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Moral der Wirtschaft total im Keller???

  • kater
  • 9. Februar 2005 um 03:56
  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 9. Februar 2005 um 03:56
    • #1

    Hallöle,

    das Thema hat zwar nicht mit PA zu tun, ist aber übertragbar....


    ich bin echt schockiert, in BIZZ auf Pro7 kommt grad ein Bericht über Plattformen im Internet bei denen man den Bedarf an Dienstleistungen versteigern kann, sprich wenn man z.B. seine Wohnung streichen lassen will kann man den Auftrag dort anbieten, und die Dienstleister müssen sich dann "unterbieten"..... um Wohnung streichen gings dann auch im ersten Beispiel, ein Gutachter setzt die Kosten mit knapp 1700 Euro an, der Wohnungsinhaber stellt das ganze für 700 Euro ins Netz, der Günstigste will rund 250 Euro, vergeben wird dann an jemanden der rund 350 Euro geboten hat.......

    Und dann kommt eine Malerfirma mit 3 Mann die die Wohnung, für die der Gutachter 2 Tage veranschlagt hat, in 6 Stunden streichen will! Nach 7 Stunden sind sie dann fertig und der Gutachter bemängelt den Fehlenden Grundanstrich der Fußleisten, ansonsten ist alles ok, die Qualität der Arbeit ist also im Großen und Ganzen ok....

    ABER: im nachfolgenden Gespräch mit der Malerfirma wird klar, allein die Personalkosten für diesen Job betragen 358 Euro, durch Anfahrt und Material macht er Verlust, selbst wenn sie wie geplant nur 6 Stunden gebraucht hätten hätte er draufgezahlt....

    Das kann doch echt nicht war sein, wo soll uns das hinbringen? Wenn jetzt schon Firmen Aufträge annehmen obwohl von Anfang an fest steht dass man rote Zahlen schreiben wird ( bei erhofften Folgeaufträgen könnt man es ja noch verstehen ) ? Aus unserer Branche kennen wir dass ja von Hobbykistenschleppern, aber wenn nun prof. arbeitende Firmen ( die vor allem auch davon leben müssen ) auch schon so weit sind, dann gute Nacht Deutschland!

    Warum ich das schreibe? Weils mich gewaltig ankotzt und weils halt auch so gut zur VT-Branche passt.... wie soll man unter solchen Bedingungen angemessene Preise aufrecht erhalten?

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • TechNix
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    218
    • 9. Februar 2005 um 09:43
    • #2
    Zitat

    wie soll man unter solchen Bedingungen angemessene Preise aufrecht erhalten?

    Warscheinlich garnicht.
    Ich denke es wird immer mehr auf dieses "Geiz ist geil" denken hinaus laufen, bis zu dem Zeitpunkt wo alles kippt.
    Und dann ist natürlich wieder der Staat drann schuld, und die Wirtschaft ist auch nur böse, und als Konsument (der nur Billig kauft) hat man ja gar keine Möglichkeit etwas dagegen zu tun....

    Es ist traurig aber wahr.
    Warscheinlich wird es auf den nächsten wirtschaftlichen kollaps hinauslaufen, und danach geht es dann wieder den Berg hoch, so lange bis wieder welche übermütig werden.....

    (Und da heist es immer der Mensch sei fähig zu lernen :roll: )

    Möchtegern Hobbykistenschlepper

  • test
    Profi
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    4
    • 9. Februar 2005 um 10:46
    • #3

    ihr macht da aber einen fehler. der man macht so weniger verlust!!
    wenn die jungs rumsitzen und nichts tun kostet ihn das 358 euro. da er was tut kostet es ihn nur 8 euro zzgl. material. so sieht seine rg aus !!
    so rechnen ja auch die hks sich reich.
    ansonsten leben wir halt in einer zeit, in der sich nichts dreht. das problem ist, ja auch hier im forum zu sehen. 90% der anfragen beziehen sich auf 'billig' material und wo man es noch billiger her bekommt. wenn man hier eine kategorie f. z. b. amps einführen würde ab 800 und darunter. man würde kaum was in der ersteren finden.
    es ist einfach so das uns die chinesen den umsatz weg nehmen, der uns hier im produzierenden teil fehlt. ein chinese ist halt noch billiger als wir. also produziert er es. eine dienstleistung produziert ja in dem sinne nichts.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • hasenfuß
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    1.142
    • 9. Februar 2005 um 11:50
    • #4
    Zitat von "kater"

