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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • breakdown bei sogenannten "aftershowpartys"

    • billbo
    • 20. November 2007 um 01:27
    Zitat

    Aftershowparties bei R&R in selber Location? Kommt das so regelmässig vor?


    Na ja – so gut wie jeder Veranstalter ist in erster Linie Wirt. Sei es im wörtlichen Sinn, sei es als Konzessionsvergeber. Da können die „einige Bierchen“ nach der Show auf Dauer durchaus mitentscheidend für den geschäftlichen Gesamterfolg sein; während der Show ist das ja oft schwierig. Und irgendwie muss man auch für so was schon mal Verständnis aufbringen, selbst wenn’s schwer fällt.
    (Auch ich hasse es natürlich, wenn nach Showende nicht umgehend mit Hochdruck abgebaut wird, sondern sich die Sache stattdessen aus unerfindlichen Gründen hinzieht).
    Leben, und leben lassen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • breakdown bei sogenannten "aftershowpartys"

    • billbo
    • 19. November 2007 um 11:34

    @ mringhoff: wenn ich den Oops richtig verstanden habe, ging es hier um eine R&R – Tournee. Und da unterscheiden sich die geschäftlichen Gepflogenheiten doch meist sehr von dem, was Deine Industriekunden im BWL – Studium oder auf der höheren Handelsschule so gelernt haben. Da gibt es keine Angebote. Da gibt es oft nicht einmal Verträge.

    Das geht schon auf Agentur-/ Veranstalterebene los. Du willst meinen Joker und Quotenbringer? Schaun’ wir mal. Kriegst du erst mal 3, 4 Nieten und Hängekandidaten. Anschließend weiß ich, wie du arbeitest, und danach können wir uns ja noch mal unterhalten.
    Für alle anderen Beteiligten gestaltet sich das Vertragsverhältnis dann entsprechend.

    Läuft das Ding schließlich, gibt es im Prinzip immer 3 Möglichkeiten. Entweder, die Sache brummt; dann ist Geld im Umlauf, und es findet sic für jedes Problem eine Lösung. Läuft es nur so lala, müssen sich Alle nach der Decke strecken, und gegebenenfalls auch zurückstecken. Jeder besch..... Jeden nur ein bisschen; man kennt sich und weiß, dass man beim nächsten Versuch eh wieder aufeinander angewiesen ist.
    Manchmal gibt’s aber leider auch ein tiefrotes Desaster. Du hast einen Vertrag? :D Dann wird im Zweifelsfall die eine oder andere GmbH oder Limited geopfert, und du kannst dir mit deinen Forderungen/ Verträgen/ Titeln das Büro tapezieren.
    Nicht umsonst ist in diesem Bereich, gerade im angelsächsischen Raum, auch heute noch die gute, alte, tägliche oder wöchentliche Barauszahlung Usus. Dies durchaus auch bei richtig großen Namen.

    Taucht mal das eine oder andere Problem auf, wie eben das in diesem Thread angesprochene, dann gibt es auch nur einen Lösungsweg (den Oops ja auch eingeschlagen hat): hingehen, Alarm machen, deutlich zu verstehen geben, dass bestimmte Dinge nicht tragbar sind. Und wenn’s denn beim 2. oder 3. Versuch immer noch so abläuft, dass du es nicht mit deinem Verantwortungsgefühl vereinbaren kannst, dann muss es im Zweifelsfall auch schon mal heißen ‚ohne mich’.
    Wenn du gut bist, kommen die eines Tages trotzdem schon wieder.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • breakdown bei sogenannten "aftershowpartys"

    • billbo
    • 17. November 2007 um 21:19
    Zitat

    1. Nicht jeder ist in der Lage, jeden dieser Jobs durchs Telefon riechen zu können ( ich schon )


    Das spricht dafür, dass Du genügend Gelegenheiten hattest, entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Gratulation! :)

    Zitat

    2. Nicht jeder ist dazu in der Lage, nach dem Riechen darauf verzichten zu können ( ich schon )


    Glückwunsch zur finanziellen Unabhängigkeit. Ist „verzichten zu können“ für Dich in jedem Fall gleichbedeutend mit „nein, danke!“, wenn’s am Telefon ein wenig riecht? Wenn ja: kannst Du mit dem Gedanken leben, dass Dir da mitunter auch mal was Interessantes entgeht?
    Auch wenn’s noch so müffelt: für einen Anruf der Sorte „hast Du Lust auf 3 Wochen Südamerika? Könnte allerdings etwas ‚rough’ werden; und richtig Budget gibt’s auch nicht...“ lasse ich ohne mit der Wimper zu zucken jede gepflegte, gut bezahlte Hotelfoyer – Galareihe liegen.

    Zitat

    Was also schlägt "black paint BillBo" dem geneigten Jungbeschaller vor ausser: " The job is dirty, cruel and painfull, let it be" ??????????????


