Beiträge von mathias81

    Hey Henry,

    Du bringst mich mit deiner Frage bezüglich der Delayline siedend heiß auf ein Thema: In dieser ollen Software wird im Placement, also der gezeigten Seitenansicht, jeder Lautsprecher immer auf den Kopf ausgerichtet. Warum auch immer man das 2001 so gemacht hat. Das lässt sich auch nirgendwo abschalten. Das muss ich dringend nachher noch in den Beitrag reinpacken. Die abgebildete Winkelung der Quellen entspricht also nicht der Realität. In Wahrheit hatte das Delay deutlich weniger Downtilt und lief mit -5dB zum Hauptsystem. Daraus resultierte der Spatial Crossover auf der Position des Kopfs. Danke für den Hinweis.

    Die ein oder andere brauchbare Box findet man da sicher im Portfolio, das will ich nicht in Abrede stellen. Alles in allem ist man aus meiner Sicht anhand der gemachten Erfahrungen bei so ziemlich jedem halbwegs vernünftigen Hersteller besser aufgehoben was die genannten Dinge betrifft.


    Da werden so Dinge getrieben wie ein 2 x 12" Monitor (passiv getrennt ohne biamp Option) deren Weiche so designed ist, dass genau in der 1-2kHz Oktave ein Einbruch von bis zu 15dB entsteht. Das Motto scheint da zu lauten: Hauptsache die Kiste ist dick und irgendwie laut. Dass genau in dem Bereich aber ein großer Teil der Information für ein Vocalmonitoring liegt weiß man entweder nicht oder ist schlichtweg nicht fähig eine Weiche zu designen.

    Hier ist der Kommentar, inklusive Link zu Gruppe.


    Sorry aber das LSS Zeug ist ohne Sinn und Verstand zusammengebastelter Kram. Da wird plötzlich mitten in der Serie der Hochtöner gewechselt ohne auch nur die geringste Anpassung der Weiche und Endkontrolle vor Auslieferung findet nur mangelhaft statt. Von vier gekauften Lautsprechern ein verpolt angeschlossener HF Treiber in der gleichen Serie. In einem weiteren Lautsprecher aus einer anderen Serie war die Tackernadel zum befestigen des Dämmmaterials genau zwischen die Plus und die Minusleitung durchgejagt (Kurzschluss) und mit 8 weiteren Lautsprechern der gleichen Serie mussten wir erstmal munteres Matching betreiben bevor wir sie installieren konnten weil sie völlig unterschiedliche Amplitudenfrequenzgänge hatten, von einem weiteren verpolten Chassis abgesehen. Die Serientoleranz ist für die Preisklasse insgesamt völlig inakzeptabel, die Verarbeitung eine Katastrophe (die meisten Chassis sind nichtmal mit metrischen Schrauben und Einschlagmuttern befestigt sondern mit Spax) und die Platinen haben gerne kalte Lötstellen. Als wäre all das nicht genug kommen Presetempfehlungen die einfach nur amateurhaft sind wie z.B. empfohlene 48dB/Oktave bei 100Hz Trennung für einen Bassreflex Sub der bekanntermaßen by Design keine einzige Frequenz zeitgleich wiedergibt (hallo Groupdelay und Impuls(un)treue). Selbst bei zwei baugleichen und nagelneuen Subs bestand eine breitbandige Toleranz von bis zu 3.5 dB im Amplitudenfrequenzgang. Alles in allem hat man ca. 50-60% Fehlerquote bei Neuware und den Eindruck, dass da stumpf die Chassis mit den meisten Nullen in der Wattzahl in eine Holzkiste gespaxt werden. Zuguterletzt hat man uns seiner Zeit, bei den erwähnten acht Lautsprechern der gleichen Serie, Ware geliefert bei der nichtmal die Hardware identisch war (verschiedene Hochständerflansche und Aufnahmen für Ösen die dann plötzlich nicht mehr zum branchenüblichen Standard passten). Passendes Installationszubehör wie Flügbügel usw. suchte man zu dieser Zeit vergebens und wenn man den Schlosser beauftragt muss man damit rechnen, dass plötzlich ein Loch bei der nächsten Box der gleichen Serie wieder einen halben Zentimeter versetzt sitzt und das extra angefertigte Zubehör eben doch nicht passt. Im Falle von integriertem Rigging sollte man gerne jegliche Form von Gummi usw. in sämtlichen Varianten inklusive einer Bohrmaschine bereithalten, da auch hier hohe Toleranzen bestehen sodass bei etwas höheren Schalldrücken an sämtlichen Ecken und Enden das Geklapper losgeht und die Löcher aber gerne mal trotzdem nicht zueinander passen. Das können zig andere Hersteller in etwa dieser Preisklasse, wie z.B. die Audio Zenits, dB Technologies, Dynacords, KMEs, RCFs und Seeburgs dieser Welt, deutlich besser. Von der Serviceanfälligkeit über die Jahre hinweg spreche ich besser gleich gar nicht.



