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Beiträge von billbo

  • Formulierung der "Sicherheitsklausel" für Gastspielvertrag

    • billbo
    • 9. März 2011 um 00:26

    Ja, das kenne ich so natürlich auch; üblicherweise in Verbindung mit einem komfortablen Etat aus öffentlichen Kulturtöpfen. Wo sonst sollte das schöne Festgehalt für eine solch angenehme Planstelle auch her kommen?
    Ich hab’s da aber überwiegend mit rein privatwirtschaftlichen Spielstätten/ Veranstaltern zu tun. Dort ist die wirtschaftliche Existenz des Bookers untrennbar mit dem zählbaren Ergebnis aus Live – Veranstaltungen verbunden; dementsprechend robust gestalten sich dann eben auch die Vertragsverhandlungen. Die im Übrigen nicht zwischen Örtlichem und Künstler direkt stattfinden (Ausnahmen bestätigen die Regel); ‚gedealt’ wird stattdessen unter Agenturprofis (denen der Künstler und den Veranstaltern). Da kommt es schon mal vor, dass gleichzeitig mit einer ellenlangen ermüdenden Band - Bühnenanweisung ein begleitender, inoffizieller Kommentar der Tourneeagentur eintrifft („nehmt das nicht gar so ernst, die fordern erst mal Alles, kommen aber selbstverständlich auch mit weit weniger klar. Wo stehen wir übrigens gerade mit den VVK – Zahlen?“).

    Und im Prinzip hat Gert schon recht: natürlich ist jeder Veranstalter von Gesetz wegen angehalten, seinen Sorgfalts – und Verkehrssicherungspflichten zu genügen (darauf zielte auch mein Post); das beinhaltet u. a. auch Berücksichtigung/ Einhaltung der Vorschriften von Verwaltungen, Berufsgenossenschaften, aus technischen Regelwerken, usw.
    Und weil er das weiß freut er sich ganz besonders über Möchtegern – Vertragsentwürfe, die ihm für den Problemfall schon im Voraus gleich mal mit allerlei Maßregelungen und Unannehmlichkeiten drohen möchten. Und weiß seinen potentiellen Gegenüber damit gleich ganz sicher auch entsprechend einzuordnen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Formulierung der "Sicherheitsklausel" für Gastspielvertrag

    • billbo
    • 8. März 2011 um 13:32
    Zitat

    Da unterzeichnet die Dame im Büro den ganzen Vertrag...

    Sofern die Dame kompetent, befugt und nicht nur zum Zettel sortieren da ist nimmt sie einen dicken roten Edding, macht ein dickes rotes Kreuz quer über den Text, und schreibt darunter „Als vereinbart gelten die Regelungen des BGB und der Hausordnung“ (und meint damit: falls euch das nicht passt, spielt’s halt woanders).
    Sofern sie darüber hinaus über gute Nerven und ausreichend taktische Erfahrung im Umgang mit potentiellen Vertragspartnern verfügt legt sie das Dings aber erst mal in die Ablage und wartet, bis Du Dich wieder meldest und nachfragst, was denn aus Deiner Anfrage zum geplanten Gastspiel geworden ist. „Okay, ich schicke Ihnen mal unseren Standard – Hausgastspielvertrag nebst einem Gagenvorschlag. Können Sie sich ja überlegen. Wobei, der von Ihnen ins Auge gefasste Termin ist eigentlich schon anderweitig vergeben...“.

    Viel Glück im Geschäftsleben! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Pult - Strom

