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Chorabnahme - Welches Mikrofon? -

  • ostpunki
  • 22. Februar 2006 um 11:40
  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 11:40
    • #1

    Hallo Leute.

    Ich Suche Mikrofone für Chorabnahmen.

    Könnt ihr mir gut geeignete Mikrofone (neu) vorstellen?
    Der Preis sollte maximal um 300 € pro Mikrofon liegen.

    Wie ist die Abnahme eines Chors am besten? (funktionell, gute Qualität / bei nicht zu großem (Kosten-)Aufwand).
    Außerdem sollten die Mikrofone möglichst rückkoplungsarm sein. (also sollte keine Kugelcharakteristik haben, => bzw. schaltbar sein)

    Wir hatten zur Zeit die AKG 1000C und Kondensatormikrofone von LD-System (Pro Serie).

    Ich würde mit verschiedenen Mikrofongrößen rangehen. (normale = für vordere Reihe , OverHeads = für hintere Reihen )

    Ziel des ganzen ist es, eine perfekte Chorabnahme hinzubekommen (mit semiprofessionellen Mitteln) .


    MfG.
    Benni.

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 22. Februar 2006 um 13:48
    • #2

    AKG oder Audio Technica Kondensatormics. Du solltest auch drauf achten, ob der Chor nach Männern und Frauen aufgeteilt ist und evtl. diese getrennt aufnehmen. Zur Aufnahme einen HD oder MD Recorder mit einer Trocken-Spur pro Mic zum Nachbasteln.

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 15:29
    • #3

    Ne, es geht nicht um Aufnahme.
    Sondern um eine Live-Abnahme => damit der Chor über die PA kommt.

    Und dafür brauche ich halt geeignete Mikros mit guter Qualität. (und deswegen wäre ich dankbar für konkrete Vorschläge).
    (Am besten wäre es die vorhandenen Mikrofone mit zu integrieren.)

    Der Chor ist gemischt.

    MfG.
    Benni.

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 22. Februar 2006 um 15:38
    • #4

    Um wirklich eine Empfehlung machen zu können, solltest du noch ein Paar Einzelheiten nachliefern.

    - Ist es nur ein Chor, oder ist auch eine Band dabei?
    - Wie groß ist der Chor?
    - Welche Stilrichtung wird gesungen?
    - Wir laut soll es werden?
    - Handelt es sich um "ausgebildete" Sänger oder um Laien?
    - Wie groß ist das Budget insgesamt?

    Gruß,
    Telly

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 15:46
    • #5

    Na dann geb ich euch die Infos.

    Also, für Mikros wären 1000 - 1200 € drin.
    Und für Stative/Aufbauten..... nochmal so 500€.

    Ne Band is manchmal auch mit dabei (muss hier aber nicht berücksichtigt werden).
    Der Chor umfasst immer um die 30 - 45 Leute.
    Zu den Stilrichtungen kann ich sagen, das jede Richtung vorkommt, die man sich so erdenken kann.
    Und der Chor besteht zum größten Teil aus Laien und zu einem kleinen Prozentsatz aus "ausgebildeten" Sängern.

    So, jetzt weisst du es, was du wissen wolltest.

    Achso, und laut (was heißt für dich laut?) sollte es auch werden => also zumindest so laut das Monitore im Einsatzt sind.


    MfG.
    Benni.

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 22. Februar 2006 um 17:23
    • #6

    Da es ein "Laienchor" ist, gehe ich davon aus, daß er relativ wenig Pegel liefert.
    Spielt die Band mit empfehle ich dir wärmstens ein Plexiglaswand für den Drummer anzuschaffen. Gerade wenn er seine Dynamik nicht wirklich unter Kontrolle hat, sparst du dir viel Ärger mit Übersprechen auf die Chormiks.

    Lösung 1, "Quick and Dirty":
    Ich gehe davon aus, daß du vier C1000er hast. Das ist zwar nicht das schönste Mikrofon am Chor, aber wenn es schon da ist, verwende es.