    BIZZ auf Pro7


    nimmst du fernsehen ernst :?::?::?:


    :roll:


    dann empfehle ich doch lieber das nachtprogramm
    von rtlII o.ä. zu schauen... :D

    ______________________________

    meister vt
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    dj

  • Sokke
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    939
    • 9. Februar 2005 um 11:59
    • #5

    Schuldzuweisungen ("die Verbraucher/die Politik/die Wirtschaft/die Dicounter/die Chinesen/die kleinen grünen Männchen sind schuld") bringen aber rein gar nichts. Auch das gebetsmühlenartige Anprangern einer vermeintlichen "Geiz ist geil"-Mentalität die der Auslöser der ganzen Misere sei, wird nichts daran ändern, dass die Leute da kaufen, wo es am günstigsten ist.

    Überzeugen muss man durch Qualität und hierfür muss der Blick des Kunden geschärft werden. Erklärt den Kunden, warum sie bei euch mehr bezahlen. Wenn man das erklären kann, wird der Kunde bleiben. Andernfalls kämpft man auf verlorenem Posten. Wenn jemand anders tatsächlich die gleiche Leistung günstiger bietet, muss man eben mehr bieten, vor Allem gefühlsmäßig. Sonst darf man sich über ausbleibende Aufträge nicht wundern.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • kater
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    2.304
    • 9. Februar 2005 um 12:54
    • #6
    Zitat von "hasenfuß"


    nimmst du fernsehen ernst :?::?::?:

    Kaum! Aber in diesem Fall hab ich´s für echt empfunden, schau dir doch einfach mal die diversen "Jobauktionen" an die´s im Netz so gibt, dann glaubst du auch was oben steht.....

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • ADMIN
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    • 9. Februar 2005 um 13:12
    • #7

    Im VPLT-Magazin 32 (Seite 35) regt sich Herr von Hofen auch über so Dumper auf, die eine Veranstaltung für nur 63 000,- Euro anbieten... :wink:

    Aber letztlich ist das nichts anderes als das, was man in der Ökonomie den "Scheinezyklus" nennt: Es ist zu wenig Material im Markt, die Verleiher können höhere Preise durchsetzen, also wollen alle den großen Reibach machen und investieren wie blöd. Dadurch kommt zuviel Material in den Markt, ggf. geht gleichzeitig noch die Nachfrage zurück, die Preise sinken, die Leute fluchen, um zu überleben, fangen einige das dumpen an, die Preise sinken weiter, die Großen wollen nun auch in die kleinen Veranstaltungen einsteigen und machen Kampfpreise, die Kleinen wollen an die großen Veranstaltungen ran und machen Kampfpreise, einige Firmen gehen pleite, andere Firmen kommen über die Insolvenzmasse günstig an Material und können dadurch billiger anbieten, andere kaufen beim Chinesen ein und können noch billiger anbieten, ein paar weitere Firmen gehen pleite, keiner hat mehr Lust zu investieren. Dann geht das eine oder andere kaputt, oder wird geklaut und nach Südosteuropa verschoben, so langsam bessert sich die Situation, man kann wieder etwas mehr zulangen, plötzlich zieht unerwartet auch wieder die Nachfrage an, man scheffelt wieder richtig und denkt: "Eigentlich müßte man wieder investieren". Und weil das nicht nur einer denkt, sondern viele, fängt der ganze Zyklus wieder von vorne an.


    Am Rande: Die Sache heißt nicht deswegen Schweinezyklus, weil sich alle so verhalten, sondern weil das Ursprungsbeispiel mit Bauern und Schweinen arbeitet.

