Beiträge von Fux

    Bessere Mitten bekommst Du in der Regel mit leichteren Membranen.

    Ein ansonsten gleicher Lautsprecher mit mehr Durchmesser hat die schwerere Membran.

    (Es gibt aber 15"er mit leichten Membranen ebenso wie 12"er mit schweren Membranen)

    Bei "günstigen" Boxen wird meist ein kleiner und günstiger Hochtontreiber verbaut.

    (Günstig heißt hier nicht, dass die Box nur 300.- Euro kostet, auch für gut 1000.- Euro ist hier ziemlich sicher noch kein "großer", tief ankoppelbarer Treiber verbaut)

    Da muss dann ein 15" Lautsprecher schon sehr weit hochlaufen, was gutem Sound nicht unbbedingt zuträglich ist. (dem Abstrahlverhalten auch nicht, weil es da eine Einschnürung gibt, bevor der Hochtontreiber übernimmt).

    Wenn der "Fullrange"-Lautsprecher eh immer nur als Topteil mit Subwooferunterstützung genutzt wird, dann würde ich eher einen 12"er als einen 15"er bevorzugen.

    Es gibt zwar auch 2 Wege Lautsprecher mit 15" Midbässen die nicht schlecht klingen, diese haben dann aber in der Regel einen deutlich größeren Hochtontreiber als finanziell im günstigen Segment machbar ist.

    Dass der 15" im Topteil bei 50Hz möglicherweise mehr "Druck" bringt als ein 12"er bringt ja dann, wenn Du zu den Bässen z.B. bei 120Hz trennst, keinerlei Vorteile mehr.

    Ich würde das Topteil nehmen, dass die besseren Mitten macht und ein gleichmäßigeres Abstrahlverhalten hat. Die tiefen Töne kommen dann aus den Bässen/Subwoofern.

    Als langjähriger Leser der Hobby Hifi, kann ich die Artikel dort als Einstieg empfehlen.


    Hier der Index http://www.hobby-hifi.de/Archi…nloads/215_Grundlagen.pdf


    Wenn Dich ein Artikel Interessiert schaue ich gerne ob ich die Ausgabe habe.

    Danke ThoSchu für das Angebot!


    Folgende Artikel höhren sich interessant an:


    Bassreflex - Neu erfunden

    Abstrahlung von Störschall bei Bassreflexöffnungen

    Ausgabe: 3 / 2012

    Seite: 10


    Wohin mit dem Bassreflexkanal?

    Möglichkeiten zur bestmöglichen Platzierung des Bassreflexkanals

    Ausgabe: 1 / 2011

    Seite: 37


    Wenn's Dir keine zu große Mühe macht würde ich mich über die Artikel freuen!


    Viele Grüße!

    Das kommt halt auch immer drauf an wie groß die Topteile sind.

    Bei einem Topteil mit einem 10"er drinnen würde ich sagen ein 15" Sub langt (bei einem pro Seite dann sowieso.... ;-)

    Bei größeren Topteilen mit 12"er eher 18" Subs.

    Von den Alto (vgl. oben) würden sich 2 10" Tops und 215" Subs mit dem Budget wohl ausgehen.


    Was ich als Vorteil in einem Raum mit 16m² sehen würde ist, dass Du bei 2 Subs jedes Top mit einer Distanzstange auf den Sub stellen kannst.

    Die Stellfläche des Subwoofers ist wesentlich kleiner als von einem Lautsprecherstativ und den Sub sieht man auch bei schummrigen Lichtverhältnissen und fällt nicht dauernd drüber wie bei einem Boxenstativ. (Ein "vernünftiges" Boxenstativ ist ja auch nicht ganz umsonst, und das bräuchtest Du dann gar nicht, sonder nur die 2 Distanzstangen)

    Hallo Zusammen!


    Wo finde ich spezielle Literatur zu Reflextunneln?


    Was ich suche ist keine prinzipielle Berechnung von Bassreflextunneln, sondern weiterführende Literatur zu den Tunneln.

