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FOH verkabelung

  • Heni40
  • 28. März 2005 um 14:09
  • Heni40
    Beiträge
    132
    • 28. März 2005 um 14:09
    • #1

    hi,
    ich würde gerne mal wissen, wie man Peripherie verkabelt.
    Sagen wir, folgendes Material ist zur Verfügung:

    2x DBX 166 XL
    4x Behringer Gates
    1x TC M300
    1x Yamaha SPX 990

    was kommt davon jetzt in einen Insetweg? Normalerweise Kompressoren und Gates oder? Aber kann ich die einfach in Reihe schalten? Was mache ich dann mit den Hallgeräten? In der Gruppe insertieren oder über Aux einschleifen?
    Hab damit eigendlich kaum Erfahrung...
    bisher wurde fast alles roh, also komplett ohne Effekte wiedergegeben... natürlich war der Sound auch dementsprechend.
    Hab mir vorgenommen mehr Erfahung mit Peripherie zu sammeln, daher diese Fragen...

    mfg
    Heni

  • dave
    Beiträge
    288
    • 28. März 2005 um 14:57
    • #2

    Hallo

    Die Gates und Comps werden mittels Insertkabel (Symetrische Klinke-- 2 unsymetrische Klinke) mit den Insertbuchsen des Mischpultes verkablet, wobei du darauf achetn mußte, dass Tip und Ring richtig mit In und Out der Geräte verkabelt sind, da sonst nichts mehr im Kanal ankommt. Dazu einfach mal ein Blick in die Anleitung des Mischpultes werfen, was InsertSend und was InsertReturn ist (entweder tip oder ring).
    Die Eingänge der Effektgeräte werden mit den AUX Sends des Pultes verbunden. (Am besten die Post Fader Auxsends benutzten sonst kann es peinlich werden wenn du ein Kanalfader zu ziehst und der Effekt noch stehen bleibt)
    Die AUsgänge der Effektgeräte vebingest du entweder mit den Aux Return Eingängen des Pults oder mit normalen Pulteingängen. (Im zweiten Fall darauf achten, dass du hier nicht den Auxweg aufdrehst auf dem der Effekt liegt, da du sonst eine Rückkopplung bekommst)
    (DU kannst die Effektgeräte rein theoretisch auch in ein Kanalinsert einschleifen und dann über den Mix Regler am Effektgeräte den Effektanteil regeln, dieses VErfahren ist aber unüblich und unpraktisch, da der Effekt dann nur auf einem Kanal möglich ist)

    Mfg
    David

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 28. März 2005 um 15:04
    • #3

    :D:D:D
    1) Du besitzt solches Equipment und willst es in "Reihe schalten" muhaha...
    2)ein Tip: kauf dir das Buch vom Admin("Michael Ebner-handbuch der Pa Technik")ist für die Anfänge gut zu gebrauchen...weitere Probleme werdern zwar auftauchen-aber wozu gibts das Forum... :twisted: :evil:
    3)Um mal konstruktiver zu werden: Kompressoren (Die 166 DBX) brauchst du meist nur für die Vocals(Lead und Backing vocs) Schleifst du also über die Inserts bei den Kanälen ein wo du die Vocals gesteckt hast(un ja jeder mono Kanalzug sollte eine eigene Insertbuchse haben...)
    4)Die Gates werden in den Knälen eingeschleift wo du die Drum drauf liegen hast (je nachdem mit wieviel mics du arbeitest und wie viele Gates du zu verfügung hast(meist weniger Gates als Mic's, gaten viele die ich kenn nur die Toms...aber ein Gate ist nicht nur ein Gerät zur nebengeräuscheliminierung sondern auch zur Klanggestaltung...(und es macht einen Unterschied wie Attack und Release eingestellt sind :wink:
    5) Die Effekte: lässt du über die Aux wege laufen, Und zwar POST-Fade-
    Um gut damit zu arbeiten gehst du zurück nicht über die Aux returns(klanglich meist net so dolle und keine Möglichkeit den Sound zu verändern) sonder in einen Stereokanalzug. Auf jeden Fall gehören die Effekte nicht in die Inserts...

    Disclaimer: Alle angaben ohne Gewähr... Die Aussagen sind für 99 Prozent der kleineren Jobs (Coverbands etc) richtig.

    Aber mal im ernst- du willst nicht ernsthaft ne band abmischen oder? So gewinnst du keinen Kunden...Das kann ich dir sagen- weil du sorry bei deinem Wissensstand in DIESEM GEBIET leider inkompetent bist.-Sorry das ich das so hart sage ich will dich nicht anpissen - irgendwann hat jeder seine erste Band zum abmischen- aber bitte bitte bitte...kümmer dich zumindest mal zuerst ums theoretische bevor du in die Praxis einsteigst....

