Beiträge von Felix_

    Mein erster Kontakt mit den Bose Stäbchen war vor 7-8 Jahren, bei einem spontanen Job wurde die PA vom Keyboarder gestellt und bestand aus zwei Säulen nebst 4 Subs. Nicht wirklich ausreichend für eine 14-köpfige Rock-/Soul-Band mit Bläsern, und das KMS der Sängerin war auch kaum in den Griff zu bekommen :D

    Vor zwei Jahren hatte ich dann mal wieder (unter anderem) Säulen im Einsatz, dieses Mal für die Beschallung einer Menschenkette von fast einem Kilometer Länge. Im Gegensatz zu den 12" Mufus auf großen Stativen war die Wurfweite vergleichbar, und das bei deutlich weniger Gewicht und Packmaß. Klanglich unauffällig im positiven Sinne - da war nichts, was großartig gestört hätte.

    Einziger Nachteil war, dass für reine Sprache zwar keine Subs unter den Säulen (L1 Model II) notwendig gewesen wären, allerdings schien das Ampmodul das zu erkennen und den EQ der Säule selbst anzupassen. Die Säule selbst klang dann ohne Sub ziemlich unbrauchbar, sodass dann doch noch die Subs mit kamen,,,


    Nachteil der Stäbchen (auch der größeren Stäbchen/Stäbe von anderen Herstellern) im Bandkontext ist halt, dass die vor allem in den Mitten prinzipbedingt sehr breit abstrahlen und das da gerne mal zum Koppeln neigt, wenn die PA vor/neben der Band steht.


    Andererseits liegt es auch oft an dem Material, das über solche Säulen läuft: Für die Sounds, die aus einem Tyros kommen, passt das perfekt - möchte ich allerdings die Snare so mischen, dass sie sehr attackreich und fett kommt, sind größere Pappen definitiv die bessere Wahl.

    Das Pult ist in diesem Bereich nicht existent!

    So what?

    Die Situation des falsch gelieferten Pultes ist aber unabhängig von der Preis-/Qualitäts-/...klasse des jeweiligen Pultes. Denn das trifft nicht nur auf Pulte, die 1/10 Deines Wunschtisches kosten zu, sondern genau so auch auf wirkliche Exoten, die das zehnfache auf die Waage bringen.


    Was die Features innerhalb der X/M32/Sq/Qu/Si/LS/TF...-Klasse angeht, reiht sich das X/M immernoch mindestens im vorderen Mittelfeld ein. Dass sich Pulte unterschiedlicher Hersteller unterschiedlich bedienen lassen, ist nicht neu und sollte halbwegs bekannt sein. Das trifft nämlich auch auf eine MC² zu.


    IMHO sind die wenigen Gründe, ein X/M32 begründet abzulehnen, vielmehr in der begrenzten Kapazität (32In, 19 Busse, 8 FX und keine Custom Layer), dem Klang (für Klassik würde ich ein anderes Pult bevorzugen) und dem Zustand einiger Pulte im Feld zu suchen. Oder es kann/darf/will niemand damit umgehen bzw. es gibt kein File dafür.


    Mich würde mal interessieren, wie viele Ersatz-Faderbänke für X/M32 jährlich verkauft werden... ;-)

    Laut Datenblatt sind die Speacons der APS durchgeschliffen ("Two Neutrik™ NL4 (1x input, 1x link)").


    Wenn das wirklich so ist, einfach ein kurzes Patchkabel bauen, bei dem 1+- mit 2+- gekreuzt ist. Gerne farbige Meterware und Speacons + Beschriftung unterm Schrumpfschlauch, damit sofort auffällt dass das kein normales Kabel ist.

    Beim Aufbau dann einfach mit NL4 vom Amp in die erste Box und von dort aus mit dem "bunten" Patchkabel weiter in die nächste, dann hast Du jeden Schnitz auf seinem eigenen Amp-Kanal.

    Meine Herangehensweise in so einer Situation ist normalerweise ein (bzw. zwei wenn Stereo) Post- und ein (bzw. zwei) Prefader Bus, die über eine Matrix summiert auf die Monitore/Sidefills gegeben werden.


    Vorteil: Man kann frei vorgeben, wie stark sich die eigenen FoH-Lautstärkeänderungen auf den Monitormix auswirken sollen. Und auch Quellen, die auf der Bühne schon ordentlich Radau machen (Overheads, Leslie,..) gezielt runter ziehen.

    Nachteil: Erfordert Pegelrechnen sobald wirklich gezielt etwas ändern möchte. Und wenn man in der Summe mit Gruppen+Plugins arbeitet, wirds erst recht spannend, und ggf. ein wenig unflexibel.


    Dass für Monitorzwecke in 99% der Fälle ein Prefader-Bus genutzt wird kommt nicht von ungefähr.

    Der große Vorteil von dem Gravity Stativ gegenüber dem K&M sind IMHO die Griffe im Sockel - das Handling der eckigen Sockel ist wirklich viel angenehmer als bei der K&M Lösung.