    • billbo
    • 28. Februar 2011 um 16:04

    Bei allem Verständnis für die offensichtliche Unbeliebtheit von Schaltknacksern (die ich durchaus teile :D) möchte ich dann aber dennoch bemerken, dass die Programmierung des menschlichen Signalverarbeitungszentrums auf 'Alarm!!!' bei plötzlich auftretenden unnatürlichen Geräuschen nicht zwingend einher geht mit objektiven technischen Problemen von oder für Lautsprecheranlagen. Sprich: anders als seit Menschengedenken immer wieder von Musikern, Backlinern, Tontechnikern und ähnlich vorbelasteten Menschen gebetsmühlenartig behauptet geht kein Lautsprecher kaputt, nur weil das angelegte Kurzzeitsignal nicht besonders schön klingt. Chassistod oder – beschädigung durch falsches Ein – oder Ausschalten ist ein Märchen, dem erstaunlicherweise niemals jemand widerspricht. Aber eben ein Märchen.
    Ungezählte Toninstallationen werden täglich über einen simplen 63A Schütz ein – und ausgeschaltet, mitsamt aller darin verwendeten analogen und digitalen Gerätschaften. Je nach Vorhandensein bzw. Ansprech-/ Abfallzeiten von Relais zwischen Elektronik und Lautsprechern klingt das nicht immer besonders schön – aber kaputt geht deswegen auch nach Jahrzehnten nichts.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo
    (der ein ziemlich freudloses Leben hätte, wenn er sich wegen jeder verpassten gezogenen A – Gitarre stundenlang grämen täte :D)

  • Wetten das............(Fernsehen und Co.)

    • billbo
    • 13. Februar 2011 um 13:38
    Zitat

    ... diversen herangekarrten C-Klasse Semistargästen ...

    deren Begleiter und ‚Manager’ im Zusammenhang mit ÖR Fernsehen DIE große Chance wittern und spätestens ab mittags nerven, wieso sich nicht wenigstens die Tonfraktion ausschließlich um die technischen Bedürfnisse ihres Schützlings kümmern mag.
    Und wenn das Tohuwabohu gerade am schönsten ist kommen zwei nette Herren von der regional zuständigen Außenstelle der BNA vorbei und möchten mal eben eine Auflistung sämtlicher verwendeter Funkfrequenzen aller beteiligten Künstler und Gewerke sehen. Gehen Sie mal nach da hinten zu den Kollegen im Toncontainer; die haben da den Überblick. :D

    Aber die heftigen Asynchronitäten und der Wirrwarr um Livesignal, Sendesignal, Satellitensignal, N-1, Regieton, usw. sind mir ebenfalls in nachhaltiger Erinnerung; zumal sie nicht gerade dazu beitragen den Überblick darüber zu behalten, was wann wo warum gerade tatsächlich abgeht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 12. Februar 2011 um 16:06
    Zitat

    Sag mir einen Grund, warum ich mich nicht so verhalten sollte ?

    Fällt mir keiner ein. Aber wir sind ja hier im Motz – Thread; da tut es einfach gut, gelegentlich auf kleine Unterschiede zwischen ‚schön wär’s’ und ‚so isses leider’ hinzuweisen und sich gemeinsam ein bisschen darüber aufzuregen.
    Und vielleicht bringt’s ja sogar was; hier lesen viele mit. Auch ich habe mich anhand ähnlicher Beiträge schon des öfteren ertappt gefühlt und mir anschließend vorgenommen, beim nächsten Mal ein wenig gewissenhafter/ freundlicher/ geduldiger/ disziplinierter/ unvoreingenommener/ besser vorbereitet zu agieren wenn sich abzeichnet, dass verschiedene Denkweisen und Anspruchswelten aufeinander zu treffen drohen. Klappt bloß nicht immer.

    Zitat

    Doch am Ende des Tages geben sie sich mit Bratkartoffeln und Spiegelei zufrieden,

    Nichts gegen Bratkartoffeln -

    Zitat

    wenn sie gut zubereitet waren ...

    :!: und DAS ist der Punkt: leider sind sie all zu oft halb roh, halb angebrannt, und im ausgelaufenen Spiegelei ist Schale mit drin. Und der Koch steht hilflos/ missmutig/ verständnislos daneben und fragt „na und? Denen gestern war’s auch recht“.

    Womit wir wieder beim Thema wären. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. Februar 2011 um 23:41
    Zitat

    jaja, der Alltag.

    da wird immer in theoretischen Diskussionen verharrt, ob man den vom Digitalpult X die Mic Preamps besser findet als vom Digitalpult Y

    Und ob denn Analog besser sei als Digital uswusw.

