Beiträge von rockline

    Früher hatten die Pulte ja nocheinen PAD Schalter, der mal eben die Empfindlichkeit um 20dB absenkte. Im Zeitalter digitaler Stageboxen kann man am XLR Eingang etwa maximal 6dBu noch gut handhaben. So eine digitale Stagebox ist am XLR Eingang leider mal recht schnell übersteuert, sofern man denn so einen Kandidaten wie ein DJM900 direkt daran anschließt. Wenn die in der Booth Gas geben hat man ohne zusätzlichen PAD keine Chance. Dann liegt der Fehler nicht beim DJ, sondern beim FoH.

    Gerne Wora. Ich habe soeben die Messreihen hier entdeckt, und da ich sowieso am Abend in der Werkstatt arbeite, habe ich das direkt kurz aufgebaut und gemessen.


    Ja, dass wirklich sinnvollste ist die Pegeldämpfung der XLR Ausgänge von einem Mixer. Es ist eigentlich egal ob man dazu passive Widerstandsdämpfer hernimmt, oder halt eine Trafobox. Aktive DI ohne Pad haben oft nur 6dB Dämpfung, und fangen schnell an zu clippen. Eine AR133 beispielsweise ist am Keyboard schon bei 9dBu zu, dass kann ohne -20dB Pad ganz fies zerren.

    Die von Dir erwähnte passive Monacor DIB-100 ist eine Topsache. Die macht immer 20dB Dämpfung, klingt gut, und ist sogar recht hochohmig im Eingang.

    Grundsätzlich zu dem Thema: um Rechtecksignale aus einem Mischpult zu bekommen muss man aber schon extrem viel Pegel "mit allem was geht" rausholen. Auch die typischerweise anzutreffenden DJM900 (und andere Modelle des Herstellers) verzerren auch bei Dauerrot der LED Ketten längst nicht so schlimm wie man meinen könnte. Der 900 kann +26dBu unverzerrt ausgeben, und die Kanal-EQ's können nur +6dB pro Band. Da ist es schon fast unwahrscheinlich an den XLR Rechteckmixe zu bekommen.

    Davon abgesehen - DI-Boxen übertragen problemlos Rechtecksignale. Eine typische -20dB Transformatorschaltung macht dabei folgendes:


    10Hz ohne Belastung (bzw. Scope-In 1M)

    10Hz mit 600 Ohm belastet



    1K ohne Last


    1K mit 600 Ohm


    10K ohne Last


    10K an 600 Ohm


    Wie man sieht - keine Probleme. Einzig der unbelastete Trafo macht ein gewisses Thema zu Resonanzverhalten auf. Das macht aber jeder Transformator, weil er ja irgendwo sein Magnetfeld lassen muss.


    Noch was zum Thema allgemein. Nehmen wir als Beispiel den geneigten QU-16 Captain auf einer größeren Discoveranstaltung. Der steht ordnungsgemäß irgendwo mit seinem FoH Zeug aufgebaut herum, und soll den FoH Operator für die Disco mimen. In der Booth performen die Stars des Abends am üblichen Pioneer Lineup, zwei 2000er Player links vom DJM900, und einer rechts davon. Die Jungs sind in Partylaune und geben alles. Auch am Masterregler. Mit etwas Talent schaffen die es dem FoH Operator +20dBu zu liefern. Letzterer kann via XLR Eingang aber nur maximal +5dBu handeln. Es sei denn er geht über Klinke- dann gehen +15dBu. Wenn in so einer misslichen Lage die DJ's uneinsichtig sind, dann zerrt es richtig gut im FoH Pult Eingang! Eine DI-Box kann tatsächlich helfen. Warum? Weil sie als passive Variante fast immer 20dB absenkt.

    Der DJ kann doch ruhig +21dBu aus dem DJM900 (beispielsweise) schicken - mit einem 20dB PAD beispielsweise sind das dann am FoH Mixer nur noch +1dBu, und als leitender Tonmensch stellt man das vorhandenen System an einem weiteren FoH Pult eh so ein wie man es für geeignet hält. Ob das jetz 90dB SPL, oder 130dB SPL sind ist doch dann egal.

    Und wer Angst vor einem verzerrenden (weil zu hoch gegainten) DJM hat, der kann es doch auch mal mit Vordämpfern in speziellen Cinch Kabeln an den Eingängen vom DJ Mixer versuchen. Funktioniert ebenfalls einwandfrei, auch bei Gain auf Rechtsanschlag.