    Gruppe: https://www.facebook.com/group…?query=LSS&epa=SEARCH_BOX

    Hallo Pegler.

    Danke für den Tipp mit LSS - das ist mir bislang nicht bekannt, schaue ich mir nun aber mal an.


    X8 oder auch M8 fällt weg da da nach mehr wie 10 Metern nicht mehr das gewünschte Ergebniss realisert wird.

    Wir mussten dann eher Richtung d&b Q/Y gehen.

    Ich kenne die genannte Box von LSS nicht explizit, kann aber aufgrund von einigen ziemlich miesen Erfahrungen in der Vergangenheit nur von diesem Hersteller abraten. Ich habe gerade nicht die Muse das alles zu tippen aber suche mal den Kommentar den ich vor einigen Wochen auf Facebook gemacht habe raus. Da mangelt es an grundlegenden Dingen die sämtliche andere (auch nicht "Premium") längst begriffen und umgesetzt haben

    Zum Thema Überdelay bzw. Haas Effekt oder nicht, habe ich die Tage gerade auch ein paar Gedanken bzw. Erfahrungen in Worte gefasst.


    Ergänzend dazu aus meiner Beschallungsparxis will ich erwähnen, dass ich selbst aus freien Stücken so gut wie nie haase.

    Wenn ich dazu von irgendwem genötigt werde, lande ich recht häufig bei 2-3ms (bei Sprache aus meiner Sicht noch halbwegs akzeptabel) was auf das stärkste Kammfilter zwischen 150 und 250Hz hinausläuft. Für Rock und Popmusik würde ich das niemals so in Anwendung bringen, da in dem Bereich zu viel Information der Bassgitarre und zum Beispiel der Snare liegen.


    Hier der Link zu dem Facebookbeitrag. Im großen und ganzen läuft der Beitrag darauf raus, nicht pauschal Überdelay zu verwenden ohne sich dabei der eingekauften Probleme und Kompromisse bewusst zu sein.


    https://www.facebook.com/DoctorLocke/posts/930859754046704?notif_id=1596184385127981&WCF_AMPERSAND¬if_t=page_post_reaction

    Wir überstehen die Corona-Krise gemeinsam! 😷🧼

    Da unsere Branche derzeit am Boden liegt, alle mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen haben, ich aber trotzdem versuchen möchte möglichst vielen Kollegen die Möglichkeit zur Weiterbildung in dieser Zeit zu geben, habe ich mir ein Special was die Seminargebühren angeht überlegt.


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    Einfach bei der Anmeldung V1, V2, oder V3 vermerken und läuft.


    Ich würde mich freuen doch noch dem ein oder anderen von euch hiermit die Tür zu öffnen und würde mich über etwas Support freuen. Daher möchte ich euch bitten diesen Beitrag zu teilen,da bei den kommenden Seminaren bei TDA in Bottrop und Audio Pro in Heilbronn noch einige Plätze frei sind.