    Und: Man kann darüber jammern. Aber es geht auch jeden Abend die Sonne unter.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • TechNix
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    218
    • 9. Februar 2005 um 13:22
    • #8

    Im großen und ganzen hat der ADMIN da wohl recht.
    Nur dass es eben in der Natur des Menschen liegt die Schuld in einem Anderen zu suchen.
    Und man nicht dafür empfänglich ist, dass solche dinge eben gewisse Gesetzmnäßigkeiten darstellen, welche sich so bald auch nicht ändern werden.
    Denn jeder will zwar dass es besser wird.Aber selber dafür auch nur ein klein wenig zurück stecken?
    Never, da dan doch lieber pleite gehen am Dumpingmarkt.....

    Möchtegern Hobbykistenschlepper

  • nouve
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    291
    • 9. Februar 2005 um 14:07
    • #9

    Technix;
    "Warscheinlich wird es auf den nächsten wirtschaftlichen kollaps hinauslaufen"
    Wir sind fast ende der allerletztenkollaps. Ist aber nicht von gestern auf heute geschlüpft. Schon bereits wurde das Witzwort Globaliesierung entpuppt. Letztes Jahr habe ich nur gelächelt an einem Kollege-User von uns, da er sagte;
    Mich geht es nicht an unter welchen Bedingungen die Chinesen "drüben" arbeiten, mir ist wichtig meine Firma und meine Familie.
    Es geht uns wohl an. Vor ein paar Tagen begonnender Thema, Geht PA Branche kaputt oder... ist auch dasselbe Punkt wo wir landen. In den Ende 80er und 90er Jahren haben wir beobachtet an unseren Nachbarn in den Strassen wo wir wohnen, wie die kleine Geschäfte runtergegangen sind, die kleine Bäckereien, Blumenläden, Änderungsschneidereien etc. Damals ich sagte, waw wir sinken gewaltig, sagten mir die ahnungslosen; Na und dafür haben wir besseren(!) und billigen Riesen, das heißt Globalisierung mein Lieber.
    Gehen wir Thema näher ran: Es sind zwei arten von Staaten, Verwaltender und Hanwerkender. Nun machen die Handwerker nicht mehr gern mit. Weil sie schon halbwegs Wissen gesammelt haben. Beispiele; die Briten wollten die Inder, ausgenommen ganze jahrhundertjährige Ausbeuterei, bei IT schiene bilden, was ist jetzt, die Boomen bei der Branche und schon ein Gefahr für die Briten und sie wissen nicht was sie dagegen tun können. Unsere liebe Firma Bosch hat jahrzehntelang seine (sagen wir als Beispiel) Waschmaschinen bei den Türken bauen lassen, nun haben die Türken im Lande die hübsche Imitationen wo sie nicht mehr echte Bosch kaufen müssen, gilt auch für Autobranche und noch welche mehrere Branche, dies ist eigentlich hauptproblem bei Türkei, weil die schlauen wollen die Kuche mitessen mit Europäer, sie wollen nicht mehr Handwerk erledigen mit billigen Arbeitskraft sondern als Verwalter wie EU Länder in die markt einsteigen. Schauen wir z.B. die Etiketten von H&M oder Zara Produkten, nicht mehr wahnsinnig viel wie damals Made in Turkey, sondern Taiwan oder Indien, weil sie noch billiger geworden sind! Sogar verhalten sich wie waschechte Europäer und importieren von Taiwan Nokiaimitationen, dies habe ich letzten Sommer erfahren, da laufen %90 von Handys aus Taiwan
    :? Nokia verdient kein Cent mehr. Dies Beispiel sei für unsre Branche für den Name Behringer sehr passend. Während eine deutsche Riese (eigentlich immer noch) in Afrika die Wälder zerstörte, so gewaltig wie, täglich tausende von qm, unser Stahlindustrie jahrelang die alten Schiffe in Indonesien schlachtenlies, da die Menschen mit blossen Händen die tonnenschwere Platten hoben und trugen, unser liebe einrichtungsfirma Ikea jahrelang die rumänische Kinder arbeitenlies, damals(jetzt auch noch eine weile) ginge-geht uns hier in Europa gut. Als wir seinerzeit dagegen demonstrierten, hatte man uns als doofe traumatisierte Kommunisten genannt, obwohl ich keine Kommunist war. Ich war ein deppen der d. geschwindigkeit d. Weltwirtschafssprung nicht kapieren könnte. Jetzt habe ich mich endlich in jetzigen Alter ordentlich geändert und Salonfähig gemacht; kaufe bei den Grossmärkten ein, kaufe LG(Taiwan) produkten, gehe nie an die kleine Geschäften mehr, egal ob Obst kaufen, Bohrmaschine kaufen, gar bei Behringer kaufen, immer die Wirtschaftsriesen-Konzerne.
    Dies mutation verstehen die Kollegen von unser Gemeinde sicher besser, die in meinem Alter 40, oder über 40 Jahre alt sind.

