Beiträge von TomyN

    Hi,

    Ganz ohne Fader geht schon auch, aber ich hab doch ganz gerne 8 Fader dabei. An den 'Schlachtschiffen' früher hat man ja auch die Hauptarbeit an den 8/16 VCAs oder Gruppen gemacht und ist nur mal für Details zum Kanal 1 rübergelaufen.

    die Deutsche Übersetzung in der Quick-Start-Anleitung ist ja witzig... da sollten sie evtl. nochmals jemanden drüber schauen lassen...

    Hab die englische gelesen, ging so. Aber wenigstens ist sie in einem Stück (und mit Bildern) und nicht wie sonst oft pro Kapitel vielsprachig.

    Ich denke, für eine optimale Einstellung wirst Du um Messungen nicht herumkommen, da es sich um eine Kombination von drei Systemen (Controller, Lautsprecher und Raum) handelt, die man anhand der Datenblätter nur sehr schlecht optimieren kann.
    Dazu kommen teilweise konträre Möglichkeiten, z.B. die Flankensteilheit des Filters:

    • Geringe Steilheit -> Weniger Einfluss auf die Gruppenlaufzeit (meist gewollte)
    • Geringer Steilheit -> Höhere Belastung des Chassis durch 'tiefe' Frequenzen (nicht gewollt)
    • Größere Überlappung der Übertragungsbereiche (wenn man Hoch und Tiefpass gleich einstellt, womit wir wieder eine Variationsmöglichkeit hätten). -> Meist unerwünscht, da die zeitliche Anpassung je schwerer wird, je größer der anzugleichende Frequenzbereich ist.

    Meine Reihenfolge wäre wie folgt,

    1. Festlegung der Übergangsfrequenzen und Flankensteilheiten (evtl. gibt es ja Herstellervorgaben vom Boxenmanufakteur ).
    2. Grobe Anpassung der Lautstärken.
    3. Angleich der Ankunftszeiten ('Time Alignment') der einzelnen Wege am Hörplatz. Gibt es hier Probleme, dann die Flankensteilheit ändern und erneut probieren.
    4. Klangeinstellung (EQ), wobei ich eher global ( -> im Eingang) arbeiten würde. Probleme, die sich einem Chassis zuordnen lassen (sollte es im HiFi Bereich nicht geben und) die würde ich im entsprechenden Ausgang bearbeiten, und dann auf jeden Fall Schritt 2 wiederholen.
    5. Das ganze kann man durchaus mehrmals machen, z.B. um einfach zu schauen, was kommt bei einer anderen Übergangsfrequenz o.ä. raus. Hier ist es gut zum einen die Parameter im Controller speichern zu können und zum zweiten durch eine Messung einen objektiven Vergleich zu haben.


    Evtl. hilft dieses Dokument etwas: Timealignment

    Find ich eine sehr gute Idee. Wer einmal einen 'spinnenden' Touchscreen erlebt hat, z.B. weil im Hochsommer Schweistropfen draufgefallen oder Insekten darauf geladet sind, weiss sowas wertzuschätzen. Dazu noch ein externer Monitor ...... :)

    Ich persönlich würde inzwischen aus dem PC immer mit ARTnet rausgehen und dann irgendwo auf DMX wandeln. Bei Effekten kommt es immer auch auf Raumgröße, Art der Musik etc. an. Gerade im 'Billigbereich' liegen 'Toll' und 'Peinlich' oft nahe beieinander.

    Ich würde mit LED'Pars' anfangen. Können gerne auch 'flach' sein. Damit kann man dann schon ein wenig malen und/oder flackern lassen und bekommt überall einwenig Farbe hin.
    Ein einzelner Movinghead macht halt einen Effekt ansonsten bleibt es aber dunkel.

    Genau die gleichen Erfahrung hab ich auf einer größeren Open-Air Bühne machen müssen, als das Bassarray vor der Bühne für den 'Top Act' noch um einige Zusatzbässe (eines anderen Herstellers), die rechts und links von der Bühne standen, erweitert werden sollte. Da gab es tollen Bass an vielen Orten aber auch Orte ohne Bass. Am Ende blieb es bei den vorhandenen Bässen und alle waren zufrieden.

    Bei 90° hab ich noch 3dB Addition. Der 'Nulladditionspunkt' liegt bei 120° Phasendifferenz. Natürlich, und da hast Du recht, ist das ganze immer eine Gesamtbetrachtung. Denn ein perfektes Alignment mit 40ms Laufzeit durchs Controlling nutzt für Live-Musik niemanden, bei Konserve wäre das schon was anderes.
    In der Praxis ist es oft sehr schwer, die Phasenkurven in einem größeren Bereich parallel zu bekommen, so dass der Ansatzpunkt den Übergangsbereich, d.h. den Bereich der Interaktion (Das sage ich lieber als Interferenz, denn Interferenz klingt für mich immer so negativ) möglichst schmal zu halten.

    Hi,
    Als ich irgendwann Mitte der neunziger mal mit meinem damaligen Chef für das Thema Time-Align Top/Sub gesprochen habe, da hat er genau diesen Vorschlag gemacht. Einen Sinus mit der Trennfrequenz auf beide System, dann bei einem der beiden die Polarität drehen und auf minimale Amplitude abgleichen. Das ist im Prinzip kein schlechter Ansatz, hat aber folgende Probleme:


    • Es ist eine Abstimmung an einer Frequenz. Aufgrund der zyklischen Natur der Sinusschwingung kann die richtige Position erwischen oder halt um eine oder mehr Perioden daneben liegen. Hier müsste ich dann noch an anderen Frequenzen verifizieren. Zudem muss ich mich vorher entscheiden (bzw. wissen) ob ich nun den Subwoofer oder das Top verzögern will.
    • Es gibt durchaus den Fall, dass eine Inversion der Polarität beim Alignment hilft. Diesen Fall kann ich natürlich mit dieser Methode nicht abdecken.

    Wenn die Kurven parallel zueinander liegen, dann kriege ich über die Inversion (oder nicht) eines der beiden Kanäle den Absolutwert des Abstands immer in den Bereich <= 90°, d.h. mindestens 3dB Addition.

    Tomy