    24. - 26.8.2020 bei TDA: https://www.facebook.com/events/1331761287018839/


    29.9. - 1.10.2020 bei Audio Pro: https://www.facebook.com/events/294255871743946/




    Gemeinsam überstehen wir die Krise und machen danach umso stärker weiter! 💪🔊

    #fullsupportfürdieeventbranche #gemeinsamstark

    Ich hatte vor einigen Monaten versprochen meine Aussagen, Thesen und Berechnungen,die laut Tobias Kammerer falsch sein sollen, mit Messungen aus dem echten Leben zu belegen. Leider habe ich das bisher versäumt und hole es hiermit nach :)

    Ich für meinen Teil warte immer noch darauf, dass von dem genannten Kollegen etwas mehr kommt als die Behauptung, dass auf Basis von Physik gemachte Aussagen die aberhunderte Male in der Praxis angewendet und belegt wurden, falsch sein sollen.

    In diesem Falle handelt es sich um einen Aufbau bei dem ein Pointsource Top (90 x 40°) bzw. dessen Hochtöner in 4.5m Höhe geflogen war. Der Downtilt betrug -8° und wurde im Vorfeld auf die in Beitrag #344 beschrieben Weise berechnet.

    Dieser Brechnung liegen Streckenverhältnisse, aus denen man die Pegelabfälle berechnet zugrunde, und diesen versucht man durch entsprechendes Ausrichten des Horns entgegen zu wirken.

    Der Beginn der zu beschallenden Fläche liegt bei 3.5m Distanz (am Boden gemessen) und das Ende bei 20m (am Boden gemessen). Daraus ergeben sich im Dreieck für die erste Reihe 4,48m und die letzte Reihe 20.2m Distanz. Eine Veranschaulichung inklusive markierter Messpunkte findet ihr im Anhang (Bild 1).

    Aus dem Kopf heraus ist das grob ein Streckenverhältnis von 1 zu 4, was 12dB Abfall bedeutet. Diesen 12dB können wir in diesem Falle 6dB Pegeldifferenz entgegenhalten. Daraus ergeben sich insgesamt 6dB Abfall zwischen der ersten und der letzten Reihe bei annähernd gleichbleibender Tonalität. Anbei die Messungen (indoor, also mit etwas Roomgain im Lowmidbereich) mit 1/12 Oktav aufgelöst. Einmal ungefenstert (Bild 2) und einmal TFC 1ms gefenstert (Bild 3). Bild 4 enthält die gleichen Messungen gefenstert und normalisiert (Kurve "Mic 2" +3dB und Kurve "Mic 3" +6dB) um die gleichmäßige Tonalität aufzuzeigen. Aus den Messungen geht hervor, dass die getroffenen Aussagen den Pegelabfall anhand von Streckenverhältnissen recht einfach und schnell berechnen zu können, bis auf ein paar halbe dBs, 1 zu 1 zutreffen und anwendbar sind.


    Was die Aussagen von Tobias zur Flughöhe von Linearrays angeht stelle ich kommende Woche einen Beitrag inklusive Messungen ein der die Aussagen, dass ein niedrig geflogenes Linearray was das Verhalten im Lowmidbereich angeht mehr Sinn machen würde zumindest relativiert bzw. entkräftet. Ich will nicht rumgiften aber solche, auf welcher Basis auch immer getroffenen, einseitigen und fragwürdigen Aussagen will ich nicht im öffentlichen Raum stehen lassen.

    Es geht wieder los! Ich freue mich auf drei spannende Seminartage bei den Kollegen von TDA in Bottrop im August.


    26. - 28.8.2020 Unbranded Sound System Design & Engineering in Bottrop hosted by TDA Rental

    https://www.facebook.com/events/1331761287018839/


    Weitere Infos und das ein oder andere Tutorial und Introductionvideo findet ihr unter:https://www.facebook.com/DoctorLocke/



    Einige Plätze sind schon belegt.


    Ich freue mich den ein oder anderen dort zu sehen.

    Mit dem Satz dass er unterstreichen will dass meine Aussagen falsch seien wurde von ihm aus meiner Sicht etwas anderes gesagt....