    Und dann schafft man es in der Realität nicht mal, die banalsten Dinge einigermaßen hinzubekommen.


    Die Diskrepanz zwischen dem, worüber hier im Forum gelegentlich seitenweise erbittert gestritten wird, und dessen Relevanz für die Audiodramen, die sich regelmäßig im Real Life abspielen, ist tatsächlich mitunter atemberaubend :lol:. Nach wie vielen AD - DA – Wandlungen glaube ich im direkten A/B – Vergleich im schalltoten Raum zwischen Produkt X (50 Euro) und Produkt Y (5000 Euro) einen Unterschied erahnen zu können? Klingt die Emulation des 480er Faltungshalls tatsächlich 1:1 wie das Original? Und wenn nicht, welcher klingt jetzt besser? Welche Katastrophe erwartet mich, wenn das Polardiagramm des Mikros vor meinem Gitarrenamp bei 500Hz nicht mehr hundertprozentig mit dem bei 1kHz übereinstimmt? Und oh Gott, was mach ich bloß mit dem Phasensprung zwischen den Subs hier und meinen Tops da oben?
    Für den Recordingengineer von Direktschnitt – oder SACD – Aufnahmesessions unwiederbringlicher audiophiler Klassik oder Free Jazz – Liveaugenblicke sicher bedenkenswert. Aber leider von den Problemen und Gerümpelhaufen des gemeinen Tournee – und Beschallungsalltags (sofern man denn nicht mit Vollproduktion unterwegs ist; da hat man dann andere Problemchen) weiter entfernt als die Erde von der Sonne.
    Schrottreife Elektronik - Altlasten mit reihenweise fehlenden/ abgebrochenen Bedienelementen, die nie einen Service oder eine Werkstatt von innen gesehen haben. L und R drei Miniböxlein (egal, welche Buchstaben drauf stehen) in Ohrhöhe quer aufeinandergelegt, die als Live - Rockbeschallung für eine prall gefüllte 1000er Halle herhalten sollen. 10 teilfunktionierende Wedges 5 unterschiedlicher Fabrikate auf einer Bühne. Seitlich zugeklebte SM57 („is' für Snare, damit kann da nichts kaputt gehen“). Kratzende Pappen, krächzende Hörner, rappelnde Gitter („für R&R geht das“). „Monitorpult? Könnt Ihr Monitor nicht von vorne machen?“
    Nein, kein Jugendzentrumsmusikworkshop für sozial benachteiligte Ghettokids, sondern Impressionen von einer ausverkaufte Tournee durch ‚renommierte’ Szenevenues.
    Verwaltet und dargeboten von demotivierten Dilettanten mit Abschlusszeugnis. Fachkräfte, die nicht einmal die elementarsten handwerklichen Grundregeln ihres Jobs beherrschen. Wie baue ich ein Mikrostativ so auf, dass es sicher stehen bleibt? Wie verkabele ich ein Bühne ohne allenthalben im Weg rumliegende Spaghettihaufen? Warum gehört ein 50cm langer bunter Kabelklett nicht vor die Nase des Sängers? Wie stelle ich's an, dass nach der Vorgruppe das Bühnenpatching wieder einigermaßen stimmt? Braucht Ihr tatsächlich in der Umbaupause noch mal ein Talkback? Was wollt Ihr, bisher hat sich bei uns noch niemand beschwert!

    Das Schlimmste daran: ich werde das Gefühl nicht los, dass es mit all dieser Tristesse im verordnungstechnisch haarklein durchregulierten Fachkräftedeutschland ganz besonders schlimm aussieht (ich habe mit meinen teils weit reisenden Mittelklassetruppen mitunter ganz gute Vergleichsmöglichkeiten). Nicht mal das 80er Jahre Cervin Vega Hausbesteck von ‚Beercan Billy’s Barbecue’ irgendwo im Hinterland von South Carolina ist mehr in hoffnungsloserem Zustand; und selbst der Gig in einer abbruchreifen Prager Industrieruine ein paar Tage zuvor war örtlich/ technisch um Längen besser und engagierter gelöst als das Beinahedesaster in NRWs Medienhauptstadt. In Moskau, Süditalien oder Mittelamerika arbeitet man (bei vergleichbaren Bedingungen und Größenordnungen) inzwischen sauberer als in ... (nee, keine deutschen Städtenamen jetzt).

