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Mikrofonierung Conga

  • FAudio
  • 29. August 2012 um 11:43
  • billbo
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    • 1. September 2012 um 20:49
    • #41

    Ich lese (und merke mir!) Deine Beiträge ausgesprochen sorgfältig – weil ich sie schätze. Dennoch gehen sie mir, wie Du weißt, mitunter ein wenig zu sehr an der Praxis vorbei. In der stand ich übrigens kaum je vor dem Problem, Congas laut genug zu bekommen. Wenn überhaupt, dann stimmten dort ganz andere Dinge nicht als die Mikros (oder sie waren kaputt. Ahnst Du, wie vielen ¾ defekten SM57 man als Gastmischer so übers Jahr begegnen kann? Gerne an Percussions - weil, da fällt's ja vielleicht nicht gleich so auf). Sei’s drum.

    Unabhängig davon glaube ich eine Tendenz beobachten zu können: es wird heutzutage im Vergleich zu früher ganz allgemein VIEL zu obertonlastig gemischt. Einfach weil’s möglich ist. Kenn ich, auch bei mir, als (eher unwillkürlich angewandte) Notwehrmaßnahme bei zu schlechter Akustik oder zu schlechten Lautsprechern, die nicht in der Lage sind, Mitten sauber wiederzugeben. Erweist sich aber, weil mit zu viel vermeintlich notwendiger Information behaftet, als fatal für die (dauerhafte) Aufnahmefähigkeit des Zuhörers. Der Boah – Effekt, den man nach einer Minute nicht mehr registriert, der aber dennoch Gehör und angeschlossene Datenverarbeitung überlastet. Schönes Selbstexperiment dazu: misch eine halbe Stunde in mäßiger Akustik eine durchschnittlich laute Band. Wenn Du glaubst, dass Du mehr oder weniger fertig bist (ich habe nie den Eindruck, dass ich wirklich fertig bin...) geh raus aufs (im wörtlichen Sinne) stille Örtchen, und bleib dort für einige Minuten. Niemand dreht derweil an den Knöpfen.
    Ich schwöre Dir: wenn Du wiederkommst wirst Du entsetzt sein über das, was Du da angerichtet hast. Viel zu laut, viel zu grell.
    Nach ein paar Minuten findest Du’s wieder erträglich. Aber Du ahnst – irgendwas stimmt da nicht... und siehst die Ohrstöpsel im Publikum ab da vielleicht mit anderen Augen.

    Das liegt meiner Meinung nach (auch und unter anderem!) am inflationär zunehmenden Vorhandensein von zu vielen Kondensatormikros auf viel zu kleinen Bühnen. Ich ziehe daher mittlerweile in viele Fällen wieder 'das olle Dynamische' und den mit ihm in aller Regel einhergehenden früher einsetzenden natürlichen Roll Off ganz bewusst vor. Und freue mich darüberhinaus beim Ereignisse sortieren, dass die digitale Welt bei Bedarf problemlos für jeden Kanal einen Highcut parat hält. Den Luxus gab’s früher eher selten.
    Bei wirklich großen Veranstaltungen stellt sich das Problem so im Übrigen nicht. In 70m Entfernung zur PA kann man froh sein, wenn man "obenrum" wenigstens so was wie anständige Mittelwellenqualität hin kriegt.
    Habe ich hier schon mal irgendwo erwähnt: ich beschäftige mich gelegentlich mit der Restauration alter (wirklich alter!) Röhrenradios. No highs, no lows. Aber man kann stundenlang vollkommen entspannt zuhören.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    :roll: Hin und wieder schraub ich aber auch mal ein sündteures KSM oder 414 ab und ein 57er dran – einfach bloß weil ich mich auf das entgeisterte Gesicht des datenblattgestählten, aber leider etwas nervigen örtlichen Tonschnösels freue. :D

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 1. September 2012 um 23:35
    • #42
    Zitat von "billbo"

    Das liegt meiner Meinung nach (auch und unter anderem!) am inflationär zunehmenden Vorhandensein von zu vielen Kondensatormikros auf viel zu kleinen Bühnen.

