Beiträge von Fux

    Nicht einmal mit so einem finalen Pappenschußimpuls kommt man da auf 139dB. Das geht schon rein mechanisch gar nicht. ;)

    Ich habe mich bei der gewählten Formulierung „hochgerechnet“ auch wirklich zusammenreißen müssen, nichts anderes zu schreiben.

    Aber solange dem geglaubt wird, der am lautesten schreit, sind halt 90% der Marketingleute so unterwegs.

    Danke @ Karel Noon für die sinnvollen Angaben zum Schalldruck für den Threadstarter!


    Wenn man von den 128dB im Halbraum, dann nochmal die 6dB abzieht (muss man natürlich auch bei allen Wettberwerbern machen, die für das Top die Angaben für im Halbraum publizieren) kommt man auf realistische 122 dB im Vollraum als eigentlichem Einsatzgebiet des Topteils bei 10% Klirrfaktor.


    Das ist nicht leise, aber viele User, die nicht so in der Materie drin stecken, wollen halt irgendwelche irrsinnig hohen dB Werte lesen, egal wie auch immer diese zustande kommen.

    Wähle zum Probehören Dinge wie z.B Stimme (gar nicht unbedingt Gesang, auch einfach mal Radiosprecher) und akustische Instrumente wie z.B. Saxophon um zu Beurteilen, ob die Lautsprecher den Klang neutral und natürlich wiedergeben können.

    Eine „Testmusik“ bei der es hauptsächlich rummst und zischt hilft bei der Beurteilung nicht unbedingt weiter.

    Wenn die Mitten ungefärbt rüber kommen, kann man immer noch mal ein Stück das schön schiebt auflegen um zu hören, ob das System z.B. auch kräftige Tiefen hat.

    Nur wenn der Radiosprecher schon nach Schnupfen klingt, oder das Saxophon wie eine Kreuzung aus Dudelsack und Trompete, dann brauchst Du das System gar nicht weiter antesten.

    Die 139 dB Max sind typischerweise nicht gemessen sondern „hochgerechnet“, haben aber keinerlei Relevanz für die praktische Anwendung.


    Für kläre, unverzerrte 139 dB im Vollraum (das Top stellt man ja nicht auf den Fußboden) über den gesamten angegebenen Übertragungsbereich braucht es schon etwas komplett anderes. Sowas steht hier aber mit Sicherheit nicht zur Debatte.


    Theoretisch könnte Maximale Lautstärke ja auch heißen, dass es garantiert nicht lauter geht… ;)

    In den Ebaykleinanzeigen stehen gerade zwei Dynacord PFE 150 zusammen mit zwei FE 100lo drinnen.

    Das klingt jetzt nicht unbedingt nach Studiomonitor, ist aber laut und kommt evtl. deinem recht speziellen Wunsch einigermaßen nahe.

    Die Kombination kommt jetzt nicht gerade tief, sondern ist halt eher auf „Nutzbass“ optimiert.

    Im Top sind neben dem bekannten 15“er die 4er Fostexmitteltönerzeile und der Hochtöner ist der auch sehr oft in den Dynacordboxen verbaute weiße, wenn ich mich recht erinnere auch von Fostex.

    Im dem sehr kompakten „Basskurzhorn“ FE100lo werkt auch wieder ein 15“ Chassis von EV, aber kein 15L sondern ein EVM 15 L proline.

    Das war damals halt so eine klassische Tanzmuckerkombination und wurde alles an eine normale Stereoendstufe parallel angeschlossen.

    (Das Top läuft Fullrange und der Bass mit passiver Weiche unten rum parallel zum 15“er im Top)


    Meins wär‘s wie gesagt nicht, aber es soll ja auch Dir gefallen und nicht mir.

    Bevor Du jetzt extra nochmal kleine Bässe zu den kleinen Tops kaufst für die ganz kleinen Partyveranstaltungen und dann die größeren Bässe sich in der Garage die Füße platt stehen, nimm halt bloß einen der vorhandenen Bässe als Monosub her und gut ist’s. Wenn sogar ein einzelner der vorhandenen Bässe noch zu viel für die Veranstaltung ist, dann braucht’s evtl. für die Party gar keine PA. Soll‘s ja auch geben.


    Wo wäre überhaupt der große Einsparungseffekt vorhanden, wenn man anstatt einem 18“er zwei 12“er oder einen 15“er mitnimmt?

    Die Treiberkombination in einem Topteil aus 15“ und 1“ hat sich mir noch nie erschlossen. (Mitten?)

    Aber in Kombination mit 12“ Bässen wird der 15“er unter dem 1“er noch abstruser….

    Sinniger wäre ein Midbass nicht größer als 12“ und ein „richtiger“ Treiber mit 3“ Schwingspule und brauchbar tiefer Trennung für wirkliche Mitten aus dem Topteil.

