Beiträge von Felix_

    Du vermisst UltraFX. Und hast, nachdem Du mit den Parametern der Standard-FX nicht glücklich geworden bist, einfach den Send oder Return EQt und bist somit schnell ans Ziel gekommen?


    ... Oder Du hast keine Deep Plugins, und Du versuchst das Verhalten eines Vintage-Kompressors nachzubilden, indem Du den Sidechain des Standard-Kompressors EQst?

    Ich werfe mal noch folgende Lösung in den Ring:

    Eine einzelne Simplex-Glasfaser mittig über der Drehbühne nach oben führen. Oben und unten jeweils ein Switch oder Medienwandler mit passenden BiDi-GBICs (paarweise bestellen!). Geht auf jeden Fall für Dante; SLink/GigaACE kann bei passender Konfiguration auch gehen.


    Die Simplex-Leitung dafür kann man sich z.B. auf fs.com passend konfigurieren, gibt's in schwarz mit 0,9/1,2/1,6/2/3mm Außen(!)durchmesser. Welcher Durchmesser der passende Kompromiss aus Stabilität und "Unsichtbarkeit" ist, kann ich nicht beurteilen. Aber auch 2mm sollte aus 7-10m Entfernung schon untergehen. Vielleicht ist hier im Forum jemand mit mehr Expertise in Sachen Glas, der oder die das den Durchmesser besser beurteilen kann.

    Der Vollständigkeit halber noch kurz die Frage, weil das bisher noch nicht erwähnt wurde: Läuft der IEM Sender auch sicher mit 10mW Leistung (Low) und nicht mit 50mW (High)?


    Alles andere wurde ja bereits genannt, Abstand tut gut.

    Es gibt da ein Video, in dem einiges erzählt wird.

    Kurz zusammengefasst: Auf den Handsendern KK105 und als Headset Headmic 4 (Niere), dazu ein paar Infos welche Vorteile Spectera im ESC Umfeld so hat.


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    Für mich ist vor allem bei längeren Sachen wichtig, Strukturen zu schaffen, die mich so weit wie möglich entlasten. Sodass ich zur Show selbst möglichst konzentriert sein kann. Und mir keine x Stunden Aufbau/Soundchecks/... in den Knochen stecken. Das entspannt die Situation aber auch bei kleineren Jobs extrem.


    - Schon genannt: Pultfile mit Erfahrungswerten vorbereiten. Wenn neben Beschriftung, Routing und User Layer auch schon Gains, Lowcuts, Zeiten der Dynamics, Grob-EQ und IEM Mixe zu 50-70% passen, spart man enorm viel Zeit und hat mehr freie Kapazität für Wichtiges (was auch immer das dann konkret ist).

    - Keep it simple: Lieber eine technische Raffinesse weniger und dafür ein kleines bisschen mehr Aufmerksamkeit für die Basics.

    - IEM: Ich habe einen kleinen Stapel Tablets, die technisch versierte Musiker bekommen um ihre IEMs selbst zu mischen. Weniger Kommunikationsbedarf über Talkback, schneller am Ergebnis, alle glücklich. (Funktioniert erfahrungsgemäß nicht mit Wedges)

    - Beim Soundcheck eine Multitrack Aufnahme machen, um zwischen Soundcheck und Show ggf. nochmal kurz was nachjustieren zu können ohne dafür auf die Band angewiesen zu sein.


    - Wir haben 2026 und die meisten Gitarristen spielen direkt über ihre Modelling-Lösungen, aber bis dahin hatte ich pro Amp zwei Mikros - AE3000 und e906 (oder i-5), nach außen gepannt. Beim zweiten Gitarristen gegensätzlich gepannt, konnte man die Instrumente dann gut voneinander differenzieren. Und falls eine Position gar nicht passt, nimmt man eben nur ein Mic und pannt das in die Mitte...

    - Snare: Immer Top und Bottom (aktuell meistens 2x Beyer M201). Wenn's stilistisch Sinn macht, auch noch ein gesampeltes Signal zusätzlich (Roland RT-MicS, oder der SPDX des Drummers mit Trigger).

    - Einlassmusik so EQen und mit einem leichten Hall versehen, dass es nach "Radio weit weg" klingt. Damit danach die eigentliche Show deutlich differenzierter wirkt.


    Konkrete Gadgets/Werkzeuge:

    - MixingStation! Als Faderextension, Meterbridge, Monitormixer, mobiles Pult um auch kurz außerhalb vom FoH hören zu können,...

    - allgemein: ordentliche Mikrofone die man gut kennt, und ggf. noch eine andere Kapsel für Lead Vocals, falls der angedachte Typ nicht so richtig klingen mag.