    Das erlebe ich aber durchweg anders. Sowohl in den Clubs als auch bei meinen Lieblings VT Firmen.
    In den Clubs gibt es in der Regel einen übrig/hängengebliebenen abgebrochenen "Pädagogik- oder-sonstwas-Studenten" mit nebulöser aber alterskonsolidierter Ahnung von Elektroakustik und uuuuuhhhnglaublich viel praktischer Erfahrung, der extrem daran interessiert ist, dass sich an seiner Beschallungssituation bis zur Rente nichts mehr ändert und da er das bezüglich der Pulte schlecht verhindern kann, muß wenigstens alles andere so bleiben wie es immer war. Daher bleibt auch die Mikrokiste auf dem Stand 10 x SM57, 10 x SM58, 6 x MD421, 1 x D112, 3 x "any Condenser" .
    Die "von Ton keine Ahnung ex DJ-Buden jetzt über Bühnenbau zum Komplettanbieter" Firmen machen das, was ihnen irgend ein Tonguru sagt, dann am liebsten, wenn es wenig Geld kostet und wenig Widerstand bei der Kundschaft auslöst. Was wird das also sein ? .... 10 x SM57, 10 x SM58 ...... :lol: 8)
    Das mit den zu vielen Obertönen halte ich für einen Schwank, den man wirklich am besten zu Hause mit zwei Flaschen Bier und einem Dampfradio bekämpft. Dafür, dass manche Kollegen zu höhenlastig mischen oder mit Kondensatormikros nicht umgehen können, können die Kondenatormikros nichts. :wink:
    Übrigens: ein wirklich auf Linearität getrimmtes Kondensatormikrofon klingt gegenüber einem SM57 erst mal dumpf. Woran das wohl liegt ... ? 8) :lol: 8) :lol:

    ... Und noch was: die Nummer mit dem AKG C393 = SE300B + CK93 ( wie gesagt auch ein eher 'mittiges' Modell ) gegen SM57 an den Congas ist ja für jeden überprüfbar weil das AKG auch recht verbreitet ist und das Teil kriegt man gebraucht für einen passablen Kurs, da es für die üblichen Kondensatormikroanwendungsbereiche im Studio nicht gerade der Renner ist.

  • guma
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    • 2. September 2012 um 10:43
    • #43

    "praxisfern" ist so ein klassisches pauschalisierendes Scheinargument von Leuten, die den größten Teil ihrer Arbeit unreflektiert so und so verrichten weil sie sie immer so verrichten. Das ist schlecht vor allem, wenn das über Jahrzehnte so geht. Ich darf das sagen, weil ich solche Zeiträume überblicke.

    Ich weiß sehr genau, dass nicht jedes neue Mikrofon eine Innovation darstellt, die man unbedingt haben muß, aber man sollte von Zeit zu Zeit seine Gewohnheiten mal mit anderen Optionen gegentesten was bei Mikrofonen auch ein altes gegen ein anderes altes Mikro sein kann. Das kann man logischerweise nicht im Festivalbetrieb machen, sondern sollte das zunächst im Lager/Proberaum und dann in einer nicht öffentlichen Soundchecksituation mit Zeit zum Probieren tun. Das ist praxisnah !

    Darüber hinaus ist 'nicht den eigenen Gepflogenheiten entsprechend' oder 'fremd' solange nicht praxisfern wie man es nicht unter gleichen Bedingungen selbst probiert und überlegt hat, ob das nicht eher an der eigenen Trägheit/Eingefahrenheit/Unflexibilität liegt oder an irgend einem Detail, das man eben doch nicht so gemacht hat, was einem zu dem Ergebnis 'praxisfern' gebracht hat. Ich beispielsweise bin sehr zäh, und finde dann den Detailfehler ( s.o. D-Flex statt D Clamp, die unkaputtbare Klemme statt der normalen "Beipackklemme" ). Meistens entstehen Detailverbesserungen nur dadurch, dass jemand zäh genug war und nicht gleich aufgegeben oder irgend etwas vorschnell für unbrauchbar erklärt hat.