    Plaziere jeweils ein C1000 mit einem Overheadstativ von schräg oben über dern verschiedenen Stimmgruppen. Das Ganze dann mit einem EQ gut auspfeifen.

    Verteile eine beliebig grosse Anzahl SM58er oder Vergleichbares, an die guten Sänger (mindestens pro Stimmgruppe eines, besser mehr). Die Chorleitung kennt gewöhnlich die guten Leute.

    Mische daraus einen runden Chorsound zusammen. Vielleicht musst/willst du für die "58er" zusätzlich ein Delay verwenden.

    Ein "klassischer" Chorsound wird das zwar nicht, aber du bekommst den Chor damit auf einen ordentlichen Pegel. Gerade wenn noch eine Band auf der Bühne steht und einem leisen Chor arbeite ich gerne so. Du hast wenig Stress - auch in akustisch kritischen Umgebungen.

    Material:
    4x C1000
    ca. 8x SM58
    4x Overheadstativ
    1x Plexiglaswand für Drummer

    Lösung 2, "HiFi":
    Das ist mehr was für gute Chöre, die ohne andere "Krachmacher" auf der Bühne stehen.

    Bringe ein Stereopärchen eines guten Kleinmembran- Kondensator - Mikros vor dem Chor auf Höhe. Abstand zum Chor ca. halbe Chorbreite. Ich habe dafür lange Zeit das Rhode NT5 benutzt. Das ist gut und günstig. Ich würde hier kein C1000 verwenden.

    Stelle vor die einzelnen Stimmen, zumindest vor die Männer Grossmembranen (Klassiker C3000).
    Du kannst auch MD421er benutzen. Die gefallen mir als Stützmikro auch sehr gut. Ausserdem machen sich eine Hand voll davon gut in jedem Mikrofonkoffer.
    Oder du nimmst die vorhandenen C1000.

    Hier empfiehlt es sich wirklich die Stützmikrofone entsprechend ihrer Entfernung zu den beiden Hauptmikros zu verzögern.

    Du wirst mit dieser Lösung deutlich weniger "Gain before Feedback" erziehlen, als mit der ersten, dafür wird der Chor deutlich "realisischer" klingen.

    Material:
    2x Rhode NT5
    2x oder 4x C3000 oder MD421 (wenn es sein muss auch C1000)
    1x Overheadstativ
    1x Stereoschiene
    4x Mikrofonstativ

    Diese beiden Methoden haben sich bei mir in der Praxis so bewährt. Die erste bei Gospel-und Jugendchören, die zweite bei "professionellen" Chören.

    Sicher haben die Kollegen noch andere Vorschläge bezüglich der Vorgehensweise und der Mikrofonwahl.

    Ach ja - schaffe dir ein paar parametrische EQs an. Du wirst sie brauchen.

    Gruß,
    Telly

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 17:36
    • #7

    Danke für deine Tipps.
    Aber so, wie dein erster Ratschlag war, machen wir es schon seid Jahren (bis auf die OverHeads, die sollen nun dazugekauft werden).

    Und da es vom sound her noch keinen wirklichen "Chorsound" ergibt. (zu wenig Mikros....4 Kondensatot + 4 Dynamik) wollen wir nun in etwas hochwertige Mikrofone investieren und sie mit vielleicht mit den vorhandenen AKG in Verbindung bringen.

    Es wird auch überlegt, vielleicht ein Netz über den Chor zu hängen. (einziges Problem = zu teuer).

    Hat jemand noch andere Ideen einen Chor so optimal abzunehmen ohne zu große Feedbackgefahr?


    MfG.

    Benni.

  • frank@effatah
    Beiträge
    120
    • 22. Februar 2006 um 17:36
    • #8

    Das AT pro 37 bietet meines Erachtens für Chor derzeit das beste Preis/Leistungsverhältnis...

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 20:03
    • #9

    Ich werd mir mal die Ats anhören.
    Wenn die gut sind ...dann könnte man ja noch folgendes machen.

