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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

WinISD 0.50a7 simuliert Schwingspulentemperatur falsch

  • tufkasr
  • 12. Februar 2008 um 03:32
  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 2. März 2008 um 10:01
    • #21

    Ja aber nun ganz konkret bei welcher temperatur simulier ich nun ?

    wenn eh alles anderst ist ?

    wenn man klippel daten an guckt sind die je nach leistung die zugeführt wird - abhängig vom chasiss natürlich auch oft anderst.

    Sieht man sich messungen der hersteller und der KT und HH an von TSPs oder auch mal unabhängigen stellen ja selbst eigene mit den zwei messmethoden die es gibt ist es immer andrerst.

    Geh ich nun her und kaufe immer 4stk Chassis Messe die selbst auf zwei arten macht schon alleine 16Messungen nehme noch die Daten von KT und HH und dem Hersteller dazu und bilde daraus ein mittel.

    Was passiert dann. ?

    ist das dann korrekt

    Denn da kommt das nächste es gibt sicherlich 6 Basssimulations programme die in frage kommen mit denne man simulieren kann.

    Boxsim, Lasip 6 , Bassyst, Winisd, Hornresp, Ajhorn, Basscad , Bassbox etc pp

    Aus diesen Daten von Hub, Volumen und Port länge bzw Fläche würde ich ja dann auch ein mittel bilden müssen.

    Dann muss man noch korret des Volumen des Chassis dazu addieren und die der ports und käme auf das Ideale Konstrukt
    mehr oder weniger.

    oder werf ich die TSPs komplett über board und stimme nach gefühl und laune ab , denn irgendwie fühlt man sich ja veräppelt wenn da immer was anderes raus kommt.

    Vorallem gilt das ja nur für ganz schnöde BR, CB oder Bandpass konstrukte ohne tricks.

    denn was passiert wenn man den BR Port strömungs günstiger öffnen lässt - wie simuliert man das ?

    Was passiert wenn man so konsturkte wie ARLSMOD simulieren will.

    wie genau kann das überhaupt sein 80% oder 95%

    Müsste man nicht ganz andere ansätze nehmen wie z.b AKABAK oder FEM/BEM geschichten in dem man auch noch die Strömungsverhältnisse in der Box berücksichtigt ?

    und was macht den einen Bass dann laut bzw in der reichweite extrem und die ander leise bzw nicht weit werfend .

    und wie wirkt sich das auf den sound ja hör eindruck aus ?

    Warum gibts Firmen die gute Bässe bauen und Firmen die das nicht können - so scheint es jedenfalls.

    Fragen über Fragen :idea:

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 2. März 2008 um 12:43
    • #22
    Zitat von "Hörnli"


    Wie man an Schadensbildern sehen kann werden die Spulenenden, die sich nicht im Spalt befinden weit heißer, also Vorsicht.


    IMHO ist aufgrund der geringen Masse und der kleinen räumlichen Ausdehnung der beschreibene Effekt zwar plausibel, aber nicht schlüssig zu bewerten.
    Es wurde korrekt erkannt, das die Spule an der heissesten Stelle zuerst kaputt geht, aufgrund der vorhandenen Technologien ist aber der Grat zwischen "geht gerade noch so" und "ist kaputt" recht schmal geworden.

    Will sagen:
    Kommt das Ende, kommt es schnell.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 2. März 2008 um 16:46
    • #23
    Zitat von "svenr"

    @ Hoernli

    Ich hatte gestern ein religioeses Erlebnis. Film geguckt, 6.5" Treiber in BR als Bass (Multimedia), Bass nur als Klirr wahrnehmbar (man ist's gewoehnt), bei genauerem Hinschauen verschwand die Membran fast ins Gehaeuse wenn "Effekte" ins Spiel kamen.

