Beiträge von Seven

    Moin,


    ich habe bislang immer mal wieder Waves C6 und eigentlich noch lieber und häufiger den F6 genutzt. Grade die eine oder andere Stimme kann bei Ausnutzen des Dynamikspektrums den F6 gut vertragen.


    Mir ging es eher um die Frage, wie gut diese Tools in dLive und noch eher im SQ implementiert sind. Bei meinen wenigen dLive Erfahrungen habe ich mich auf "Standardmittel" beschränkt und hatte keine Zeit zum Testen.


    Denn für mich wäre dann die Frage: Plugins im A&H Shop kaufen oder Waves Server betreiben.


    Vorteil A&H Shop (Deep Plugins)

    - Alles im Pult

    - Sollte sehr stabil laufen

    - Bedienung direkt über das Pult

    - Kein Server, Rechner weitere Kabel

    - Preislich deutlich günstiger


    + Waves Server

    - Auswahl an Plugins

    - Maximale Anzahl an Plugin Instanzen höher

    - Vermutet höhere Qualität des einen oder anderen Plugins (Ich glaube in der Qualität des H-Reverbs wird es bei der SQ intern nichts geben)

    wora & andere dLive-User: Wie bewertet und nutzt Ihr die Multiband-Kompressoren und die DynEQs auf der dLive? Die bisherigen Plugins der SQ habe ich mir mal gespart, überlege aber noch an dem 160er. Das neue Paket klingt für mich auf jeden Fall deutlich attraktiver, weil es eben auch wirklich neue Features liefert.


    Hat jemand eventuell das neue Plugin-Paket für die SQ schon in Benutzung und kann Erfahrungen berichten?

    Ich hatte früher S16 und später auch SD16. Ich hatte von Beginn an das von Dir skizzierte Problem. Das Problem lag in nicht passenden Firmware-Versionen der beiden Stageboxen. Nach dem Update lief dann alles problemlos.

    Endlich mal Gelegenheit angestaubtes Wissen aus dem früheren Studium anzuwenden. :)


    Eine Marke an sich ist ja erstmal nichts positives oder negatives. Produkte/Dienstleistungen einer "Marke" werden vom Kunden/Nutzer/Menschen auf Basis von Erfahrungen/Flurfunk/etc. gewisse Eigenschaften zugeordnet (zuverlässig, laut, leise, hell, bunt, gut, schlecht etc).


    Eine Marke, die gemeinhin mit positiven Eigenschaften verbunden wird, hat in der Regel für viele positive Erfahrungen gesorgt. Vor dem Hintergrund unzähliger Marken ist es für den Kunden/Nutzer/Menschen einfacher, auf Produkte/Dienstleistungen von entsprechenden Marken zu setzen, die im Ruf stehen den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Das wäre sozusagen der Nutzen einer Marke für den Kunden: Die Marke erleichtert die (Kauf) Entscheidung. Für den Hersteller bzw. Besitzer der Marke liegt der Vorteil darin, dass auch unbekannte Produkte einer Marke, von den Markeneigenschaften profitieren. "Wenn Yamaha seit 50 Jahren zuverlässige Mischpulte herstellt, wird auch das neue Mischpult von Yamaha wohl zuverlässig sein."


    Das bedeutet ja nicht, dass man mit dem Selbstbau-Produkt X von Max Mustermann kein tolles Ergebnis erzeugen kann. Nur fehlt in der Regel die Erfahrung, dass das Produkt X auch zu einem tollen Ergebnis führen kann.


    Dem Unternehmen Music Group hat es sicherlich nicht geschadet, dass die Marken Klark und Midas nun auch für Behringer Produkte verwendet werden können. Die positiven Eigenschaften dieser Marken wurden von dem einen oder anderen Nutzer auch den Behringer Produkten zugeordnet. Ob es den Marken Klark und Midas allerdings geholfen hat, dass diese nun der Marke Music Group (sprich Uli B.) zugeordnet werden, kann bezweifelt werden.