    mit freundlichen Grüßen

    wenn du nicht neugierig bist auf das,
    was hinter der normalen Realität liegt,
    mußt du schon eine verdammt langweilige Person sein

  • lok1414
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    287
    • 9. Februar 2005 um 15:18
    • #10

    ......." ("die Verbraucher/die Politik/die Wirtschaft/die Dicounter/die Chinesen/die kleinen grünen Männchen sind schuld") ".......

    Alle. Bis vielliecht auf die grünen Männchen.
    Gestehen wir uns doch zwei Dinge zu:
    1. Die Moral der Wirtschaft folgt dem, was sie machen muß. Niemand wird "aus Spaß" in einem asiatischen Land fertigen lassen, sondern macht dies, um zu überleben. Zumindest als Headoffice - die heimische Produktion kann er damit nicht retten.
    2. Gerne möchte man irgendjemanden die Schuld zuweisen, aber die gegenwärtige Situation ist das Ergebnis einer (recht schnellen) Entwicklung aller Beteiligten.

    Ich denke, daß das wirklich furchtbare Dilemma ist, das diese Entwickling nicht reversibel erscheint, sondern die einstigen brummenden Länder (Metteileuropa etc.) die zukünftigen Verlierer sein werden - bis auf die wenigen Leute im Headoffice.
    Und leider gibts keine Patentrezept, die Entwicklung positiv für sich zu verändern. Freunden wir uns also mit dem zukünftigen Lebenstandart vergleichbar mit China an?

    Noch etwas zum Schweinezyklus des Admin: Dieses Modell paßt gut auf ein mehr oder weniger isoliertes Gebilde, heute aber in der weltumspannenden Vernetzung wird es nicht mehr so funktionieren. An die Stelle des Zyklus tritt die Verdrängung. Und wäre es nicht denkbar, daß selbst so lokale Dienstleistungen wie Veranstaltungstechnik in ein paar Jahren nicht billig mietbar ist - vom netten Chinesen?

    Keine Ahnung, aber viele Grüße
    Lok1414

  • the_muck
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    171
    • 9. Februar 2005 um 15:48
    • #11

    so viel zu unserer situation in deutschland

    http://www.taz.de/pt/2004/12/18/a0077.nf/text

    es liegt im auge des betrachters

  • Swemers
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    231
    • 9. Februar 2005 um 16:09
    • #12

    Hi,

    Zitat

    Wir sind fast ende der allerletztenkollaps. Ist aber nicht von gestern auf heute geschlüpft. Schon bereits wurde das Witzwort Globaliesierung entpuppt.


    tja, in der physik würde ich dies eine zunahme der Entropie nennen, zur Zeit spielt diese sich zwichen den mittleren und reichen Staaten ab. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die ganz armen mit ins boot kommen.
    Ob es ein System, politisch und/oder wirtschaftlich gibt welche dies aufhalten kann, und ob man überhaupt ein solches finden sollte sind die Frage aller Fragen, die letzten Jahrhunderte hat sowas nur durch unterdrückung geklappt.