    Weil's grad ums Messen geht - welche Mittel und Wege stehen bereit, die lineare Verschiebung des Membranruhepunktes zu messen?

    tja, Fehler gemacht: hingeschaut - jetzt gehörst Du zur DC-Sekte :grin: . Ich "messe" Hübe mit nachfokussiertem billig-Laserpointer (umgefrickelt auf Steckernetzteil) und einen angeklebten Fähnchen Millimeterpapier. Das hilft den Augen und ist mir genau genug, man sieht Verschiebungen auch bei Musik recht gut. Ich teste allerdings in der Entwicklung immer mit Sinussignalen aller Frequenzen im Nutzband, die Musikproduzenten ja auch zur Verfügung haben und heutzutage exzessiv nutzen.

    @ DJ_Chaos: Bei einen Chassis, das mit 1000 Watt Programm angegeben ist, sorgt die "halbe Last" mit Sinussignal nach 5 Sekunden für Klebernebel, und nach 10 Sekunden ist das Chassis ein Fall fürs Reconen mit intensiver Luftspaltreinigung. Also bitte vorsichtig rantasten, an den zuvor berechneten R_e_heiß. Den X-max nehme ich garnicht ran, denn wie dieser gemessen wird entscheidet der Hersteller. Für mich ist der Hub zuende wenn die Spulenenden beidseitig, oder in der Praxis das Spulenende einseitig in den Spalt eintaucht.

    @ verkokelte Spulenenden: Im Idealfall bilden die Schwingspulenbereiche einen Reihenwiderstand aus 3 Widerständen. 1 und 3 sind schlecht gekühlt und erhöhen als Kaltleiter ihren Widerstand stärker als Widerstand 2 mit nahen Eisenteilen. Was passiert nun mit der Leistung an den Widerständen 1 und 3 :wink: . In der Praxis sind es nur 2 Widerstände. Alle mir bekannten Schadensbilder zeigen lediglich ein verkokeltes Spulenende, mal innen, mal außen. Das DC-Displacement setzt auch hier die Grenze, nicht nur über Klirr und mechanische Zerstörung durch exzessive Aufhängungsbelastung oder Polplattenkontakt, sondern auch thermisch...

    @ Temperaturmessungen: Ich habe bisher sehr intensiv an Chassis mit 50mm Schwingspulendurchmesser gemessen. Die Bandbreite der mittelfristigen* thermischen Sinuston-Belastbarkeit reicht von 60 Watt bis 120 Watt. Nur beim 50mm 120Watt Chassis war eine Hubabhängigkeit feststellbar, was sich über dessen besondere Kühltechnik erklärt. Auch ein Chassis mit 76mm Schwingspule erreichte "nur" 100Watt. Mittlere Spulentemperatur (R 1+2+3 ;) ) bei 180°C

    *Kurzfrist: Belastbarkeit bis die Schwingspule heiß ist (dauert Sekunden)
    *Mittelfrist: Belastbarkeit bis der Magnet über 40° heiß ist (dauert Stundenbruchteile)
    *Langfrist: Belastbarkeit bei der die Magnettemperatur nicht weiter ansteigt (realistischer Club-/Partybetrieb)

    Jetzt messt mal schön, und dann diskutieren wir nochmal über thermische Powercompression und die praktische Bedeutung.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    • 2. März 2008 um 18:12
    • #24
    Zitat von "Hörnli"


    Das DC-Displacement setzt auch hier die Grenze, nicht nur über Klirr und mechanische Zerstörung durch exzessive Aufhängungsbelastung oder Polplattenkontakt, sondern auch thermisch...

    Ist der beschriebene Effekt eine zwingende Notwendigkeit oder ein Summand in der Fehlerkette?

  • Hörnli
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    • 2. März 2008 um 19:14
    • #25
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Ist der beschriebene Effekt eine zwingende Notwendigkeit oder ein Summand in der Fehlerkette?