    Diese Nummer mit den angeklebten Miniaturmikros an den Percussions beispielsweise stammt zumindest für Deutschland aus dem Anfang der Achtziger, als uns Herr Zierenberg unbedingt seine neuen Countrymans für nahezu jede Anwendung aufs Auge drücken wollte. Aus der Praxis wissen diejenigen, die das zäh genug probiert haben, jedoch, dass das Einsatzgebiet für diese Art von Mikrofonie ausserordentlich beschränkt ist, vor allem was die Umgebungslautstärke angeht.

    Also: "nicht der eigenen Praxis entsprechend" ist nicht gleich "praxisfern". :wink:

  • skyworker
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    • 2. September 2012 um 12:20
    • #44
    Zitat

    Dafür, dass manche Kollegen zu höhenlastig mischen

    - das kann durchaus auch auralverschließbedingte Ursachen haben! Und dafür muss man noch nicht alt sein!

    Kein Applaus für Scheiße!

  • billbo
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    • 2. September 2012 um 13:49
    • #45

    Die Umgebungslautstärke kriegst Du auch prima per ansonsten notwendigen Overheads rüber. Sogar noch mit mindestens einer zusätzlichen Laufzeitkomponente mehr. :wink:

    Mit den Audix – Dingern verbinde ich vor allem das Bild des Drumtechs, der 10 Minuten nach Showstart bewaffnet mit Gaffa, Kabelbindern, Leatherman und Schlagschrauber um den Drumriser hastet, um irgendwas loses oder abgefallenes festzuziehen/ anzuspaxen/ nachzubessern. So macht halt jeder seine eigenen (Einzel-) Erfahrungen. Gefährlich wird’s erst wenn man der Versuchung erliegt, daraus so was wie Allgemeingültigkeit ableiten zu wollen. Ganz konkret: nur weil ich persönlich EIN Mal, in EINER ganz bestimmten Situation, einen ganz bestimmten Typ Mikrofon/ Lautsprecher/ Instrument/ etc. als besonders toll (oder aber als besonders mies) empfunden habe bedeutet das nicht, dass das Ding ganz allgemein so viel besser oder schlechter funktioniert als alles andere, was ich bis dahin gehört/ benutzt habe. Dazu ist jeder Einzelfall an viel zu viele Unwägbarkeiten geknüpft.
    Es zählt lediglich das, was man aus der Summe der Erfahrungen für sich herausarbeitet. Das kann (und wird sogar sehr oft) durchaus auch das messtechnisch unterlegene Gerät mit der für den Alltag jedoch entscheidend höheren Anwendungsfehlertoleranz sein. Der lächerlich primitiv dreinschauende 604 Plastikclip fällt NIE ab. Und wie rum man ein 57er so ungefähr auszurichten hat weiß jeder für einen Tag vom Arbeitsamt zwangsverpflichtete Aushilfsmikrofonierer.
    Und da hast Du selbstverständlich recht: so ein gewisser Überblick über all das kann naturgemäß erst im Verlauf vieler (Praxis-) Jahre entstehen.

    AKGs aus der 300er Serie nutze ich, falls Windschutz vorhanden und auch wenn sie offenbar von nur wenigen Leuten gemocht werden, jederzeit gerne. So wie gefühlte einhunderttausend vergleichbare marktübliche, ebenfalls funktionierende Schallinelektrizitätwandler auch.

    Deine Affinität zu eher außergewöhnlichen (und vor allem kostspieligen) Mikrofonkonzepten wirkt auf mich manchmal auf ähnlich geheimnisvolle Art manisch – fremdgesteuert wie die meinige zu Fragen der allgemeinen Tourcateringkultur. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 2. September 2012 um 13:55
    • #46

    @ billbo
    Ich leite nie was aus Einzelbeobachtungen ab. Liegt an meinem Nebenjob. Wenn da nicht alles wasserdicht tausend mal gegengecheckt ist, heißt die Folge:
    ... und Leichen pflasterten seinen Weg .... :shock: :D:D8)

    Zitat von "billbo"

    Deine Affinität zu eher außergewöhnlichen (und vor allem kostspieligen) Mikrofonkonzepten wirkt auf mich manchmal auf ähnlich geheimnisvolle Art manisch – fremdgesteuert wie die meinige zu Fragen der allgemeinen Tourcatering ....