    Und alle haben das dickste Powernotebook, das abgefahrenste iPad – Behältnis, und die Betaversion der allerneuesten Audiomesssoftware. Und Elektronenrechner 'klingen' nicht, wenn Yamaha drauf steht. Weiß doch jeder.

    Mit freundlichem Gruß (das Leben ist keine App)
    BillBo

    (ot: Klinkenkabel mit Endabschalter können bei schnellen Instrumentenwechseln auf der Bühne äußerst ohren – und nervenschonend sein. Wenn die Beteiligten wissen, was sie tun.)

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 9. Februar 2011 um 17:00

    Gerade wird das heutige warme Essen angeliefert.
    Unter anderem Kohlrouladen! :D

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 9. Februar 2011 um 16:09

    Nix da!
    Das war nicht die klassische schwere Pampe, sondern ganz frisches junges Zeug, auf 'leicht' zubereitet. Das passte perfekt!

    Rotkohl und Klöße gab's am Vortag; das wäre irgendwo phantasielos gewesen...

    Mahlzeit!

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 8. Februar 2011 um 20:43

    IDN: den täglichen Tourneeblues im K(r)ampf mit den örtlichen Top – Dienstleistern unserer Hightechbranche... :?

    Aktuellstes Beispiel: Abschlussgig eines Abschnitts einer kleinen, aber feinen Altherrenrockbandtour durch D und ein bisschen angrenzendes Ausland. Wie (fast) überall bereits im Vorfeld so gut wie ausverkauft. In einem nicht näher genannt werden wollenden 1000er Venue einer rheinischen Medienmetropole mit einem sehr großen Dom. Alaaf!
    Die BA fordert wenig Spektakuläres: funktionierende, R&R – fähige Hallenbeschallung, 8 Wedges, Sidefills, FOH - Platz ab XL200/ MH3 oder was entsprechendes Digitales, 32/8 Monitorplatz frei nach Gusto und/ oder Verfügbarkeit des Örtlichen, ein paar Mikros, fertig. Standard, für den man eigentlich unter Profis seit 20 Jahren keine BA mehr schreiben muss.

    Die Umsetzung seitens des venuebetreuenden Fachbetriebes stellt sich, in Auszügen, wie folgt dar:
    - am FOH ein schrottreifer ‚Series Five’(VCAs ohne Funktion; an einem Teil der Auxe steht schon ‚defekt’/ ‚deffekt’/ ‚defeckt’ dran, beim Rest muss man’s halt selbst rausfinden)
    - unbeleuchtetes Siderack mit exquisitem Inhalt: 5 von 5 Effektgeräten sind defekt (fehlende Bedienelemente, flackernde/ einfrierende Displays, bratzelnde/ sirrende Wandler, wacklige Scrollräder, grauslich zerrende Aussetzer)
    - am Monitor ein nackter, gänzlich unbeleuchteter Crest LM o.ä. in bedauernswerter Optik und Einsamkeit
    - 4 von 5 bunt gemischten 2x 31Bd – Eqs sind wegen abgebrochener Fader unbedienbar. Nr.5 (ein Spitzenprodukt von DBX) lebt – den beordere ich vorsichtshalber mal ganz egoistisch an den FOH
    - PA ist irgendwas von Turbosound. 3 von 4 Hörnern der linken Seite sind mausetot
    - beim SL – Sidefill dagegen gibt ausschließlich das Horn ein leises Röcheln von sich, der Rest schweigt. Letzteres entzweit vorübergehend das betreuende örtliche Fachpersonal – während der eine noch schauspielerisch engagiert Überraschung heuchelt und in die schweigende Schallwand hineinhorcht („oh, da kommt ja tatsächlich nichts...“) erklärt der andere „ja, das ist bekannt, da haben wir im Moment keine Ersatzchassis für“. Aha. Und warum, bitte, habt ihr das dann heute morgen hier hin gekarrt und aufgebaut? Etwa in der vagen Hoffnung ‚merkt ja vielleicht keiner’?
    - von 5 (in Worten: fünf) benötigten Mikrofonen sind 2 nicht am Start. Schwer zu beschaffende Modelle eines exotischen amerikanischen Herstellers mit der Typenbezeichnung ,SM58’.