    Komme ich sooo schwarzmalerisch rüber? Ich sollte an meinem Stil arbeiten. Ich mag meinen Beruf; manchmal auch die schmutzigen, grausamen und schmerzhaften Seiten.
    Der Job ist wie Autofahren. Führerschein kann nicht schaden; bis man’s richtig beherrschst, braucht man 20 Jahre Fahrpraxis. Ich übe Beides schon 10 Jahre länger, habe aber trotzdem manchmal den Eindruck, dass ich’s immer noch nicht richtig kann.

    Nun gut: „The Job is dirty, cruel and painful“. Oder langweilig. Jeder, der was Anderes sagt, lügt. Mach’ ihn trotzdem, wenn Du Spaß dran hast. Aber nur dann!
    Und jammer’ hinterher nicht rum.

    Zitat

    ich darf zum glück, nach kurzer diskussion mit der booking agentur, entscheiden wie der loadout bei der folgetour auszusehen hat –


    Berichte bei Gelegenheit mal, wie das in der Praxis dann geklappt hat :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • breakdown bei sogenannten "aftershowpartys"

    • billbo
    • 17. November 2007 um 02:57

    Ja – wie jetzt? Kann das denn angehen, dass bewährte, wunderbare Traditionen so mir nichts dir nichts ganz einfach in Vergessenheit zu geraten drohen? Ist es möglich, dass tatsächlich niemand hier mehr die praktische Bedeutung des schönen alten Branchenfachbegriffs „Discoloadout“ kennt?

    Zur Traditionspflege und gegen das Vergessen rate ich mal wieder zu einer Clubtour durch’s Vereinigte Königreich, oder gar durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Sowie es dort, besonders an Freitagen und Samstagen, im Itinerary heißen sollte „Curfew – 10pm. Sharp!“, empfiehlt es sich dringend, hellhörig zu werden und sich tunlichst auf folgendes Szenario vorzubereiten:
    22:00:05 – das Bühnenlicht erlischt. Dieser Blackout ist endgültig.
    22:00:10 – der Haus – DJ startet die Discoanlage. Doppelt so laut und mit fünf mal so viel Bass wie das kümmerliche PA – Spielzeugholz, was man dir widerwillig für deine Show zur Verfügung gestellt hat. Für den Anfang; der Abend ist noch lang.
    22:00:15 – als Ersatz für das nicht vorhandene Abbaulicht gibt’s ab nun für die nächsten Stunden Dauerstroboskopfeuer von der Tanzfläche.

    Du willst abbauen? Kein Problem! Zumindest die vereinbarten Helfer werden dich dabei nicht behindern. Sie würden dich eh nicht verstehen bei dem Lärm; Zeichensprache fällt im Dunkeln ebenfalls flach. Der Promoter weiß das und ist Profi genug, den Kostenrahmen durch derlei unsinnige Ausgaben nicht unnötig überzustrapazieren.
    Du musst im Publikumsbereich etwas abbauen? Nanu!? Wer hat dich denn gebeten, dort etwas aufzubauen? Ist aber auch kein Problem. Auch du bist Profi und wirst jetzt Durchsetzungsfähigkeit und Geschick beweisen. Oder aber viel Zeit haben. Um 7 oder 8 Uhr morgens ist (voraussichtlich) die Disco zu Ende, und mit etwas gutem Zureden gibt es wenig später Putzlicht.
    Du möchtest den abgebauten und eingepackten Kram laden? Dazu müsste jetzt trotz Discobetrieb und Lärmproblemen mit der Nachbarschaft die Ladetür für einige Minuten geöffnet werden. Manchmal hat der örtliche Securitychef für ein solches Anliegen Verständnis, andernorts ist das vielleicht eher nicht der Fall. Und da draußen kann er so oder so für nichts garantieren. Eine wunderbare Gelegenheit dort für deinen Tourleiter, mal zu zeigen, was er wirklich so drauf hat.

    Bei all den engagierten Diskussionen über Mikrofon – Richtcharakteristiken, Elektrofachkräftebefugnisse, Röhrenkompressorchannelstripvoodoo oder Musterversammlungsstättenverordnungsproblematiken: manchmal bin ich mir nicht sicher, ob im wirkliche (Bühnen-)Leben nicht doch vielleicht noch ein paar ganz andere Dinge wichtig sein können. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Meine spektakulärsten Unfälle