    mfg
    Swemers

  • the_muck
    Beiträge
    171
    • 9. Februar 2005 um 17:00
    • #13

    etwas OT aber ich musste das mal sagen

    noch können wir uns nicht beschwären oder? die meisten von uns haben ein dach auf dem kopf und mehr als eine hose! wir sind mit der sozialste staat der welt und im vergleich zu anderen ländern gehts uns doch super!
    wir könnten jetzt wo es uns so schlecht geht, auch mal anfangen minderheiten und ihre arbeitskraft auszubeuten damit wir mit anderen länder in sachen produktion mithalten können, warum auch nicht!
    wodurch sind die meisten industriestaaten denn groß geworden?
    wir wollen alles so billig wie möglich erwerben, aber unsere arbeit teuer bezahlt bekommen! jetzt bekommen wir die quittung!
    und noch so ein paar sachen die ich nicht versteh!
    warum zahlen xtrem sportler, raucher usw... genau so viel versicherrungsbeiträge wie jemand der auf sein leben und seine gesundheit achtet?
    oder sind die riesen summen die musiker, rennfahrer, sportler usw... bekommen gerechtfertigt?
    etwas weit her geholt aber was meint ihr wieviel geld wissenschaftler von der öl, kern industrie bekommen um alternative ernergien nicht auf den markt zu bringen? wenn schon schiris in der 2ten liga bestochen werden...
    macht 5 minuten die augen auf und ihr seht wie weit es die menscheit gebracht hat... wir wollen auf andere planet siedeln und bekommen das leben auf diesen einem nicht mal hin.
    wir müßen die prioritäten anders setzten sonst gehts mit uns zu grunde!

    mein freund paulo in brasilien wohnt in einem haus was man hier als robau einer garage beschreiben würde, mit seiner ganzen familie(und das ist für ihn luxus)... kann mit 25 jahren nicht richtig rechnen und schreiben hat eine lange und ein kurze hose und letztes jahr sich sein 2tes hemd gekauft, und teilt sich mit seinen geschwistern 2 paar schuhe!

    in diesem sinne...

    es liegt im auge des betrachters

  • kater
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    2.304
    • 9. Februar 2005 um 17:57
    • #14

    uiuiuiuiuiuiui...........

    wir wandern gerade quer durch alle Wirtschaftszweige und alle Nationen .... ;o)

    Das is auch ok, aber um nochmal zum Anfangspost zu kommen:

    Ihr redet immer alle von Chinaware, oben hab ich einzig und allein von örtlich an Deuschland gebundener Arbeitsleistung gesprochen ( Wohnung in Deutschland muss man ja auch in DE strechen :wink: ).Es ging nicht darum ob wir mit der Produktion in Biliglohnländern nicht mehr mithalten können, es darum wie wir Untnehmer in DE uns ganz allein den Markt kaputt machen ( wobei wir auch wieder beim Thema Schuldzuweisung wären ). Wenig arbeit hin oder her, aber lieber Arbeitslos als dauerhaft vol draufzahln. Wenn einen Job keiner für XYZ Euro macht ( weil nicht rentabel ) dann ist der Kunde Preis XYZ auch nicht gewohnt, und dann muss auch keinerXYZ unterbieten....

    Bei Hobby als Nebentätigkeit kann ich´s ja noch verstehen, aber oben z.B. ging es um nen Maler, keinen Nebenbei-Wohnungs-Herrichter, und die Arbeit dieses Malers war im großen und ganzen auch von angemessener Qualität ( bis auf die Fußleisten... ).

    Genau da seh ich das Problem, qualifizierte Arbeitskraft, qualitative Arbeit und dann mit dieser Preismoral, das find ich nochmal ne ganze Ecke schlimmer als die Chinwaren-Geschichten.

    Ansonsten vielen Dank an Micha für den Schweinezyklus, wenn du mir jetzt noch sagen würdest wie lange es deiner Einschätzung nach noch dauert bis das Schwein wieder die Kurve kratzt, weil wo ich doch grad so viel Schweine Einkaufe ( nich fürn Stall, für´s Lager :wink: , ) :D:D:D

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • Campfire
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    1.356
    • 9. Februar 2005 um 18:15
    • #15

    Zur Globalisierung: Je unproblematischer/billiger es wird Dinge zu transportieren, desto geringer wird der Druck, dort zu Produzieren wo das Zeug gebraucht wird. D.H. alles wird dort Produziert wo am Endeffekt der Meiste Gewinn rauskommt.
    Der meiste Gewinn lässt sich bei der momentanen guten Transportsituation am besten mit der Fertigung in einem Niedriglohnland erziehlen. Mit diesen Ländern können "wir" nicht Konkurieren (Lebensstandart, Alters-Kranken-Arbeitslosen-Versorgung).
    Ich denke entweder wird die Globalisierung stärker Politisch reguliert (Transportzölle/Einfuhrzölle/Verteuerung der Spritkosten), Die Globalisierung weitet sich auch auf andere Bereiche Aus (Menschenrechte, Umweltschutz, Lebensstandart), Oder der Lebensstandart in den Industrieländern nivelliert sich langsam immer weiter nach unten bis er der in den Billiglohnländern entspricht.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • kater
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    • 9. Februar 2005 um 18:33
    • #16
    Zitat von "Campfire"