    Irgendwie ist die tontechnische Situation so absurd sch....e, dass es fast schon wieder Spaß macht. Wir drohen mit Konzertausfall (und meinen das ernst! ‚Ausverkauft’ ist bei so was eine formidable Argumentationshilfe), wenn nicht wenigstens die schlimmsten Mängel unverzüglich behoben werden. Hektische Betriebsamkeit, der große Tag des Akkuschraubers ist gekommen. Kurz vor Einlass ist die Pracht bedingt spielfertig.
    Bis zum Ende des Tages bin ich mir nicht sicher, ob die beiden dort agierenden, sichtlich genervten Fachkräfte mehr mit dem Schrotthaufen hadern, den sie da verwalten müssen, oder aber mit der Tatsache, dass sie heute an eine Tourfraktion geraten sind, die sich nicht so einfach mit allem und jedem abspeisen lässt.

    Catering war aber richtig lecker (Sauerbraten! :D Grünkohl! :D Stampfkartoffeln! :D ). Und so wurde es noch ein schöner Konzertabend.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wenn die regionale CSU mal wieder eine Idee hat..

    • billbo
    • 26. Januar 2011 um 23:22
    Zitat

    Zur Hintergrundinformation: Die Oberfrankenhalle in Bayreuth ist eigentlich eine Sporthalle...

    ...und zwar eine, in der’s gar grauslich klingt :? !

    Zitat

    Der Meister da scheint wirklich nich zu wissen, was es für 'nen Aufwand darstellt, aus einer Turnhalle 'nen klassischen Konzertsaal zu machen..

    Och, mit 20.000 m² Molton lässt sich da von Fall zu Fall bestimmt noch ein bisschen was optimieren. Können die Rigger für ein kleines Zubrot ja gleich mit erledigen, wenn die Dekoabteilung mal ausnahmsweise schon morgens ein wenig mit anfasst.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 24. Januar 2011 um 11:45
    Zitat

    Jetzt weiß ich, woher der Ausspruch " Am Rad drehen" kommt :D

    Sicherlich davon:

    Bei besagtem Geschoss war lenken Kraftsport. Beim Rangieren auf dem engen Hinterhof des ‚Saga’ in Kopenhagen hatte es einen Zahn der Lenkstange/ des Lenkgetriebes erwischt; zwischen ‚nach links’ und ‚nach rechts’ lag ab da genau eine halbe Lenkradumdrehung. Der Fahrer weigerte sich, also hab ich das Ding anschließend 750km nach Hause gefahren. Ohne passenden Führerschein, versteht sich (wobei es darüber, wegen einer drunter verbauten völlig sinnlosen Alibi - Anhängerkupplung, damals verschiedene Meinungen gab; auch unter Behörden und Ordnungshütern).

    Liebe Fachkräfte: das war leichtsinnig, dumm, unverantwortlich, lebensgefährlich und verboten. Don’t try this at home!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 24. Januar 2011 um 00:04

    tz tz ...

    Mein erster Achtzehntonner Sattel hatte gar keine Servolenkung :-D.
    Dafür aber 5 Gänge und 130 PS 8).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpulte und externe FXe/Läppe-plugins ?

    • billbo
    • 22. Januar 2011 um 01:17

    Einfache Antwort: Fatalismus :D.