    • billbo
    • 8. November 2007 um 21:02

    Einen kleinen Unfall habe ich auch zu bieten. Nicht so spektakulär blutig, dafür noch relativ frisch, aus dem letzten Jahr.
    Laaange Tournee, viel Ausland, dabei auch viel Fliegerei mit kleinem Gepäck. Gitarren, Keyboards, Becken, Fußmaschinen, Effekte, Mikros, Backdrop - alles, was der Künstler halt trotzdem so mit sich rumschleppt, wenn er auf Tour Geld verdienen und daher eigentlich das Flug - Übergepäck auf's Notwendigste beschränken möchte. Mit dabei auch ein kleines, fast quadratisches Zubehörcase, mit Rollen drunter. Da kann man fast den gesamten Rest drauf stapeln, und das Ganze dann mit ein wenig Vorsicht auch locker schieben. Schließlich sind die Wege von Terminal zu Terminal auf großen Flughäfen oft weit.
    Dafür gibt’s dort schöne Laufbänder, die einem die langen Fußmärsche erleichtern können. Vorne dran steht manchmal so was wie "Benutzung auf eigene Gefahr!" " Nicht mit schwerem Gepäck betreten!"
    Ach was, Kinderkram. Mit Gepäck macht's doch erst richtig Spaß; ohne könnten wir ja auch gleich laufen. Schließlich sind wir gestandene Männer im Saft unseres Lebens, und nicht irgendwelche gebrechlichen, obrigkeitshörigen Omis, die sich nicht zu helfen wissen.
    Die Dinger gehen ganz schön ab. Leider hatte ich diesmal aber irgendwie den Anfang verpasst und trottete ein wenig mißmutig nebenher, während mich der Rest der Truppe mitsamt Gepäck feixend überholte.

    Am Ende eines solchen Laufbandes kommt dann so ein kleiner Huckel...:roll:

    Die folgenden Sekunden (gefühlt waren es Stunden!) brachten spektakuläre Erkenntnisse.
    - Auch ein kleiner Huckel kann einen wackeligen Caseturm auf Rollen zum Umkippen bringen, wenn man nicht aufpasst.
    - Ein paar umgekippte Kisten am Ende eines Laufbandes bedeuten noch lange nicht, dass das Ding deswegen anhält.
    - Auf so einem Flughafenlaufband ist man nie allein. Erst kommt noch der Rest der Band angesaust, mit Gitarren und Rucksäcken und diesem und jenem. Danach noch hundert andere Reisende, mit Koffern, Kisten, Kartons, Trolleys, Dollies, Kinderwagen, Surfbrettern; schlicht mit allem, was Fluggäste in Flugzeugen so transportieren möchten.
    - Wenn man einen Not - Aus mal wirklich brauchen könnte, findet man (erst mal) so schnell keinen.

    Zum Glück ist nichts wirklich Ernsthaftes passiert; außer einem riesen Tohuwabohu gab's hier und da ein paar blauen Flecken und einige lädierte Gepäckstücke. Dafür hatte die Band endlich mal wieder gute Presse, und wir haben an diesem Tag ganz ungezwungen viele neue Reisebekanntschaften geknüpft.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don´t need THAT!!!

    • billbo
    • 6. November 2007 um 23:58
    Zitat

    wenn phasendreher in den staaten zum normalen alltag gehören, bin ich noch froher als sonst, das ich dort nix zu tun habe


    Ist auch nicht mein normaler Alltag – weder USA noch Phasendreher :D. Wenn man aber das Glück hat, dort mal für ein paar Wochen oder Monate ein Tourneeangebot zu bekommen (ist wegen Arbeitserlaubnis heute schwieriger als noch vor ein paar Jahren; die schotten sich momentan ganz schön ab gegenüber dem Rest der Welt), sollte man die Chance auf jeden Fall wahrnehmen. Das hilft auf jeden Fall, etwaige Komplexe gegenüber der Überlegenheit angloamerikanischer Entertainmentindustrie zu relativieren. Die basteln da halt auch nur rum :-D.

    Um nicht falsch verstanden zu werden: auch wenn ich da drüben ziemlich viele ‚I don’t need THAT!!!’ – Erlebnisse hatte, gibt es dort selbstverständlich auch das Gegenteil. Traumhafte Venues, geplant, gebaut und betrieben von Enthusiasten ausschließlich für den Zweck, dort Veranstaltungen mit elektronisch verstärkter Rock und Popmusik durchzuführen. Ohne parallel verlaufende Innenwände, perfekt bedämpft, mit Riesenbühnen und technischer Ausstattung, die kaum einen Wunsch offen lässt.
    Leider wurden mir die in den meisten Fällen vorenthalten :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don´t need THAT!!!

    • billbo
    • 5. November 2007 um 22:42

    Da empfiehlt sich doch mal eine Clubtournee durch das Mutterland des Showbiz. Dort gibt’s das JEDEN Tag, in allen nur denkbaren Versionen. Von L zu R, von mono Sub zu mono Sub, von Sub zu Top, innerhalb einzelner Boxen, selbst in Fender Twin Reverbs: es gibt immer zwei Möglichkeiten 8). Sehr nett z. B. eine Installation mit 4 Stück 2x18“ – Bandpässen, von denen 3 IN SICH phasengedreht liefen (also jeweils ein Chassis richtig rum, das zweite hielt tapfer dagegen). Endstand 5:3, und wunderbarerweise funktionierten alle tatsächlich noch.
    Witzig auch ein imposanter Doppel – Drumfill – Aufbau. Links 2x18“, rechts 2x18“, trotzdem will’s in der Mitte für den Drummer nicht so recht drücken. Woran mag das liegen? Der Örtliche ist auf jeden Fall ratlos, und auch ein wenig eingeschnappt: You’re the first one to have a problem with our drumfill!
    Viel ekliger, weil nicht so einfach zu lokalisieren, sind jedoch einzelne Phasendreher in Mehrwegboxen. 4 Wedges für den Chef in der Mitte? Da kommt Freude auf, denn dazu müssen jetzt mindestens 8 Chassis (das sind schon allein 16 Polklemmen!) korrekt verdrahtet sein. Plus 8 Anschlußbuchsen, 4 LS – Kabel, 4 Amprack – Verdrahtungen..... Aussichtslos.

