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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Filz vs. Lack

  • audigy
  • 6. Dezember 2006 um 20:56
  • audigy
    Beiträge
    802
    • 6. Dezember 2006 um 20:56
    • #1

    Hi
    wo sind eigentlich die genauen vorteile der jeweiligen sachen?
    ich fange mal an aufzulisten:

    Filz:#

    Vorteil:

    Günstig
    Leicht zu Verarbeiten
    Sehr wiederstandsfähig
    Benötigt nicht so viel bearbeitung des Holzes
    Sieht gut aus

    Nachteil:

    Schlecht zu Reinigen
    Nimmt gerüche auf
    Schlecht zu restaurieren


    Lack:

    Vorteile:

    Leicht zu Reinigen
    Nimmt keine gerüche auf
    Sieht gut aus
    Leicht Nachzubessern

    Nachteile:

    Teuer
    Für Laien Schlecht zu Verareiten (Kompressor und spezielle pistole benötigt)

    Edit:
    Die Liste sollte von anderen weitergeführt werden

    Einmal editiert, zuletzt von audigy (6. Dezember 2006 um 21:16)

  • Ravemaster
    Beiträge
    4.506
    • 6. Dezember 2006 um 21:08
    • #2

    ich finde Lack einfacher zu verarbeiten. Filz ist ewig viel fummelarbeit.


    was ich fortführen würde ist:

    Lack- einfach nachzubessern / restaurieren

    Filz - restaurieren problematisch

  • ukw
    Verifiziert
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.566
    • 7. Dezember 2006 um 01:12
    • #3

    Mit dem Lackieren ist's wie mit dem Schweissen: üben üben üben und dann üben und nochmal üben.
    irgendwann kann man's - :. oder man lernt es nie :grin:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • apollo-soundsystems
    Beiträge
    228
    • 7. Dezember 2006 um 06:26
    • #4

    stimmt wenn man lackiert muss genauer gerabeitet werden, aber wenn man mal Filzkisten sieht die ein paar Jahre alt sind, sehen die auch nicht mehr gut aus. Brandlöcher von Kippen, plattgedrückte/ausgefranzte Stellen usw... Akzeptiert sind wohl eher Lackgehäuse...

    http://www.apollo-soundshop.de

  • Kracky
    Profi
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    2
    Beiträge
    12.055
    • 7. Dezember 2006 um 06:54
    • #5

    Lackieren ist nur schwierig wenn du mit Gewalt diesen übliche Boxenstrukturlack haben möchtest. Wobei das auch nicht so der Akt ist.

    Zu Filz, es hat zine Stabilisierende Wirkuung bei schlechten Gehäusen, deshalb sieht man dieses in den billigen Klassen gerne. Man kann einfach die Gehäuse aus dünnerem Material und somit kostenoptimierter bauen. Im Touringeinsatz ist Filz der absolute Graus. Es nimmt bedingt Wasser aus und läßt das holz darunter aufquellen, esenso sieht es mit Anderen Flüssigkeiten und deren Unangenehmen Gerüchen aus und selbst wenn du restaurierst, das bleibt bis ins unbehandelte holz darunter hängen.
    Wenn also mit aller Gewalt Filz, dann nur auf vorher behandeltes Holz, dann kannst du aber eigentlich auch gleich lackieren.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • k@tzdj
    Beiträge
    167
    • 7. Dezember 2006 um 07:39
    • #6

    Zustimm,
    vor gut 2 Jahren habe ich meine Selbstgebauten Tops (gefertigt aus MDF) mit Filz überzogen.
    Habe diese jetzt restauriert und musste feststellen das darunter sogar ein leichter Schimmelbelag am Holz entstand (Durch Luftfäuchtigkeit, Getränge,.. ihr wisst schon).
    Jetzt habe ich diese neu mit Strukturlack (Warnecke&Böhm Pur+) wie den großteil meiner anderen Boxen gespritzt.

    Also Finger weg vom Filz, selbst würde ich das NIE mehr machen.
    Zudem sieht Strukturlack auch noch Hammer aus :wink:

    K@tzDJ

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 7. Dezember 2006 um 08:23
    • #7

    Sehe das mit der Lackverarbeitung eigentlich nicht so kritisch. Hatte letztens mit nem Kumpel die Unterhaltung, wie ich meine nächsten Boxen lakiere. Ich meinte, wohl schon total vom Wahne geblendet, dass ich nen Generator brauche und diverses Zubehör, woraufhin er meinte, warum es denn so unbedingt Strukturlack sein müßte. Ich wußte ehrlich gesagt keine Antwort drauf. Man kann die Boxen doch auch einfacher Weise rollen. HK macht doch schließlich auch kein Strukturlack auf seine Kisten.
    Ich finde, dass dieser Struktur-Hype eigentlich nur durch diverse Forum so gepuscht wird - welchen Kunden berührt es schon, ob da kleine Sprenkeln aufm Lack sind oder ob er nur grob gerollert wurde? :)

    Filz hat meiner Meinung nach nur den Vorteil, dass man die Boxen damit saumäßig behandeln kann.