    Mir ist ebenfalls rätselhaft was es bringt über einen nicht existenten Lautsprecher zu philosophieren den man wenige cm über Kopf aufhängen könnte der dann -5-7 Grad off Axis um deutlich mehr als 6dB abfallen müsste damit das wovon wir sprechen funktioniert oder über Winkelsettings ( 8x5° im unteren Teil) in Linearrays die es in der Realität so nicht braucht und dann on Top zu behaupten dass Streckenverhältnisse in dem Zusammenhang mit Pegelabfällen keinen Sinn ergeben. Wenn dem ganzen noch das Verbreiten von Theorien die in der realen Welt jeder Zeit widerlegbar sind folgt habe ich den Drang bei der Diskussion mit zu machen, in der Regel mit Aussagen die belegbar sind. Am Ende lesen Kollegen mit die sich hier evtl. Denkansätze holen wollen und prompt sind gravierende Fehlinformationen am Markt.

    Wenn ich dabei etwas harsch wirke tut es mir leid, das war nicht Ziel der Übung. Sowas ist in Chats und Foren leider immer etwas schwierig rüber zu bringen.


    LG Matze

    Ok dann muss ich auch nochmal etwas dazu sagen da hier recht selbstherrlich Dinge als falsch und befremdlich gestempelt werden die seit Jahren in der Praxis sowie zahlreichen Versuchen bewiesen sind, in Seminaren gelehrt werden und in der einschlägigen Fachliterartur geschrieben stehen.


    Die Aussage von Tobias was den Pegelabfall von Pointsources angeht die man angeblich nicht anhand der Streckenverhältnisse berechnen kann halte ich bestenfalls für gewagt mit der Tendenz zu komplett falsch, aus oben genannten Gründen. Ich habe seit den 90ern genau auf diese Weise Pointsourcecluster geometrisch über den Pythagoras berechnet, gewinkelt und gepegelt und aberhunderte male die gerechneten Ergebnisse mittels entsprechenden Messungen verifiziert. Es ist messbar, hörbar, begründbar (Kugelfläche) und in Tobias‘ Welt falsch… okay wenn das so sein mag.

    Was ich aber mindestens für bedenklich halte ist dann in einem Forum solchen Unsinn zu verbreiten und Leuten die sich eventuell auch ein bisschen mit der Materie beschäftigen Verständnislücken zu unterstellen.

    Mit Pointsources lässt sich genau auf die beschriebene Weise in gewissen Grenzen recht homogen beschallen indem man sich deren Abstrahlcharakter zu nutze macht und mit dem Pegelunterschied von 0 bis -6dB innerhalb des nominalen Abstrahlwinkels arbeitet um Streckenabfälle auszugleichen. In der Regel ist das aber auch nur innerhalb der nominellen Abstrahlwinkels wirklich anwendbar da ich noch keine Pointsource gefunden habe die außerhalb dieses Bereiches über das ganze Spektrum so gleichmäßig abfällt dass da ein brauchbares Ergebnis zu erzielen wäre. Daher zweifle ich das angegebene Ergebnis von der Aktion bei KV2 auch stark an. Das ist gutes Material, ich habe deren Lautsprecher die letzten Jahre immer wieder bei einigen Musicals verbaut und eingemessen aber gezaubert wird da halt eben auch nicht.


    Anbei die Screenshots der angeblich falschen Berechnung via simpler Geometrie und deren Verifizierung in LA Soundvision.

    Im genannten Bespiel wurde eine LA Arcs genutzt deren Vertikaler Abstrahlwinkel (upside down geflogen) mit 60 Grad angeben ist. 20 Grad davon im oberen Teil des Horns von 0 bis +20 Grad und 40 Grad im unteren Teil des Horns von 0 bis -40 Grad. Heißt: bei -40 Grad ist das Horn 6dB leiser als bei 0 Grad.

    Screenshot 1 „Screen LA Arcs“ zeigt ein Bild des asymmetrischen Abstrahverhaltens der Arcs aus dem Manual. Dazu muss ich anmerken dass im Manual nicht die upside down Anwendung sondern die normale upright Anwendung dargestellt ist, also 30 Grad im oberen und 20 Grad im unteren Teil des Horns. Upside down habe ich sie im Beispiel verwendet um mehr nutzbares vertikales Coverrage zu erhalten mit dem man zwischen 0 und -30 Grad arbeiten kann.