    Was ich bereits gefunden habe, ist eine Art WhitePaper (ich meine es war von JBL) worin sich verjüngende und erweiternde Tunnel, bzw. innen und oder außen verschieden verrundete Tunnel untersucht wurden.


    Mich würden im speziellen abgewinkelte Tunnel (akustische Länge?) interessieren aber insbesondere auch Infos zu Auswirkungen bei verschiedenen Positionierungen/Anordnungen der Tunnel auf der Schallwand. (Druck & Schnelle Maxima, stehende Wellen im Gehäuse)

    Ebenso "wissenschaftliche" Betrachtungen zu den virtuellen Verlängerungen der Tunnel an Gehäusewänden, Ecken etc.

    Was ich hierzu bislang gefunden habe, da schreibt ja jeder etwas anderes, und es ist z.B. bei einem Tunnel "an einer Wand anliegend" ja auch nicht das Selbe, ob da nur 10% des Tunnelumfangs anliegen, oder gar 40%....


    Dass ich immer wenn's gut werden soll um einen Prototypenbau nicht ganz herumkomme ist mir schon klar, aber ich möchte die Zahl der nachher einzuheizenden Fehlversuche möglichst gering halten.... ;-)


    Also falls da jemand lesenswerte Quellen kennt, gerne her damit, evtl. hilft's ja noch Weiteren außer mir!

    Das HK Lucas habe ich selbst noch nicht in der Hand gehabt.

    Beim genannten LD fand ich die Topteile nicht überzeugend (lösten nicht schön auf).

    Was auch wirklich sehr günstig für das Gebotene ist, sind die aktiven Systeme von Alto Professional.

    z.B. Alto TS310 (Top) und Alto TS315S (Sub), da sollten sogar 2 Tops und 2 Subi im Budget drinnen sein.

    Oder natürlich etwas von Mackie!

    Kommen die Strömungsgeräusche sicher von einem zu kleinen Portquerschnitt, oder eher von der inneren "eckigen" Kantes de Ports? ("Pfeifen")

    Der Luftzug um die Kante einer Holzplatte sorgt nämlich für ganz ordentlche Verwirbelungen.

    Hast Du Erfahrungen mit Berechnungen von abgewinkelten Ports (wenn man die Länge bei großem Querschnitt sonst nicht unterbringt)? Da finde ich nämlich keine Literatur dazu.


    P.S.

    Ein schönes Finish haben Deine Lautsprecher!

    Kompressoren werden total überbewertet! Lieber mehr Holz hinstellen und volle Livedynamik! ;-)

    Die Größe der Chassis sagt da nur sehr bedingt was aus. (bei den meisten "günstigen" Konstrukten natürlich schon)

    Ein Meyersound M1D mit 2x10" klingt z.B. nicht unbedingt so, wie man das von 10"ern erwarten würde.

    Ebenso wie wahrscheinlich zwei UPJ vom gleichen Hersteller (2 Wege 10" Tops) deine Drumsoundbedürfnisse auf 16qm mehr als befriedigen dürften und auch als "Partyanlage" keine schlechte Figur machen würden. (einen Sub kann man ja immer noch dazu kaufen)

    Ich würde auf alle Fälle eher nach etwas hochwertigem, gebrauchtem Ausschau halten (müssen ja nicht gleich die Meyers sein) bevor ich mir was günstiges, neues kaufen würde.

    Der Markt ist im Moment voll von gebrauchten und auch hochwertigen Lautsprechern.

    Falls der Threadstarter das von mir simulierte evtl. bauen möchte, kann ich gerne noch die Simulation (Graphen etc.) hochladen.

    Aber bitte nicht die nötigen Verstrebungen vergessen, da rührt sich ganz schön was, und die Verstrebungen so anordnen, dass keine gleichgroßen Flächen entstehen.

    Aber das weiß der Threadstarter wahrscheinlich eh selbst.