    Wenn Du mal freundlicherweise meine Mikrofoniervorschläge der letzten 2 Jahre nachzählen würdest, wüsstest Du, dass das nicht stimmt. Nur weil ich mir für ein ganz bestimmtes Umfeld auch mal ein Schoeps genehmige, ist das unter meinen Vorschlägen für andere eher die Ausnahme. Wenn ich hier manchmal einen umfangreicheren Vergleichstest veröffentliche und dabei auch teurere Modelle heranziehe, ist das noch lange kein "Anschaffungstipp". ( ...wobei ....manche Anschaffungen sind ja auch Investitionen fürs Leben wie die Erfahrung über die Langlebigkeit von Mikrofonen zeigt :wink: ) Vielleicht mache ich mir mal selbst die Mühe füer einen review.

    Wenns ein "Problem" mit meinen Tipps gibt, dann eher mit der Beschaffung von Modellen, die nicht mehr hergestellt werden.

    EDIT

    Ich habe mal so ein bisschen in meinen Beiträgen zurückgeblättert:

    Vielleicht sollte der eine oder andere unterscheiden, ob ich

    a) ein neues oder altes Mikrofon "bespreche" und meine Erfahrungen oder Vergleiche mit irgend etwas anderem zu Besten gebe ( darunter fallen auch meine Ausführungen zu AT4081 oder beta 181 falls ich das Billbochen damit verärgert haben sollte :lol: zur Entspannung darf da aber gern auch nochmals mein Thread "Die kompakten Dynamischen" gelesen werden ... da gibt es Tipps für Mikrofone, die deutlich billiger sind als ein SM57 )

    oder

    b) einen konkreten Tipp zu Mikrofonierung von Instrument XY gebe

    Im Fall b) mache ich es konsequent so, dass ich entweder etwas Bezahlbares empfehle oder zu einer teuren für gut befundenen Variante noch einen Tipp für eine preiswerte Alternative gebe. So war z.B. mein Tipp für Cajon ..... e604. :lol: :lol: :lol:
    ...oder snare bottom M422 als preiswerte Alternative...oder aktuell das e614 für die Hihat

    Ich weiß, dass ich mir da nichts vorzuwerfen habe.

  • Teddytaste
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    • 2. September 2012 um 21:33
    • #47

    nu... lieb bleiben.... alle beide ;)

    Beide (Billbo & Guma) haben recht! Unterschieden wird nur der Anwendungszweck, die verbleibende Soundcheckzeit, das Budget und das persönliche Ego ;)

    Ich kann beide Seiten nachvollziehen und gehe davon aus das beide zu gewissen teilen Recht haben:
    Guma mit seinen empirischen Werten und dem Idealismus,
    Ralf mit seiner (leider ) wahren Realität und dessen Auswirkung!

    Trotzdem lesen sehr viele User dieses Forums gespannte eure Berichte und kleben an jedem Buchstaben den ihr schreibt

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • Jens Droessler
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    • 3. September 2012 um 01:02
    • #48
    Zitat von "billbo"

    Congas, zumindest alle die ich kenne, nicht. Da ist alles extrem flach und sanft und abgerundet.


    Ich hatte schon öfters Welche mit einer Metallumreifung vor mir, wo die mitgelieferte Klemme eines e604/904 problemlos hält. Diese Umreifung ist natürlich nicht wie beim Tom bis über das Fell hochgezogen. Das Fell wird da ja über einen runden "Rahmen" gezogen und im ca. 45° Winkel nach unten geführt, wo es dann gespannt wird. Da, wo gespannt wird, sitzt auch der "Rim"-Ring.

  • billbo
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    • 3. September 2012 um 20:39
    • #49
    Zitat

    Ich weiß, dass ich mir da nichts vorzuwerfen habe.

    Gut, ich drück’s anders aus: Du misst der Mikrofonfrage eine Bedeutung zu, die sie (in unserer Popkonzert - Supernahmikrofonierungs - Beschallungspraxis) meiner Meinung nach nicht hat. Zugegeben, beim Klassik – Open Air incl. Mitschnitt für Deutsche Grammophon sieht das anders aus. Aber da baut der ex DJ Service/ jetzt Volldienstleister höchstens Stühle auf.