    Ob’s daran liegt, dass dort zu gefühlten 50% JBL – Chassis verbaut sind? Dieser Hersteller sieht die Welt ja bekanntlich mit anderen Augen.
    Das hat auch manch gewitzter Haustechniker bemerkt, und baut daher bei gelegentlich notwendigen Reparaturen einfach die Polklemmen um. Dann passt’s wieder zum Rest der Welt, und man kann sich beim nächsten Mal nicht mehr so leicht vertun. Es sei denn - technische Dokumentation ist nicht Jedermanns Ding – es sei denn eben, man baut sie beim nächsten Mal auch wieder um.
    Es bleibt also schwierig.
    Vom großen Konkurrenten EV hatte ich schon mal Austausch – Diaphragmen auf dem Tisch, bei denen die Schwingspule ab Werk falsch herum verdrahtet war. Und ich muss gestehen: das habe ich auch erst später durch Zufall bemerkt. Zwischen zwei benachbarten Boxen klang’s irgendwie komisch.

    So langsam kommen auch die ersten Linearray – Installationen in die Jahre und benötigen beherzten, sachkundigen Service. Irgendwo muß im Keller noch so ein 10 - Zöller rumliegen, schau mal, ob der geht.
    Das wird bestimmt spannend!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Warum hat Bassdrum einen so hohen Stellenwert?

    • billbo
    • 1. November 2007 um 23:13
    Zitat

    ich denke aber beim großen Anteil der hier schreibenden ist es wohl so das sie permanent auf dem eigenen, gut bekannten Material arbeiten.


    Kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, dazu sind die verschiedensten Bereiche unserer Branche viel zu unübersichtlich miteinander verwoben. Ich schleppe ein paar Trailer voll „eigenes Material“ durchs Leben, arbeite aber trotzdem ständig auf und mit fremden, neuen, mir z.T. völlig unbekannten Gerätschaften, deren wahre Eigentümer mir ebenfalls gänzlich unbekannt sind. Und vielen persönlich bekannten Kollegen geht’s da ganz ähnlich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • OT deshalb hier und nicht bei "Suche" Wohnanhänger

    • billbo
    • 1. November 2007 um 20:02

    Wer als VTler oder DJ
    - in der Sylvesternacht :shock:
    - für lau :shock: :shock:
    - arbeitet :shock: :shock: :shock:,
    anstatt, wie es sich gehört, eine gepflegte doppelte Tagespauschale aufzurufen,
    der soll zur Strafe
    - nichts essen,
    - nichts trinken,
    - und auch nicht schlafen.
    Und schon gar nicht beheizt!

    So! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Warum hat Bassdrum einen so hohen Stellenwert?

    • billbo
    • 1. November 2007 um 19:09

    Die schönsten Threads gibt’s immer, wenn ich grad nicht da bin.

    Es gibt schon auch ein paar praktische Gründe, warum ‚Bassdrum’ beim Sound – bzw. Linecheck ein paar Sekunden länger dauern kann; selbst nach dem Xten Mal. Mit ihrem ‚Stellenwert’ hängt das nicht unbedingt direkt zusammen.

    Im Alltags – Konzertgeschehen etwa greife ich als Tourtoni selten zur CD, aber IMMER zu Mikro und Gast – Terzband - Eq., um mir einen ad hoc - Eindruck von System und Beschallungssituation zu verschaffen. Dazu ist immer Zeit, selbst in der größten Hektik; und wenn mal wieder alles viel zu spät ist und der Bus erst ankommt, während die ersten Bands schon spielen, geht’s notfalls auch noch während des Changeovers zweier Vorbands. Meine Stimme habe ich immer mit dabei, und ein SM58 gibt’s überall.
    Notfalls reichen ein paar Sekunden (im Idealfall dürfen es natürlich auch gerne einige viele Minuten und mehrere Versuche sein), um einen Überblick darüber zu gewinnen, was mich an klanglichen und akustischen Überraschungen erwartet. Manchmal kenne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal den Hersteller des PA – Systems, was dort verbaut ist; auf die ordentliche Arbeit des Systemtechs muss ich dann sowieso vertrauen - denn ändern könnte ich im Zweifelsfall eh nichts mehr.
    Derart, hmm, ausreichend informiert beginnt Sound – oder Linecheck. EINES weiß ich in diesem Moment allerdings noch überhaupt nicht: wie verhält sich der Raum/ die Installation bzgl. der untersten Oktave? Denn, leider, dort versagt die SM58 – Methode.
    Wie praktisch, dass auf Kanal 1 die Kick liegt! Damit kann ich das prima ausprobieren. Auch wenn sich’s mal einige Sekunden hinzieht. Drumtechs verfügen zu diesem Zweck über eine gut trainierte Beinmuskulatur, und die anderen Backliner sind eh noch nicht so weit.

