Danke für die Anteilnahme!
Wahrscheinlich hätte ich noch dazuschreiben sollen, dass sich das so in einem der raren Kleinode der R&R – Venues (in seiner Größenordnung) abgespielt hat. Welches einen Ruf zu verlieren hat, und wo notfalls selbst die legendären Smarties farblich sortiert serviert würden, wenn das so im Rider stünde (300 Euro – Sendeanlagen gibt’s dort nicht :wink:. Außer, die Band bringt so was mit; auch das kommt vor). Welches mit einer jährlich dreistelligen Zahl von abwechslungsreichen Aufträgen, prima Arbeitsatmosphäre, üppigem Catering und seniorenfreundlichen Arbeitszeiten einer der Gründe dafür ist, warum mir der Job auch nach 30 Jahren noch Spaß macht.
Zur Strafe, und damit man dabei nicht all zu übermütig wird, bekommt man es ein, zwei mal im Jahr dort aber doch mit solchen anstrengenden, erkennbar noch etwas unfertigen Strategen zu tun, die in Sachen Arbeits - und Kommunikationsstil noch ein wenig an sich feilen werden müssen, sollten sie dieses Gewerbe bei unbeschadeter Gesundheit längerfristig ausüben wollen. Ist auch kein Problem, so lange sich das nicht häuft, und man solche Tage mit einem inneren Grinsen würdevoll abzusitzen vermag. Gott sei Dank bist Du in ein paar Stunden ja wieder verschwunden, Du niederträchtiger, kleiner Halunke :D.
Allerdings, Hand auf’s Herz: waren wir nicht irgendwann alle mal ein klein wenig so drauf? Vielleicht Anfang der 80er, als uns und unseren Bands die Welt gehörte, wir selber vollkommen unfehlbar waren, und um uns herum ausschließlich überflüssige, ahnungslose Idioten dilettierten und demutsvoll darauf warteten, dass ihnen endlich mal jemand so richtig klar machte, wie der Hase zu laufen hat?
Da hat sich in Punkto Kollegialität und Umgangston seither doch eine ganze Menge zum Positiven verändert. Aus Kriegsschauplätzen wurden gepflegte Tagesbaustellen, und unsägliches ‚Ich Gott – Du Nix’ – Gehabe ist inzwischen die seltene Ausnahme geworden; eher eine Kuriosität, über die man im Ernstfall mehr lachen als sich aufregen mag.
Mit freundlichem Gruß
BillBo