    Ausgegangen wurde von einer zu beschallenden Fläche von 3.4m, Punkt A, (dünner grüner Pfeil) bis 20m, Punkt C, (dünner roter Pfeil) Distanz über Fläche. Also am Boden jeweils vom nächstgelegenen und vom am weitesten entfernt gelegenen Punkt gemessen zu dem Punkt an dem die Pointsource hängt. Siehe Screenshot 2 „Sideview“.

    Weiterhin in Screenshot 2 zu sehen sind die sich ergebenden tatsächlichen Strecken für beide Punkte über den Pythagoras (jeweils die dicken Pfeile) die zur Berechnung der zu erwartenden Pegelabfälle verwendet wurden die laut Tobias nicht anwendbar sind.

    Für Punkt A ergeben sich 5,25m und für Punkt C sind es 20,4m. Wer sich ein wenig mit den seit Jahren bekannten logarithmischen Verhältnissen die durchaus auf die Beschallungswelt anwendbar sind beschäftigt hat weiß jetzt schon aufgrund des grob ansetzbaren 1:4 Verhältnisses dass da ein Pegelabfall von ca. 12dB herauskommt. Genaueres ist in Screenshot 3 „Kalkulation“ zu sehen.

    Dieses Excel tut nichts anderes als über den Pythagoras die Pegelabfälle zu berechnen und weiter unten spielt man dann mit dem Winkel der Pointsource um mittels Winkleung möglichst die 0dB Achse der Box auf Punkt C und die -6dB Achse auf Punkt A zu richten.

    Nun können wir bereits grob erahnen dass wir wenn wir der Box eine Downtilt von den im Kalkulator ermittelten -11.3Grad verpassen mit einem Ergebnis rechnen können bei dem es an Punkt A etwa 6dB lauter ist als an Punkt C.

    Punkt B lassen wir mal außen vor für den Moment.

    Genauer genommen gehen aus dem Kalkulator für Punkt C im Vergleich zu Punkt A -11.47dB hervor. Davon ziehen wir nun 6dB ab weil wir die Nullachse des Horn auf Punkt C ausgerichtet haben dann ergeben sich nun -5.47dB für Punkt C.

    Um das ganze zu verifizieren habe ich den Pegel noch in Soundvision gemappt und zeige in Screenshot 4 „Punkt A SV“ die Pegel für Punkt A und in Screenshot 5 „Punkt C SV“ die Pegel für Punkt C. Es ergibt sich eine Pegeldifferenz von -6.15dB. Die 0.68dB missmatch zwischen Excel und SV sind geschenkt und vermutlich wegzukriegen wenn man die Arcs genauer ausmessen würde wo genau das Horn sitzt und in Soundvision noch genauer auflösen könnte was das Rendering betrifft.

    Geflogen ist die Arcs in 6.24m Höhe. Warum nun 6.24m und nicht 4m wie im Excel Kalkulator? Weil der Excelkalkulator derzeit keine Zuhörerhöhe berücksichtigt und ich von stehenden Zuhörern von 1,7m Größe ausgehe. Dann wären wir immer noch erst bei 5.7m Höhe..... Soundvision zeigt bei Z immer die Oberkante der obersten Box an. Da der Mittelpunkt des Hornes aber weder auf der Ober- noch auf der Unterkante sondern bei etwa 1/3 der Gesamthöhe der Box sitzt und die Box upside down hängt bin ich als hingegangen und habe von den 0.82m Gesamthöhe der Arcs 2/3 (0.54m) als Offset genommen um etwas genauer zu rechnen. Daher kommen die in Soundvision bei Z angezeigten 6.24m.

    Für Tobias fange ich beim nächsten Seminar in zwei Wochen extra die Messungen der Aufbauten mit Pointsources auf Strecke ohne Winkel und mit Winkeln um den Streckenabfall (den wir simpel über Geometrie rechnen und verifizieren und das Ergebnis bis auf 0.5dB stimmt) auszugleichen und Stelle Screenshots hier rein. Dann würde ich gerne wissen wie du Tobias darauf kommst dass das falsch sein soll und ebenso auf die Erklärung dessen.