    Überdies sieht jeder Pultplatz anders aus. Gestern Yamaha, heute Midas, morgen irgendwas. Gestern Drawmer, heute BSS, morgen Klark Teknik (wie rum reagiert da noch gleich der Threshold?). Übermorgen volldigital. Key Filter, wie war das bei dem Ding noch mal? Und warum gated das jetzt trotzdem nicht? Ach so, klar, Insert muss aktiviert werden. Peinlich, wie ging das noch gleich bei dem Teil? Wo steckt eigentlich der FOH – Betreuer?
    All dies probiert man im Zweifelsfall am ersten Kanal aus. Auch wenn man’s schon tausendmal gemacht hat, und selbst auf die Gefahr hin, dass es dem Drumtech (oder auch dem Stagemanager :D) dabei schon mal etwas fad wird.
    Ab Snare sollte es (und wird es in den meisten Fällen auch) dann allerdings deutlich flüssiger laufen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Retro micros

    • billbo
    • 21. Oktober 2007 um 01:52

    Oh, Shit.... :oops:

    Und ich hab' damals einfach dem Shure - Vertreter geglaubt.

    Die Welt ist voller Hinterlist! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Retro micros

    • billbo
    • 20. Oktober 2007 um 21:46
    Zitat von "guma"

    Auch wenn der Threadstarter ein etwas nebulöses Bild davon abgeliefert hat, was er unter Retromic versteht:

    Ich habe mir gerade ein neues Beyerdynamic M160 geleistet. Das hatte im März 2007 fünfzigjähriges Herstellungsjubiläum :wink:


    Tut mir leid, der muß jetzt sein:
    Shure Microphone (19)57 8):D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 17. Oktober 2007 um 15:38
    Zitat

    ... wobei wir dann wieder beim englischen Rezept wären: "Man nehme irgend einen Fisch ..." Schade


    Nein, nein, ganz falsch. Vielmehr: man nehme einen ganz bestimmten Fisch,
    - von dem jeder weiß, wie man damit etwas Leckeres zubereiten kann
    - von dem jeder weiß, dass man damit etwas Leckeres zubereiten kann
    - der überall auf der Welt in ausreichender Anzahl vorhanden oder beschaffbar ist. Konzerte köcheln nicht nur im Karlsruher Raum, sondern müssen auch mal in der äußeren Mongolei zusammengebrutzelt werden
    - in der Weltsicht so manch eines Ami – Rider – Schreibers liegt Europa direkt neben der äußeren Mongolei. Wer weiß, obs dort überhaupt eine Küche gibt ...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 16. Oktober 2007 um 22:09
    Zitat

    Kann ich so nicht bestätigen, nicht umsonst heisst es, ein 57 kriegt man immer laut, z.B. bei einem zaghaften Gitarristen ( ja sowas gibts auch ) verschwindet bei mir ganz schnell das 609, damit man nicht das Publikum husten hört.


    Diese Spezies ist gar nicht mal so selten. So mancher Guitar Hero hat die ewigen „zu laut!“ – Ansagen satt und dreht seine 16 12“er so weit runter, bis der Bandmischer endlich aufhört, zu meckern.
    Vor einem davon steht dann ein einsames Git Mic und sehnt sich nach etwas Arbeit.

    Ich sitze bei so was häufig auch mal am Monitorpult, höre in den Kanal rein, und denke mir „auha, wenn Du das nicht ändern lässt, hast Du da vorne später keine Chance“. Und genau in dem Augenblick meldet sich der – offensichtlich am Problem vorbei arbeitende - FOH – Kollege per Talkback und möchte die Gitarre auf der Bühne noch leiser... tja.

    Aus meiner subjektiven Erfahrung heraus stimme ich Dir zu: mit einem simplen 57er lässt sich in solchen Situationen noch das Beste herausholen. (Notfalls wird halt eine kleine Frontbespannungsbeschädigung unauffällig erweitert und das Teil dort rein gesteckt, bis die Pappe Einhalt gebietet – Großmembranen verhalten sich hierbei problematischer :-D)

    Zitat

    3. Hast du schon mal eine Superniere ( beta 56 oder beyerdynamic M69 oder M201 u.s.w. probiert ? ) Damit kriegt man bei entsprechendem Aufbau eine deutlich bessere Trennung der Hihat, wenns darauf ankommt.


