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Wie schnell kühlt eine Schwingspule ab?

  • inity
  • 4. Juni 2008 um 21:02
  • inity
    Beiträge
    235
    • 4. Juni 2008 um 21:02
    • #1

    Hallo,

    mich würde mal interessieren wie schnell Schwingspulen wieder abkühlen? Habe meine Bässe auf der letzten VA ziemlich gequält, also aus dem Xmax rausgefahren, um die mechanische belastbarkeit mache ich mir keine sorgen, eher um die elektrische. Der Bass läuft circa 2 Minuten und hat dann wieder 20 sec. Pause. Ist bestimmt auch Material und Kühlungsabhängig, Kühlung ist keine besondere nur Loch in der Platte.


    Ich habe eben jetzt schon öfter diese Chassis hier gehört die ca. 4 cm Hub die ganze Nacht gemacht haben und das immer wieder elektrisch wegstecken, dazu noch akzeptabel klingen:

    http://www.voltloudspeakers.co.uk/Loudspeakers/P…_pro_range.html

    Die sind zwar recht gut gekühlt, werden aber mit 2000 Watt gebrückten Lab Gruppen gefahren, bei einer RMS von 750 Watt.

    Vom mechanischen Verschleiss rede ich jetzt mal nicht, mir ist klar dass das die Lebenserwartung da deutlich sinkt.

    Danke!

  • Jobsti
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    7.942
    • 4. Juni 2008 um 21:52
    • #2

    Die Abkühlung kommt immer drauf an, wie lange die Kiste schon gelaufen ist, wie groß der magnet und voallem wie gut die Wärmeabfuhr ist.
    Immer unterschiedlich.

    Ist das Magnetsystem schon warm gelaufen, kühlt die VC langsamer ab, als wenn "der Kram drumrum" noch kühl ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 4. Juni 2008 um 22:02
    • #3

    Hi, ja das denk ich mir,

    ich meine eben nur ob das Sekunden sind, Minuten oder Stunden ? Sagen wir der Bass läuft 2 Stunden ununterbrochen auf absoluter Vollast ( 1400 Watt, das Chassis it ein XB 700. Wie lange dauert es bis die VC wieder abgekühlt ist ?

    Wie lange kann ich ihm ( wenn das Chassis von Anfang an kalt war ) einen Zyklus von 2 Minuten Vollgas - 20 sec. Pause ungefähr zumuten ?

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 4. Juni 2008 um 22:54
    • #4

    Naja...
    du kannst ja einfach mal nachmessen ;)
    Nimm nen Multimeter und miss den Gleichstromwiderstand des Chassis, dann gib dem CHassis nen paar Minuten lang ordentlich Musik und miss danach den Gleichstromwiderstand nochmal.
    Aus dem Verhältnis der beiden Messwerte kannst Du den Temperaturanstieg über "alpha" (von Kupfer = 3,9 · 10-3 ) bestimmen.

    Edit, danke Sven, ich korrigier mich mal, kam mir gestern schon komisch vor...
    z.B. 100 Kelvin
    R(100) = R(0)*(1+alpha*100)
    bei 7,2 Ohm bei 20 Grad ergibt das für 120 Grad: 10 Ohm

    Mit diesem Temperaturanstieg arbeitet das Lautsprecherchassis quasi gegen die Endstufe, die bei gleicher maximaler Spannung nur noch weniger Strom liefern kann.
    Ausserdem kühlt sich das Magnetsystem auch besser ab, desto wärmer es ist (da ja delta T zur Umgebung größer wird)
    Dadurch strebt das Chassis gegen einen Grenzwert, der bei normaler Beanspruchung und einem guten Chassis nicht lebensgefährlich sein sollte.

    Wieso machst Du Dir da jetzt so einen Kopf ? Kratz das Chassis oder klingt es anders ?