    Was das Linearray angeht so halte ich deine Aussagen für mindestens genauso bedenklich und einseitig denn auch für das Linearray gilt Physik und in der ist eine Schallquelle die näher am Ohr plaziert ist lauter als eine die sich weiter weg befindet und die Differenz zwischen der kürzesten Strecke und der längsten Strecke wirkt sich auf den Pegelunterschied aus. Das bedeutet dass bei einem tiefer geflogenen Linearray, egal wie du es winkelst, der Pegelunterscheid zwischen der ersten und der letzten Reihe immer größer sein wird als bei einem das höher hängt. Dazu kommt dass ich noch kein Linearray vor dem Messmikrofon hatte bei dem große Winkel von 5° und mehr nicht zu Problemen mit der Wellenkrümmung im HF geführt hätten welche sich über den Abstand (also Höhe) relativieren. Ich erlaube ich mir an der Stelle das V Dosc Manual als Lektüre zu empfehlen. Da stehen generell viele wissenswerte Dinge darüber drin wie Linearrays funktionieren.

    Das Argument von den großen Festivals und wirklich dicken Beschallungen von wegen dass da keine großen Winkel stattfinden und die Arrays da auch nicht hoch hängen ist schlichtweg falsch. Ohne jetzt groß rumpoltern zu wollen was wer für Jobs macht sind bei mir K1/GSL K2/KSL/J und Co in 12-20er Rudeln relativ häufig an der Tagesordnung und auch bei diesen Längen sind Winkel von 5° und mehr im unteren Teil des Arrays üblich und notwendig, ebenso wie eine unterste Kante von mindestens 4m und mehr. Man könnte auch ganz stumpf die Frage stellen woher es kommt dass es seit Jahren den Kara Down K1 Bumper gibt oder warum man selbst auf richtig großen Stadionbeschallungen K2en unter den K1 Zeilen hängt…. Weil die K1 nur bis 5° Grad öffnet und das oft nicht ausreicht…..

    Weiterhin weiß wer solche Jobs macht auch dass man oftmals regelrecht genötigt wird sein Array so hoch wie es geht zu fliegen wegen Kameras, Video usw…. ich zweifle daher gerade ein wenig an dass mancher der hier auf den letzten Seiten die genannten Behauptungen aufgestellt hat schon öfter mal die Arrays in der genannten Größenordnung geflogen und beackert hat.

    Dieser Beitrag ist nicht persönlich gemeint. Wenn man mir aber sagt dass Dinge die schon unzählige Male verifiziert wurden falsch sein sollen möchte ich dazu gerne mehr lesen als ein paar Behauptungen.


    LG Matze

    Da sind wir verschiedener Meinung, ebenso wie beim Linearray.

    Wie soll denn deiner Meinung nach da die Physik überlistet werden? Jede Pointsource der Welt fällt mit 6dB pro Entfernungsverdopplung ab, ebenso wie das Linearray ausserhalb des Nahfeldes. Bei der Pointsource kann man durch den Neigungswinkel in gewissen Maßen dagegen halten wie beschrieben. Ich habe noch keine Pointsource gesehen bei der es anders wäre. Warum sollte das Streckenverhältniss seine Gültigkeit verlieren? Kläre much da mal bitte auf.

    Mal so schnell aus der Hüfte.... die 2dB auf 100m kaufe ich nicht ohne das selbst gemessen und gehört zu haben.

    Dazu kommt dass da ja noch ein Downfill in den Video zu sehen ist. Gehen wir also mal davon aus dass das VHD 5.0 ein Streckenverhältniss von 10 -15m zu 100m meistern musste. Also ein Verhältnis von 1 zu 6 oder etwas zwischen 6 und 7. Macht mal grob überschlagen etwas zwischen 15,6 und 17dB Leveldrop. Machen wir da für den Kopf eine 16 draus. Wenn man es nun schafft das Horn so zu winkeln dass die Nullachse auf 100m zeigt und der -6dB Punkt auf 15m ergeben sich da ohne lange zu rechnen 10-11dB Drop. Ich glaube über den Pythagoras die tatsächliche Flugstrecke zu errechnen kann man sich da sparen denn auf dem Video sieht man eine Bühne die nicht mehr als ca. 6m Flughöhe hergibt, das wird nicht mehr viel Unterschied machen.