    Also ich würde 5 At pro 37 kaufen 4 Stative und dazwischen nen Drahtseil spannen. (die Mikros sind ja nicht schwer)
    Was haltet ihr davon?
    Darf man soetwas machen?
    Kennt jemand Stative, die man so belasten darf/kann? (also ist ja nicht zentrisch) > die Stative sollten nicht mehr als 500€ alle zusammen kosten


    MfG.
    Benni.

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 22. Februar 2006 um 21:09
    • #10

    Habe das Problem auch gerade. Ein fürchterlich vor sich hin nuschelnder Chor mit eigener Low-Cost Anlage und eine Krankenhauskapelle mit einem Hall wie sonst was.

    Habe da auch ein NT5 overhead pro Stimme stehen, nur der Alt (nur 2 Mann) singt direkt in ein dynamisches Gesangsmikro. Dazu noch eine Gitarre, eine Orgel und eine Querflöte.

    Die Gitarre und die Orgel gehen über Klinkenkabel direkt in den Powerkoffer, die Querflöte wird garnicht abgenommen (ist ohne Abnahme schon zu laut und überdeckt den Chor zusätzlich) und der Chor halt wie beschrieben.

    Die Chorleiterin:"Können Sie das nicht so einstellen, daß es etwas klarer klingt?" Ich konnte mir geradeso meinen "Das ist eine PA und keine Kläranlage"-Spruch verkneifen, habe sie aber dann doch darauf hingewiesen, daß der Chor an sich das Problem ist und nicht die Anlage. Hört man die Leute nämlich zwischen den Stücken quatschen, klingt alles ganz normal.

    Dank den NT5 habe ichs aber doch noch ganz passabel hinbekommen. Dafür, daß es sich bei der restlichen Anlage um einen Behringer Powerkoffer mit 2 Fame-Plastekisten handelt, klingt das ganz passabel.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 22. Februar 2006 um 21:27
    • #11
    Zitat

    Alt (nur 2 Mann)


    :shock:
    Seit wann singen Männer alt?
    Die müssten ja dann als Kind k******* worden sein...

    Gruß
    Thomas

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 22. Februar 2006 um 21:31
    • #12

    Das is doch jetzt egal, was die als kind gemacht haben....oder auch nicht.

    Mir kommt es auf eine brauchbare Lösung an, die Rahmenbedingungen stehen ja oben.


    MfG.
    Benni.

  • _Nicolai
    Beiträge
    765
    • 22. Februar 2006 um 21:52
    • #13

    OT: Ich hatte auch schon nen Chor mit Jungen im Sopran ... :P

    Zu deinem Problem:
    Ich würde es auch so angehen wie Telly es vorgeschlagen hat, nur passiert
    es leider immer wieder, dass gerade bei "unerfahrenen Chören" eine
    Mikrofon-Phobie herscht. Daher kann ein bisschen an Trockenübungen nicht schaden ;)

    "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht"

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 22. Februar 2006 um 22:41
    • #14

    Hm, das Budget ist halt schon sehr knapp.

    Die Lösung mit einem Seil, das zwischen zwei Stativen gespannt wird, kann ich mir technisch nicht vorstellen. Das wird nichts werden. Da wirst du wohl eine Traverse nehmen müssen...
    Ich für meinen Teil bin da konservativ und verwende Mikrofonstative.

    Du kannst auch versuchen mehr Kleinmembraner zu verwenden, wobei du dann auch mehr Phasenschweinereien bekommst.

    Leih die zum testen einmal 4, besser 6 NT5. Wenn du die nicht bekommst, C391er mit Nierenkapsel solltest du überall auftreiben können.
    Dann pfeifst du sie einzeln oder maximal in Zweiergruppen mit einem parametrischen EQ aus. Ich habe mir dafür zwei Alesis PEQ-450 angeschafft.
    Wenn du zusätzlich Handmikrofone verwendest, sollten sie nur eine unterstützende Funktion haben.
    Das sollte dann mehr nach Chor klingen.