    Für mich persönlich sind Marken bei Mikrofonen nicht ganz so wichtig. Da hatte ich einfach bislang kaum wirklich schlechte Erfahrungen. Auch gibt es nach meiner Kenntnis keine Selbst-Bau-Mikrofone. Ähnliches gilt für Mischpulte. Und solange ein guter Babysitter dabei ist, bekomme ich auch mit mir nicht bekannten Marken (fast) alles hin. Bei Holz sehe ich noch am ehesten Vorteile von Marken, weil ich mit manchen Marken mehrfach schlechtere Erfahrungen habe sammeln können und es einige wenige Marken habe, mit denen es fast immer gute Erfahrungen waren. Zudem kann hier ein Betreuer zwar viel kaputt machen, aber einigermaßen schlecht klingende PAs bekommt auch das beste Personal nicht in eine sehr gut klingende PA verwandelt.


    Das es mit schwarzen Boxen aus Backnang oder braunen Boxen aus Frankreich in der Regel gut klappt, liegt wohl nicht nur an den Boxen alleine, sondern auch daran, dass meist etablierte und erfahrene Firmen sich diese leisten (können) und mit erfahrenem Personal auf die Baustelle bringen.

    De-Esser, Multiband-Compressor und Dyn-EQ klingt schonmal gut. Soweit ich gehört habe auch als "Deep-Processing" und nicht als FX für einen der 8 Engines. Noch ein Transient Designer und ich bin glücklich.

    Und schön wäre, wenn ich pro Kanal Dyn-EQ und den Kanal-Comp nutzen könnte.

    Dann spare ich mir wohl Waves Karte und Waves Server.

    Eine weitere Stimme für die Post-Fade-Aux-Lösung. Ich mache das auch immer wenn ich mal wieder "alte erfahrene Hobby-Musiker" habe, die nur die Summe brauchen oder wir die Summe wollen. Am Ende fliegen Trommeln und Becken sowieso immer aus dem Mix.


    Anekdote in dem Zusammenhang: Ich habe in 4 Wochen eine Band, die es in der Zusammensetzung vor 45 Jahren gegründet wurde, die vor etwa 35 Jahren aufgelöst wurde und die nun alle x Jahre mal einen Gig spielen.

    Erste Ansage des Bandleaders: Jeder bringt seinen Monitor mit. Manche bringen ihr IEM mit. Alle bekommen nur die Summe. Die sollen sich mal nicht so anstellen. Nachdem ich mal mit allen gesprochen habe bekommt jeder seinen eigenen Weg, weil jeder seinen eigenen Weg haben möchte.

    Will sagen: Wenn man mit allen Beteiligten offen redet kommt am Ende vielleicht was ganz anderes bei raus.

    Es geht los mit Toto - I will remember

    Ich habe den Song so oft an unterschiedlichen Orten gehört, so dass ich eine Vorstellung davon habe, wie der Song für mich gut klingt. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass dieser Song meinen kleinen Mann im ersten Lebensjahr (fast) immer beruhigt hat. ;)


    Und nochmal Toto - Gift of faith

    Da habe ich für Bass und Bassdrum eine Vorstellung für mich wie es klingen kann. Die E-Gitarre kann leicht nervig werden. Wenn sie das wird, habe ich etwas zu tun.


    Mal was von den Eagles - Fast Company

    Bass darf knurren und den Hallraum der Snare will ich gerne aufgelöst hören.


    Dann gerne Van Halen - Don´t tell me

    Da habe ich für mich ebenso eine feste Vorstellung, wie es klingen kann/sollte. Die Snare muss eben wie AVH klingen, die EVH sollte einigermaßen brachial kommen. Und letztlich schauen die anderen Gewerke bei Toto und Eagles immer einigermaßen genervt, so dass man mit der Van Halen Nummer ein Nicken oder ein Augenzwinkern bekommt.


    An den Songs hat sich in den letzten Jahren bei mir nichts geändert. Irgendwann flog mal die Hell freezes over Version von Hotel California raus.

    Das erinnert mich an meine vereinzelten Besuche in bayrischen Festzelten in den letzten Jahren, bei denen sowohl bei mir, als auch bei den meisten anderen Besuchern, allerdings Kulinarik bzw. Bier aus großen Gläsern im Vordergrund standen. Dass dort teilweise auch Musiker live auf einer Bühne performen ist schmückendes Beiwerk, wie auch die Tischdeko, und hat etwas von Berieselung der Anwesenden. Für eine halbwegs homogene Verteilung hat es dann sehr viele dezentral geflogene Boxen.