    Klare, laute Mitten sind der Dreh- und Angelpunkt jeder Beschallung (vielleicht abgesehen von reinem umpfff zzzz, umpfff zzzz, das ist aber nicht so mein Ding). Die Bässe und Höhen sind dann das „Icing on the cake“, aber nicht andersherum.

    Wenn das Rack die 3 HE noch hergibt also ein Klark DN780 und ein Lexicon PCM60 bzw. einfacher das Ganze emuliert im Digitalpult…. ;)

    Für den Bügel Sacklöcher in den Kopf bohren und dann ein Stück Draht der passenden Stärke mit Schraubstock, Kombizange und Hammer gefügig machen…. ;)

    Sehr gut erkannt!

    Ich halte die Augen immer nach weiteren S1200 Offerten offen. (für die Monitore etc. ……. ;)

    Aber wenn meist Preise über 300.-€ aufgerufen werden, hat das im Vergleich zu aktuellen Dynacord 2 HE Modellen mit integriertem Controller keinen Sinn.

    Das Konzept der vielen ganz kleinen Bässe macht m.E. keinen Sinn, wenn man nur zwei Tops in der Kategorie 2x12“ hat. Nur ein paar wenige kleine Bässe für die Terrassenparty mit 10 Leuten und dann die Doppel 12“ Tops oben drauf?

    Wenn die Bässe schön kleine sein sollen, aber dennoch gut Bass machen, kann ich Dir meine erst kürzlich selbst gebauten kleinen 15“ B&C Ferrit Bassreflexboxen empfehlen. Doku hier im Forum unter Selbstbau.

    Wenn Du die genauen CAD Pläne haben willst, gerne.

    Auch wenn die Chassis recht gewichtige Ferrit-Typen sind, ist die gesamte Box sogar mit 18mm Birkenmultiplexgehäuse relativ leicht auf Grund der handlichen Größe und somit auch noch voll Ü50 tauglich… ;)

    Gegenüber meiner Installationsversion solltest Du den Kisten halt noch jeweils zwei Schalengriffe spendieren.

    Drei 15“er davon pro Seite wären immer noch sehr transportfreundlich und mit 2,7 Ohm könntest Du die größere Dynacord als Bassamp ordentlich auslasten.

    Die Bässe gehen problemlos bis 40 Hz runter und geraten bis 850W pro Chassis bei keiner Frequenz oberhalb dieser 40Hz aus ihrem X-Max, was sehr beachtlich ist. Simulation und Messungen sind natürlich zu den Bassboxen vorhanden.

    Die gewählten prächtigen B&C Chassis sind für kleine BR Boxen echte Sahnestücke und sogar erfreulich preiswert, zumindest beim Franzosen (TLHP ) wo ich meine bestellt habe.

    Wenn die Variabilität Dir tatsächlich wichtig ist, weil Du z.B. noch kleinere Tops für die „Miniparty“ hast, dann ist von einem 15“ als Monosub, bis zur vollen 6x15“ Bedienung ja alles möglich.


    Wenn Du noch irgendetwas zu den kompakten 15“ BR wissen willst, rühr Dich einfach!

    Man kann sich diese 15/3's ja schönreden wie man will, aber damals mit ein Grund mich fortan selbst um die Beschallung von Livebands zu kümmern, waren die kläglichen Versuche welche ich mir als Gast anhören musste, einen 100W Marshall Röhrentop mit 4x12" zu mikrofonieren und dann auf die Zeck 15/3's als PA zu schicken...

    Die 4x12" vorne an die Bühnenkante gestellt, hätte um Welten besser geklungen als diese "PA".

    So eine Zeck 15/3 ist m.E. für jegliche Art von Rock'n'Roll Beschallung schon immer komplett ungeeignet gewesen.

    Für mich persönlich ist und bleibt das eine äußerst kompromißbehaftete Blasmusikerkiste für den Singlebetrieb im Bierzelt. Und auch für diese Anwendung hätte etwas Anderes wohl wesentlich besser getan.

    Wenns unbedingt "vintage" für Power-Hifi im Wohnzimmer sein soll, wäre ein großer alter UREI Studiomonitor (813 oder 815) nicht die schlechteste Idee.

    Damals schon mit passivem Allpass in der Weiche, aber nicht unbedingt zum Preis von zwei alten 15/3 zu haben. ;)

    Da eine Aktivbox ja erstmal nichts anderes ist wie andere Boxen auch, nur dass die Verstärker/Controller nicht nebendran im Rack stehen, sondern in das Lautsprechergehäuse fest eingebaut sind, hat das mal mit der Eignung für Livemusik überhaupt nichts zu tun.

    Es ist eher eine Frage des Handlings und auch des Schutzes vor Fehlbedinungen bzw. Fehler beim Aufstellen und Einrichten der Anlage für unkundige Nutzer.

    Auch das extra Transportvolumen ebenso wie die Anschaffung der Verstärkerracks fällt bei den Aktivboxen weg.