    Huhn oder Ei und Huhn? ...man sieht am Schadensbild, daß es vorher sehr geklirrt haben muß ;)

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • martin
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    • 3. März 2008 um 08:50
    • #26

    Morgen,

    Ja, ich denke schon, dass die thermische PC auch praktische Bedeutung hat. Ich nehme jetzt 18sound als Beispiel, weil die das schoen dokumentieren. 5min pink noise bei der jeweils angegebenen leistung.
    Das macht 6db Crest. Wenn ich mir meine Pappenheimer hier so ins Gedächtnis rufe - die kriegen das hin mit ihren Gitarren, die im Audioeditor aussehen wie ein durchgehender blauer Balken.
    OK, die hab ich natuerlich nicht dauernd auf 0db, aber das Signal ist so gut wie "crestfrei" :grin:
    Und liegt auch keine 5min, sondern mindestens 2 Stunden an.

    Naja und da hab ich es bei diversen versuchen schon geschafft, dass die CB 12er warme Luft schieben. Je nach Chassis kommts hier sicher zu thermischer PC, mal mehr mal weniger, mir wurde berichtet dass JF an dem vor ein paar Jahren ganz schicken Delta12LF Urps an die 7db gemessen hat.

    Ich hab das Problem mit den BR Subs eher weniger. Das liegt aber auch sicher daran, dass bei den Bands da fast nur die Kick drueberläuft, selbst der Bass kommt schon zu einem guten Teil von den Tops.
    Ich hab ja auch berichtet, dass mir nach ein paar Minuten bei hoher Lautstärke die 12er zu leise werden. Oder ich ziehe den falschen Umkehrschluss und mir wird der 2" zu aufdringlich 8)
    Das gilt es noch herauszufinden.

    Egal, zum Thema - ich simuliere eigentlich immer mit 120° VC Temp, oder alternativ mit einem 3 Ohm Vorwiderstand, oder mit Qes 0,42 (!) statt den 0,29 aus dem Datenblatt. Und hoffe (teilweise bestaetigt sich das auch), dass ich so näherungsweise ganz gut hinkomme.
    Die 0,42 errechnet aus der Formel die der Bernd mal hier oder im paforum in einem Posting erwaehnte. Bei geschaetzten 120° VC temp.
    Habs jetzt aber nicht mehr genau im Kopf.

    cu
    martin

  • Mechwerkandi
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    • 3. März 2008 um 08:53
    • #27

    Geflügel?
    Falscher Ansatz.

    Es geht nicht um die Frage, ob es ein DC Displacement gibt, sondern wie ich den Umstand bewerte.
    DC Displacement heisst Überlastung, egal wie, aber Überlastung heisst nicht zwingend DC Displacement.
    Oder besser: Ich kriege das Ding auch ohne DC Displacement kaputt...
    Und weil keiner im nachhinein die Ausfallgründe selektieren kann, bleiben Aussagen dazu rein spekulativ.
    Da nutzzen auch keine Gefälligkeitspostingz aka Steilvorlagen was.

    Ach ja, ich hab schon ein paar an Überlastung gestorbene Lautsprecher repariert. Bei manchen war die Spule verkokelt. Komplett.
    Oder sie war nicht verkokelt und das Teil sass trotzdem fest. Weil sich von der Hitze der Schwingspulenträger verzogen hatte. Oder sie war nicht angekokelt, der Träger nicht verzogen und trotzdem war das Ding kaputt. Weil eine Zuleitung gebrochen war.

    Aussagen wie:

    Zitat


    Bei einen Chassis, das mit 1000 Watt Programm angegeben ist, sorgt die "halbe Last" mit Sinussignal nach 5 Sekunden für Klebernebel, und nach 10 Sekunden ist das Chassis ein Fall fürs Reconen mit intensiver Luftspaltreinigung.


    sind wenig hilfreich, weil keiner weiss, wie das "Programm" definiert ist, und obendrein auch noch frequenzabhängig...
    Und ein Klirr muss auch nicht vom Chassis herrühren...