    Ein M7 (PM5/ Vi 4 oder 6/ noch 2, 3 andere) kriege ich überall. In Berlin. In Castrop-Rauxel. In Neapel. In Wladiwostok.
    Eins der genannten schönen Zusatzgeräte kriege ich vielleicht. Vielleicht auch nicht. Oder jeden Tag ein anderes. Oder eins von dem der Lieferant meint, dass es damit eigentlich auch gehen müsste. Manchmal sogar mit Kabeln zum Anschließen dabei.

    Ich kann es also nicht sinnvoll in mein Setup einplanen. Und plane es daher gar nicht erst ein.

    Eine PM5 – Plate von der ich weiß ‚die ist da und funktioniert auch’ ist mir tausend mal lieber als das in Aussicht gestellte M4000. Welches leider noch unterwegs ist. No problem Sir, twenty minutes. Keine Angst, bis zum Soundcheck hast Du’s todsicher. Hm, wir haben da ein kleines Problem. Aber zur Show besorgen wir Dir was. Geht auch ein Lexicon Alex?

    Die Welt ist schlecht. Und weil das so ist reicht auch ein SPX.
    (psst, nicht weitersagen: manchmal, wenn ich das Pult selber stelle, nehme ich klammheimlich ein PCM mit :oops:)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "heimische hölzer" (test kleiner, deutscher LS-her

    • billbo
    • 19. Januar 2011 um 12:31
    Zitat

    Das ist so nicht richtig, und das wird jeder Arzt und sogar jeder Teilnehmer des "DJ-Führerscheins" vom BVD bestätigen. Die "Regelung" geschieht "mechanisch" durch einen Muskel.

    Stimmt! Es gibt eine mechanische Notfallvorregelung. Den ‚Stapediusreflex’, eine kurzzeitige Änderung bei der Impedanztransformation innerhalb des Mittelohres. Wusste ich nicht, und hat eine Weile gedauert, das zu ergoogeln :D.
    Noch ein bisschen mehr Nachforschen erbringt allerdings: der Vorgang hat ca. 50ms Latenz, weshalb er bei Knallgeräuschen (Pistole, Snare) wenig Wirkung zeigt, und diese deshalb extrem gefährlich sind. Und, noch schlimmer: der Muskel ermüdet nach einigen Sekunden und verliert damit seine Wirkung bei Dauerlärm nahezu vollständig. Dann regelt das Gehirn runter – was aber leider das Innenohr nicht schützt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "heimische hölzer" (test kleiner, deutscher LS-her

    • billbo
    • 18. Januar 2011 um 21:55

    Das ist eine schöne Wunschvorstellung, z.B. von Liebhabern lautstarker Musik. Die Realität sieht anders aus.

    ‚Klirr’ beschreibt eine Art der qualitativen Änderung eines Signals innerhalb einer elektroakustischen Übertragungskette. Kann man mögen (verzerrte E – Gitarre), kann man auch hassen (kaputter 2“ – Treiber, verzerrte E – Gitarre :D). Reine Geschmacksfrage.

    Lärmschwerhörigkeit und/ oder Phantomgeräuschempfindungen (Tinnitus) sind Ergebnis von durch Schalleinwirkung physisch überlasteten/ zerstörten Haarzellen des Gehörs. Denen ist es egal, ob dieser Schall aus einem analytisch rein klingenden Lautsprecher, aus einem mit 95% Klirrfaktor, aus einer Gesenkschmiede, oder aus einer Autohupe stammt. Entscheidend sind allein Schalldruck/ Schalldosis/ fehlende Rekonvaleszenzzeiten. Sie sterben geschmacksunabhängig.
    Die von Dir angesprochene ‚Dynamikregelung’ findet nicht im Gehör, sondern im für die Verarbeitung zuständigen nachgeschalteten Gehirnareal statt; zum Schutz des vegetativen Nervensystems. Für’s Gehör ist es dort bereits zu spät.