    .......sowie blödsinnige Setups. Zu letzteren gehört auch das hier genannte Dämpfungsglied nach dem Mixer.

    Einspruch Euer Ehren - offensichtlich ist der Sinn nicht ganz verstanden worden. Wenn ein XLR Lineout an einen FoH Mixer Eingang angeschlossen wird, dann hast Du im Gain der Vorstufe maximal 10dB als kleinste Verstärkung. Wenn aber +20dB geschickt werden ist am FoH Pult alles zu, und den klassischen -20dB PAD der alten Analogmixer gibt es heutzutage nicht mehr. Wenn ich also einen "blödsinnigen" 20dB Dämpfer vor die digitale Stagebox einschleife hat das sehr wohl einen Sinn: ich kann nämlich dafür sorgen das maximal +11dBu an der Stagebox anliegen. Und kann das FoH Pult immer noch mit meinetwegen auch +10dB Gain betreiben, erhalte mir aber die Option bei unsinnig hoher Pegelstruktur aus dem Pioneer Mixer (beispielsweise) wenigstens eine geordnete Pegelgrundlage im FoH Pult zu garantieren. Wie Du das ohne PAD machst weiß ich nicht. Ich laufe jedenfalls nicht zum DJ und bitte um Pegelreduzierung, nur weil im FoH alles übersteuert. Und welche Nachteile sich durch den passiven 20dB Pad ergeben weiß ich auch nicht, denn im FoH Pult kann man den geringeren Pegel ohne weiteres auf benötigte Verhältnisse nachverstärken.

    Eigentlich alles kein Problem: die typischen DJM900 Pulte können hohe Ausgangsspannungen relativ sauber ausgeben. Auch wenn schon alles rot ist. Abhilfe: ein 20dB PAD vor den eigentlichen FoH Mixer. Gleiches gilt für den Booth-Out. Nun hat man schon mal genügend Reserve (nach untern) im Gain vom FoH Pult. Hauptproblem für DJ's sind zu schwache Abhören am DJ Tisch! Hier muss für mehr als ausreichende Reserven gesorgt sein! Und es empfiehlt sich den Booth auch über das FoH Pult zu leiten. Ein Kompressor mit 6:1 und kurzer Ansprechzeit und langer Releasezeit ist in beiden Wegen hilfreich.

    Zu Limiter grundsätzlich: fast alle mir bekannten Systeme haben schlechte Limiter (zu spät). Gegenbeispiele sind beispielsweise die berühmten Kara Kisten (und Verstärker), die sehr früh zu machen (bei den keinen Mittentönern) und sich dementsprechend immer mehr in Richtung HF Ausprägung verschieben.

    Wie Admin schon erwähnte, es geht fast überall um max. SPL auf dem Werbeflyer. Besonders die Italiener sind darin Weltklasse. Limiter optimal zu bestimmen erfordert sehr viel Erfahrung und eben auch wirkungsgradstarke Systeme. Hersteller kommen da schnell in Interessenskonflikte zwischen dem was die Kiste an Krach machen soll, und was die Kiste tatsächlich verträgt. Zudem haben die meisten Verstärkerchen in Aktivboxen ein überaus schlechtes Leistungsvermögen, verbunden mit mangelhaft belastbaren Chassis - da werden Limiter vom Anwender schnell überschätzt. Von daher...alles normal.

    Ich verstehe die Frage eigentlich nicht.

    Bei solchen Teilen geht es doch nur um den Nutzwert, um eine Veranstaltung zu machen. Und wenn man dazu Geld in beispielsweise Yamaha QL/CL investiert, bedeutet das noch lange nicht das man die Investition mit Gewinn rausholt, sondern lediglich das die technischen Bedingungen für größere Veranstaltungen mit mehr oder weniger standardisierten Geräten gemacht werden können. Da entfallen die Fragen, ob ein billiges Gerät aus dem A&H Fanclub vielleicht auch aufgebaut werden könnte?

    Das der Kram grundsätzlich immer billiger wird ist doch logo. Und kleine Midas, oder alles von A&H oder Behringer war noch nie sonderlich wertstabil. Ausgelaufene Yamaha Geräte verfallen im Restwert ebenfalls gigantisch, die aktuellen Modelle sind hingegen überraschend hoch in den Gebrauchtpreisen.

    Apropos Yamaha: ich hatte letztens eine Yamaha QL auseinander, und verstehe wieder mal zu 100% warum dieses Material einfach teurer als viele andere funktionsgleiche Dinger aus England/China ist. Das ist einfach eine andere Hardware. Und die ist in der Anschaffung halt teuerer, und ermöglicht innerhalb von etwa 4 Jahren Nutzungsdauer immerhin noch einen halbwegs brauchbaren Gebrauchtrestwert.