    Aber auch das hat schon lange nichts mehr mit der Simu zu tun. :grin:

  • Hörnli
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    • 4. März 2008 um 00:31
    • #28
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Aussagen wie:


    sind wenig hilfreich, weil keiner weiss, wie das "Programm" definiert ist, und obendrein auch noch frequenzabhängig...
    Und ein Klirr muss auch nicht vom Chassis herrühren...

    Aber auch das hat schon lange nichts mehr mit der Simu zu tun. :grin:


    :roll:
    Die Hersteller definieren "Programm" als 2*RMS.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Da nutzzen auch keine Gefälligkeitspostingz aka Steilvorlagen was

    Du solltest mal etwas experimentieren, nicht nur ahnungslos Stimmung machen ;)

    z... :(


    @ Martin: 7dB PC geht nicht. Auf die Wiedergabe über dynamische Schallwandler bezogen, hat der Crestfaktor von Musik keinerlei Ähnlichkeit mit dem Crestfaktor von Rauschen.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • martin
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    • 4. März 2008 um 08:04
    • #29
    Zitat von "Hörnli"

    @ Martin: 7dB PC geht nicht. Auf die Wiedergabe über dynamische Schallwandler bezogen, hat der Crestfaktor von Musik keinerlei Ähnlichkeit mit dem Crestfaktor von Rauschen.

    Gruß

    Morgen,

    Bernd, ja is an sich klar, 7db sind rein ueber den thermischen Weg nicht machbar. Ich kann aber nochmal nachfragen. JF Messungen zweifle ich ansonsten nicht an, der Mann kann das.
    Vielleicht kann ich ja erfahren, was da genau los war.

    Das mit dem Crest! Kannst mir das wenn du Zeit und Lust hast erläutern? Fuer mich war das eigentlich eine fixe Groesse, egal ob Noise oder Musiksignal. Spitzen halt 6db ueber Durchschnittspegel.
    Im uebrigen gibt es ja durchaus Musik, die zumindest im Mittenbereich entfernt an Rauschen erinnert :)

    120°C VCTemp - ein realistischer Wert wenn man das Chassis mit Nennleistung und Musiksignal mit eher hohem Crestfaktor (ueberwiegend live) betreibt? Oder doch zuviel?

    cu
    martin

  • Mechwerkandi
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    • 4. März 2008 um 09:00
    • #30
    Zitat von "Hörnli"


    Du solltest mal etwas experimentieren, nicht nur ahnungslos Stimmung machen ;)

    Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist ein Laster.
    (chinesisches Sprichwort)
    Ich stelle nur Fragen... :grin:

    Du solltest noch ein bisschen an Deiner Bewertungskompetenz arbeiten.
    Das schafft auch Raum für neue Strategien... :wink:

    Ach...
    Ich lass' es jetzt einfach...

  • mattias bost
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    644
    • 4. März 2008 um 10:46
    • #31
    Zitat

    Kelvin ist immer das Maß für die Temperaturdifferenz.

    Nö, so nicht ganz richtig, Kelvin wird AUCH zur Angabe von Temperaturdifferenzen verwendet, ist aber gleichzeitig AUCH eine absolute Größe (wobei 0°K = - 273,15°C). Angaben von "irgendwas" pro Kelvin sind Differenzen, Temperaturänderung von x Kelvin dito, Temperatur von x Kelvin hingegen ist ne feste Temperatur.

    Andere Frage: Hat jemand ne einfache Software zur Simulation von doppelt ventilierten Bandpässen, deren Volumina und Abstimmungen beliebig sind und nicht zu Programmfehlern führen? In WinISD gehen keine beliebigen Konstrukte, meine gebaute BR-Box mit vorgeschalteter Massekammer (Auflastung der Membran) macht nicht reines BR-Verhalten sondern so nen leichten Buckel wie BP-Gehäuse (im Impedanzgang).

  • Hörnli
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    • 4. März 2008 um 16:33
    • #32

    Moin,

    Zitat von "martin"

    Bernd, ja is an sich klar, 7db sind rein ueber den thermischen Weg nicht machbar. Ich kann aber nochmal nachfragen. JF Messungen zweifle ich ansonsten nicht an, der Mann kann das.
    Vielleicht kann ich ja erfahren, was da genau los war.