  • apollo-soundsystems
    Beiträge
    228
    • 7. Dezember 2006 um 09:44
    • #8

    joa, das is eigentlich egal ob mit oder ohne Struktur, hauptsache der Lack ist Widerstandsfähig, einigermaßen kratzfest. Aber ich gleube wenn man nur rollt braucht man mehr Lack, da sonst die Holzmaserung durchschimmert. Wenn die 1. Schicht gerollt wird und dann zwei Schichten Strukturgespritzt schimmert nichts mehr durch. Aber Probleme sehe ichbei der Verarbeitung mit der Pistole keine, man muss nur aufpassen das man gleichmäßig arbeitet und nicht zu lange auf einen Punkt hält.

    http://www.apollo-soundshop.de

  • FF
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    1.868
    • 7. Dezember 2006 um 11:27
    • #9

    Warum Strukturlack?

    Ganz einfach: auf einer heterogenen, unregelmäßigen Struktur fallen Kratzer, Macken und kleinere Schäden weniger auf, als auf einer glatten, homogenen Oberfläche.

    Gruß FF

  • Seibel
    Beiträge
    2.184
    • 7. Dezember 2006 um 11:32
    • #10

    Also meine MTL´s werden mit dem Billigsten Lack wo es im Baumarkt gibt Lackiert weils OSB-Platten sind und man die Späne eh immer durchsehn wird. :wink:

    http://www.sodiumsound-eventtechnik.de

  • hell&dunkel
    Moderator
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    • 7. Dezember 2006 um 12:39
    • #11

    Also deine Grobspankisten könntest du auch spachteln und schleifen, da man dann die Struktur nicht mehr sehen würde... :wink:

    Also, Jungs :grin:
    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • ohu
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    • 7. Dezember 2006 um 12:53
    • #12

    Mit Eichenholzfurnier bekleben - sieht auch astrein aus, und wird ja garnicht so selten gemacht. :)

  • FF
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    • 7. Dezember 2006 um 13:44
    • #13

    Leute, Leute,

    mir ist als echt nicht klar, warum ihr mit Biegen und Brechen aus Vorhandenem etwas machen wollt, für was es nicht taugt? Gut, ich habe auch nie verstanden, warum jemand einen rostigen Golf zu einem Pseudorennwagen tunen möchte, aber das lasse ich mal beiseite...

    Es ist doch mit Abstand am Sinnvollsten, sich die Eigenschaften der verwendeten Holzwerkstoffe optimal zunutze zu machen, als ihnen mit viel Arbeitszeit z.B. eine Oberfläche aufzwängen zu wollen, die mit anderem Ausgangsmaterial viel leichter zu erreichen gewesen wäre. Die Eigenschaften der Werkstoffe umfassen aus meiner Sicht eben mehr, als nur Preis/m² und Festigkeit, die Oberflächenbeschaffenheit und die sich daraus ergebenden sinnvollen Gestaltungsmöglichkeiten gehören auch dazu. Deshalb ist es auch wichtig, sich bereits von Beginn an über solche Dinge klar zu werden!

    Was heißt das im Einzelnen (aus meiner Sicht):
    1. Multiplex ist recht flexibel und ohne besonderen weiteren Aufwand sowohl mit Strukturlacken als auch Filz, Tolex etc. zu beschichten. Das Ergebnis ist eine gut beanspruchbare Oberfläche. Ebenfalls möglich sind normale Lacke oder z.B. eine Beize mit Klarlacküberzug, mit der Einschränkung der bereits o.g. generellen Empfindlichkeit von glatten homogenen Oberflächen gegen Macken und Kratzer.