    Nicht dass ich das KV2 Zeug nicht mögen würde aber die 2dB halte ich für nicht machbar, auch für das VHD gilt die Physik.

    Die Anfälligkeit was Wind angeht ist nach meiner Erfahrung 1 zu 1 daran gekoppeltwie gut oder schlecht große Winkel zwischen den unteren Elementen im HF funktionieren. Stichwort Wellenkrümmung.

    Da gibt es sehr starke Unterschiede zwischen den Herstellern und man ist überrascht dass bei manch gesetztem Brand die Windstabilität gegen Null tendiert und man auch jeden Winkel der größer ist als 4 Grad sofort hört.

    Ich habe da über die Jahre mal drauf geachtet und mir ist klar aufgefallen dass die Systeme die im unteren Bereich des Arrays in dem die Winkel größer sind den HF einigermaßen im Griff haben wesentlich später im Wind zerfallen als diejenigen bei denen man schon bei recht kleinen Winkeln "Phasing" zwischen den Elementen wahrnimmt.

    Heißt: Wer die Wellenkrümmung im HF von Haus aus recht gut im Griff hat (also einen gut funktionierenden Waveformer verbaut) hat auch bei sich ändernden äußeren Bedingungen weniger Probleme mit zu hoher Wellenkrümmung und ist damit windstabiler.

    In letzter Zeit kommt in einigen Gesprächen sowie in meinem Seminaren öfters das Thema Silenttuning auf. Da ich auch die ein oder andere Fachdiskussion über Uptilts in Linearrays hatte habe ich beide Themen sowie den automatischen Beamspread und Beamtilt simplified für die schnelle Anwendung im Alltag in einer kurzen Abhandlung erfasst. Als Beispiel diente eine Musicalthater in dem ich für das Systemtuning engagiert war.


    https://m.facebook.com/story.p…351088&id=379439795855372

    Hallo zusammen,

    ich freue mich euch für das Spätjahr 2019 neue Termine für mein 3 tägiges Seminar präsentieren zu können.


    10. - 12.9.2019 Unbranded Sound System Design & Engineering in Gilching bei München hosted by Limelight


    4. - 6.11.2019 Unbranded Sound System Design & Engineering in Köln hosted by RCF & dB Technologies


    26. - 28.11.2019 Unbranded Sound System Design & Engineering in Stralsund hosted by Sound Projekt


    Weitere Infos, Anmeldung und das ein oder andere Tutorial und Introductionvideo findet ihr unter:https://www.facebook.com/DoctorLocke/


    Inhalt und Themen:

    - Schall und Schallausbreitung

    - Frequenz, Periodendauer, Phase, Wellenlänge, Gruppenlaufzeiten

    - Wichtige Formeln und Kenngrößen für den Systemtechniker, Addition bzw. Summation

    - Phase, hört man Sie und wenn ja wann?

    - Polarität, Kammfilter

    - Abstrahlcharakteristika von Lautsprechern, Point Source, Linearray

    - Messtechnik, FFT Analyzer, Mapping und Prediction Tools, freie geometrische Planung eines einfachen Systems

    - Controller, EQing, Trennfilter, Limiter, einfaches Rechnen mit dB

    - Timealignment, Sub – Top Alignment, wie und wo?

    - Entzerrung bzw. Angleich der Gruppenlaufzeiten verschiedener Lautsprecher ( passiv, bi-triamped )

    - Planung Aufbau und Tuning eines kleinen Setups ( Main, Nearfill, Sub)

    - Bas(s)telstunde Vol. I, Subwooferarrays, “L/R Bass” vs. Distributed Subarray (“Arc”) + L/C/R,

    - Allpassfilter, Beamsteering

    - Timealignment und Sub Top Alignment Vol. II + III

    - Bas(s)telstunde Vol. II Cardioid Endfired + Gradient




    Beste Grüße und bis bald

    Matthias