    Die Simulationen hatte ich deswegen angestellt, da ich am überlegen war unter den Martin Audio F2B (doppel 15" Hörnern mit ca, 1,6m Hornlänge) noch eben diese Chassis im 190 L Reflex bis ca. 70Hz mit einem Delay von 1,6m parallel laufen zu lassen. (Tops sind die "Old mans Horntop")

    Da macht es dann auch nichts aus wenn das schwermembranige 21"er sind, da alles über 70 Hz bis 220Hz rein aus den Basshörnern kommt.

    Die Chassis würde ich bei meiner Anwendung in 8 Ohm wählen, mit älteren konventionellen, gebrückten "Trafoendstufen" (Festinstallation, daher Gewicht egal)

    Aber ich ringe noch mit mir selber, ob das ganze dann nicht doch etwas "oversized" für den Raum ist...

    Ergänzung: Die Tunnelabmessungen gelten für einen "normalen" & freistehenden Tunnel.

    An der Boxenwand lang, oder noch "schlimmer" in den Boxenecken passt dann die unveränderte Tunnellänge natürlich nicht mehr!


    Mit insgesammt 4 davon, zusammen mit Deinem Amping, geht da schon ganz gut etwas im Bassbereich und es ist vom Ladevolumen noch halbwegs kompakt.

    (kommen da die Tops auch mit?)

    Wenn Deine Topteile weit genug runter können:

    Ich habe mal eine größere Simulationsaktion in AJ Horn durchgeführt um rauszufinden mit welchem 18"/21" Chassis man in noch "kompakten" BR Gehäusen einen möglichst hohen akustischen Output zusammenbekommt.

    An besten eignete sich der B&C 21SW152 in 190L BR getuned auf 33Hz . Tunnelquerschnitt 480cm² und 48,3cm lang. (wird so auch vom Hersteller empfohlen)


    In meiner AJ Horn Simulation (für 2 Bässe am Boden stehend) komme ich da auf 135 dB im Bassbereich und bei nicht mehr relevanten 180Hz auf 3dB mehr ohne dass die Membranen zu weit ausgelenkt werden. Das entspricht einer Leistung pro Chassis von etwa 3kW (was natürlich nicht dauerhaft geht ;-).

    Bei weiterer Erhöhung der Eingangsspannung geht bei um die 45 Hz nicht mehr lauter, da dort der maximale Hub der Chassis überschrittten würde. Auf der Tuningfrequenz (33Hz) und auch bei Frequenzen über 60/70Hz würde das Hublimit auch bei noch mehr Eingangsspannung nicht überschritten, aber wohl das Chassis endgültig gegrillt werden.


    In einem "stinknormalen" Bassreflexghäuse von nicht mehr als 190 Litern (+ Tunnelvolumen etc.) hat sich kein anderes Chassis bei mir besser simuliert.

    In doppelt ventilierten Bandpassgehäusen, bei denen die hoch abgestimmte Kammer sich nach vorne "hornförmig" erweitert (wozu es ja von verschiedenen Herstellern heutzutage detaillierte Bauvorschläge inkl. Controllereinstellungen gibt) läßt sich aus solchen Chassis noch etwas mehr heraus holen bis das Hublimit überschritten wird, aber natürlich nicht in einem noch "kompakten" 190L Gehäuse.


    P.S.

    Eine Powercompression durch warm werdende Schwingspulen berücksichtig AJ Horn natürlich nicht.


    Die von mir simulierten 18"er benötigen für ähnlichen Tiefgang ein ähnlich großes Gehäuse, mit dem Nachteil dass der maximal erzielbare Schalldruck geringer ist. (Tja, Membranfläche mal Hub :-)

    Dafür könnte man sie evtl. höher trennen, wenn man's denn braucht.

    Ja, das war schon immer das Problem, vor allem da Dir die Ladeboardwand fast eine Tonne Zuladung kostet. Darum haben wir auch einen alten MAN 12 Tonner für die größeren Sachen bewegt, damit man da nicht immer mit einem Fuß....

    (Die Sachen ohne LKW mit den großen Anhängern an der Kugelkopfkupplung waren aber gewichtsmäßig auch immer jenseits von Gut und Böse)