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  4. Mischpulte & Signalquellen

48V Phantomspeisung und unsymmetrisches Kabel

  • Stephan92
  • 31. Juli 2006 um 20:17
  • Stephan92
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    21
    • 31. Juli 2006 um 20:17
    • #1

    Hi Leute,

    ich hab mich schon vor längerer Zeit hier angemeldet und will auch mal meine erste Frage stellen :grin:

    Ich hab mittlerweile schon ziemlich viel Erfahrung zum Thema PA übers Internet gesammelt aber da gibts doch noch die einen oder anderen Unklarheiten...

    Was passiert z.B., wenn an einem Mixer Phantomspeisung an ist und man steckt in den Mikroeingang nen unsymmetrischen Adapter wo also 1 + 3 gebrückt sind? Hauts dann das Mischpult weg? Oder hört man ein Störgeräusch? Oder passiert einfach gar nix?

    Und dann hab ich noch was: Is es üblich nen Computer über XLR-Mikrofoneingänge einzuspeisen? Weil ich hab das neulich so gesehen und hab mich gewundert weil ich dachte das wird über die Line-Klinkenbuchsen realisiert...


    MfG PA_Neuling, der vergeblich nach Antworten gegoogelt hat :grin:

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 31. Juli 2006 um 20:54
    • #2

    Das Mischpult wird es nicht durchhauen, die Phantomspeisung ist über zwei Widerstände angeschlossen, also eine Last ist auch im Falle eines Kurzschlusses vorhanden, das geht nicht ungebremst auf das Netzteil. Bei zu schwach ausgelegten Mischpulten kann es allerdings zu Phantom-Spannungseinbrüchen der anderen Kanäle kommen, wenn das Netzteil nicht groß genug ausgelegt ist. Wenn die Speisung über Widerstand auf Masse geleitet wird, wird mehr Leistung gezogen, als wenn ein Mikrofon oder ne aktive DI angeschlossen wäre.
    Dem Mischpult wird aber so oder so nichts passieren

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • soundworx
    Profi
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    748
    • 8. August 2006 um 15:32
    • #3

    Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, daß das fürchterlich zu brummen anfängt, kaputt geht aber nichts.

    Zum Grund des Brummens kann Dir vielleicht eine(r) der Mischpultschaltungsexperten hier eine genauere Erklärung liefern.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 9. August 2006 um 14:27
    • #4

    Das mit dem brummen kann ich nicht bestätigen, das darf nicht passieren, wenn doch ist am Mischpult etwas kaputt.
    Phantomspeisung ist 48V Gleichstrom, wie soll da etwas brummen?

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • derautor
    Profi
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    18
    Beiträge
    1.089
    • 9. August 2006 um 17:23
    • #5
    Zitat

    Und dann hab ich noch was: Is es üblich nen Computer über XLR-Mikrofoneingänge einzuspeisen? Weil ich hab das neulich so gesehen und hab mich gewundert weil ich dachte das wird über die Line-Klinkenbuchsen realisiert...

    Normalerweise ist die Miniklinke das vorherrschende Format, wenn der Audioeingang auf dem Motherboard oder als Soundkarte realisiert ist. Externe Audio-Interfaces/Wandler besserer Qualität haben üblicherweise aber XLR-Eingang, Mic-Vorverstärker und Phantompower gleich mit an Bord. Hiermit geht es dann via USB- oder Firewire-Kabel digital in den Rechner.

    es grüßt

    derautor


    PS: Bei Phantompower und unsymmetrischem Kabel passiert dem Mischpult nichts. Und Brummen tut da auch nichts.

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Fornax
    Beiträge
    957
    • 10. August 2006 um 08:06
    • #6

    Noch ne doofe Frage von mir: Was passiert, wenn man bel. Geräte oder auch Micros (die allesamt kein Phantompower brauchen) über die Mic-Eingänge anschließt und dann Phantompower einschaltet? Raucht's dann alles weg oder passiert gar nichts?

    Der Lauteste ist nicht immer der Klügste.

