Du kennst aber nette Gala – Veranstalter
!
Aha – Mikrofonhandling und das diesbzgl. notwendige Problembewusstsein seitens der Künstler sind also offensichtlich in Ordnung. Das ist schon mal die halbe Miete.
Trotzdem sind an dieser Stelle die auftretenden Schwierigkeiten in aller Regel am effektivsten und mit dem geringsten Aufwand angehbar.
Lass bei Gelegenheit mal die Neumänner im Koffer und probier’s mit Shure Beta 57A. Das sind (in meinen Ohren) noch recht erträglich klingende Vertreter der oben erwähnten GbF – Wunder. Man findet sie oft als Problemlöser auf laaangen Tourneen, bei denen es darum geht, eher schwachbrüstigen (also „leisen“) Sängern von eher lauten Bands dauerhaft eine Chance zu geben (und somit das Ausfallrisiko wegen Stimmbandentzündung zu minimieren).
Ganz so audiophil wie mit Deinen 105ern wird’s damit sicher nicht. Die Dinger haben – naturgemäß – einen brachialen Nahbesprechungseffekt, dem Du am Kanal – EQ kräftig entgegenwirken musst (genau das sollte Dir wiederum höchst willkommen sein); außerdem werden Deine Röhrenkompressoren einige Mehrarbeit in Form von Plopp – und Klicklauten bekommen. Aber dafür sind sie ja auch da.
Was bei Motörhead funktioniert, kann durchaus auch für Euch die Lösung sein; schließlich habt Ihr im Prinzip das gleiche Problem – wenn auch, zugegebenermaßen, nicht gerade in unmittelbar benachbarten Bereichen der dB – Skala :-D.
Drehe außerdem bei einem der Mikros spaßeshalber mal die Phase. Den abgenommenen Einzelschallquellen ist das egal. Gerade wenn es eng zugeht - mehrere Sänger + Beschallungsanlage dicht beieinander – kannst Du damit im Low Mid – Bereich mitunter verblüffende Erfolge erzielen.
Deinen gewünschten + 10 dB dürftest Du so eigentlich ohne allzuviel Mehraufwand schon recht nahe kommen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo