstützt durch ein wenig instrumentelle Hintergrundbegleitung.
    Wenn tatsächlich irgendwas 'abgenommen'/ verstärkt werden muss – was ist demnach wichtig?
    1.) der Leadgesang.
    2.) der Leadgesang.
    3.) der Leadgesang.
    4.) ...
    50.) ...
    98.) der Leadgesang.
    99.) der Chorgesang.
    100.) alles andere.

    Wenn es Dein Job ist, die Sache tontechnisch zu betreuen, was solltest Du tun?
    - Bringe den Sängern bei, wie sie technisch korrekt mit ihrem SM58/ Headset umzugehen haben.
    - Sieh zu, dass Du am Veranstaltungstag zwei große, voluminöse Fullrangekisten (15/3 oder 15“/2“) mit höchstmöglichem Durchsetzungsvermögen und bestmöglicher Sprachverständlichkeit L und R der Bühne auf zwei robusten, über alle Zweifel erhabenen Liften so hoch wie möglich und so korrekt wie möglich Richtung Publikum geneigt installiert kriegst. Vorsicht! Das ist richtige Arbeit, und geht weder mit dem Laptop noch per iPad - Remote! Und lass Dir auf gar keinen Fall erzählen, dass das mit irgendeinem modischen Stängelchensystem ähnlich gut oder gar besser funktioniert.
    - Um alles andere baust Du am besten nach allen Seiten geschlossene Plexiglaskäfige. Insbesondere um alles, was irgendwie zu klappern/ scheppern/ rappeln oder sonst wie Lärm zu verbreiten droht der geeignet wäre, von Text und Gesang abzulenken.
    - Stell dort irgendein Mikro rein. Aus rein pädagogisch - psychologischen Gründen. Aber lass um Himmels Willen den Kanalfader unten!

    Du wirst es nicht so machen. Aber Du wärst totsicher der Held Deiner Schule.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 28. August 2012 um 13:57

    Guter Vorschlag. Ich bin davon überzeugt, so mancher tatsächlich ausgezahlte Techniker - Tagessatz ließe sich auf diese Weise problemlos vervielfachen. Alles eine Frage des persönlichen Marketinggeschicks. (Und, Jungs, immer bedenken: der Gewinn liegt im Einkauf!)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 28. August 2012 um 12:41
    Zitat

    ich habe grundsätzlich keine klinkenkabel dabei ...

    Hab ich auch (erst mal :roll: ) nicht. Genau so wenig wie Gitarrensaiten. Eine Frage des Prinzips.
    Standardantwort: "Schaut mal da hinten in den Korb. Da sind die drin, welche die Bands vor Euch aussortiert/ weggeschmissen haben; vielleicht ist ja was passendes für Euch dabei". Das reicht dann fast immer als Motivation für ein nochmaliges intensives Suchen nach den (hoffentlich) irgendwo in Koffern/ Tüten/ Täschchen schlummernden persönlichen Reservekabeln.
    Allerdings, zugegeben: es gibt schon auch Situationen (Hektik/ Zeitstress/ Abendessen fertig), da bemüht man der Einfachheit halber doch lieber die eigenen mitgebrachten Notbestände...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gesang setzt sich schlecht durch! PraxisTipps - Irgendjemad?

    • billbo
    • 28. August 2012 um 00:10
    Zitat

    Schon witzig, dass man mit Industrielärm Geld verdienen kann. :D

    Als was würdest Du in diesem Zusammenhang einen nicht unerheblichen Teil zeitgenössischer Unterhaltungsmusik/ 'Chartmusik' - Produktionen klassifizieren?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aktivset der oberen Mittelklasse gesucht

    • billbo
    • 27. August 2012 um 23:53
    Zitat

    Ice Power Amps von Bang & Olufsen integriert.

    Die stecken ebenfalls in allen RCF Aktivkisten (der neueren Serien), die ich zwecks Überprüfung/ Nachrüstung/ etc. bislang offen gesehen habe; wir betreiben davon inzwischen über 100 Stck. Ausfallquote im gemischten rauen Vermietbetrieb incl. heftiger ungeschützter Regen - Open Air Einsätze (das eigentliche Killerkriterium für die kommerzielle Nutzung von Aktivlautsprechern :roll: :( bisher quasi Null.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
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    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
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    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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