    - Immer noch ein Kugel Lavaliermikrofon dabei haben. Ein MKE2 o.ä. kann man auf ner leisen Bühne auch mal an's Schallloch einer Gitarre kleben wenn deren Pickup versagt hat. Oder an ein Akkordeon, eine Geige (mit DPA MHS 6005) oder auch an alles andere. Und klingt (um zurück zum Thema zu kommen) wirklich gut.

    - Stimmschlüssel fürn Drummer, falls der seinen vergessen hat. Außerdem Lötkolben (mit integrierter Regelung) und 9V Blöcke. Dem Musiker im Zweifelsfall den Allerwertesten zu retten, wirkt sich meistens auch auf die zwischenmenschliche Beziehung und damit auch auf den Sound aus.

    Was allgemeine Feature-Wünsche angeht, gab's hier vor 4 Jahren schon einen Thread. Da findet man auch die eine oder andere Inspiration:

    Eine sehr passende Lösung für sowas wäre VDO Ninja (ehemals OBS Ninja).

    VDO.Ninja
    Bring live video from your smartphone, computer, or friends directly into OBS Studio or other. 100% free.
    vdo.ninja

    Eigentlich dazu gedacht, Live Video von einem Smartphone oder entfernten Rechner direkt nach OBS o.ä. zu bringen. Entsprechend gibt es mehr als ausreichend Optionen, man kann Bitraten und Codecs frei definieren und vor allem auch: Nur Audio übertragen. Die detaillierten Audio Optionen muss man allerdings per Hand anpassen.


    Für die Umsetzung hier braucht's nur einen Browser auf der Quell- und einen Browser auf der Senkenseite. Ob der auf PC/Handy/.. läuft, ist dann egal.

    Kleines Gimmick: Video-Rückkanal (damit der DJ auch das andere Lokal sieht) könnte man damit auch mit umsetzen.



    Alternative wäre noch eine Lösung aus dem Bereich Internetradio zu nehmen. Also wie YouTube, aber Nur-Audio.

    - Behridas XR/MR haben kein "richtiges" Output Delay. Man muss sich mit einem Effektslot pro Stereobus behelfen (Stereo Delay im Stereo Feed Mode und mit 0% Feedback). Ist umständlich zum Einrichten, aber funktioniert.

    - Die integrierten WLAN APs von XR/MR/UI sind unbrauchbar, auf jeden Fall über ein externes WLAN gehen. WLAN vom CQ kann man verwenden. DL kenn' ich nicht.


    ... zwar knapp über der Budgetgrenze, aber wie wär's mit nem A&H AHM16?

    Ein klares: Kommt drauf an.

    - Was ist die Anwendung, auf einer Skala von Security bis Intercom-Ersatz?

    - Wie wichtig ist die Störerfreiheit? Denn bei Standard PMR Geräten kann jeder mithören und reinreden, der sich ein Funkgerät für 20€ gekauft hat.

    - Welche Systeme haben die umliegenden Verleiher oder befreundete Vereine auf Lager, um ergänzen (oder selbst vermieten) zu können?


    Wegen der Zumietbarkeit hab' ich auf Kenwood TK3401D/TK3701D gesetzt, und bin ziemlich zufrieden. Qualität und Reichweite super, und durch die Analog-/Digital-Umschaltung kann man entweder analog (und damit kompatibel/offen für Billigfunkgeräte) oder eben digital (Kenwood only?) funken. Und reichhaltiges Zubehör gibt's auch noch.

    Ich bin mittlerweile mit Wing Rack (oder iLive iDR oder XR18), und nur mit MIDI Fadern statt echtem Pult am FoH unterwegs.


    Am (kompakten) PC-FoH steht dann meistens

    - ein Mini-PC mit MixingStation + Touchscreen + 17 Fadern + Streamdeck, der nicht nur Pult-Ersatz ist, sondern sich auch um WSM/OSM/Lake/DanteController/DanteVia und ggf. ein wenig Licht kümmert,

    - ein Tablet mit MixingStation, um durch den Raum oder auf die Bühne gehen zu können. Und um gleichzeitig eine Touch- oder 9-Fader-Extension und Backup für MS auf dem PC zu haben,

    - und falls es (Video-)Einspieler gibt, auch noch einen Laptop dafür (+ Ersatz-Laptop irgendwo griffbereit und alle Daten auf Stick gesichert).


    Recording, VSC und bald auch Plugins laufen auf einem extra Mini-PC im Stagerack, weil die ganze Signalverarbeitung ist sowieso auf der Bühne ist. Zugriff per VNC von überall aus, und mehr als Start/Stop per Streamdeck brauche ich eigentlich auch (noch) nicht.


    Die Software ist jeweils auf allen Geräten installiert, so kann man im Havariefall relativ zügig wechseln. Bzw. fährt die Show dann halt ohne Smaart/OSM, Dante Controller, WWB/WSM, Systemcontroller-Zugriff,... zu Ende.

