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Kunde zahlt nicht - was nun?

  • krautundrüben
  • 15. Januar 2009 um 03:16
  • krautundrüben
    Beiträge
    447
    • 15. Januar 2009 um 03:16
    • #1

    servus leute ,
    ein kumpel von mir betreibt eine kleine va firma , in der ich öfters auch freiberuflich tätig bin.

    Wir zerbrechen uns momentan den kopf über einen kunden der uns seit anfang dezember einen 4-stelligen betrag schuldig ist , sich jedoch weigert zu zahlen - 3 mahnungen sind raus , was nun ?

    Es drängt momentan sehr , weil die rechnungen bei anderen firmen die von diesem event verursacht wurden können wir nicht einfach aus portokasse zahlen. mein kumpel überlegt schon ob er sein auto verkaufen sollte , es ist ein finanzielles desaster für ihn.

    Der Kunde verweigert jeglichen kontakt , und hat jetz auch seinen betrieb geschlossen , auf den sein gewerbe angemeldet ist.pfändbare werte wären auf jeden fall vorhanden , allerdings zeigt seit einigen tagen die rege verladeaktivität aufm hof das der werte herr sich aus dem staub machen will. man munkelt er habe wohl überall in der gegend schulden gemacht in den letzten monaten.

    was können wir jetzt tun?

    vielen dank für eure hilfe!

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 15. Januar 2009 um 07:52
    • #2

    Mahnbescheid!
    Aber wenn der sich schon aus dem Staub machen will wird das wenig bringen, sollte man aber trotzdem machen.

  • Marco Maribello
    Verifiziert
    Beiträge
    849
    • 15. Januar 2009 um 08:35
    • #3

    http://www.moskau-team.de/

    Der Kunde muss kein Russisch sprechen, er wird die Jungs auch so verstehen ;)

    vg, Marco

  • DJheini
    Moderator
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    • 15. Januar 2009 um 08:43
    • #4
    Zitat von "Marco Maribello"

    http://www.moskau-team.de/

    Der Kunde muss kein Russisch sprechen, er wird die Jungs auch so verstehen ;)

    vg, Marco

    Dieser Tipp kann aber nur als schlechter Scherz verstanden werden, oder?
    Ich kann die Sorgen aus dem ersten Beitrag verstehen, aber wir sind hier
    immer noch in einem Rechtsstaat. Auch wenn es manchmal nicht danach aussieht.

    Ich würde schnellstens einen Rechtsanwalt aufsuchen und ihm die Sachlage schildern.
    Besonders das mit den Aktivitäten auf dem Firmengelände!

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • ewok
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    • 15. Januar 2009 um 09:38
    • #5

    Ja, bei einer solchen Lage der Dinge bleibt wohl nur schnellstens(!), sprich: heute, einen Anwalt aufsuchen. Der wird wissen, was zu tun ist.

    Vermutlich wird hier auch eine Anzeige wegen Betrugs ein möglicher Weg sein, der Weg übers Gericht dauert auf jeden Fall länger, als der Typ braucht, um sein Lager zu räumen.... Aber das weiß der Anwalt ja besser :)

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • DJheini
    Moderator
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    • 15. Januar 2009 um 10:01
    • #6
    Zitat von "ewok"


    Vermutlich wird hier auch eine Anzeige wegen Betrugs ein möglicher Weg sein,

    Eher nicht, die Erfahrung habe ich selber schon gemacht.
    Für den Tatbestand des Betrugs bedarf es schon einer
    Menge verschiedener Einzelheiten/Verfehlungen des Beschuldigten.
    Wenn es da nur die kleinsten Zweifel gibt, werden solche Verfahren
    von der Staatsanwaltschaft ganz schnell eingestellt.
    Auch ist der Vorfall ja noch nicht so lange her.
    Anwalt ist das einzig richtige. Je eher, je besser.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • stefan müller
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    3
    • 15. Januar 2009 um 10:26
    • #7

    Ich hab dir da mal nen Link raus gesucht, vom zentralen Mahngericht in Uelzen.