    Dass das Stativ nicht so massiv gebaut ist, wie das K&M Pendant ist klar, dafür haben die bei Gravity aber oben ein M10 Gewinde. Das ist durchaus praktisch, wenn statt einem Lautsprecher (mehr als 8" würde ich nicht machen) eine Arri/Beamer/.. drauf soll.

    Die Idee "CEE16 blau" kam ja ursprünglich daher, dass sich niemand anderes aufstecken soll. Dass das eigene Ladegerät dann auch nicht mehr rein passt ist klar ;-)


    Ich denke die Lösung in Anlehnung an die Schill GT 310.FI.MD3 (die maccaldres übrigens gestern in einem anderen Thread gepostet hat) wäre ganz schick.

    Falls die Trommel nicht am FoH, sondern auf der Bühne stehen soll, einfach gedanklich "Powercon weiß" durch "blau" ersetzen, dann passt's ;-) :


    - Automat oder RCBO (= FI und LS in einem Gerät) unter einer Abdeckung direkt in der Trommel

    - Powercon weiß und Ethercon Buchsen direkt in der Trommel (statt der Schuko-Dosen)

    - Das offene Ende mit Powercon weiß oder Schuko und Ethercon als Stecker.


    Ins Doghouse passt dann sicher noch eine Steckerleiste mit Powercon-Eingang und x mal Schuko - die gibts bei diversen Anbietern auch in sehr kompakt, nicht viel größer als eine Baumarkt-3er-Dose.

    Dazu ein Patchkabel mit Power- und Ethercon beidseitig zur Verbindung Trommel <-> Doghouse.


    So ist nach außen kein Schuko sichtbar (da versteckt im Doghouse), und wenn man doch noch wo Strom braucht, kann man das einfach mit einem zusätzlichen Adapterkabel "Powercon weiß auf Schuko Kupplung" ergänzen.

    Songbeamer ist für die Anwendung "Texte für Live-Musik schnell und unkompliziert auf Leinwand bringen" perfekt, aber für die von Soundflut beschriebene Anwendung "Musik, Video, Licht synchron" leider ungeeignet.

    Die geforderten Text-Animationen kann SongBeamer nicht, und eben auch keine Automatisierung via MIDI etc..


    ProPresenter ist deutlich anders aufgebaut und kann daher einiges mehr. Aber für die Anwendung des synchronen Abspielens brauch's auch noch die MIDI- bzw. Communications-Option.


    "Alles synchron auf die Musik" ist nur dann möglich, wenn die Musiker mit Klick spielen (und evtl. noch ein Guide-Track mit Einzählern,..), und für alles was automatisisert werden soll wird Timecode ausgegeben. Das erfordert aber InEar Monitoring, feste Abläufe, viel Disziplin auf der Bühne und viel Zeit in der Vorproduktion. Mehr Flexibilität geht nur wenn man Anzahl x Techniker dabei hat und die alles "per Hand drücken".


    Konkrete Software-Vorschläge:

    - Video und Text-Animationen im Voraus erstellen mit einer Videoschnitt-Software, z.B. Davinci (kostenlos und umfangreich)

    - Abspielen von Klick, Guide, Timecode, ggf. Audio-Einspieler mit Reaper, Ableton oder einer beliebigen anderen DAW

    - Licht wird mittels Timecode aus dieser DAW gesteuert - geht z.B. mit Obsidian Onyx (ehemals Martin MPC) für umsonst via MTC und bis zu 4 Universen ArtNet.

    GrandMA ist zwar State-of-the-art, aber auch Out-of-budget.
    Alternativ gibts auch ein paar sehr einfach gehaltene Lösungen die direkt in Ableton integriert werden.

    - Videoplayback entweder direkt aus der DAW, ich hatte mal ne Band, die haben das direkt in Ableton gelöst.

    Oder mein Favorit: MadMapper, per MIDI aus der DAW oder per ArtNet-In aus der Lichtsoftware heraus getriggert. MadMapper deswegen, weil's Live-Video per Webcam, SDI oder sogar NDI kann und auch viele gestalterische Möglichkeiten abseits der "normalen" Projektion erlaubt. Vor allem in Verbindung mit passendem (gerne auch abstraktem) Videocontent.


    Kosten für die obige Lösung:

    Mac vorhanden, halbwegs aktueller PC (<10 Jahre) für die Lichtsteuerung vermutlich auch.

    $60 für Reaper, 100€ für eine gebrauchte Soundkarte mit 4 Ausgangskanälen + MIDI, 89€ für eine 3 Monate MadMapper Lizenz, ca. 100€ für ein USB-DMX-Interface bzw. ArtNet-Node. Und noch ein MIDI-USB-Interface, wenn man eine Kabelverbindung statt Netzwerk zur Timecode-Übermittlung zwischen Mac/DAW (Reaper) und PC/Lichtsteuerung (Onyx) bevorzugt.

    Wenn das Licht sehr einfach ist, lässt sich das auch direkt in MadMapper lösen, der PC entfällt dann.


    Zeitaufwand der Vorbereitung: Einige bis viele Abende oder Wochenenden..,

    Hast Du während der 5 Minuten am Pult gearbeitet?