    Bei den Mikrofonstativen mit Rundsockel ist es so, dass bei Gravity eine Einpresshülse verwendet wird, während bei K&M das Gewinde in das Rohr geschnitten wird. Die Lösung mit Einpresshülse ist nicht wirklich robust und das hat auch schon ein Sänger kaputt gemacht.

    Bei den großen Stativen mit 35 mm Rohr ist ein zweiteiliges M20-Gewinde in die Sockelplatte geschraubt. Diesen Gewindeeinsatz kann man noch mal gesondert festschrauben. Vielleicht liegt hier das Problem?

    Ich meine nicht die Tellerstative, sondern die normalen 3-Bein Dinger. Da hat Gravity löblicherweise einen ordentlichen Metallsockel unten für die 3 Beine verbaut (und keinen Plastik 3-Bein-Verteiler), aber das hochgehende Stativrohr wackelt unten drin. Zwischen dem Rohr und dem Sockel ist ein Plastikeinsatz, über den die Konterschraube wirkt. Ich habe mir das noch nicht genau angeschaut, interessiert mich im Grunde genommen auch nicht, aber dass diese Halterung wackelt ist was für die 10.- Stativliga. Gut, die neue Hausmarke von AH muss jetzt auch nicht die Qualität von K&M aufweisen bzw. ersetzen können - aber einen gewissen Fortschritt gegenüber den China Noname Stativen zu 8,50.- hätte ich da schon erwartet. Ich weiß übrigens nicht wer den Vertrieb für K&M macht. Lange Zeit gab es die bei AH für recht günstige "ich bestell eben schnell welche" Preise. Und auf diese Weise habe ich das letztens eben mit den Gravity Teilen gemacht. Ich würde es aber nicht mehr machen, weil mir die Dinger im Vergleich zu K&M zu wackelig sind. Natürlich kosten die auch nix und da kannst wohl auch nicht mehr erwarten, aber speziell AH hat sonst auch momentan nichts besseres mehr zu bieten.

    Ich habe eine ganze Menge Stative von denen gekauft. Grundsätzlich super, aber der Übergang zwischen Stativrohr und Gußsockel wackelt. Ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Problem haben alle großen Stative dieses Herstellers nach einiger Zeit im Gebrauch. Zumindest bei uns. Das fällt deswegen nicht um, aber man hat ständig das Gefühl die untere Schraube noch fester ziehen zu müssen. Dabei ist die schon fester als fest. Der Kunststoffeinsatz ist labberig geworden. Schade, denn das kenne ich von K&M nicht.


    Die grünen Gummiringe hätten die sich sparen können. Zum einen rutschen die ständig aus der dafür vorgesehenen Rille, zum zweiten sieht das nicht gut aus. Ich habe alle mit dem Seitenschneider abgefriemelt. Eine Stunde verschenkte Lebenszeit, um 25 Stative von dem Mist zu befreien.

    Hab grade gesehen, dass meine Meinung zu dem Thema gefragt wurde.

    Schwer nachzuvollziehen. Sofern es die Endstufe sein sollte, käme selbige bei mir in der Werkstatt an einen Teststand und würde an 2 x 4 Ohm mit Musik ausgesteuert werden. Als Monitor kommt dann ein 2-Kanal Oszilloskop zur Anwendung, mit dem die Ausgangssignale durchlaufend aufgezeichnet und gespeichert werden. Über 50:1 Trafos leite ich parallel das Signal in eine Abhöranlage in der Werkstatt, und höre mir das unter Vollbelastung spielende Verstärkerteil an. Wenn es erhebliche Störungen geben sollte, würde man diese nun erkennen (und auch bei leiser Abhörlautstärke hören können.)

    Was könnte der Fehlergrund sein? Ich tippe auf lockere Steckkontakte zwischen Netzteil und Audio Platinen. Da sind sehr oft einfache Flachsteckschuhe verbaut, die mit den Jahren an Spannkraft nachlassen, und bei höheren Strömen "wackelig im Kontakt" sein können.

    Die Umschaltung der Betriebsspannung (Klasse H) würde man übrigens nicht hören., jedenfalls ist mir das noch nie untergekommen.

    Die TA-2400 ist leider kein Gerät was sich lohnt zu mir zu schicken. Von daher kann man also nur Vermutungen anstellen.