    Bei all den Diskussionen über Richtcharakteristiken gebe ich mal zu bedenken: Ihr nehmt mit Euren Nieren/ Supernieren/ Keulen/ usw. immer auch "mit Bande" auf. So ein Snare - oder Tomfell etwa ist ein prima Reflektor für das höhenlastige Spektrum von Becken. Und damit taucht das Übersprechen dann plötzlich trotzdem wieder auf - und zwar ganz einfach durch den Vordereingang.

    Zitat

    dann sollte man hier aber vielleich doch wieder SM57 nehmen, denn damit gehts ja immer irgendwie


    .... womit auch endlich die Frage des Threaderstellers so knapp wie zutreffend beantwortet ist :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 16. Oktober 2007 um 12:13
    Zitat

    ein weiterer vorteil des 57er gegenüber grossmembranmics mit seitlicher einsprache:
    JEDER mikrofonierer weiss, das das 57 in richtung der lautsprecher schauen muss.
    dagegen gibt es erstaunlich viele die nicht wissen, das es bei mikrofonen mit seitlicher einsprache auch eine FALSCHE seite gibt

    Zitat

    Dafür hat der Onkel Sennheiser doch extra das MD409 (bzw. dessen Nachfolger) erfunden...


    Auf den Sennheiserteilen steht ja auf einer Seite in unübersehbaren Großbuchstaben das Wort „FRONT“.
    Ich wage es kaum zu schreiben: ich habe Mikrofonierer erlebt, die waren davon überzeugt, dass diese Seite in Richtung FOH zeigen müsse. Steht doch extra drauf...
    Und noch schlimmer: ich kann mich an zumindest eine (selbst gemischte) Show erinnern, da waren die Teile definitiv in diesem Sinne aufgebaut. Und ich hatte zwar eine Stunde lang allerlei Schwierigkeiten mit den Gitarren, konnte mir aber erst hinterher so richtig einen Reim drauf machen – nachdem ich mir die Mikrofonierung der nachfolgenden Band etwas näher angeschaut hatte.
    Nobody's perfect :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 16. Oktober 2007 um 00:37

    Stative – nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Stattdessen dranklemmen, reinlegen, einbauen, ankletten, drüberhängen, festschrauben. Was uns im Digitalzeitalter mehr und mehr verwehrt bleibt, hier können wir es noch nach Herzenslust sinnvoll ausleben: die Freude an kreativem Bastelwerk.
    Wenn ich eine Band auf Tour betreue, verbringe ich oft mehr Zeit mit Mikrofondranbasteleien als mit Mischen (und liege deshalb auch schon mal im Clinch mit allzu trödeligen Drumtechs).
    Wenn’s unbedingt doch ein (Galgen-) Stativ sein muß: Galgen ‚auf Rechts’ belasten, dann hält auch ein RE20. Füße zwischen Gitarrenboxen oder unter Aufbauten versenken und angaffern. Gewinde ordentlich festdrehen (zwischen ‚fest’ und ‚ab’ gibt’s noch ‚SEHR fest’).
    Die kleine Gummischeibe einer K&M – Galgen – Knebelschraube gehört UNTER die Metallscheibe, und nicht darüber! Und ja, auch die komische kleine Aluminiumkontermutter zwischen Galgen und Mikroklemme hat ihren Sinn.

    Das 57er VOR der Gitarrenbox ist mir erheblich lieber als das goldbedampfte, selektierte Röhren – Großmembran – Edelteil mit individuellem Frequenzmessschrieb irgendwo daneben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 15. Oktober 2007 um 22:08
    Zitat

    1. Es ist durchaus möglich, daß das Präsenzgebirge eines Mikros, der Klirrfaktor eines Mittelhochtontreibers, das Geschepper einer Hihat und die C4 - Senke einer Konsumentengruppe zusammenpassen


    Ganz zu schweigen von der C4 - Senke manch altgedienten Mischerkollegens :roll: :D.

    Zitat

    2. ... wie Du ja angedeutet hast, sollte es laut sein ...


    Sagen wir mal so: es war von vornherein klar, dass ein gewisser Grundpegel in die Klanggestaltung mit einzubeziehen sei würde.

    Zitat

    Auch ich bekenne mich schuldig

    bei Drummern, die die Hihat mit Genuss offen spielen, ist meine erste Wahl das 57


    Richtig gut funktioniert’s auch unter dem Ridebecken eines stark kuppenverliebten Trommelmanns. Einschalten, Lowcut auf Anschlag, fertig. Setzt sich super durch – und, genau so wichtig, nervt nicht, wenn das Ride grad mal Pause hat.

    Zitat

    Jo, mein Lieblings-Sozialpädagogen-und-Ex-Disco-VT-Komplettanbietermicset: 10 x SM58, 8 x SM57, 2 x MD421, 1 x D112 Ich nehme dann die drei am wenigsten zugerotzten SM58 und den Rest lasse ich in der Kiste.