    Nur die Spulentemperatur wohl nicht...

    Zitat von "martin"

    Das mit dem Crest! Kannst mir das wenn du Zeit und Lust hast erläutern? Fuer mich war das eigentlich eine fixe Groesse, egal ob Noise oder Musiksignal. Spitzen halt 6db ueber Durchschnittspegel.
    Im uebrigen gibt es ja durchaus Musik, die zumindest im Mittenbereich entfernt an Rauschen erinnert :)

    Rauschen ist ein völlig chaotisches Frequenzgemisch, Folgen von Sinuswellen einer Frequenz sind unendlich selten. Vielleicht könnte man auch sagen : Rauschen ist eine Ansammling von Impulsen. Bei Musik gehört Sinus dazu, Töne.

    Da Rauschen unendlich selten mehrere Perioden eines Sinustones enthält, zeigt sich mit Rauschen recht wenig DC-Displacement. Mit isolierten Sinus-Tönen, oder auch mit musikalischen Tongemischen sieht das ganz anders aus. Bei eher klassischen Rocktiteln repräsentierten Snare und Bassdrum für kurze Impulse das Amplitudenmaximum, der Pegel z.B. von Bassläufen liegt weit, sehr weit darunter. Eine frühe Ausnahme machte die norwegische Band Motorpsycho, die Live regelmäßig einseitig abgebrannte Bassschwingspulen hinterließ, ...Orgelpedale. Bei modernen Party/Dance- Titeln sieht das ähnlich aus, über die erlebten Folgen habe ich oft geschrieben. Es ist eher die Regel als eine Ausnahme, daß die Schwingspule über mehrere Sekunden eines Titels nicht überhaupt nur einen mechanischen Nulldurchgang macht, also mehr als die Hälfte der Spule ungekühlt außerhalb des Spaltes bleibt. - Mit thermischen Folgen, Klirr, und Pegelreduktion wegen Antriebslosigkeit. So können auch 7 dB zustandekommen ;) Das gilt natürlich nicht nur für den Bassbereich, sondern trifft auch Tiefmitteltöner, und sogar Hochtontreiber, wobei hier die veränderte Mittellage hauptsächlich das Vorkammervolumen ändert.

    Es bleibt also spannend herauszufinden, woraus sich die Klangänderung, die allgemein hilflos der Spulenerwärmung zugeschrieben wird, tatsächlich herrührt. Genauso wie das Messen der Spulentemperatur lohnt sich Hubforschung.

    Gruß


    PS >>120°C VCTemp<< ... es lohnt sich zu wissen unter welchen Betriebsumständen Teile der Schwingspule zerstörerisch heiß werden. In der Praxis sehe ich keinen Grund eine sture Regel aufzustellen. Bei meinen Tops habe ich (unter Anderem ;) ) die Schwingspulenabwärme reduziert und die Wärmeabfuhr aus dem Gehäuse optimiert. Ich erlaube mir kalt abzustimmen, da ändert sich auch nach 24 Stunden Vollast nichts wesentliches. ...Und was will ich mit einem Beschallungslautsprecher, der "kalt" nicht funktioniert :roll: Und doch vermute ich, daß die mit der Temperatur geänderten Parameter auch bei "klassischen" Aufbauten eine weit kleinere Rolle spielen als das, zum guten Teil durch DC-Displacement bedingte (Klirr-) Verhalten.

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • dj_chaos
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    439
    • 4. März 2008 um 16:49
    • #33
    Zitat von &quot;Mattias&quot;

    Nö, so nicht ganz richtig, Kelvin wird AUCH zur Angabe von Temperaturdifferenzen verwendet, ist aber gleichzeitig AUCH eine absolute Größe (wobei 0°K = - 273,15°C). Angaben von "irgendwas" pro Kelvin sind Differenzen, Temperaturänderung von x Kelvin dito, Temperatur von x Kelvin hingegen ist ne feste Temperatur.

