Hallöle,
das Thema hat zwar nicht mit PA zu tun, ist aber übertragbar....
ich bin echt schockiert, in BIZZ auf Pro7 kommt grad ein Bericht über Plattformen im Internet bei denen man den Bedarf an Dienstleistungen versteigern kann, sprich wenn man z.B. seine Wohnung streichen lassen will kann man den Auftrag dort anbieten, und die Dienstleister müssen sich dann "unterbieten"..... um Wohnung streichen gings dann auch im ersten Beispiel, ein Gutachter setzt die Kosten mit knapp 1700 Euro an, der Wohnungsinhaber stellt das ganze für 700 Euro ins Netz, der Günstigste will rund 250 Euro, vergeben wird dann an jemanden der rund 350 Euro geboten hat.......
Und dann kommt eine Malerfirma mit 3 Mann die die Wohnung, für die der Gutachter 2 Tage veranschlagt hat, in 6 Stunden streichen will! Nach 7 Stunden sind sie dann fertig und der Gutachter bemängelt den Fehlenden Grundanstrich der Fußleisten, ansonsten ist alles ok, die Qualität der Arbeit ist also im Großen und Ganzen ok....
ABER: im nachfolgenden Gespräch mit der Malerfirma wird klar, allein die Personalkosten für diesen Job betragen 358 Euro, durch Anfahrt und Material macht er Verlust, selbst wenn sie wie geplant nur 6 Stunden gebraucht hätten hätte er draufgezahlt....
Das kann doch echt nicht war sein, wo soll uns das hinbringen? Wenn jetzt schon Firmen Aufträge annehmen obwohl von Anfang an fest steht dass man rote Zahlen schreiben wird ( bei erhofften Folgeaufträgen könnt man es ja noch verstehen ) ? Aus unserer Branche kennen wir dass ja von Hobbykistenschleppern, aber wenn nun prof. arbeitende Firmen ( die vor allem auch davon leben müssen ) auch schon so weit sind, dann gute Nacht Deutschland!
Warum ich das schreibe? Weils mich gewaltig ankotzt und weils halt auch so gut zur VT-Branche passt.... wie soll man unter solchen Bedingungen angemessene Preise aufrecht erhalten?