    2. Spanplatte und MDF: Lack oder Filz, was Struktur etc. angeht siehe 1.

    3. OSB: Filz ist kein Thema, aber wer kommt bitte auf die Idee, diese Platten so lange zu verspachteln und zu verschleifen, bis eine glatte Oberfläche rauskommt? Der Aufwand ist die Platte doch nicht wert!
    Aber OSB hat gegenüber Spanplatte und MDF einen großen Vorteil: es hat eine grob-heterogene Oberfläche, auf der man Kratzer etc. nicht leicht sieht. Eine sehr robuste Oberfläche ergibt sich, wenn man OSB beizt und dann klar überlackiert (aber bitte Matt, sonst sieht es echt billig aus). Ecken und Kanten mit etwas größerem Radius abrunden als bei MPX, und der Einfachheit halber das OSB gleich in Form von einseitig geschliffenen Verlegeplatten kaufen. Mit wenig Aufwand ergibt sich eine (zumindest für meinen Geschmack) schöne und robuste Oberfläche, die Macken und Kratzer genauso locker wegsteckt wie eine Warnexbeschichtung bei deutlich niedrigeren Kosten.

    Denn teure Beschichtungen auf Billigmaterial wie MDF, Spanplatte oder OSB aufzubringen, ergibt für mich zumindest keinen Sinn. Aber da sind wir dann wieder beim verspoilerten rostigen Golf: das Auto nichts wert, aber Krimskrams für 5-stellige Beträge drangespachtelt. :wink:

    Gruß FF

  • tamaris-pa / mts
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    • 7. Dezember 2006 um 14:23
    • #14
    Zitat von "Seibel"

    Also meine MTL´s werden mit dem Billigsten Lack wo es im Baumarkt gibt Lackiert weils OSB-Platten sind und man die Späne eh immer durchsehn wird. :wink:

    Bandschleifer oder Rotex und schleifen, alternativ größer Tellerschleifer oder ähnliches :grin:

  • depner
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    102
    • 7. Dezember 2006 um 14:40
    • #15

    denke bei dem Tellerschleifer und ner 60er Körnung schafft man ziemlich alles weg...spreche aus erfahrung :wink: :lol:

  • tamaris-pa / mts
    Verifiziert
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    • 7. Dezember 2006 um 14:52
    • #16

    Bzw. eine Lackfräse/Hobel. Suche im Moment auch nach einem Gerät, da mir die Struktur zu arg ist, aber andererseits ist sie eben auch sehr schön.

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 7. Dezember 2006 um 15:41
    • #17

    Ich denke, Filz oder Lack ist auch eine Glaubensfrage. Die nicht-gegebene Witterungsbeständigkeit ist ein klarer Nachteil bei Filz, in den restlichen Punkten sehe ich Filz im Vorteil (er sieht ach nach rauer Behandlung weniger schnell abgerockt aus, ausserdem schont er das Holz, vor allen an den Ecken)
    Dass Filz nur auf Billigkisten zu finden ist, ist so nicht richtig. Nexo Alpha und alpha E kommen beide in hellgrauem Filzlook daher und dürfen wohl als über jeden Zweifel erhabene Systeme gelten (vor allem das Alpha, Alpha E mag ich nichtso sehr)

  • jaan2204
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    1.049
    • 13. Dezember 2006 um 16:57
    • #18

    Was würdet ihr aber nehmen, bei einem Neukauf und Warum?

    Bin gerade selber genau bei der Frage, ob ich meinen neuen Bässe von KME in Lack schwarz oder Filz nehme. Rein technisch sind beide gleich.

    Die Filzversion ist natürlich billiger und wie schon genannt, für Knallis im Umgang robuster, da nicht jedes Anecken gleich bestraft wird.

    Lackversion ist natürlich schicker und gegen Feutigkeit besser, aber da muss man schon beim Transport wesentlich genauer aufpassen. Damit es schick bleibt.

    In Sachen zumieten haben sich bei uns in der Gegend alle auf Filz festgelegt, obwohl ich wohl nicht soo oft darauf zurückgreifen werden müsse. (für eine Mukke kann man ja vielleicht auch mal schwarz und Filz nehmen)

    Lohnen sich nun die finanziellen Mehrkosten für Lack oder lieber die 200 Euro sparen und Filz nehmen. Honorieren es die Kunden, ob es nun schwarzer Lack oder Filz ist oder gibt man ihnen lieber Filz, da sie eh wieder nur ein Schramme mehr reinmachen?

    mfg
    andré

  • tamaris-pa / mts
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    • 13. Dezember 2006 um 17:02
    • #19

    Kunden machen generell Schrammen rein, die quetschen alles in den PKW. Aber Lack sieht besser aus und kann besser nachgearbeitet werden. Wenn der Filz einreist siehts nicht mehr schön aus.

  • depner
    Beiträge
    102
    • 13. Dezember 2006 um 17:19
    • #20

    also ich hab auf meine ARLS einfachen buntlack ala baumarkt und dann Parkettlack da rauf und das is auch ziemlich kratzfest..wär auch ne alternative...aber keine ahnung in wie fern das günstiger ist als filzen oda warnex...

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