    Andere Frage: Hat jemand ne einfache Software zur Simulation von doppelt ventilierten Bandpässen, deren Volumina und Abstimmungen beliebig sind und nicht zu Programmfehlern führen? In WinISD gehen keine beliebigen Konstrukte, meine gebaute BR-Box mit vorgeschalteter Massekammer (Auflastung der Membran) macht nicht reines BR-Verhalten sondern so nen leichten Buckel wie BP-Gehäuse (im Impedanzgang).

    Stimmt Matthias! Hatte ich gar nicht mehr dran gedacht mit den -273,15°C! Bin so wenig im All zur Zeit. :grin:
    Habe LSP-Cad! Habe mit den Bandpässen aber noch keine großen Erfahrungen.

    Jörg

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 4. März 2008 um 19:28
    • #34
    Zitat von &quot;Mattias&quot;

    BASSYST - in alten DOS-Versionen konnte das schon mehrfach (>2) ventilierte Bandpässe. Tuning, Güten, Volumina sind variabel. Simuergebnisse nur bei "klassischen" Abstimmungen wasserdicht, z.B. kann man durchaus nen Treiber mit Qts >0.7 mit der Soft "hinbiegen", die Realität sieht dann anders aus. Schnelle Vergleiche, keine Optimierungsfunktion in alten Versionen. Der Windows-Optimierer will erlernt werden, per default macht der oft auch Müll.

    LSPCAD5 - Bis zu zweifach ventiliert geht. Dinge wie Schwingspulenerwärmung werden mit simuliert (aber nur über ein vereinfachtes Modell, das höchstens akademischen Wert hat, so lange man keine erweiterten Parameter verwendet). Gut für schnelle Vergleiche, anschauliche Darstellungen. Beherscht über Umwege auch den Einfluss der Schallwand (Bafflestep, Position des LS im Raum, etc..). Kann bedingt auch den Einfluss weiter auseinander liegender Ports simulieren.
    LSPCAD6 ist modularer, ist teilweise für Anfänger umständlicher zu erlernen.

    AjHorn - kann prinzipiell auch 2 fach ventiliert, berechnet aber den zweiten Resonator simpel als Resonator der Rückkammer eines Front-Loaded horns, da kommt oft auch Unsinn raus (SPL Anstieg bei Verkleinerung der Fläche (z.B. 10qcm Portfläche bei einem 15er Bass)... Also nur bedingt einsetzbar. Hubangaben sind hier immer Effektivwertangaben, also obacht :)

    Akabak - Skriptsprachen lernen Olé. Wenn man weiss was man tut unendlich viele Bandpassstufen simulierbar. Elemente werden durch "nodes" verknüpft, also nix Klickibunti. Sehr mächtig jedoch.

    LEAP - richtig teuer. Rechnet wahlweise mit einem erweiterten Parametersatz, der auch Großsignalverhalten teilweise berücksichtigt. Teilweise umständlich zu bedienen (meine Meinung), aber wenn richtig gefüttert machts die Arbeit gut. Aber einfach zu teuer finde ich.

    hornresp - ähnlich wie AjHorn kann man die Rückkammer eines frontloaded horns auch ventilieren.

    Allen gemeinsam ist, dass keines der Programm alle relevanten Dinge berücksichtigt, die man braucht. Das sei vor dem Hintergrung gesagt, dass man natürlich eh nicht alles simulieren kann, aber einige Programme Dinge beherschen, die andere nicht können.

    Was z.B. bei keinem richtig geht, in einem Bandpass aber wichtig ist: Die genaue Berechnung des Korrekturfaktors für die Resonatorlänge bezogen auf die Länge und Anordnung und Auslegung des Ports. Nachmessen ist also Pflicht. Portverluste werden von LSPCad zumindest halbwegs simuliert, die Auslegung des Ports kommt aber auch hier nicht in die Berechnung mit rein.

