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DJ Booking

  • zegi
  • 1. April 2005 um 11:15
  • zegi
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    • 1. April 2005 um 11:15
    • #1

    Liebe Forumler und Forumlerinnen

    Ich kenne die DJ-Szene aus vier verschiedenen Perspektiven. Als DJ, als Veranstalter und als Vermieter der Technik und als Besucher.

    Aus allen vier Perspektiven mache ich die selbe Beobachtung. An vielen Orten (auch sehr angesagte Locations oder namhafte Parties) werden DJs gebucht, die gar nichts können: Sie treffen den Nerv der Partyleute nicht, sie können nicht mixen, teilweise gibt es sekundenlange Aussetzer, sie können den Pegel nicht halten und kennen teilweise am Mischpult nur die Kanalfader (was issn gain?!).

    Da frage ich mich, was die Veranstalter dazu bewegt, solche Leute zu buchen. Meines Erachtens spielt hier oftmals nur die persönliche Ebene. DJ kennt Veranstalter ond gut...

    Sicher gibt es auch qualifizierte DJs, die zu Recht am Mischpult stehen.

    Mich interessiert jetzt, ob ihr ähnliche Erfahrungen habt.

    (soll ich da 'ne Umfrage machen?)

    Der Ton macht die Musik.

  • lightning
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    385
    • 1. April 2005 um 15:03
    • #2

    Dasist eigentlich ganz einfach zu erklären:

    Guter DJ, 300 bis 500€ pro Abend, jemand der eine CD einlegen, play drücken und Fader ziehen kann, 50 - 200€ je Abend.

    Da wie immer Geiz geil ist, ist das Verhalten verständlich.

    Aber gefährlich, denn der Veranstalter verkauft den Leuten ja Spaß durch gute Musik, wenn das nicht gegeben ist kommen die Gäste nicht mehr.
    Diskussion hatten wir jetzt in zwei Diskotheken, wo wir, die Techniker, den Betreibern ihr Geschäft erklären mussten. Jetzt haben wir zumindest in einem Laden wieder gute Musik...

    lightning

  • Reini
    Beiträge
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    • 1. April 2005 um 15:17
    • #3
    Zitat von "zegi"

    ...........da frage ich mich, was die Veranstalter dazu bewegt, solche Leute zu buchen. Meines Erachtens spielt hier oftmals nur die persönliche Ebene. DJ kennt Veranstalter ond gut...

    Sicher gibt es auch qualifizierte DJs, die zu Recht am Mischpult stehen.

    Aussagen wie "ich bin auch DJ" kennen wir doch alle..... + Vitamin B ist hier meist das ganze Geheimnis.

    Ob die dann gut sind, nur weil sie ein paar 14-jährige Gören kennen, steht auf einem Ganz anderen Blatt.

    Richtig mixen hab ich das Ganze bisher nur einmal erlebt und der DJ war wirklich exellent (ausgenommen sind mal die Reinen Techno, HipHop Black etc. DJ's die sich auf Ihrem Bereich spezialisiert haben). Dem DJ war es egal welche Musikrichtung und wie lange 1 Lied gelaufen ist (meist zwischen 1 min und 1:30 min).............

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 1. April 2005 um 15:19
    • #4
    Zitat von "lightning"

    Guter DJ, 300 bis 500€ pro Abend, jemand der eine CD einlegen, play drücken und Fader ziehen kann, 50 - 200€ je Abend.

    Was ist ein guter DJ?

    Wo legst Du hier die Grenze und mit welchen Kriterien Fest?

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • DSH-Audio
    Beiträge
    1.176
    • 1. April 2005 um 16:07
    • #5

    Bei uns läuft das so:

    Ich buche Dich und Du buchst mich...

    Damit sind dann schon 95% aller Bookings in und um Düsseldorf's Szene-Clubs erklärt.