    Mit doch freundlichen Grüßen Julian

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 28. März 2005 um 15:05
    • #4

    da war wer wohl schneller als ich--- :D

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Heni40
    Beiträge
    132
    • 28. März 2005 um 15:20
    • #5

    also danke erstmal für die Antworten...

    Es geht mir nicht um KUNDEN, sondern um befreundete Bands, die froh sind, wenn jemand da ist, der weiß was ein EQ ist. Ok, hab mich vielleicht ein wenig doofer dargestellt als ich bin, aber ich wollte halt auch einfache Antworten haben.
    Das Equipment besitze ich übrigens nicht, ich meinte nur, angenommen es wäre vorhanden.

    Also weiter:

    macht es also keinen Sinn einen Kompressor mit nem Gat in Reihe zu schalten?? bzw. braucht man die nicht zusammen?

  • backliner
    Beiträge
    6
    • 28. März 2005 um 16:03
    • #6

    Also ich weiss nicht genau was Gate und Comp in "Reihe schalten" bringen soll. Falls Du auf Drums anspielst:

    Steck die Gates in die Inserts am Kanal, also Gate für Kick, Gate für Snare etc, soviele du halt hast. Route Dir die Drums auf ne Gruppe und, falls das Pult sowas bietet, inserte nen Komp auf die Gruppe.

    Du kannst auch z. B. auf eine Gruppe nur Kick routen. Dann hast für Kick im Kanalinsert ein Gate, im Gruppeninsert nen Comp, falls Du sowas mit "Reihe schalten" meinst. Ob man damit aber Brauchbares erzielt?

    Wenn aber Mucker und Material stimmen, kannst du evtl. gänzlich auf Gate und Comp verzichten. Ich probiere immer erst ohne, nur wenn Drums sehr schlecht gestimmt sind, wird gegatet. Comps benutze ich nur für Gesang.

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 28. März 2005 um 16:46
    • #7

    mit "in reihe" wird er wahrscheinlich meinen, dass man den Ausgang des einen mit dem Eingang des anderen verbindet. Das ist zwar keine professionelle Ausdrucksweise, aber so schwer zu verstehen ist es nun auch nicht.

    Und diese von-oben-herab-Art die hier einige an den Tag legen ist ja wohl sowas von sch...! :evil:

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Tobias Zw.
    Profi
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    • 28. März 2005 um 18:24
    • #8

    Tja, da muß ich Sokke Recht geben. Ich bin ja auch ein arroganter Schnösel, aber so muß man doch wirklich nicht auf die Frage eine neugierigen Newbies antworten...

    Ich verstehe Dein "in Reihe schalten" jetzt mal so wie Sokke, also daß Du mit dem Signal aus dem Insert rauskommst, gehst in das Gate rein, aus dem Gateausgang in den Compressoreingang und dann aus dem Compressorausgang in den Insert Return zurück.

    Das mach meines Erachtens bei manchen Anwendungsfällen auf jeden Fall Sinn und wurde von mir auch schon gerne gemacht. Am liebsten mache ich so etwas bei Snares. Zuerst einmal gate ich mir das Signal schön sauber (wenn's die Musik und der Drummer erlauben) und komprimiere das Signal dann, um's schön dicht und fett zu kriegen. (Ja, und der Drummer überrascht mich dann auch nicht mehr so, wenn ihn die Begeisterung ergreift.)

    Zu überlegen ist allerdings, ob das im großen Zusammenhang Sinn macht. In dem Rahmen, in dem Du jetzt wahrscheinlich erst mal anfängst, sind andere Dinge viel wichtiger als die letzten 2 % des geilen Snaresounds - also, daß sich die Musiker hören, daß man alle Instrumente hört, daß das ganze dynamik- und klangmäßig stimmt... Aber wenn Du mal die Möglichkeit, Zeit und Lust hast, das auszuprobieren - warum nicht? Auch schön ist übrigens, wenn man bei begrenzten Ressourcen Kick, Snare und Toms einzeln gatet und dann auf eine komprimierte Subgruppe legt. Macht das Schlagzeug auch schöner und besser handlebar.

    Und laß' Dich von ein paar Dumpfbacken hier im Forum nicht entmutigen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Campfire
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    1.356
    • 28. März 2005 um 19:16
    • #9

    Den Gesang würde ich lieber nur auf den Subgruppen komprimieren um die Feedbackgefahr (monitoring) nicht zu erhöhen und um das Dynamikgefühl des Sängers nicht zu verwirren

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Wulfson
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    • 28. März 2005 um 19:31
    • #10

    also fassen wir mal zusammen:
    kick--> raus aus dem insert, rein in ein gate, vom gateausgang zum compressor und zurück ins pult
    snare--> zweiter comp per insert einschleifen
    toms--> die drei übrigen gates hierfür verwenden
    den zweiten compressor schleifst du in den insertweg deiner voc subgruppe
    die beiden fx´se bekommen post fade (meißt aux 5-6 bei kleinen pulten) ihr signal und return entweder über kanalzüge oder stereo in

    möglichst kein gate auf die snare und nur soviel compressor, wie nötig. der 166er ist nicht unbedingt optimal für bd aber meißt besser als nichts. unerfahrene drummer hauen am anfang meißt ordentlich rein und werden dann recht schnell "fußlahm". mußt du testen, wieviel comp hier sinn macht.

    viel spaß beim experimentieren

  • kater
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    • 29. März 2005 um 01:25
    • #11

    was ist an " in Reihe " nicht zu vertsehen? Is doch ne gute Beschreibung ...