    Zur Globalisierung: Je unproblematischer/billiger es wird Dinge zu transportieren, desto geringer wird der Druck, dort zu Produzieren wo das Zeug gebraucht wird. D.H. alles wird dort Produziert wo am Endeffekt der Meiste Gewinn rauskommt.
    Der meiste Gewinn lässt sich bei der momentanen guten Transportsituation am besten mit der Fertigung in einem Niedriglohnland erziehlen. Mit diesen Ländern können "wir" nicht Konkurieren (Lebensstandart, Alters-Kranken-Arbeitslosen-Versorgung).
    Ich denke entweder wird die Globalisierung stärker Politisch reguliert (Transportzölle/Einfuhrzölle/Verteuerung der Spritkosten), Die Globalisierung weitet sich auch auf andere Bereiche Aus (Menschenrechte, Umweltschutz, Lebensstandart), Oder der Lebensstandart in den Industrieländern nivelliert sich langsam immer weiter nach unten bis er der in den Billiglohnländern entspricht.

    Jo, aber eigentlich auch wieder OT, ihr kommt wohl vom TC ( Thema China ) nicht weg? :D


    Ja, ich weiss, TC hat Sitz in Dänemark, nicht China....... :D

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  • test
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    • 9. Februar 2005 um 19:02
    • #17

    deswegen nicht, weil china jeder kennt und man so sich nicht an seiner eigenen nase reiben muß. wir geben ja alle lieber weniger geld aus und zwar nach china als etwas mehr hier in d. so halten wir unsere 'lokalen' kosten klein und wälzen das problem auf den 'globalen' staat ab. machen wir ja auch so, mit den partys, wo wir lärm bis der arzt kommt machen. zahlen tut es in 20 jahren die gesellschaft. also wir nur zu einem kleinen teil. ferner haben wir heute mehr geld in der tasche und mehr technik im auto :D
    das problem geht uns also alle an und ganz besonders unsere behringer fraktion, die mit dem argument, ich habe dann ja viel mehr mat im lager wenn ich behringer nehme.
    behringer ist ein synonym für die billig anbieter. 8)

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  • nouve
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    • 9. Februar 2005 um 19:08
    • #18

    kater;
    Jo, aber eigentlich auch wieder OT, ihr kommt wohl vom TC ( Thema China ) nicht weg?

    Tja, alles kommt aus einem Gesamtbild, dann erscheinen die Reflektionen von dem Bild einmal so und einmal so etc. wie man sie interpretiert.
    In den urzeiten hat man die Menschen in Indien getestet (fragt nicht warum, sagen wir Menschenverhaltensstudie);
    Schickt man einen in einem finsteren raum wo ein Elephant steht und lassen die ihn einmal Berühren. eine sagt Säule, andere sagt ein Gott,...

    wenn du nicht neugierig bist auf das,
    was hinter der normalen Realität liegt,
    mußt du schon eine verdammt langweilige Person sein

  • MaO
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    • 10. Februar 2005 um 14:12
    • #19
    Zitat

    so viel zu unserer situation in deutschland

    http://www.taz.de/pt/2004/12/18/a0077.nf/text

    Dieser Artikel ist mal sowas von überflüssig...

    Aber die Handwerkskammern stehn sicher schon in den Startlöchern und wittern fette Beute: Zertifikat zur Fachkraft für sex. Befriedigung :lol:

  • hasenfuß
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    • 10. Februar 2005 um 14:18
    • #20
    Zitat von "nightzoom"

    fette Beute: Zertifikat zur Fachkraft für sex. Befriedigung


    loooool

    und die ihk bietet die entsprechenden kurse an...

    ______________________________

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