    Hilft das?

    hornresp

  • martin
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    • 5. März 2008 um 09:27
    • #35

    Morgen,

    Bernd,

    Soweit klar, aber 6db Crest is dann doch 6db Crest. Wenn ich tatsaechlich Musik mit Sinustönen bei Vollaussteuerung habe, dann hab ich halt auch keine 6db Crest. Zumindest nicht in diesem bereich des Songs. Klar koennte man jetzt diskutieren worauf man sich bezieht, nen ganzen Song? Einzelne Parts (Orgelpedal zb.) ?
    Das mag dann im Zusammenhang mit dem Displacement interessant sein, aber stur nur in Bezug auf einen gegebenen Crestfaktor eigentlich nicht?

    Zu den 120° - da versuch ich halt ungefaehr hinzuschaetzen. Ich weiss ja nicht, wie heiss die VC im betrieb tatsaechlich wird. Ich versuch nen ungefaehren mittelwert zu finden.
    Waermeableitung und reduzierung der VC Temp geht alles klar, solang wir von CB's reden. Bei den BR Baessen (und die muessen aus budgetaeren Gruenden nun mal sein) kann ich schlecht mit Widerstaenden rummachen. Hier such ich einen Anhaltspunkt um schon am Papier (oder am Bildschirm) eine geeignete Abstimmung zu finden, ohne jede Woche einen Prototypen zu verheizen. :)
    Es is auch nicht so, dass die Box dann kalt garnicht geht, sie is im bassbereich minimal leiser, dafuer buckelt sie mir bei Betriebsleistung nicht. hier hab ich naemlich ein Problem mit den eher hoch getunten Baessen bei kleinem Volumen. Die entwickeln einen Peak bei 70Hz und fallen dann flott ab. Garnicht schoen. Da sind Umbauarbeiten angesagt.
    Die grossen tief getunten leiden da weniger darunter.

    cu
    martin

  • Hörnli
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    • 5. März 2008 um 16:32
    • #36

    Moin,

    @ Martin: ver-giß das mit der Temperatur ganz schnell, oder messe nach. Und messe den realen BL der gelieferten Chassis. Erforsche den Hub, ob Du die Bässe nicht schlichtweg überlastest, rein mechanisch ;) Das genügt vielleicht für klangliche Erklärungen.

    Gruß


    PS Wieviel Hub lässt die Doppelspider des 18PS76 mechanisch maximal zu?

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • martin
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    • 5. März 2008 um 16:54
    • #37

    Hallo,

    Hmm, ich glaub ich hab wo gelesen maximal +/-16mm sind moeglich bevor es kracht. Ueber 6mm war ich aber wissentlich noch nie. Ich geh ja hin und wieder nachschauen, auch bei Veranstaltungen und da lief das bisher im gesunden bereich ab. Naemlich im Bereich des echten VC Ueberhangs (6,5mm).
    Die Baesse haben auch kein klangliches Problem. Das sind die Tops, wo mir bei hohen Pegeln die 12er nach kurzer Zeit zu "leise" vorkommen. Das kann aber durchaus auch am 750er liegen :grin:
    Der ist zugegebenermassen doch ein bissl grobschlächtig.

    Die Baesse schieben nicht ganz so wie ich mir das vorstelle. Eines der Testgehäuse ist da auch nicht korrekt getuned (zu hoch, zuwenig Volumen). Ich dachte halt, ich versuche fuer die neuen Protos eine eventuell hoehere VC temp schon ueber den Qes mit reinzurechnen.
    Dann muss ich mich nicht auf die interne Rechnerei irgendwelcher freeware Simus verlassen.
    Ein C7 Sub schiebt da doch mehr. Nicht schoen, aber laut. Nicht ganz zu verachten, wenn die PA moeglichst in einen Kombi passen soll. Und da machts schon nen Unterschied obs 4 oder 6 Baesse sind...
    Mit 4 gehts sich bisher aus.