    Gruss Dirk

    Gruss Dirk

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 1. April 2005 um 17:20
    • #6

    Ich kann die Beobachtung bestätigen und glaube, dass sie vor Allem an drei Dingen liegt: 1. weiß kaum jemand zu schätzen wenn jemand wirklich auflegen (und nicht nur Play drücken) kann (bei Fehlern wie Clipping, unprofessionellen Musikpausen, schlechten Übergängen etc. fehlt den Veranstaltern das Problembewusstsein), 2. wird oft Mainstream verlangt und viele wirklich gute DJs sind nicht bereit, jegliche Grütze zu spielen nur weil es bei den 16jährigen ankommt (wer gut auflegen kann ist noch lange kein guter Kaufmann). Zum 3. sind die Strukturen stark verfilzt, es läuft fast ausschließlich über Vitamin B. Wo wird schon eine Ausschreibung für einen DJ gemacht?

    [Hier die Signatur einfügen]

  • skipper
    Beiträge
    296
    • 2. April 2005 um 00:43
    • #7
    Zitat von "zegi"


    Mich interessiert jetzt, ob ihr ähnliche Erfahrungen habt.

    In einem Nachbarort gibt es alle vier Wochen 'ne Party in 'ner Szenekneipe mit ca. 200 Gästen.
    Der DJ (immer der selbe) trifft unheimlich gut "den Nerv des Publikums", geht immer bis 5 Uhr morgens.
    Der DJ hat Doppel-CD und Mixer, den er in den Mixer der Kneipenanlage stöpselt.
    Von der hauseigenen Technik sind nur zwei Boxen sichtbar (Ramsa WS-AT 300?, 15" + Horn).
    Habe mal im Netz nach Daten gesucht: ziemlich teuer, aber nur bis 70 Hz runter. Selbst meine Lebensgefährtin
    sagte:"Das klingt Sch**** hier". Ich fand: Es klingt anstrengend. Erstaunlicherweise fand ich den Bass
    zu fortgeschriitener Stunde akzeptabel (hab's erstmal auf die Promille geschoben).

    Ein paar Tage später traf ich den DJ und habe ihm meinen Eindruck geschildert.
    Darauf sagte er: "Das mach ich immer so, wenn es später am Abend so richtig zur Sache geht, dann dreh' ich
    an meinem Mischpult mehr Bass rein."

    Hallooo, geht's noch?
    Stundenlang mein Gehör quälen und dann auf "normal" stellen?

    Fazit: Bringt die Gäste (die der Sound scheinbar nicht interessiert) richtig in Fahrt, braucht aber technisch Nachhilfe.

    navigare vivere est

  • lightning
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    • 2. April 2005 um 11:49
    • #8
    Zitat von "Reini"

    Was ist ein guter DJ?

    Wo legst Du hier die Grenze und mit welchen Kriterien Fest?

    Ich ziehe die Grenze immer dann wenn ich den DJ höre, was für Musik er macht is mir egal, Hauptsache er führt das Publikum, macht gute Übergänge und (ganz wichtig!) lässt die roten LEDs aus. Desweiteren muss er mit mir als Techniker zusammen arbeiten können. Bei allen DJs die ich zu den "guten" zähle trifft dies zu. Teilweise haben diese DJs auch schon Listen mit den BPM von den Songs die er spielen will etc. sind als auch den Job vorbereitet. Was man von den 50 bis 200€ DJ nicht sagen kann, die kommen an, wollen ihr eigenes Omnitronic Pult angeschlossen haben, weil sie auf einem DJM600 nicht arbeiten wollen etc. Haben fast nur zu schnell selbstgebrannte (Jitter über PA kommt gut...;-) ) Also dort liegen die qualitativen Unterschiede. Bei Mainstream Party Mucke muss der DJ auch nen bisschen aneizen können und nicht nur Fader runter, Publikum schreien lassen.

    ligtning, ich hoffe das war verständlich

  • partymucke
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    • 2. April 2005 um 12:06
    • #9
    Zitat

    ... macht gute Übergänge und (ganz wichtig!) lässt die roten LEDs aus.