    Ich würde einen solchen Job als Techniker nicht machen wollen. Als Gast ist es für mich vollkommen in Ordnung.

    Ich habe auch einmal - zum Glück als Musiker - ein zu frühzeitiges Update eines digitalen Pultes mitgemacht. File nicht kompatibel. Und die iPad Apps mit denen die Musiker den eigenen Mix machen sollten, waren auch nicht lauffähig. Seitdem bin ich etwas vorsichtiger und zumindest nicht am ersten Tag dabei, wenn es Updates gibt.

    Das klingt alles im Grunde nach dem, was ich seit etwa 5 Jahren den Sommer über mit 2 Bands treibe. Ich kann auch nur den analogen Split empfehlen. Bitte auch direkt mit einer sauber beschrifteten Auflösung, die gerne länger als 3 Meter ist. Eigenes Mikrofonsetup ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Mikrofonständer brauche ich zumindest bei einer Band auch keine mehr. Sänger*innen haben ihr Mikro in der Hand und alles was Blech und Trommeln aufnimmt wird geklemmt. Mit dem von Guma genannten Rüstbereich haben wir zu Freude und/oder Erstaunen der Local Crew meist die schnellsten Changeover-Zeiten auf den Bühnen. Wir reisen mittlerweile auch mit eigenen Subcores, die uns teilweise erlauben, das IEM-Pult im Rüstbereich neben der Bühne aufzubauen. Dann stecke ich alles soweit fertig und werfe nur noch 3 kleine Stageboxen auf die Bühne (natürlich ebenfalls gut lesbar beschriftet). Wenn man dann noch seine Musiker halbwegs erzogen hat, braucht es keine weiteren helfenden Hände.


    Wenn ausreichend viel Platz am FOH für ein zweites Pult ist, nehme ich meines mittlerweile lieber mit. CAT-Kabel habe ich bislang immer ohne Probleme gelegt bekommen. Ich habe aber meine eigene Trommel immer als Backup dabei. Ich bin einfach schneller mit Equipment was ich kenne und vor allem auch mit Presets, die genauso live erprobt wurden und nicht im Offline Editor grob geschoben und dann erstmalig 15 Minuten vor dem ersten Song auf ein mir bislang unbekanntes Pult geladen wurden. Wenn kein Platz für ein zweites Pult ist, dann nehme ich eben das was vor Ort steht. Wenig Zeit ist für mich eher ein Argument für ein eigenes Pult am FOH.

    Als Gast wäre mir eine CL3 lieber als eine QL5, aber ich würde natürlich beide akzeptieren. Rein betriebswirtschaftlich wäre aus meiner Sicht die Kernfrage, mit welchem der beiden Optionen Ihr auf Dauer mehr bei Zumietungen einsparen könnt. Und wenn dann CL3 plus Rio am Ende etwas über dem Budget landen sollten, hat man das im eventuell durch spätere Einsparungen schnell wieder kompensiert. Das würde ich den Entscheidern mit auf den Weg geben.

    Hatte ich in meinen X32 Case auch so gemacht. Und dann noch einen richtig langen Schwanenhals für eine kleine Cam, da die meisten Bands heutzutage kleine Video-Snippets von den Gigs online stellen wollen.


    Im SQ Case habe ich nun die Lösung vom Hersteller genommen. Der Preis ist hier durchaus frech, aber die Einzelteile für die Lösung aus K&M Komponenten ist am Ende nicht soo viel günstiger.

    Ich hätte Compressoren gekauft wenn ich damit 2 Compressoren hintereinander hätte einsetzen können. Da aber ein Plugin-Compressor den Kanal-Compressor "nur" ersetzt, sehe ich auch keinen großen Gewinn. Ich komme mit Onboard-EQ und Compressoren bislang sehr gut aus. Ein Dynamic EQ oder Multiband-Compressor wäre dann noch was anderes, weil damit aus meiner Sicht wirklich neue Funktionen Einzug finden würden.