    Zitat

    10 x SM57, 10 x SM58, 6 x MD421, 1 x D112, 3 x "any Condenser“ ...

    Tu mal noch 3 "any C." dabei, und 2, 3 Alternativen für Kick/ Gitarre/ Acoustics. Und eine durchschnittliche Populärmusikveranstaltungsstätte nebst ihrem Publikum wird damit auf technisch vertretbarem und wirtschaftlich funktionierendem Level auf unabsehbare Zeit prima leben können; wer damit kein gutes bis sehr gutes Ergebnis erzielt hat den falschen Job. Und wem das nicht reicht, der darf auf eigene Kosten selbstverständlich jederzeit gerne seine Favoriten mitbringen. Jedem sein Hobby!
    Denn DAS ist das eigentliche Problem: Jedermanns Favoriten vorzuhalten ist unmöglich bzw. wirtschaftlich sinnlos. Also gibt’s allerorten mehr oder weniger liebevoll :roll: zusammengestellten kleinsten gemeinsamen Nenner. Tourende Tonis, die ihren Job ernst nehmen und derlei Marktmechanismen verstehen wissen das, und sorgen dementsprechend vor.

    Zitat

    Liegt an meinem Nebenjob. Wenn da nicht alles wasserdicht tausend mal gegengecheckt ist, ...

    Vergleiche Arbeitsumstände/ Bedeutung/ Budgetierungen in Deinem 'Nebenjob' mit ebendenen in der bösen Welt der kniepigen Konzertveranstalter. Ahnst Du Unterschiede?

    Zitat

    Ich hatte schon öfters Welche mit einer Metallumreifung vor mir, wo die mitgelieferte Klemme eines e604/904 problemlos hält.

    Natürlich mag es die geben, aber man kann darauf nicht zählen. Bei den Standards von LP/ Meinl, die mir immer mal wieder begegnen, geht das in aller Regel nicht.

    Zitat

    nu... lieb bleiben.... alle beide

    Keine Bange, Peter. In Wahrheit haben wir uns auch ganz furchtbar lieb. Nur jeder halt auf seine Weise...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 3. September 2012 um 21:18
    • #50

    @ billbo

    Ich schreibe keine Mikrofonieanweisungen für Populärmusikveranstaltungsstätten sondern Vorschläge für Interessierte, wie man es anders besser machen könnte !
    Dein Aufwand in geschriebenen Worten dafür, dass alles so bleibt, wie es schon immer war, fängt an, ein bisschen mächtig zu werden, findest Du nicht ?
    Ich glaube auch kaum, dass ich in der Lage wäre, eine Palastrevolution für Deine oder ähnliche heilige Hallen zu erzeugen. Genausowenig glaube ich, irgendwie Druck auf irgendwelche kleinen bis mittleren VT Firmen ausüben zu können, ihre Mikrokoffer irgendwie anders auszustatten. Um mich hier 'realitätsfremd' zu betiteln, müsstest Du, so finde ich, über mich erheblich mehr wissen.
    Auf jeden Fall bin ich nicht so bescheuert, in Bandrider alternativlos irgendwelches Zeug reinzuschreiben, was vor Ort sicher nicht vorhanden ist. Statt dessen würde sich in Deiner Hauslocation, falls ich dort jemals mit einem abendfüllenden Programm aufschlagen würde, etwas ganz einfaches abspielen, was sofort unser beiderseitiges Einvernehmen regeln würde:
    "Lass die Schublade zu, ich mache es selbst." So einfach ist das. :wink:

    ... äh und beim Zitieren von mehreren Quellen in einem Beitrag währe es mir sehr recht, wenn Du Dir die Mühe machst, im Kopf des Zitats den Autor zu erhalten. Ich lege überhaupt keinen Wert darauf, wie oben gerade geschehen, mit anderen Zeitgenossen in einen "Zitiertopf" geworfen zu werden. :roll:

  • rockline
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    • 3. September 2012 um 22:29
    • #51