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 10. August 2006 um 12:03
    • #7

    Es wird gar nichts passieren, wenn alles richtig verkabelt ist.
    Nichtmal Bändchen Mikrofonen wird etwas passieren, da die Phantomspeisung nicht zwischen den beiden Signaladern anliegt sondern zwischen Signaladern und Masse. Auf beiden Signaladern liegt exakt die selbe Spannung an, Ader gegen Ader wird man 0V messen. Ader gegen Masse müsste 12-48V ergeben.
    Es kann also nichts passieren (es sei denn irgendein Gerät ist kaputt und erzeugt einen Kurzschluss Signalader->Masser)

    Aufpassen muss man bei der Tonaderspeisung, weil hier die Spannung zwischen beiden Signaladern anliegt, das stört dynamische Mikrofone (werden umempfindler für Schall) und zerstört Bändchenmikrofone.
    Tonaderspeisung ist im PA Bereich aber unüblich und wird auch imemr deutlich als solche ausgewisen und nicht als Phantomspeisung. (Mir fällt auch kein MIschpult ein, dass über Tonaderspeisung verfügt)

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • Stephan92
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    21
    • 2. Februar 2007 um 14:54
    • #8
    Zitat von "derautor"

    Normalerweise ist die Miniklinke das vorherrschende Format, wenn der Audioeingang auf dem Motherboard oder als Soundkarte realisiert ist. Externe Audio-Interfaces/Wandler besserer Qualität haben üblicherweise aber XLR-Eingang, Mic-Vorverstärker und Phantompower gleich mit an Bord. Hiermit geht es dann via USB- oder Firewire-Kabel digital in den Rechner.

    es grüßt

    derautor


    Mann ich hab den Thread total vergessen...jetz muss ich das doch nochmal aufgreifen. :mrgreen: Ich glaub, du hast da was falsch verstanden. Ich habe gemeint ob es üblich ist, den Line-AUSGANG des PCs über XLR ins Pult einzuspeisen, also in zwei Mic-Eingänge. Ich mein es scheint ja zu funktionieren aber ist das nötig? Ich mein es iss doch z.B. billiger beim Reichelt ein Kabel Miniklinke -> Cinch zu kaufen und dann auf 2x 6,3mm Monoklinke zu adaptieren statt auf 2x XLR. Oder geht sich das irgendwie von der Impedanz oder so nicht aus? Ich hab in punkto PA momentan mehr theoretische als praktische Erfahrung deshalb iss die Frage wahrscheinlich bissel blöd, jeder andere würds halt ausprobieren... :wink:

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 2. Februar 2007 um 15:49
    • #9

    Line Eingänge sind für höhere Prgel ausgelegt als Mic-Ins. Da man aber nen Gain hat isses relativ egal, welchen Input man benutzt, und kommt drauf an, was für Adapter man hat. (Vll waren in dem beschriebenen Fall schon allen cinch-Klinke-Adapter anderweitig eingesetzt)

  • subkiller
    Beiträge
    799
    • 2. Februar 2007 um 15:52
    • #10

    die xlr s am pult kann man doch schalten zwischen line und mic oder net :?:

    subkiller

    Wer gutes nicht verändern will,
    Verpaßt das Bessere.

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 2. Februar 2007 um 15:55
    • #11

    normal kann man einfach einen benutzten und dann den anderen frei lassen, der wo was eingesteckt ist wird benutzt. es gibt aber oft nen Pad-Schalter, damit wird der Eingangspegel gedämpft und somit der Line-Pegel für den Mic-Eingang verträglicher.

  • ohu
    Beiträge
    602
    • 2. Februar 2007 um 21:02
    • #12

    Oder es waren DI-Boxen dazwischen... ;)

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 3. Februar 2007 um 10:11
    • #13
    Zitat von "Fornax"

    Noch ne doofe Frage von mir: Was passiert, wenn man bel. Geräte oder auch Micros (die allesamt kein Phantompower brauchen) über die Mic-Eingänge anschließt und dann Phantompower einschaltet? Raucht's dann alles weg oder passiert gar nichts?

    Es kommt drauf an. Übertragersymmetrierte Geräte sollte man erst anstecken und dann die Phantomspeisung einschalten (falls man sie braucht), sonst könnte es den Übertrager aufmagnetisieren, der dann mit Klirr glänzt.
    Ausgänge, die über Koppelkondensatoren verfügen, tun nichts, solange die Kondensatoren nicht spannungsmäßig überlastet werden und kaputt gehen.
    DC-gekoppelte Ausgänge mit OPV dürften anfangen zu zerren. Wenn diese Geräte außer Betrieb sind, könnte es natürlich auch sein, daß es die Ausgangs-OPV zerschießt.

    MfG

    DirkB

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