    Ob man etwas als‚laut und angenehm’ oder als ‚laut und nervig’ empfindet hat mit den physikalischen Vorgängen im Ohr nichts zu tun und ist eine Frage rein persönlicher Wahrnehmung. Der eine reagiert allergisch auf rhythmisch monotone Musik - egal ob über dem ‚Humpa – Humpa’ noch belangloses Zeug gesungen wird („Schlager“) oder belangloses Elektronikgedudel zelebriert wird („Techno“); und zwar bereits dann, wenn diese gerade mal diesseits der Gehörschwelle vernehmbar und nicht weg zu diskutierten ist. Der andere kriegt Schaum vor dem Mund beim Anblick von Lautsprechergehäusen aus Kunststoff; und zwar bereits dann, wenn hinten noch gar kein Stecker drin steckt. Menschliche Vorlieben/ Abneigungen sind manchmal wunderlich und sehr verschieden.

    Die Haarzellen hingegen können es sich nicht aussuchen, ob sie beim Konzert der Lieblingsband sterben oder hinterm Presslufthammer. Sie sind einfach weg. Endgültig.

    http://www.bgdp.de/pages/arbeitsi…laermschutz.htm

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "heimische hölzer" (test kleiner, deutscher LS-her

    • billbo
    • 18. Januar 2011 um 14:57
    Zitat

    Da gibs definitiv einen Unterschied

    Das ist definitiv Unsinn. Gehörschädigung hat ausschließlich was mit SPL und Einwirkungsdauer zu tun; ob's dabei schön oder weniger schön klingt hat gegebenenfalls lediglich Auswirkungen auf Deine Psyche. In der Praxis verhält es sich sogar eher gegenteilig: dort, wo es subjektiv angenehm erscheint, bleibt man freiwillig länger und dreht freiwillig lauter, als wenn's nur plärrt. Und schädigt sich unfreiwillig um so mehr.
    Unbesehen dessen ist lautes 'DJ – Monitoring' tatsächlich extrem gefährlich. Wegen der Dauer der Einwirkung, vor Allem aber wegen der unmittelbaren Nähe zur Schallquelle. Nicht von ungefähr sind praktisch alle lauten Rockdrummer und älteren Drumtechs so gut wie taub; dort fordern Rimshots und Heavy Crashs aus wenigen Zentimetern Entfernung auf Dauer unweigerlich ihren Tribut.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 18. Januar 2011 um 12:33
    Zitat

    Mir wurde damals beigebracht, das der Trafokern 180% der angestrebten Sinusleistung übertragen können sollte.

    Klingt schlüssig für die Vor – Ringkern – Ära und den sicherheitsbewussten Konstrukteur. Mal 1,5 für den optionalen Betrieb als Rechteckwandler :D; und ein paar Reserven für Wirbelstrom -, Ummagnetisierungs – und Schaltungsdesignverluste können auch nicht schaden.
    Später entdeckte man dann, dass Musik und Sprache dynamischer Natur sind, Trafoleistung schwer und teuer, Elkokapazität dagegen vergleichsweise günstig ist, und schrumpfte dementsprechend erst mal die Trafos. Die Erfindung des 'weichen' Netzteils, und sozusagen der erste Schritt auf dem Weg zu den intelligent geregelten PWM Zahlen – und Dynamikwundern der Jetztzeit.
    Und der Beginn endloser Diskussionen darüber, welche Endstufe 'Bass kann' :-D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 17. Januar 2011 um 00:58

    bergmann: Das Topic des Threads wurde vor 7 Jahren abgehandelt, da dürfen die Gedanken schon mal ein wenig weiter schweifen.

    Ganz so statisch wie von Dir dargestellt ist die Angelegenheit übrigens nicht. Zu jeder Dynamikmanipulation gehören immer auch Regelzeiten. Es gibt nicht nur ‚Threshold’. Mit bandspezifisch intelligent gewählten Attack und Releasezeiten lässt sich sehr wohl ein Worst Case – Schutz realisieren, der auch dynamisch anspruchsvollerem Programmmaterial ausreichend Platz lässt und dabei im Grenzbereich recht unauffällig arbeitet.
    Der Hinweis auf den Tiefpass ist wichtig. Zu umfassendem Systemschutz gehört auch die definierte Eingrenzung jedes Frequenzbandes, nicht nur der Mittenbänder. Im Bass ein Hochpass einige Hz oberhalb der zulässigen unteren Grenzfrequenz der Bassysteme, im Hochton ein Tiefpass irgendwo oberhalb von 15 kHz sind bei Beschallungsanlagen für ‚Laienbetrieb, laut und unbeaufsichtigt’ ein Muss. Das gilt für jedes Programmmaterial.