    Meiner Ansicht nach wird das Mikrofonthema grundsätzlich für Liveauftritte reichlich überbewertet. Nicht auf diesen Thread bezogen!
    Ich kenne die Diskussionen über Mikrofone, und halte die Investition in einen gut sortierten Bestand als grundsätzlich lobenswert. Nur frage ich mich immer wieder, ob der ganze Hassel um Mikrofone, Mischpulte und Lautsprecher mittlerweile nicht doch ein wenig über's Ziel hinaus schießt? Wenn ich mir manchmal so anschaue wer vor den Bühnen steht, und dabei so überlege ob die Leute überhaupt richtig hinhören wollen oder können, dann kommen mir schon die ein oder anderen Zweifel.
    Ich gebe zu den Unterschied eines 393 und einem SM57, oder zb Stage-Line XY an Congas in einem Mix nicht mehr raushören zu können. Und schiebe das keinesfalls auf das eher schlechtere Hörvermögen meines hohen Alters, oder gar 30 Jahre RnR zurück!
    Von daher käme ich jetzt nicht auf die Idee ein 250.- Mikro an die Congas zu schrauben, und nehme statt dessen einfach das übliche 90.- Mikro mit LP-Claw - und komme damit gut zurecht. Das schließt jedoch nicht aus, dass ich ebenso wie Guma mir den Spaß einer inzwischen doch recht umfangreichen Sammlung diverser Schallwandler gönne. Dennoch behalte ich mir schon einen sehr solide gewachsenen Bezug zur tatsächlichen Beschallungssituation vor, und konzentriere mich mehr auf das was ich wirklich beeinflussen kann: den Mix einigermaßen dynamisch und brav klingend zurechtzuschrauben. Klappt nicht immer und überall - aber an den Mikros hat es nie gelegen.

  • SebastianJaeger
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    • 3. September 2012 um 22:40
    • #52

    Hm, ob Mikrofone grundsätzlich überbewertet werden kann ich nicht genau beurteilen.
    Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ein Mikrofon deutlich mehr zum Sound beiträgt als Mischpult XY.
    In meinen Augen sind die Pulte von der Soundqualität alle sehr ähnlich und es geht eher um Haptik und Bedienphilosophie.

    Ob es bei den Mikros unbedingt um die Qualität geht würde ich auch nicht sagen, vielmehr geht es doch darum wie der Frequenzgang des Mikros meinen Wunschsound fördert. Wenn ich eine Auswahl an Mikros habe und das Ein oder Andere meinen Wunschsound stark unterstützt, mache ich diese Soundformung ja lieber mit dem Mikro als unnötig viel am EQ zu kurbeln.

    Grundsätzlich finde ich, dass man mit Mikrowahl und Mikroposition den Sound schon stark beeinflussen kann.
    Ob das von den Besuchern wer hört ist mir egal, dass mache ich dann auch gerne für mich.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • rockline
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    • 3. September 2012 um 22:49
    • #53

    Natürlich soll das jetzt nicht bedeuten das man die billigsten Gurken verwenden muss. Und ebenso ist es korrekt das ein ordentlich überlegter Mikrofonaufbau schon wichtig für einen guten Mix ist. Aber die Diskussion pro und contra Kleinmembran am Conga ist genau so schwierig wie die Frage, ob eine Grenzfläche neben einem der üblich verdächtigen Kickdrummikrofone grundsätzlich wichtig oder nötig ist? Ich brauch's nicht - mache aber, wenn es sein muss (weil der Kunde oder Auftraggeber es so wünscht), gerne einen auf dicke Buxe und mikrofoniere die Tonne doppelt. Wenn's hilft.....

