Es gibt in der Praxis keine unendlich hohen oder unendlich steilen NF Signale. Also gibt es auch keine unlösbaren Signalbegrenzungsprobleme. Von jedem Hersteller, der – in welcher Form auch immer - 'Systeme' anbietet (also NF und/ oder Daten rein, Schallwellen raus) darf man erwarten, dass er diese ausreichend beherrscht. In eigenem Interesse, sonst ist er nämlich vielleicht ziemlich bald kein Systemhersteller mehr. Und das wird im Zweifel auch sehr schnell verstanden.
Beispiel: wir betreiben seit einiger Zeit ein paar Dutzend TTS56-A (das ist die Abteilung Erdbeben von RCF). Die funktionierten von Beginn an sehr zuverlässig.
Anlässlich einer großen Technoveranstaltung (war glaub' ich Mayday 2012) gab es eine neue Betriebssoftware mit geänderten Begrenzungsparametern. Erwartungsfrohe Ankündigung des Vertriebs: Jungs, damit geht jetzt ab sofort noch mal ein ganzes Ende mehr!
Ging es auch, jedenfalls vorübergehend. Am Ende der Veranstaltung war dann eine sehr schöne zweistellige Anzahl von 21“ern sehr schön hochohmig geworden. 'Allarme rosso' bis ins italienische Chefbüro; das Update wurde umgehend zurückgenommen.
Wer hingegen mit freien Kombinationen aus Lautsprechern, Verstärkern, Controllern, Betriebsparametern, ... herumspielt ist technisch gesehen selbst Systemhersteller. Incl. aller sich u. U. daraus ergebender Konsequenzen. Laborbetrieb war schon immer etwas teurer.
Die Basschassis in meinem Lieblingsvenue sind rd. 20 Jahre alt. Im Schnitt, einige sind älter; und zwar incl. ihrer Pappbestandteile. Sie laufen 200 Tage im Jahr, häufig unbeaufsichtigt von Fachpersonal, und haben Generationen von DJs, Sounddesignern und Livetonkünstlern sowie sämtliche Brachialmusikstile überlebt. Sie werden und wurden schon immer so betrieben, dass Ausfallsicherheit niemals ein Thema ist. Wäre es eins, würden sie kein Geld verdienen. :wink:
Mit freundlichem Gruß
BillBo