    Jeder Bürger in Deutschland kann aus begründetem Anlaß ein Mahnverfahren gegen einen Schuldner eröffnen, ohne einen Rechtsanwalt einzuschalten!

    http://www.amtsgericht-uelzen.niedersachsen.de/master/C921750…0_I6402409.html

    Dort kann dein Kumpel auch auf elektronischen Weg ein Mahnverfahren eröffnen, bzw. sich einen Titel holen!

    So long...

  • skyworker
    Profi
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    • 15. Januar 2009 um 11:37
    • #8

    Schnell sein und einen Anwalt einschalten. Wenn der Kollege bereits in Aufbruchsstimmung ist, dauert der reguläre Weg mit dem Mahnbescheid zu lange (Bearbeitungszeit in NRW - gefühlte 14 Tage). Möglicherweise erhält dein Titel zwar Bestand, aber dann kommt das ganze gef..cke mit "unzustellbar", wenn doch, dann kommt sicher der Widerspruch, das ganze zieht sich wie Kaugummi und erfordert - meiner Erfahrung nach - viel Leidensfähigkeit. Der direkte Weg über einen Anwalt geht unter Umständen schneller. Garantie auch hier keine.
    Tip von mir: Keine Inkassobüros, direkt einen Anwalt persönlich beauftragen. In der Regel (meine Erfahrung) arbeiten Inkassobüros langsamer, leider oft schludriger und verursachen in der Regel höhere Kosten - da die auch nur an Vertragsanwälte abgeben.

    OT: In der BRD wird der Schuldner meist höher gestellt als der Gläubiger! Traurig, aber wahr!

    Was den Verkauf des PKW angeht - wenns so dick kommt, dann kann der Deal ja kein wirklicher Traum gewesen sein. Wieviel habt ihr denn zumieten oder ankaufen müssen, um einen vierstelligen Betrag aufrufen zu können? Bevor ihr jetzt anfangt, hektisch zu verkaufen, solltet ihr womöglich erst mal mit euren Lieferanten Kontakt aufnehmen und da die Lage erklären. Womöglich bietet man euch da ja was tragfähiges an.

    Standhaft bleiben - SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • stefan müller
    Beiträge
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    • 15. Januar 2009 um 13:29
    • #9
    Zitat von "skyworker"

    ... dauert der reguläre Weg mit dem Mahnbescheid zu lange (Bearbeitungszeit in NRW - gefühlte 14 Tage). Möglicherweise erhält dein Titel zwar Bestand, aber dann kommt das ganze gef..cke mit "unzustellbar", wenn doch, dann kommt sicher der Widerspruch, das ganze zieht sich wie Kaugummi und erfordert - meiner Erfahrung nach - viel Leidensfähigkeit.

    Jippie, das ist natürlich schon eine lange Zeit, wenn der Kollege schon quasi "auf der Flucht" ist. Dann vllt. doch lieber dem Tipp von SKY folgen, und einen Anwalt aufsuchen.

    So long...

  • krautundrüben
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    • 15. Januar 2009 um 13:35
    • #10

    Zumieten mussten wir eine menge . vorallem ne große fläche zeltboden , der auf kundenwunsch über 4 wochen in der veranstaltungsraum gelegen hat. da hat sich ordentlich was aufsummiert.

    Anscheinend wollte ers in seiner bude noch mal richtig krachen lassen ,bevor er sich verzieht ....

    Jedenfalls ein echtes desaster ,und ausser kleinen pimperl partys , die vll mal 100 euro bringen gibts momentan kein einkommen für dir firma.

    danke für eure vielen Tips , werd heute mal nen anwalt anrufen.

    Klar kann man mit den zulieferern reden ,aber wir haben auch einen ruf zu verlieren.sobald die erste mahnung kommt werden wir da zahlen , egal woher das geld kommt. :(

  • treibsand
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    • 15. Januar 2009 um 17:42
    • #11
    Zitat von "KrautundRüben"

    Klar kann man mit den Zulieferern reden, aber wir haben auch einen Ruf zu verlieren. Sobald die erste Mahnung kommt werden wir da zahlen, egal woher das Geld kommt.