    Früher™ gings ja auch ohne Fernzugriff auf Driverack, Funkstrecken und (virtuelles) Patchfeld.

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    Erfahrung aus einem Gebetsraum, in dem Laien bis Profis alles (von einfach Musik anmachen bis zur 5-köpfigen Band mischen) selbst bedienen:


    Pult ist ein QU16, DIs/Mikros sind alle fest gepatcht.

    Wichtigste Funktion: Softbutton 1 lädt eine Standard-Szene (alle Fader unten, Master oben, EQs grob zu den fest gepatchten Quellen passend). Gains sind so eingestellt, dass man die Fader der verwendeten Kanäle auf +-0dB schiebt und damit klingt's schon ziemlich gut.

    Vielen reicht das bereits. Wer mehr will kann auch mit dem iPad in den Raum gehen (denn das Pult steht zwischen den Musikern, macht dort tatsächlich am meisten Sinn) und nachregeln.

    Damit arbeiten Leute aus allen Generationen (Laien bis Profis) und das funktioniert nach einer kurzen Einweisung wirklich gut.

    ... Und das nächste Team drückt wieder den (zusätzlich farbig markierten) Soft1 und startet so von der bekannten Basis aus.


    Vorteil vom Qu: Custom Layer, vor allem ist so auch ein Fader für nen Stereokanal möglich (was IMHO für Laien verständlicher ist) - das kann ein M32R beispielsweise nicht. Aber bei Pulten ist die Auswahl natürlich groß.


    --> Was ich machen würde: QU16 oder ähnliches Pult mit Fadern. Quellen alle fest gepatcht und beschriftet: 2-4 Funkstrecken je nach Budget, Miniklinke+CD-Spieler+Bluetooth-Empfänger am Pult, auf der Bühne 1-2 Stereo DIs und 2 Mono-DIs fest verortet und durchgängig beschriftet (Keys, Einspieler, Git1/2 - die Beschriftung beschreibt die "Voreinstellung"). Monitore passiv weil weniger Fehlerquellen.

    Für die Funkstrecken direkt direkt die passenden Ladeschalen à la L2015 mit anschaffen, dann sieht man auch gleich ob alles noch da ist. Und spart das Akku wechseln.

    Dazu stabiles WLAN + Tablet, falls das Pult nicht optimal steht. Und 1-2x CAT für Fremdtechniker mit eigenem Pult nicht vergessen ;)


    +1 wenn Du bei der HDMI Verbindung zum Beamer (den es sicherlich auch gibt) den Ton abgreifst und fest aufs Pult gesteckt hast. Spart nämlich auch wieder einen Handgriff oder zwei, und die Fehlersuche bei fremden Laptops.

    Fürs UHF-Rack eignet sich die Audix D-Clamp sehr gut.

    Die verwende ich, um Sennheiser A1031U Rundstrahler oder Audio Technica ATW-A49 Richtantennen auf ein "Thon Wireless-Systems Case" zu montieren.


    Bonus: A1031U und D-Clamp passen aneinander montiert perfekt in den gepolsterten Teil vom Case hinein.

    Für einen Livestream vor langer Zeit hab ich mal die Atmos mit der Instrumenten-Gruppe im Sidechain komprimiert. Sodass die Atmos in Moderations- und Mitsing-Parts nicht so stark komprimiert haben, weil Vocals und Drums nicht mit im Sidechain waren.

    Je dichter das Arrangement dann wurde (=mehr Pegel in der Instrumentengruppe), desto weiter gingen die Atmos dann zu.

    Da kann ich mir vorstellen, dass das für IEM auch ganz gut funktionieren könnte.

    LTI (Linear Time Invariant, englisch) ist gleichbedeutend mit LZI (Linear Zeitinvariant, deutsch)


    Erklärung:

    Linear vermutlich als Gegenteil von nicht-Linear. Ein EQ ist linear (dem ist der Pegel egal - theoretisch* merke ich nicht, ob ich den EQ Pre- der Postfader habe), ein Kompressor/Gate/Dyn-EQ/Sättigung/... ist entsprechend nichtlinear weil sich der Arbeitspunkt verschiebt.

    Wenn man einen reinen Faltungshall hat, ist der auch linear, und damit ists egal, ob der EQ vor oder nach dem Faltungshall ist. Bei einem algorithmischen Hall kann das natürlich anders sein. Wenn da hall-/delayintern irgendwas pegelabhängig komprimiert/duckt/gated, ist da natürlich ein Unterschied ob das "Steuersignal" EQed ist oder nicht.

    * in der Praxis darf natürlich nichts übersteuern, und das restliche Routing muss gleich sein

    Edit: Circumbendibus war schneller.