    Wenn du dann den Chor nicht auf einen vernünftigen Pegel bekommst muss es wohl an was anderem liegen.

    Mal eine ketzerische Frage: Wie klingt der Chor denn unverstärkt?
    Ein guter 45 Personenchor sollte eigentlich schon unverstärkt recht laut sein.
    Wenn er schon unverstärkt zu leise und unausgewogen klingt, kannst du auch mit den besten Mikrofonen nichts daraus machen.

    Gruß,
    Telly

  • frank@effatah
    Beiträge
    120
    • 23. Februar 2006 um 09:41
    • #15

    Wenn der Chor unverstärkt einigermassen ausgewogen klingt, den chor in 3 Reihen auf Stufen stellen und mit max 4 Mics von vorne abnehmen. Dann müssen die Mics nicht so hoch, das macht sich auch optisch sehr gut...

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 23. Februar 2006 um 11:41
    • #16

    Der Chor klingt ohne Verstärkung annehmbar und laut genug ....>also unverstärkt kann er gut hörbar in nem Bürgerhaus singen.

    Jedoch wird das dann doch schon zu leise, wenn wir in unsere Halle gehen. (1000 m² Fläche, 11m Höhe)

    Und es ist auch nicht so, das unser Abnehmen bis jetzt nichts getaugt hat, es soll nur perfektioniert werden. (kommt etwas schwerfällig und breit raus => da halt nur mit wenigen mikros abgenommen)

    Es gab sogar schon die Idee jeden einzelnen abzunehmen. (aber wie das so mit Ideen is, ne :) )

    MfG.
    Benni.

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 26. Februar 2006 um 16:44
    • #17

    Hat keiner mehr eine Idee?

    MfG.
    Benni.

  • Peet
    Profi
    Beiträge
    191
    • 11. März 2006 um 11:47
    • #18
    Zitat von "ostpunki"

    Hat keiner mehr eine Idee?

    MfG.
    Benni.

    Beim unser "hauschor" machen wir das so:

    http://www.geluid-licht.nl/bands/benefiet/benefiet.html

    obere: mbho nierchen, unterste: mbho omni's
    solo: neumann oder senheiser.

    Wichtigste (bei uns) fur gute totalsound & gute choirsound: soundanlage fliegen, und nicht lauter wie acoustisch alles zusamman falt.......
    ein wenig delay auf dem masterouts macht das vollständig. :grin:


    greetings,
    Peet

    Without properly trained technicians, you can deliver a truckload of equally useless digital or analog crap.

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 11. März 2006 um 17:27
    • #19

    Ein sehr schöner Setup. Nur wird er mit seinen maximal 1700 Euro nicht da weit kommen :(
    Was hast du den da oben hängen? Sind das 3 Linearray Elemente in der Mitte und Fills an den Seiten? Ja, sowas gefällt mir :D

  • Peet
    Profi
    Beiträge
    191
    • 11. März 2006 um 19:59
    • #20
    Zitat von "Telly"

    Ein sehr schöner Setup. Nur wird er mit seinen maximal 1700 Euro nicht da weit kommen :(
    Was hast du den da oben hängen? Sind das 3 Linearray Elemente in der Mitte und Fills an den Seiten? Ja, sowas gefällt mir :D

    Wenn weniger dan 20 bis 30 auftritte im jahr: die ganze anlage "mieten" :D

    Sie sehen unsere array im einer centrecluster (4 elemente) und syrincs fills (nur wenig lautstärke) nur um die ecke der kirche zu erreichen.
    Das cluster functioniert wie "hauptsystem"

    Mit einem close-harmony choir habe wir es so gemacht:

    http://www.5meigroningen.nl/tightbars/imag…02005%20007.jpg

    eine array ist einfach die perfecte tool in schwierige räume.

    greetings,
    Peet

    Without properly trained technicians, you can deliver a truckload of equally useless digital or analog crap.

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