    DAS ist definitiv die falsche Herangehensweise... :?
    Man spricht natürlich VOR der ersten Mahnung mit den Zulieferern und zeigt ihnen auf, dass man zwar Zahlungswillig, aber auf Grund des Kollegen XYZ nicht zahlungsfähig ist.
    Als korrekter Vermieter wird dann euer Zulieferer das erstens verstehen und zweitens vor dem Kollegen XYZ gewarnt sein. Dann kann man immernoch erhobenen Hauptes mit euren Zulieferern reden, wie die Zahlung an sie erfolgt. Sie werden sicherlich nicht euer kaufmännisches Risiko übernehmen und die Forderungen einstellen, aber man kann sich dann auch auf Ratenzahlung / Abarbeiten etc. einigen.
    Nur: ihr müsst den ersten Schritt machen. Bevor irgendwas in Verzug gerät.

    Ein schneller Verkauf von Gegenständen um kurzfristige Verbindlichkeiten zu tilgen ist so ziemlich das dümmste, was man machen kann. Vor allem, wenn es um für die Firma "wichtige" Gerätschaften geht. Und einen PKW (auch, wenn'S der private ist) halte ich für deutlich wichtig, um weiter handlungsfähig zu sein.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • ADMIN
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    • 16. Januar 2009 um 11:30
    • #12
    Zitat von "treibsand"

    Man spricht natürlich VOR der ersten Mahnung mit den Zulieferern und zeigt ihnen auf, dass man zwar Zahlungswillig, aber auf Grund des Kollegen XYZ nicht zahlungsfähig ist.

    Genau. Die Initiative für eine Entgegenkommen der Gläubigers hat immer vom Schuldner auszugehen, und zwar so früh wie möglich.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • krautundrüben
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    • 17. Januar 2009 um 01:51
    • #13

    Danke Jungs , die sache ist soweit geklärt. Anwalt ist eingeschaltet , und die anderen firmen wurden (noch) fristgerecht gezahlt . bei solchen wackelkandidaten sollte man in zukunft wohl nur noch vorkasse machen....blöd das man es meistens erst hinterher erfährt.

  • Burkhard Hesse
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    2
    • 28. April 2009 um 23:38
    • #14

    Ich hätte hier auch noch den ein oder anderen Titel rumliegen. Da kommt dann gerne einige Wochen später der Brief "Eidesstattliche Versicherung abgegeben". Will die wer kaufen??

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 29. April 2009 um 08:48
    • #15
    Zitat von "DJheini"

    Dieser Tipp kann aber nur als schlechter Scherz verstanden werden, oder?


    NEIN, wie die Jungs arbeiten ist schon in einem schönem Fernsehbeiteag gekommen.

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Freizeichen
    Beiträge
    322
    • 29. April 2009 um 14:05
    • #16

    Falls das einige Kollegen immer noch nicht kapiert haben:
    Moskau Inkasso ist kein Inkasso-Unternehmen und hat auch nicht die erforderlichen Zulassungen. Gegen den Geschäftführer laufen regelmässig Verfahren wegen Körperverletzung und Nötigung. Die Truppe, die sich da um den Chef Werner H. tummelt ist hochgradig unseriös und wer wirklich meint, dieses Unternehmen wäre in der Lage seine Forderung einzutreiben, der soll sich an die zweifelhaften Gestalten wenden. Der hat es nämlich nicht besser verdient !

    ... und manchmal wäre es besser weniger und kritischer fern zu sehen.

    FREIzeichen

    Bist du deprimiert, weil du einen zu kleinen P**** hast ? Möchtest du dir "PHATE" Boxen kaufen, um die Mädels zu beeindrucken ?
    Dann tu uns bitte allen den Gefallen und lies DAS bevor du dumme Posts erstellst:
    http://www.paforum.de/buecher_index.html

    Einmal editiert, zuletzt von Freizeichen (29. April 2009 um 20:44)

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 29. April 2009 um 15:00
    • #17

    Hallo,

    jetzt mal eine Frage: weshalb läßt man den Kunden keinen Wechsel ausstellen? Der läßt sich auch schnell zu Geld machen, da dauert es evtl. keine 14 Tage, bis sich was dreht.

    MfG

    DirkB

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