    Ob der sich so oder so reindrücken lässt ist erst mal nebensächlich. Wenn die alle funktionieren, ungefähr 12 - 14 Ohm DC Widerstand haben, und keine Verbindnung zwischen Plus oder Minus zum Magneten haben, ist alles gut. Kann man noch lange benutzen.


    Wenn das was kracht: Endstufe ist ok? Ansonsten prüfen ob sich die Kalotte gelöst hat. Die klappert in so einem Fall manchmal von innen gegen den dreispeichigen Holzring der Schall/Montagewand (wo das umgebaute Abflussrohr (Phaseplug) draufgemacht ist. Mit Pattex wieder ankleben - gut ist.

    Ab Win7 ist es vorbei mit FAT32. Deshalb nehmen die meisten Player keine auf/ab Win7 organisierten USB Sticks mehr an. Das ist ja das doofe, denn viele "Playbackgrößen" der Branche haben NTFS oder exFAT formatierte Datenträger dabei. Und dann geht nix auf so Playern.

    Du meinst sowas wie Soundboks 2. Steht mittlerweile auf jeden Festivalcamping herum. Ähnliches gibt es auch von Teufel und nennt sich da Rockster oder so.

    Kann es gebraucht sein? Ich habe unter anderem zwei Meyer Sound MSL-3 Leergehäuse stehen (kann ich bei Interesse neu bestücken). Inklusive Controller (analog, 2 x Mono). Und auch noch weitere Konstrukte im Zugriff. Alles horngeladen, flugfähig, und für sehr schmales Geld abzugeben. Bei Interesse rocklinesoundlight@hotmail.com

    Klar, die A-Bewertung. Aber um dem entsprechenden Bass im Nahbereich was entgegenzusetzen, spielten die dort verbauten (sehr populären) Kästchen (zu dritt auf jedem Bassstapel) mehr als Vollgas.

    Also wer vorne stehen wollte/musste hatte absolute Vollbedienung.

    Es gibt also kein Gesetz, sondern nur eine Empfehlung? Demnach muss man sich an die Empfehlung auch nicht halten, oder wie ist der Umkehrschluss? Die Praxis zeigt ja nicht nur in meinen Beispielen, dass die Realität doch ganz anders gehandhabt wird.

    Gehörschutz gab es, und es wurde auch drauf hingewiesen das die Lichtshow schädlich sein kann etc.

    Aber das will doch da überhaupt niemand. Der Sinn solcher Aufbauten ist doch Pegel. Oder Licht in einer Helligkeit, die eine Sonnenbrille nötig macht.

    Wenn man da nur weniger als 100dB SPL zulassen würde, könnte man das vergessen. Unrealistisch, und daher typisches Beamtentum in Form von bevormundender Gesetzgebung.

    Nachbarschaftsschutz vor ruhestörendem Lärm ist da nicht so das Thema. Viel Gegend drumherum und nutzungsbedingt ohnehin nicht die leisteste Lokalität. Was ich meine ist SPL für's Partyfolk. Und das mal richtig derbe! Und ich rede nicht von einer Undergroundveranstaltung, sondern einer richtig amtlichen Festlichkeit mit 80.000 Besuchern. Und ich finde es offen gestanden gut! Jeder der dort hingeht kann sich selber überlegen, wie weit er sich in den pegeltechnisch extrem gut abgdeckten Bereich vorwagt. Genau meine Meinung, und Hut ab das so etwas überhaupt noch möglich ist, respektive "erlaubt" ist. Noch ein Beispiel: vorne an den Crashbarriern haben mir vom Bass die Augen geflimmert! Da hätte ich gerne mal die SPL Messung als Momentanwerte gesehen, und weil es grade so nett ist die Leq Messung mit der dazu passenden Zeitachse. Allerdings nur aus Neugier, denn die Pegelstruktur bei dieser Art Festival "muss so" sein, und anders ginge das auch nicht. Noch ein Beispiel: Hardcoreparty in einer Diskothek mit etwa 2000 speziellen Besuchern. Die Hausanlage reicht nicht, es wird zugemietet. Die Party beginnt um 21h und endet am nächsten Morgen um 10h. Beim Soundcheck habe ich mich bereits fassungslos an den Kopf gefasst.. Als ich morgens um 10h zum Abbau erschien war die Feier in Restbeständen noch aktiv. Mit der gleichen Lautstärke wie zu Beginn. Pegelmessung, leiser machen, Mindestabstand zu den Boxen? No way - die Besucher wollen das so! Und was sagt das Gesetz dazu? Wird offensichtlich alles nicht so heiß gegessen wie's gekocht wird.