Hallo Musiker, Techniker und Mischer,
ich komme gerade aus dem Probenraum und habe aus lauter Langeweile meinen Kontrabass (mit Piezo-Tonabnehmern im Steg) per DI-Box an die Klein-PA (Spirit FX-8 mit flachbrüstiger Thomann-Endstufe dahinter) angeschlossen. Die Kabel und der Mischer sind so gut wie neu, die DI-Box ist wahrscheinlich älter als ich (Monarch DIB-100).
Und jetzt das Ding, mit dem ich nicht gerechnet habe: Der Sound mit zwischengeschalteter DI-Box ist grottenschlecht. Irgendwie sind die Bässe weg, der Klang ist höhenbetont und boostet bei geschätzten 5.000 Hz. Insgesamt nicht als Kontrabass zu erkennen, das Geräusch.
Wenn ich mit dem Klinkenkabel direkt vom Bass-Pickup in den Line-In des Pultes gehe, ist der Klang um Klassen besser. Ich hätte eigentlich erwartet, dass ich keinen großen Unterschied höre, da ich keine nennenswerten Kabellängen verbaut habe. Aber dass eine DI-Box den Klang so verbiegt...? Ich hatte an der DI-Box keine Dämpfung geschaltet und den Ground-Lift nicht betätigt.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich das ganze noch mit einer anderen DIB-100 ausprobiert. Das Ergebnis war das gleiche: Mit DI-Box grottenschlecht, ohne ganz passabel.
Und jetzt die Fragen an die Experten: Wie kommt das?
Und welche DI-Box ist zu empfehlen für den Bass?
Würde mich eine aktive DI-Box weiterbringen?
Für gewöhnlich spiele ich einen alten Fender-E-Bass und lasse o.g. DI-Box das Signal für meinen Verstärker und für die Stagebox splitten. Wenn ich daran denke, was die Box seit Jahren mit meinem schönen Bass-Signal gemacht hat...
Viele Grüße
Hannes