    Gibt es die? Kenne leider nur entweder oder

    Grüße
    Matthias

    ***
    Meine Beiträge sind in der Regel freundlich, sachlich richtig, ernst gemeint und kompetent sowiso. Ausnahmen dienen zur Bestätigung der Regel.
    ***

  • lightning
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    • 3. April 2005 um 11:47
    • #10

    Ja auch solche Leute gibt es, man muss sich die DJs nur erziehen... Immer wenn ein Signal über 0 dB an meinem Pult ankommt stehe ich neben ihm und sag ihm das... Wenn er zu voll ist um es zu verstehen, greife ich ihm ins Pult!

    Irgendwann halten sich alle daran...

    lightning

  • DJ Sawtooth
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    • 3. April 2005 um 23:06
    • #11

    Ein guter DJ sollte auch ein bischen mit der Technik umgehen können, sprich, er sollte wissen, dass ein krachender Lautsprecher so nicht normal klingt.

    Er sollte auch mal in der Lage sein, eine zu laute PA zur erkennen und entsprechend einzuregeln...

    Und er sollte die Begriffe "Übersteuern", "Clippen" und "Ohrenschmerzen" kennen und ernstnehmen...

    Besoffene DJ´s kann man ohnehin nicht als "gut" bezeichnen...

    Und diejenigen, die das ganze nur wegen "Ruhm" und "Bettpunkten bei den Mädels" machen... da sag ich mal nix dazu...


    Spass sollte man dabei auch haben...

    Ich hasse Leute, die einen Satz beginnen und ihn nicht....

  • udnevent
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    • 5. April 2005 um 21:11
    • #12

    Okay, dann will ich mich an der Stelle mal outen:

    Ich trinke auf meinen Gigs grundsätzlich keinen C2 !

    Bin ich deswegen jetzt, da atypisch, ein schlechter DJ?

    Nachdenkliche Grüßlis
    Uli
    (Ist eine Alkoholvergiftung als Berufskrankheit beantragt? Bei welcher BG?)

  • manuela
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    • 7. April 2005 um 10:01
    • #13

    Ich finde einen guten DJ erkennt man der Art wie er sich gibt !

    Was der so am Mikro macht, ob er sich dem Geschmack der Rasselbande anpaßt und seine freundliche antörnende Art, möglichst etwas Humor dabei. Nicht zuviel und nicht zuwenig. Wer das nicht hat ist nur ein CD-Schupser, da hilft auch keine FH Tontechnik. 8)

    Ich hab da auch mal ne Frage zu.

    Warum sind das eigentlich immer Männer?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ_Uwe
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    • 7. April 2005 um 10:09
    • #14

    Hallo Manuela!

    Ich persönlich finde frauen hinter dem Mischpult klasse. Nur leider trauen sich die meisten mädels nciht an die technik ran. Ein minuspunkt ist , das eine durch alkohol und nikotin geschädigte männerstimme mehr nach party klingt. Bei Frauen denkt man bei so was immer sofort an eine Dame die in Ihrem leben schon sehr viele Betten gesehen und ausprobiert hat.

    Mein Fazit : Frauen an den Mischer und Musik auswählen und auch mixen lassen, da haben sie wesentlich mehr feingefühl, aber wenn es um Animation und Moderation geht klingt eine "versoffene" Männerstimme einfach bessser.

    Das ist jetzt nur auf Party bezogen. Im TV oder Radio finde Frauenstimmen sehr angenehm.

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  • zegi
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    • 7. April 2005 um 10:18
    • #15

    @ manuela: ich finde, dj und mikro haben nix miteinander zu tun. sowas ist der job des mc. ich finde das zum k****, wenn djs die ganze zeit labern, um zu vertuschen, dass sie nicht mixen können.

    Der Ton macht die Musik.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 7. April 2005 um 10:25
    • #16
    Zitat von "zegi"

    ich finde das zum k****, wenn djs die ganze zeit labern, um zu vertuschen, dass sie nicht mixen können.


    Danke, da hast mir aus der Seele gesprochen.