    Edit: Du sagt ja auch, dass du Musik oder sowas auf den Lautsprecher gegeben hast...ein Musiksignal hat eine andere Leistungsdichte als z.B. eine Gleichleistung oder eine Sinusförmige Wechselleistung (==> Crestfaktor)... also würde man falsch rechnen, wenn man nun den Kupferdraht mit 750 Watt beansprucht (ist ja keine Herdplatte)
    Dazu ist die Kühlung noch von der Auslenkung und Stauwärme im Gehäuse abhängig...also wahrscheinlich nicht mal so ganz fix zu berechnen.
    Edit: ja klar, asymmetrische Auslenkung, verkohlte Schwingspulenenden...
    damit wären wir wieder hier:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=35788&highlight=collapse

    2 Mal editiert, zuletzt von mckrise (5. Juni 2008 um 09:44)

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 5. Juni 2008 um 03:01
    • #5

    Hi Inity,

    xmax=+-10mm, 40mm (peak-peak?) die ganze Nacht? Hmmm...

    Vance Dickason beschreibt in seinem Buch "Lautsprecherbau" ein einfaches Verfahren zur Messung der Schwingspulentemperatur. Da ist nicht viel dazu, paar Widerstaende und Kondensatoren, ein 1000uF Kondensator, Gleichspannungsquelle und Voltmeter. Damit laesst sich unter deinen Praxisbedingungen die Veraenderung der Schwingspulentemperatur wunderbar beobachten. Und die Moeglichkeit zur Evaluierung kuehlender Masznahmen gibts kostenlos obendrauf.

    Es waeren sicher einige an den Ergebnissen interessiert...

    P.S. Ueber den Crestfaktor brauchst du dir keinen allzu grossen Kopf zu machen, wenn du mehrere Versuchsreihen mit repraesentativem Musikmaterial durchfuehrst. Wesentlich ekelhafter sind Zustaende, in denen bedingt durch das Musikprogramm eine asymmetrische Auslenkung der Schwingspule um ihren Ruhepunkt erfolgt. Ein Ende der Spule befindet sich dann haeufiger ausserhalb des Luftspaltes und erwaermt sich ueberproportional. Ein lokales Temperaturversagen waere die Folge. Und dieser lokale Temperaturanstieg ist unter Umstaenden aus der Messung der globalen Schwingspulentemperatur nicht vorhersagbar.

    P.P.S. Re=6Ohm, dT=100K, a=0.0039, dRe=6*0.0039*100=2.34Ohm

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 5. Juni 2008 um 08:48
    • #6

    Oder man fragt mal einen Hersteller - mit Sicherheit haben die Ihre thermischen Modelle zur Auslegung. Falls die was rausrücken, könnte man sich somit auch einen mehr oder weniger genauen Überblick holen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 5. Juni 2008 um 09:42
    • #7

    Und wozu?
    Also wenn ein Hersteller (18S) für seine Chassi angibt bei welcher Last wieviel Powercomp passiert, dann reicht das für mich schon aus.

  • Peerless
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    4.334
    • 6. Juni 2008 um 19:06
    • #8

    also bei der extremen mechanischen belastung würde ich mir über folgendes gedanken machen :

    dc offset > spulenklemmer
    klirr :shock:
    klangverfälschung durch ein-ausschwingverhalten

    dazu kommt noch der extreme verschleiss der aufhängung.... und was ist nun "bässer", mehr holz hinstellen oder dauernd reconen ?


    und wenns wirklich nur auf pegel ankommt, dann nutze doch bitte esw1018, die klingen zwar auch nicht, aber vielleicht noch besser als ein chassis das an seinen mechanischen grenzwerten belastet wird

    http://www.ae-rental.de

  • Jobsti
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    7.942
    • 7. Juni 2008 um 01:36
    • #9

    So schlimm wie er immer dargestellt wird, finde ich den ESW nun auch wieder nich...

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
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  • Peerless
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    4.334
    • 8. Juni 2008 um 09:10
    • #10

    sagen wir so, nicht besonders präzise und trocken, dafür aber hosenflattern ;)

    http://www.ae-rental.de

  • pachl manuel
    Beiträge
    159
    • 8. Juni 2008 um 11:32
    • #11

    zwei fragen:

    1. warum werden die lautsprecher immer 2minuten belastet und dann 20sec nichtmehr?

    2. welche temperaturen sind realistisch bei schwingspulen im betrieb?
    was muss ich bei winisd eingeben :D

    Homepage
    http://www.veranstaltungstechnik-pachl.de/

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    http://www.facebook.com/Veranstaltungs…ngstechnikPachl

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