  • Pfälzer
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    • 3. September 2012 um 23:23
    • #54
    Zitat von "guma"

    "Lass die Schublade zu, ich mache es selbst." So einfach ist das. :wink

    Hey billbo, ich kann Dir bestätigen das guma wirklich so tickt, als ich Ihn mal auf einer Baustelle hatte lehnte er tatsächlich weitgehend meine Shure/Sennheiser Kiste ab und klappte seinen eigenen Koffer auf :D
    Einzig ein paar Audio Technika waren genehm :lol:

    Egal hauptsache jeder ist glücklich :D

    Aber auch rockline hat recht, die meisten wissen nur noch wie sich Musik aus einer Ultrabilliganlage oder einem Handy anhört. Da ist es wirklich für viele egal ist mit welchem Mikro was abgenommen wird.
    Ich behaupte mal das wenn ich eine ganze Band mit ausschließlich SM57 mikrofonieren würde, ich für über die Hälfte der Besucher eines Volksfestes ein gutes Ergebnis erzielen könnte.

    Aber wir können ja einfach für die andere Hälfte arbeiten :D

    Gruß Wolf

  • karel noon
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    • 4. September 2012 um 00:01
    • #55

    Wenn wir aber unsere Arbeit nur noch zur zufriedenheit des Publikums durchführen würden, dann wäre ich nicht mehr gerne teil der branche.

    Mischen tut man für die Musikerpolizei, die "Forenexperten" oder auch mal ganz für sich selbst, nicht für den "Pöbel", der will nur feiern/rocken oder im falle des Klassik open Airs von den anderen gesehen werden das man auch wirklich da war und sich extra einen neues kleines schwarzes gekauft hat ;)

    Gerade deswegen kann man doch auch beim Schulmusical versuchen alles zu geben, und wenn dann die Wichtigsten punkte laut Billbos beispiel erledigt sind, kann man sich doch mal an die COnga wagen, und schauen wie man ohne die vorher erreichte sprachverständlichkeit zu kompromitieren es schaffen kann die Percussion (dessen eltern evtl. auch anwesend sind) schön in den mix einzubinden.

    Daher auch von mir ein "Pro" für kleinmembraner, kaufen würde ich bei den vorhandenen mikros sicher nichts, das geld kann an anderer stelle sicherlich besser investiert werden (Plexiglas z.B.)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • guma
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    • 4. September 2012 um 00:04
    • #56

    Ich denke hier liegt bei billbo und einigen anderen ein klitzekleines Mißverständnis vor:

    Hier ist nicht die Bandrider-Diskussion, hier ist nicht die "was muß ein Stadtfestausstatter/Clubbetreiber für Mikrofone vorhalten"-Diskussion, sondern hier wird gefragt, was für ein Instrument das beste oder auch meinetwegen das beste Mikrofon für ein bestimmtes Budget ist.
    Das wird leider von den Kollegen so ein bisschen durcheinandergewürfelt und nach Belieben gegen mich / meine Meinung verwendet. Das ist leider Unsinn geschätzte Kollegen. :D

    Zitat von "hunterstudios"


    Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass ein Mikrofon deutlich mehr zum Sound beiträgt als Mischpult XY.

    Das ist sicher richtig !
    ... und daher werde ich micht auch weiter nicht an diversen Digitalpultklangdiskussionen beteiligen aber ganz sicher weiter an Diskussionen über den Klangbeitrag von Mikrofonen.

    Meine Berechtigung hierfür ist unter anderem der Umstand, dass ich vor wenigen Jahren meine Einstellung dazu neu überdacht und überprüft habe und zu der Erkenntnis gekommen bin, dass ich dieses Thema in den davor liegenden 25 Jahren erheblich unterbewertet habe. Dabei sehe ich nur das klangliche Ergebnis und leiste es mir, dass mir dabei die Generation MP3, die Fraktion "Spass im Suff" und alle anderen sonst irgendwie Tauben egal sind. :lol: :lol: :lol:

  • wora
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    • 4. September 2012 um 01:06
    • #57

    eigentlich wollte ich mich aus dieser diskussion heraushalten, weil ich keine der eingangs genannten mikrofone gerne benutze bzw. zum teil auch nicht kenne. deshalb kann ich zur eigentlichen frage nichts beitragen.

    aber folgende aussage trifft nun doch einen nerv bei mir.

    Zitat

    Wenn wir aber unsere Arbeit nur noch zur zufriedenheit des Publikums durchführen würden, dann wäre ich nicht mehr gerne teil der branche.