    Ich hatte das Problem schon zweimal beim nachträglichen Synchronisieren einer X32-USB-Stick-Aufnahme auf eine Videodatei. Da war ein kurzer Aussetzer mittendrin, und zwar ungefähr zu einem Zeitpunkt, an dem ich etwas am Routing geändert habe.

    Einmal beim "großen" X32, einmal beim Rack. Sticks waren beide unterschiedliche Typen, die Pulte waren jeweils Clock-Master und ohne digitale Stageboxen.


    Seitdem achte ich drauf, dass das Routing so bleibt wie es ist, oder nehme bei kritischen Sachen halt parallel extern auf...

    Hatte aber bisher noch nicht die Zeit, das mal ordentlich zu reproduzieren.

    Danke für Deine Schnelle und umfangreiche Antwort!


    Den Thread im Lampentreff kannte ich schon.


    Zur Variante 1 - bei dem Silikonkautschuk ist nirgendwo eine Maximaltemperatur des vulkanisierten Materials angegeben. Laut Katalog/Datenblatt ist das Silikon als Vergussmaterial innerhalb von Solarzellen gedacht - die bleiben im Sommer ja auch nicht unbedingt kühl.

    Hast Du Erfahrung mit dem Silikonüberzug und der Verarbeitung? Wird die behandelte Lampe deutlich wärmer durch die zusätzliche Schicht (thermische) Isolation?


    Zur Variante 2 - Mir haben Filament-LEDs nie wirklich gefallen, da die ihre Farbtemperatur beim Dimmen nicht verändern. Die von Segula scheinen auch aus Glas zu sein... Könnte aber gemeinsam mit einem Silikonüberzug und Grundlast am Dimmer eine zumindest sichere Lösung sein.


    Zu den Ständern - die meisten aus dem Einrichtungsbedarf fallen ziemlich schnell um. Oder müssen zerlegt werden, und die Gewinde- und Steck/Schraubmechanismen machen da nicht lange mit. Das ist durchgängig so, sowohl im schwedischen Möbelhaus, als auch im schicken Lampengeschäft in der Innenstadt.

    Außerdem möcht' ich möglichst wenig H03-Leitung auf der Bühne haben...


    @Moderatoren: Wenn es Eurer Meinung nach Sinn macht, die Diskussion in's Licht-Brett zu verlagern, gerne... Geht jetzt ja deutlich mehr in Richtung Lampen als um die elektrische Sicherheit derselben.

    Hallo Zusammen,


    Wie seht Ihr den Einsatz von "nackten" Glühbirnen auf einer Bühne?

    Konkreter gesagt - Stehleuchten ohne Schirm oder einzelne Fassungen mit dem Ziel, dass man die Glühfäden der Lampen sehen kann.


    Besonders reizvoll ist das mit den sogenannten "Edison Bulbs", also Glühbirnen mit langem Glühfaden und verhältnismäßig wenig Output, in kleinen Locations ohne viel Budget. Bei etwas mehr Budget auch Lampen einzeln oder in Gruppen gedimmt...

    Für ruhige Sachen ist das 'ne schöne Abwechslung zu PAR-Kannen oder LED-Pars/Washern. Und kostenmäßig (Neuanschaffung) in einer ähnlichen Größenordnung.


    Jetzt ist die spannende Frage, wie sich so etwas in "sicher" umsetzen lässt.

    Sicher im Bezug auf

    - Splitterschutz

    - Berührungsschutz: Gitarrist stößt mit seinem Instrument an die Birne, zertrümmert die und durch den Kontakt seines Instruments mit dem Glühfaden bekommt er 'nen Schlag (so lange, bis der RCD auslöst)

    - Mechanische Lösung für Lampenständer: Bei IKEA usw. gibt's welche, die aber nicht unbedingt bühnentauglich sind - weder im Handling, noch in Sachen Standsicherheit oder Anschlussleitung.

    E27-Sockel mit ordentlicher Anschlussleitung auf Mikroständer?


    Eine Mögliche Lösung wäre da ein Schrumpfschlauch um jede Birne - jedoch habe ich noch keinen Schrumpfschlauch gefunden, der allen drei Anforderungen "Transparent, ausreichend Hitzebeständig, nicht brennbar" gerecht wird. Und die Frage, wie das Leuchtmittel mit "mehr Isolation" reagiert, wäre da auch noch offen.


    Habt Ihr da Ideen oder konkrete Erfahrungen mit der Umsetzung?



    Kurz zu mir:

    Nachdem ich hier seit über 5 Jahren regelmäßig mitlese, habe ich doch mal einen Account erstellt. Hintergrund ist der, dass ich zunehmend auf Probleme oder Fragestellungen stoße, die mit dem Konflikt aus Theorie und dem in der Praxis Machbaren zu tun haben.
    Vielleicht liegt das daran, dass mein bisheriger Bildungsweg (Abitur, Elektroniker-Ausbildung, aktuell: E-Technik-Studium) eher wenig mit der Praxis bei den kleinen und mittleren Veranstaltungen, die ich so betreue, zu tun hat.. ;)