    Wer macht sich denn da über meine tagtäglich gelebte Wirklichkeit lustig? :D
    Immerhin geben schon die genannten Zahlen Anlass zur Hoffnung, dass zumindest einige brauchbare Exemplare darunter zu finden sein werden. Und mit einem (noch so alten) 58er ohne Korb kann man (fast) Alles passabel mikrofonieren.

    Und damit zum einzigen echten 57er – Problem: das Ding gibt es schon ewig, seit 1957 eben; und es wurde und wird in riesigen Stückzahlen gebaut. Es ist aufgrund seiner Plastikkorbkonstruktion relativ empfindlich gegen Fehlbehandlung und unsachgemäße Reparaturversuche; dementsprechend finden sich ungezählte halbdefekte, notreparierte und sonst wie verbastelte Exemplare in den örtlichen Grabbelkisten rund um die Welt (und auch schon mal in den eigenen :oops:). Oftmals lässt sich das von außen nicht erkennen; der mit Zumpeltape luftdicht angeklebte Korb ist da eher die leicht zu identifizierende (aber gar nicht mal seltene) Horrorausnahme. Schlimmer sind die versteckten Mängel. Eine minimale Fehlzentrierung der Tauchspule, eine winzige Beschädigung oder unscheinbare Delle in der Membran, ein kaum sichtbarer magnetischer Metallpartikel in der Sicke oberhalb des Magnetspaltes – und das Ding hat u.U. kaum noch etwas mit einem fabrikneuen 57er zu tun.
    Vor Ort vergleichen lohnt daher immer; vor Allem bei älteren Exemplaren - und das gilt nicht nur für SM57. Viel Spaß etwa bei dem aussichtslosen Versuch, 2 einwandfreie, hundertprozentig gleich klingende D112 zu finden (gegen ein einwandfreies Exemplar dieses vielgeschmähten Typs habe ich überhaupt nichts einzuwenden – es gibt nur kaum welche. Die verbesserte Shure – Kopie ß52 scheint da robuster zu sein).

    Zitat

    Ein Mikrofon ist "nur" ein Mikrofon, es weist bestimmte Eigenschaften auf die den Anforderungen entsprechen sollen, daraus ergibt sich die Auswahl.


    Die Diskussionen darüber sind allerdings immer erstaunlich facettenreich; mitunter erinnern sie mich ein wenig an die Grabenkämpfe der High – Ender.
    Ich behaupte einfach mal: in der Praxis ist die Fähigkeit der Mikrofonhaltevorrichtung (also des Stativs, der Klemme, der Klammer, des Schwanenhalses, ...), das Mikro über die volle Veranstaltungsdauer präzise an der ihm zugewiesenen Position zu halten, mindestens 20 dB wichtiger als die Buchstaben auf dem Mikro.
    Diesbezügliche Threads findet man folgerichtig vergleichsweise selten :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • das sm57 und seine popularität

    • billbo
    • 14. Oktober 2007 um 00:23
    Zitat

    Das SM 57 lieferte nichts von dem. Es schien so als hätte man den Amp gegen nen Marshall ValveState getauscht. Mittig-phasig mit einem leicht kreischigem Hochmittenanteil, das ist dann wohl der Peak um 5-6KHZ...

    Zitat

    das problem ist das man das obenrum "nix können" leider hört...

    Das Schöne an SM57/58 – Threads ist, dass man aus ihnen so viel für die Praxis lernen kann :D.

    Gestern Abend (Rockkonzert der lauteren Sorte) hatte ich das Vergnügen mit einem recht renommierten finnischen Studio – und Live – Kollegen. Den kenne ich ganz gut und konnte mich schon mehrfach davon überzeugen, dass er in aller Regel sehr, sehr genau weiß, was er tut.
    Für die Hi Hat standen ihm (u.A.) zur Auswahl: MD441, 451/CK1, SM81.
    Er hat sich für ein SM57 entschieden. Eins von dreien, die er einige Augenblicke lang durch Ansprechen miteinander verglichen hat.
    Ich habe Monitor gemacht und konnte mir das Ergebnis daher nicht von Vorne anhören. Dennoch bin ich mir sicher, dass das ausgesprochen gut funktioniert hat.

    Wat nu?

    Es gibt anscheinend doch durchaus unterschiedliche Wege, auf denen man zum Ziel gelangen kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Va gestern Abend

    • billbo
    • 5. Oktober 2007 um 10:25
    Zitat

    Aber üblicherweise ist das eigentlich immer ein Standardgerät der oberen Klasse (A&H, Pioneer), also für einen Verleiher auch nichts besonderes.


    Natürlich. Wer ein DJM + 2x 1210 bestellt (und bezahlt!), kriegt das selbstverständlich genau so dahingestellt. Verhältnismäßig leicht verdientes Geld, keine Frage.
    Dennoch sehe ich das ein wenig wie Klauston: wäre ich DJ, hätte ich mein eigenes Besteck IMMER dabei. Zumal ich als Vtler ja weiß:

    Zitat

    Ein DJ-Rider ist ja im Vergleich zu einem Bandrider eher einfach gestrickt...