    Der Hinweis auf die Arbeitsweise heutiger Endstufen , von Rockline gerade noch mal schön konkretisiert, kommt nicht von ungefähr. Hinten kann im Mittel halt nicht mehr raus kommen, als vorne rein geht. Gerade die Vertreter der Fraktion mit den tiefen elektrischen Dauertönen, den hohen Temperaturen und den großen Zahlen sollten sich bewusst machen, was ihre Verstärker denn tatsächlich zu leisten imstande sind, und diese schlicht und einfach passend zur thermischen Belastbarkeit ihrer Systeme wählen. ‚Passend’ heißt: deutlich unterhalb des theoretisch Höchstzulässigen. Dynamikreserven gibt’s dann immer noch genug; die Amp – interne Regelung incl. Clip Limiter funktioniert zuverlässig.
    Nicht vergesssen: die schönen vielstelligen Zahlen, die Hersteller heute so auf ihre Chassis zu schreiben pflegen, gelten für absoluten Neuzustand und ideale Betriebsbedingungen (zivile Umgebungstemperatur/ ungehinderten Kühlstrom/ normale Luftfeuchtigkeit/ keinerlei Vorschädigung durch Transport oder Feuchtigkeit/ usw.). Wer trotzdem meint, das unbedingt voll ausreizen zu müssen sollte bedenken, dass auch hier sehr schnell die schöne alte Weisheit gilt: nach ‚fest’ kommt ‚ab’.
    Um dergestalt richtig konzipierte Kombinationen vor exzessivem Signalblödsinn zu schützen braucht’s dann nicht mal mehr einen Prozessor.

    Zitat

    Das ist aber normal und stellt die Philosophie zum Gedanken an die Impulsivität von Musik dar.

    Stefan, das hast Du wunderschön formuliert :D. Da möchte ich noch anfügen: man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass sich „Ausgangsleistung: 2x 350W mit 6dB Dynamikreserve“ halt bedeutend weniger sexy liest als „MAX. OUTPUT POWER: 2x 2,5 KW @ 2 OHM LOAD“.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 15. Januar 2011 um 10:56

    :lol:

    Nichts trägt so nachhaltig zur charakterlichen Bildung des Menschen bei wie das schöne Hobby des friedlichen gemeinsamen Musizierens.

    Der junge Mann macht aus seinem Herzen keine Mördergrube – über das Stadium ist er beim Verhältnis zu seinem Mitmusikanten offensichtlich weit hinaus.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 14. Januar 2011 um 23:12
    Zitat

    Wow und sowas gibts noch??

    Klar. Die wandern von den A – Firmen zu den B – Firmen zu den C – Firmen; und von da zu den Einzelunternehmern, wo Fahrer, Bus und Firma eine Dreieeinigkeit sind. Ausgemustert werden sie erst, wenn hinten der Motor raus fällt oder vorne nachts ein Brückenpfeiler rein fährt.
    „Wir brauchen wohl noch einen extra Crew – Nightliner“. „Völlig unmöglich, so was war überhaupt nicht eingeplant. Na gut, ich schau mal, ob ich was echt Günstiges finde“.

    So Dinger kenne ich aber (gerade :roll: ?) auch mit Lenker rechts. Na gut, vielleicht nicht bei DP.

    @Klauston: wir warten natürlich gespannt auf weitere Berichte. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
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    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
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  6. Frontschaum in "Würfeloptik"

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    28. September 2026 um 15:41
  7. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  8. EU Cyber Resilience Act (CRA)

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    26. September 2026 um 20:14
  9. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  10. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

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    23. September 2026 um 10:30
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