was in eurer Disussion noch völlig außer Acht gelassen wird ist die Relation, es gibt kleine Karnevalsumzüge mit eher kleinen Wagen die sehr dicht aufeinander folgen, und die großen Attacken wie Köln und Mainz wo man gern mit Sattelschleppern fährt und einem ziemlichen abstand zum Publikum und auch zu den vorherfahrenden und nachfolgenden Darbietungen.
Ganz wichtig ist eine sehr durchdachte Zusammenstellung des Zuges bevor er auf seine Reise geht.
Idealerweise lufen vor einem HipHip-Wagen der enorm laut ist 2 Fußgruppen die selbst nicht musizieren, dahinter ebenso. So kann dieses Gefährt schon recht ordentlich aufdrehen ohne die anderen zu behindern.
Denkt an die kleinen Kinder ! Wenn sie anfangen zu weinen ist der ganze Wagen kein Fun sondern das pure Gegenteil davon !
Ein toller Tip ist der einsatz eines Schallpegelmeßgerätes, damit geht man einmal um den Wagen herum und pegelt ihn menschenwürdig ein. So ein Billigding von conrad ist dafür allemal ausreichend.
Die coverage des Wagens soll quer zur Fahrtrichtung sein. Wenn die Boxen in Augenhöhe der Zuschauer hängen erreichen sie bei ihnen maximalen Pegel ohne nach vorn oder hinten zu brüllen ( = ideal)
Fall eine musizierende Gruppe nachfolgt die ohne Verstärkung hantiert, wie zB ein Spielmannszug, muß man sich mit denen zusammen anpassen, gute Unterhaltung und ein Schluck Faßbrause machen die Absprache einfach und effektiv.
Da wo viele kleine Wagen dicht aufeinander folgend fahren soll es etwas leiser zugehen, je größer das Ganze ist desto mehr kann man zugeben, die Grenze des guten Geschmacks ist eine vor Kindern vertretbare Lautstärke im Publikumsbereich und die Rücksicht auf die Anderen.
Wahre Könner der Organisation schaffen im Vorbeizug der Wagen "ruhige Zonen" die den Menschen eine akustische Erholpause verschafft bis zum nächsten Radau, das macht den ganzen Zug viel erträglicher und attraktiver.
Also plant eure Faschingswagen in Gemeinschaft mit den anderen Beteiligten, so wird es der größte Erfolg für alle.