    cu
    martin

  • Jobsti
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    7.942
    • 5. März 2008 um 17:39
    • #38

    Ihr wisst, im Durchschnitt kann man Xmax (das Reale) + 15% rechnen, bis es netmehr so dolle ist, bzw Klirrt.
    Sprich, wir haben knapp 7,5mm zur Verfügung,
    welches wir beim PS76 erst ab 500W erreichen (Temp. Erhöhung mit eingerechnet./ HP 38Hz, Gehäuse LMB-118)

    Finde das Chassis für den Preis echt klasse.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Hörnli
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    • 5. März 2008 um 21:08
    • #39

    Moin,

    Zitat von &quot;Jobsti84&quot;

    Ihr wisst, im Durchschnitt kann man Xmax (das Reale) + 15% rechnen, bis es netmehr so dolle ist, bzw Klirrt.
    Sprich, wir haben knapp 7,5mm zur Verfügung,
    welches wir beim PS76 erst ab 500W erreichen (Temp. Erhöhung mit eingerechnet./ HP 38Hz, Gehäuse LMB-118)

    Finde das Chassis für den Preis echt klasse.

    MfG

    Ich habe hier ein B&C-Chassis, das sich auch Freeair kaum bis zum Spule/Platte-Hub auslenken lässt. Auch dann nicht wenn man die Leistung ab einsetzendem Doppelspider-Notbremsklirr vervierfacht! Wenn ich dieses Verhalten auf den 18PS76 und dessen Daten hochrechne kommt der nur mit extremer Gewalt (Klirr) überhaupt auf 6,5 mm. Diese Bauweise ist die einzig mögliche, um überhaupt mit ventilierten Gehäusen über einige Betriebsstunden Bass zu erzeugen ohne daß DC-Effekte die Spule an die Polplatte schleudern. Um dem Nutzer die Überlastung zu erschweren legt B&C diese Doppelspider offenbar ziemlich kurzhubig aus, damit es höllisch klirrt, bevor schlimmeres passiert. Bei den Fachkunden hier und anderswo ein kluges Design...

    Ich habe schon Martin angesprochen, aber wenn Du das Chassis auch dahast kannst Du Dir holprige "wie Ihr wisst" - Betrachtungen völlig schenken, und die mechanisch maximal mögliche Auslenkung der Doppelspider dieses Chassis am Objekt messen ;) Das reale BL bitte auch. Deine Simus kannst Du Dir ansonsten den Hut stecken. Wie heiß wird die Schwingspule tatsächlich?

    Zitat von &quot;martin&quot;

    Hmm, ich glaub ich hab wo gelesen maximal +/-16mm sind moeglich bevor es kracht. Ueber 6mm war ich aber wissentlich noch nie.

    Das gelesene Schriftstück... ich vermute über 6mm gehen erst wenn die Spider abgerissen ist ;)

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • martin
    Beiträge
    3.234
    • 5. März 2008 um 23:08
    • #40

    N'abend,

    Die letzten Klippelkurven von B&C lassen mich da anderes vermuten...
    Kms läuft hier wie ein Z mit fast gerader Y Achse. Das Chassis kann bis etwa Xvar machen was es will, dann schlägt der Spider zu. Das deckt sich auch etwa mit den Erfahrungen die ich seinerzeit mit dem PZB46 machte. Den konnte ich schon locker auf 10mm auslenken (bei angegebenen 8mm Xvar und echten 6,5), dann war Schluss. Trotz versehentlich komplett falschem tuning und 1400W am 700W Chassis.

    Find ich soweit auch OK, waere ja sonst irgendwie am Markt vorbeientwickelt :)
    Aber prinzipiell gehts schon deutlich ueber Xmax.

    Wobei ich gestehen muss - die NDL's sind schwer auf Xvar zu bringen. Selbst wenn man das CB Gehäuse öffnet.

    Tja, wie heiss wird die VC? Muss ich nun wohl doch messen...

    cu
    martin

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