    Da überlege ich mir eher Waves-Card und einen Waves-Server zu holen und die Waves-Plugins zu verwenden mit denen ich ansonsten ganz gerne arbeite (F6, C6, NLS, 402, H-Reverb, H-Comp).

    Einfache Bedienung spricht für Qu oder SQ aus meiner Sicht. X32 dürften viele Amateure kennen. Wer am Anfang seines Amateurdaseins steht, ist wohl mit dem SQ trotzdem schneller am Ziele würde ich vermuten.


    SQ6 mit 2x DX168 mit Case mit Kabel mit Tablet ist mit dem Budget machbar und wäre meine Wahl bzw. Empfehlung.

    Ich bin vollkommen bei Guma, wenn es darum geht wirklich hochwertigen Content auf seine Web Site zu bringen, der sich möglichst auch von konkurrierenden Händlern abhebt. Das signalisiert durchaus Sachverstand aber auch, dass dem Händler der Kunde wichtig ist und "guten" Informationen versorgt wird.


    Auf der anderen Seite ist der konkurrierende Web Shop nur 2 Klicks entfernt. Lese ich mir also die Produktinformationen in Treppendorf durch, schaue mir 2-3 Treppendorfer Video-Tutorials und noch 20 geprüfte Kundenbewertungen an und entscheide mich für den Kauf. Allerdings nicht in Treppendorf sondern in der Karnevalsstadt, weil das Pult dort heute 20 € weniger kostet. Will sagen: Man bekommt den Aufwand auch nicht immer gedankt. Das war vor dem Online-Handel nicht anders, aber heute haben es die Kunden sehr viel einfacher, bei einem anderen Händler einzukaufen.


    P.S. Ich schreibe im Hauptberuf an einem Buch, das sich mit der Thematik im weiteren Sinne auseinandersetzt ;)

    Ich bin mir relativ sicher, dass der Web Content dem nächsten internen Check nicht standhält, der Check einen Change Request auslöst und der Web Content überarbeitet wird. So würde der übliche Prozess aussehen.


    Es geht aus wirtschaftlichen Gründen für einen Web Shop Betreiber darum, ein neues Produkt möglichst schnell online zu haben. Wenn die Kölner eine Woche früher dran sind, verkaufen die eben die ersten 2-10 Pulte und der Hans ärgert sich. Geschwindigkeit schlägt hier Qualität. Die Qualität kann man im Gegensatz zur Geschwindigkeit in diesem Fall aber nachreichen.


    Wer sich so ein Mischgerät online bestellt weiß doch unabhängig vom Web Content auf der Händler Web Site um was es geht.


    Zum Nebenschauplatz: Ich hatte dediziert und dezidiert nie als Anglizismen verstanden. ;)

    Das UAD-Gerät schaut erstmal ganz ordentlich aus. Der Preis leider auch. Wer sich das UAD-2 LiveRack leisten kann und will, wird eventuell auch weniger Probleme haben, auch das gewünschte Pult mit passender MADI-Karte gestellt zu bekommen.


    Ich würde lieber den Weg von ins Pult integrierten Plugins gehen wollen:

    - Ich gehe davon aus, dass diese Plugins stabil und mit handhabbarer Latenz laufen.

    - Ich würde gerne weitere Kabel/weiteres Patching außerhalb des Pultes vermeiden (Fehlerquelle).

    - Ich würde gerne alles über eine Oberfläche (am Pult) bedienen können.


    Das UAD2-Liverack ist für mich deutlich zu teuer. Ein Waves Impact Server und eine handvoll Plugins (die man mit etwas Geduld bei Waves alle für 29$ bekommt) ist preislich schon eine andere Liga. Inwiefern sich Leistung/Qualität hier unterscheiden kann ich nicht beurteilen.

    wora :

    Hast Du Dich auch mit dem Thema der Haftung für den DSB auseinander gesetzt? Ein Bekannter von mir, der in einem anderen Bundesland im ÖD arbeitet, hat von seinem Landesdatenschutzbeauftragten 50 Seiten Informationen zur DSGVO bekommen mit einem schönen Satz irgendwo mittendrin: "Eine persönliche Haftung für DSB kann künftig nicht ausgeschlossen werden."