    ...und dementsprechend stiefmütterlich wird er von sehr vielen Firmen auch behandelt; da wird oft im wahrsten Sinne des Wortes (ach übrigens, ist auch noch ein DJ dabei ...) noch schnell irgendwas auf den Truck geschmissen, während der schon vom Hof rollt.
    Und was nützt es dem Star – DJ, wenn zwar sein Lieblingspult vor Ort ist, an diesem aber die wichtigsten Fader nur noch mit voller Konzentration zu bewegen sind, die Eingangsbuchsen wackeln, die Klangregelung kratzt, usw. usw. – ist ja in Wirklichkeit alles nur billigster Fernost – Elektronikladenkram, der auch noch regelmäßig übelst behandelt wird.
    Den Stress würde ich mir nicht antun wollen.


    Zitat

    und nicht zu vergessen, die stücke notfalls auch einen halbton transponieren können, wenn der meister mal etwas daneben liegt. da freut sich der pianist


    Tonarten sind Schall und Rauch :D

    Zitat

    die gute nachricht: der gig dauert nicht lange...


    Jo – 60 Minuten für 15000 Dollar, oder so ähnlich.
    Da kann sich der Veranstalter gleich schon mal ausrechnen, was 10 min. Zugabe so kosten.
    Falls er mit dem Kopfrechnen Probleme hat: für solche Fälle hat der Meister immer einen Taschenrechner am Mann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Va gestern Abend

    • billbo
    • 4. Oktober 2007 um 11:28
    Zitat

    Weil es CD Abspielkünstler gibt ( speziell bekanntere ) die zum Teil auch die Pulte mitdesignen.
    So wie auch Carl Cox, der immer sein Pult vor Ort braucht ( ist dann die CX Edition für Cox ) ...


    Ah – jetzt – ja! Karl ...wer?? Egal, ist halt nicht meine Szene. Klingt aber auf jeden Fall nach einem plausiblen Geschäftsmodell :D.

    Zitat

    Wenn an einem Abend dann vier DJ spielen, müsste dann immer eine Umbaupause eingeplant werden.
    Da aber Konservenmusik etwas ununterbrochenes ist würde das etwas komisch anmuten.


    Das heißt dann aber im Umkehrschluss auch: wenn die vier nicht zufällig genau das gleiche Modell favorisieren, müssen drei von ihnen eh das nehmen, was gerade da steht. Na also – geht doch.

    Zitat

    Im Grunde genommen ist das nichts anderes, als die Pultanforderung bei einem Bandrider.


    Jein. Das Phänomen „DJ“ ist inzwischen ein weites Feld.
    Einer meiner Dauerjobs ist die Betreuung eines 1000er Veranstaltungsladens; dort gastieren ganzjährig seit Jahrzehnten die Tourneen der zweiten und dritten Liga aus den verschiedensten Bereichen der Rock – und Popkultur. Klassische Aufgabenteilung: Halle, Catering, Ton und Licht der Örtliche; Transport, Nightliner, Backline die Tourfraktion. Seit einigen Jahren sind darunter gelegentlich auch Acts, bei denen neben Musikern auch ein ‚DJ’ die Darbietung mit seiner Bühnenpräsenz und diversen Geräuschen bereichert. Und auch dort, selbst wenn die Tournee einen extra Siebenhalber voller Backline, Deko, Zusatzlicht, etc. ankarrte, wurde anfangs versucht, dem Örtlichen mittels Bühnenabweisung die Zuständigkeit für ein ganz bestimmtes Plattenspieler -/ Dj Pult – Setup aufzudrücken. Nach ersten Irritationen sind wir schnell dazu übergegangen, solche Riderpassagen kommentarlos zu streichen; allenfalls versehen mit der Anmerkung ‚Backline! Euer Ding!’.
    Anscheinend waren wir nicht die Einzigen; seit einiger Zeit haben solche Belästigungsversuche spürbar abgenommen.

    Zitat

    ich setze das mal mit einer backline-anforderung gleich.

    chuck berry kriegt auch seine 2 dual showmen,....


    Chuck Berry ist ein Sonderfall. Jenseits von Gut und Böse, sozusagen außer Konkurrenz Wer sich den antut, ist entweder extrem ahnungslos - oder extrem abgebrüht.
    OT: steht in seinem Rider immer noch der leicht zu überlesene Satz „Ich brauche eine Band, die alle meine Stücke kennt“? Was aber nicht dabei steht: die Jungs müssen auch locker aus dem Stegreif das 13 3/9 Takt – Bluesschema beherrschen, wenn dem Meister gerade danach ist.
    Ich kenne welche, die das mitgemacht haben; DIESER Musiker – Gesichtsausdruck irgendwo zwischen ungläubigem Erstaunen, hilfloser Panik und stoischem Fatalismus wird mir ewig unvergessen bleiben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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