    Was ich eigentlich sagen wollte: Mit DBX166 kannst du das " in Reihe " sein lassen, der 166er hat ja eh nen Gate in jedem Kanal ...

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • Wulfson
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    • 29. März 2005 um 09:27
    • #12
    Zitat von "kater"


    Was ich eigentlich sagen wollte: Mit DBX166 kannst du das " in Reihe " sein lassen, der 166er hat ja eh nen Gate in jedem Kanal ...


    was aber leider, sagen wir mal, suboptimal funktioniert. da kann mann weder attack, hold, release einstellen. das ist aber nun mal ganz wünschenswert. das gate vom 166er nutze ich i.d.r. zum "stummschalten" von rauschenden gitarren amps oder alten orgeln (lesley).

  • kater
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    2.304
    • 29. März 2005 um 10:23
    • #13

    Ich muss zugeben, ich könnt mich nicht erinnern das Gate vom 166er schon mal benutzt zu haben, aber für den comp. drücken die meisten doch auch auf Auto, ich würd schon davon ausgehn das diese Automatik auch das Gate steuert!?

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • Heni40
    Beiträge
    132
    • 29. März 2005 um 11:13
    • #14

    danke für die vielen jetzt wirklich nützlichen Antworten. Ja das Gate am 166 XL habe ich absichtlich nicht in Betracht gezogen, weil da die entsprechend wichtigen Regler fehlen. Ich weiß leider nicht, wie es ist mit der Auto funktion.
    Mit "in Reihe" schalten meinte ich genau das, was Sokke und Tobias Zw. gesagt haben, wie nennt man das denn professionell?? ;)

  • niggles
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    Beiträge
    4.312
    • 29. März 2005 um 12:31
    • #15
    Zitat von "Wulfson"

    also fassen wir mal zusammen:
    kick--> raus aus dem insert, rein in ein gate, vom gateausgang zum compressor und zurück ins pult
    snare--> zweiter comp per insert einschleifen
    toms--> die drei übrigen gates hierfür verwenden
    den zweiten compressor schleifst du in den insertweg deiner voc subgruppe
    die beiden fx´se bekommen post fade (meißt aux 5-6 bei kleinen pulten) ihr signal und return entweder über kanalzüge oder stereo in

    möglichst kein gate auf die snare und nur soviel compressor, wie nötig. der 166er ist nicht unbedingt optimal für bd aber meißt besser als nichts. unerfahrene drummer hauen am anfang meißt ordentlich rein und werden dann recht schnell "fußlahm". mußt du testen, wieviel comp hier sinn macht.

    viel spaß beim experimentieren

    kann man sich jetzt drüber streiten. Meine Belegung würde hier so aussehen.

    BD, Snare, kleine Toms --> 4xGate. Alternativ BD und alle Toms gaten, aber wenn der Drummer wie so oft seine Snare mit auf dem Monitor haben will kann man entweder ewig am Drumfill-EQ rumfitzeln bis es nicht mehr dröhnt und pfeift oder ihm halt einfach ein Gate reinstopfen.

    Beide Kompressoren in jeweils eine Subgruppe inserten, Subgruppe 1 Lead Vocals, Subgruppe 2 Bass. Die beiden sind meistens die Haupt-"Sorgenkinder" in Sachen Dynamik, da muß die BD halt auf den Kompressor verzichten. Obs schiebt oder nicht ist meistens eh mehr eine Sache der Mikrofonauswahl/Positionierung und des EQ'ings.

    M300: Send vorletzter Post Fade Aux (z.B. 5), Return auf 2 freien Kanälen: Gesangshall bzw. Delay
    SPX 990: Send letzter Post Fade Aux (z.B. 6), Return auf 2 freien Kanälen: Snarehall

    Bei beiden Geräten den Mix-Regler auf 100% wet und beim Soundcheck den Input Gain des Effektgerätes so einstellen daß bei etwa halboffenem Aux Master und 3/4 offenem Auxregler in einem einzelnen Kanal die Aussteuerung korrekt ist.

    So, und dann bitte beim Verkabeln noch auf die Stromversorgung achten (Pult und Siderack an der gleichen Steckdose anschließen und metallischen Kontakt zwischen Siderack und Pult, "fremden" Geräten oder geerdeten Metallteilen vermeiden, sonst brummts ziemlich sicher) und alles wird gut.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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