    Mischen tut man für die Musikerpolizei, die "Forenexperten" oder auch mal ganz für sich selbst, nicht für den "Pöbel", der will nur feiern/rocken ...


    ich sehe meine aufgabe nämlich grundsätzlich so, dass ich die schnittstelle zwischen musiker und publikum darstelle (natürlich mal mehr, mal weniger 8) )
    deshalb ist es meine aufgabe, den künstler dem publikum bestmöglich zu präsentieren. ich mache das nicht nur für einen teil des publikums, sondern für möglichst alle - denn sie haben ja dafür bezahlt!
    selbstverständlich bin ich mir darüber im klaren, das man es nie allen recht machen kann und das es viele gibt, die meine arbeit weder einschätzen noch beurteilen können... aber wenn sie sich beim konzert wohl fühlen und den künstler gut finden, dann kommen sie auch wieder auf unsere konzerte. und davon lebe ich.

    und nun wieder zurück zum thema.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 4. September 2012 um 09:53
    • #58

    Eben, genau so ist es Wolfgang. Wir machen den Job aber für den Teil des Publikums der zuhört und nicht für den Teil, der nicht zuhört. Deshalb sollte sich auch die Ausstattung respektive die Mikrofonie nach diesem Publikumsanteil richten. Ist er vernachlässigbar klein, ist es egal, was da rumsteht, ist er groß, ist es eben nicht egal.

    Ich persönlich bin z.B. an Fastnacht/Carneval überhaupt nicht vertreten, auf Stadtfesten und beim Umtrunkrock nur sehr gelegentlich. Dafür aber häufiger auf Veranstaltungen, bei denen die Leute das Maul halten und zuhören. Dann darf auch die Mikrofonie ordentlich sein. :wink:

    Diese nicht von mir angezettelte Grundsatzdiskussion ist einfach müßig, wenn die Zielgruppe also das zu erwartende Publikum nicht vergleichbar ist.

  • karel noon
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    • 4. September 2012 um 11:09
    • #59

    Nun ja, wenn man sich vor Augen führt das das eigene Leben und Arbeiten leichter von statten geht wenn man versucht immer die 2-x% zuhörenden glücklich zu machen, alleine dadurch das man dann eben mit dem besseren Material umzugehen weiß der spart sich vielleicht einige mühen :wink:

    und letzten endes ging es ja darum die Frage des Threaderstelers zu beantworten, und da gibt es nun mal verschiedene Ansichten, auch wenn scheinbr nicht alle all zu weit auseinander liegen :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • guma
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    • 4. September 2012 um 13:03
    • #60
    Zitat von "Pfälzer"

    Hey billbo, ich kann Dir bestätigen das guma wirklich so tickt, als ich Ihn mal auf einer Baustelle hatte lehnte er tatsächlich weitgehend meine Shure/Sennheiser Kiste ab und klappte seinen eigenen Koffer auf :D
    Einzig ein paar Audio Technika waren genehm :lol:

    mmh, ein sehr schönes Beispiel:
    Auf dieser Baustelle hatten wir ein sitzendes, aufmerksam lauschendes Publikum aus der oberen Mittelschicht mit einigen Stadthonoratioren und gehobenen Kulturschaffenden durchsetzt, das andächtig einer Kletzmertruppe lauschte, die erheblich jünger war als ihr Publikum. Dazu gab es ein LS9 Mischgerät, damals noch ohne ipad app, bei dem ich mir sehr gerne das Leben dadurch erleichterte, dass ich die Arbeit an der daran etwas mühseligen "drei encoder + umschalt" Klangregelung zu einen ordentlichen Teil durch geschickte Mikrofonauswahl ersetzte.
    Daran waren neben einigen ATM350 Clips unter anderem Mikrofone von Bob Heil, Rode, und natürlich einige Produkte der bekannten Durlacher Mikrofonmanufaktur nicht ganz unbeteiligt.... und nein ich glaube, ich hatte damals keine Audio Technicas aus der Pfälzer Mikrofonkiste ... das wäre dann ein anderer bekannter Kollege aus diesem Forum. :wink:
    Auf jeden Fall waren sowohl das Pulblikum als auch die Musiker ausserordentlich zufrieden und darauf kommts doch wohl an. :D

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