    .......am schlimmsten ist es, wenn "Sommer of 69" läuft, die Menge will beim Refrain mitgröhlen, und der DJ fängt an zu labern. Dass ihm hier seine eigene Gesundheit nichts Wert ist, versteh ich nicht, aber..... :D

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Andreas Hannover
    Beiträge
    771
    • 7. April 2005 um 10:47
    • #17

    Gaqnz eurer meinung, mein Mic bleibt auch meist aus, DJ´s die denen das Mic am Mund festgewachsen ist gehören max. auf ein Schützenfest. Leider muss auch ich immer wieder feststellen wie schlecht amnche kollegen sind.

    @ Manuela:
    die meisten faruen schreckt die technick und das Gewicht der selben ab. Ansonsten habe ich nichts gegen Frauen als DJ ist mal was anderes, leider habe ich bei 90% der DJanes shlechte erfahrungen gemacht, aber auch ein paar gute.

    Für mich zeichnet sich ein guter DJ dadurch aus das er dasPArtyvolk durch die Musik und nicht durch dummdusseligeblablubbsprüche oder gar witze animiert. Die roten Led´s bleiben aus, die Anlage wird vorher gecheckt, ebenso die Mikros. Er kennst sich ein wenig in der Musikszene aus, geht auf die Gäste ein, kann auch mal nein sagen ( es werden gerade schlager gespielt Tanzfäche ist voll und es wird Hi hop gewünscht), er leitet die Gäste ( Hochzeit das 20 spiel und die meisten gäste sind genervt da sge ich jetzt nicht) und er sollte immer dran denken die Party macht er nicht für sich.

    Ein Party ist erst dann zuende wenn ich weg bin.

    Andreas Vespermann
    Bissendorfer Weg 33
    30855 Langenhagen
    0511/89897086
    http://www.av-veranstaltungsservice.de
    http://www.dj-andreas-hannover.de

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. April 2005 um 10:55
    • #18
    Zitat von "zegi"

    @ manuela: ich finde, dj und mikro haben nix miteinander zu tun

    Dann kauf dir einen CD-Wechseler ! Sorry für die Antwort,
    ich sehs andersrum. Grade dadurch daß er auch etwas ( ich mein um Gotteswillen nicht dauernd. eher wenig) moderiert und auflockert schafft er doch erst den Unterschied zum Radio wo man die playlist kommentarlos hinzunehmen hat.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. April 2005 um 11:02
    • #19
    Zitat von "Andreas Hannover"

    die meisten frauen schreckt die technik und das Gewicht derselben ab..

    :D:D:D Ich bin darum bemüht das zu ändern ! :D:D:D

    wer mal bei mir Konsole oder MT4 tragen möchte darf sich gern drum bewerben. p.s. bin keine "Dj"

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJ_Uwe
    Beiträge
    791
    • 7. April 2005 um 11:41
    • #20

    Hallo!

    Die kunst des DJ ist es eigentlich alles können, aber gerade das zu machen was das Publikum wünscht.

    Bin ich auf einem Schützenfest muss ich halt Damenwahl und co anmoderieren. Auf einer Hochzeit kommt es darauf an eine Gute Musikauswahl zu treffen und alle Anwesenden durch den Abend zu geleiten und auch meist sich darum zu kümmern was wann passiert damit alles funktioniert.
    Steht man dagegen bei einem gehobenen Publikum braucht man das Mikro meist nur 2 mal am Abend. Einmal am Anfang um sich vorzustellen und allen einen Angenehmen abend zu wünschen und das zweite mal um sich zu verabschieden.

    In einem Houseclub ist sowieso meist kein Mikro vorhanden, sowie in einem Rockschuppen, und wenn es für eine Wichtige durchsage gebraucht wird muss der Betriebsleiter meistens erst aus dem Safe holen :D

    Jeder Genre hat halt seine eigenen Ansprüche und ein Guter DJ ist meiner Meinung einer der sich dem Publikum und den gegebenheiten Anpassen kann.

    Grundkenntnisse die für jede Sparte Gelten: Die Roten LED´s im VU-Meter für die Ausgangspegel haben auszubleiben.

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