    Ob die Box für eine Anwendung geeignet ist hängt also viel mehr von andern Dingen wie Abstrahlverhalten, Frequenzgang, Pegelfestigkeit etc. ab und nicht davon, ob die Verstärker in der Box oder außerhalb der Box sitzen.


    Mein eigener Anspruch an eine Beschallungsanlage wäre auch, dass diese die Instrumente der Liveband möglichst unverzerrt lauter wiedergeben kann, als die Instrumente von sich aus ohne die Beschallungsanlage schon sind.

    Für Bands mit Standardsetup ist mir da die Snare z.B. bei lauten Rimshots immer ein guter Maßstab... ;)


    P.S.

    Ich würde schauen, das die Anlage aus getrennten Bässen und Topteilen besteht, da es keinen Sinn macht die Bässe auf einem Hochständer zu platzieren, ebensowenig wie den Hochtöner auf Bauchnabelhöhe zu haben.

    Die verkaufte Stückzahl war halt noch nie ein Indiz für die Qualität egal welcher Sache, sondern nur ein Maßstab dafür, wie gut das Ding beim Publikum ankommt. Und wie viel % der Menschen die zu den Hochzeiten der 15/3 welche gekauft haben, hat denn überhaupt einen Gedanken an Abstrahlwinkel, Kammfilter etc. verschwendet. Natürlich gab es bereits noch früher in den 70ern Leute die sich da ein paar mehr Gedanken darüber gemacht haben, wie man welche Lautsprecher in größerer Stückzahl sinnvoll aufstellt. Aber die Mehrheit war das lange Zeit sicher nicht.


    Aber gerade weil das so war, haben wir uns damals unsere erste echte Beschallungsanlage mit vom Mund abgesparten JBL 15"ern, 12"ern und den 2"ern und 1"ern des selben Herstellers als variables 3-weg Aktivsystem selbst gebaut. Da waren sogar die Platinen der Aktivweiche noch selbst geätzt...

    Ein "Damals war das halt so mit den Zeck 15/3" lasse ich daher auch nicht gelten. Das war schon immer das Blaskapelle in Bierzelt Besteck.

    Da der nicht konkret ausgesprochene Wunsch wohl nicht Zeck 15/3, sondern eher "Power HIFI für's Wohnzimmer" heißen sollte, würde ich da einen einigermaßen tief gehenden 15" Midbass im Reflexgehäuse empfehlen, dazu einen tief trennbaren 1,4"er am großen Horn und das Ganze dann bei etwa 800 Hz aktiv mit 24dB trennen.

    Für's Amping 2 günstige (evtl. gebrauchte) Amps und einen günstigen (evtl. gebrauchten) Digitalcontroller.

    Das dürfte dann dem eigentlichen Wiedergabewunsch am nähesten kommen und läßt sich auch mit etwas holzbearbeitungsmäßigem Geschick hübscher bauen, als so eine 15/3 mit Alukanten und Stahlecken.

    Die S1200 bzw. die Baugleiche Q66 von EV ist eine wirklich gute, haltbare Endstufenserie.

    Gab es die Installationsversion DPA 4260 auch mit Speakonausgängen, oder wurden die ergänzt?

    In der Standardversion sind da ja auch noch zwei gewichtige Ringkernübertrager für die 100V ELA Technik drin gewesen, die man für den Anschluß von "normalen" Lautsprechern ja sogar zur Gewichtsersparnis entfernen könnte. Oder gab es die DPA 4260 auch direkt ab Straubing ohne diese 100V ELA Geschichten?

    Was man noch anmerken könnte:

    Das Aus für all diese 3-Wege Boxen war dann irgendwann (als es dann auch der Letzte gemerkt hatte) ihr über die Frequenz "tannenbaumartiges" Abstahlverhalten, was jegliche Art einer sinnvollen Clusterung beim Austellen von mehr als einer einzelnen Box nachhaltige vereitelte.

    Erläuterung:

    Im Bass rundstahlend, dann immer mehr bündelnd, bis zur rel. hohen Übergangsfrequenz zum kleinen Mitteltöner, wo dann die Abstahlung erst wieder weit aufmacht, sich dann bis zur (dem lütten Tweeter geschuldeten) hohen Übergangsfrequenz schon wieder stark einengt und dann, wenn der Tweeter kommt wieder weit aufmacht.....

    Welchen Splaywinkel man beim Clustern auch wählen mag, es kommt immer zu katastrophlen Kammfiltereffekten wenn man vor den Speakern vorbeigeht.


    Weiterer bereits erwähnter Punkt:

    Der Bass gehört zum Ankoppeln auf den Boden, der Mittelhochton mindestens über Kopfhöhe, damit man nach den ersten zwei Reihen auch noch was hört. Das wird bei einer einzigen Fullrange-Box die alles wiedergibt etwas schwierig...


    Gänzlich abstrus wurde es dann, wenn bei nicht Bierzelt Veranstaltung der etwas härteren Gangart auf zwei doppel 15" W-Bins pro Seite solche Zeck 15/3 auftauchten.

    Das will man nicht hören ;)