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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Chassis schnarrt/surrt

  • nike
  • 25. Januar 2009 um 17:19
  • nike
    Beiträge
    382
    • 25. Januar 2009 um 17:19
    • #1

    Mir ist eben bei meinen Bässen aufgefallen, dass sie bei einer bestimmten Frequent surren/schnarren. Es hört sich fast an, als wenn etwas anschlagen würde. So weit ich es orten konnte, kommt es aus dem Bereich der Sicke. Das Problem gibt es bei 2 verschiedenen Chassis, Beschädigungen sind keine zu sehen.
    Es tritt auch schon auf, wenn die Anlage nicht voll aufgedreht ist. Die Enstufe sollte ausreichend dimensioniert sein und ist nicht im Clippig. Lowcut ist gesetzt.
    Kann ggf. an der Dichtung zwischen Chassis und Gehäuse liegen, da ich nur recht dünnes Dichtband benutzt habe?
    Den Raum als Ursache kann ich nicht ganz ausschließen, aber es tritt an allen getesteten Positionen auf.

    Equipment:
    B&C 15PZ40 im Speakerstore Gehäuse (Diskussion hier im Selbstbau)
    KMT LC 850 in Brücke
    Deton Frequenzweiche

  • aposto [ka]
    Verifiziert
    Reaktionen
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    622
    • 25. Januar 2009 um 18:05
    • #2

    HI,

    eventuell ist der Korb des Lautsprechers etwas verzogen? Ist das Gehäuse ein Selbstbau? Kannst mal versuchen die Schrauben etwas zu lockern.

    ALEX

  • FF
    Reaktionen
    105
    Beiträge
    1.868
    • 25. Januar 2009 um 18:06
    • #3

    Es schnurrt? Lass die Katze aus dem Gehäuse :grin:

    Das Gitter ist demontiert, oder? Das wäre sonst Verdächtiger Nr.1. Ist ausgeschlossen, dass das Anschlusskabel von innen die Membran berührt? Tritt das Schnurren auch bei ausgebautem Chassis auf? Wenn ja, könntest du das Chassis testweise mit dem Magnet nach außen ins Gehäuse einbauen, vielleicht siehst du beim Betrieb dann den Übeltäter.

    Viel Glück bei der Suche und Grüße,
    FF

  • nike
    Beiträge
    382
    • 25. Januar 2009 um 18:18
    • #4

    Ja, das Gehäuse ist ein Selbstbau.

    Gitter ist bereits demontiert. Der Effekt tritt bei 2 Chassis in gleicher weise auf, also glaube ich nicht, dass etwas verzogen ist (oder es müsste sich beim Einbau verziehen). Die Spule kratzt auch nicht. Kabel kommen auch nicht an die Membran.

    Ich werde es mal im ausgebauten Zustand versuchen.

    Wie gesagt, das Surren tritt nur bei bestimmten Frequenzen auf und es schein mir, als wenn das Chassis dann auch extremen Hub bekommt, aber

  • Jonnytrance
    Gast
    • 25. Januar 2009 um 18:32
    • #5

    Also ich hab einmal erlebt, dass bei neue Chassis Spider nicht gut verklebt war. Ähnliches effekt. Wenn gleich 2 sind, könnte ich sowas ausschließen.

    Ist ein Fehler beim Tuning ausgeschlossen?

  • nike
    Beiträge
    382
    • 25. Januar 2009 um 18:34
    • #6

    Also beide Chassis sind nicht neu und stammen aus verschiedenen Quellen.

    Ich habe das Gehäuse nicht entwickelt und kenne mich auch so gut wie gar nicht mit der Entwicklung aus. Kann das ggf. mal jemand simulieren und mir sagen, ob von der Seite her alles ok ist?

  • Dominik Nathaus
    Beiträge
    234
    • 25. Januar 2009 um 22:55
    • #7

    Ich hatte schon mal den Fall, da war die Endstufe ein wenig defekt. Bei ca 3/4 Last fing das Chassi an zu flattern wie wild. Man hatte das Gefühl man konnte die Pappe richtig knistern hören.
    Aber wenn dein Fall nur bei 2 Pappen auftritt kann man das ja eigentlich ausschließen. Ansonsten mal ne andere Endstufe damit versuchen?

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 26. Januar 2009 um 13:32
    • #8

    hi,

    hatte sowas mal erlebt, da war die dustcap nicht sauber befestigt...

    mfg

    andreas

  • nike
    Beiträge
    382
    • 26. Januar 2009 um 16:43
    • #9

    Ich habe gerade mal eines der beiden Chassis ohne Gehäuse getestet.

    Auch hier surrt es ähnlich wie im Gehäuse, ich würde sogar sagen, dass es sich mehr auf eine Seite des Chassis beschränkt.

    Verschiedene Endstufen habe ich auch getestet, hier scheint alles ok zu sein. Die Chassis lassen sich leicht herein und herausdrücken, kein Kratzen.

    Kann es wirklich an einem verzogenen Korb liegen? Augenscheinlich ist alles rund, an einer Stelle finden sich minimale Kratzer an der Außenseite des Korbes, sonst nichts. Also wenn hier jemand/etwas angestoßen sein sollte, dann war es nur ein minimaler Klaps.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 16:46
    • #10

    Es sieht so aus wie bei mir einmal. Spider ist an eine Stelle nicht verklebt.

  • nike
    Beiträge
    382
    • 26. Januar 2009 um 16:51
    • #11

    Zu sehen ist kein Fehler an der Sicke/Verklebung. Die Spinne kann ich nur teilweise erkenne, aber auch hier kann ich nichts besonderes erkennen.

    Es würde mich auch wundern, wenn dieser Fehler bis jetzt nicht entdeckt worden wäre, da beide Chassis gebraucht sind und von verschiedenen Verkäufern stammen. Vermutlich liegt sogar das Produktionsdatum um einige Zeit auseinander, da sich der Aufdruck des Magneten unterscheidet.

    Wie leicht lässt sich denn so ein Korb verziehen? Kann es schon durch kräftiges Anschrauben (Schraubendreher) dazu kommen?


    Hat sonst noch jemand eine Idee für mich?

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 27. Januar 2009 um 13:57
    • #12

    Moin,

    wenn zwei gleiche Chassis unterschiedlicher Historie das gleiche Geräusch machen liegt das Problem davor (Weiche, Endstufe). Oder beide Chassis sind dermaßen durchgespielt, daß sie wegen völliger Verschiebung der Nullage tatsächlich anschlagen. (DC)

    Grüße

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • mike severloh
    Beiträge
    893
    • 27. Januar 2009 um 16:06
    • #13
    Zitat von "Nike"

    ...
    Wie leicht lässt sich denn so ein Korb verziehen? Kann es schon durch kräftiges Anschrauben (Schraubendreher) dazu kommen?


    Hat sonst noch jemand eine Idee für mich?

    Hi Nike,

    ja, kann. Hab einen PD-Bass hier, und besitze einen JBL-Bass in der Art. Anders angeschraubt tut`s klaglos, Verdrehen und Testen beim Einschrauben hilft.

    Mike Severloh.

  • nike
    Beiträge
    382
    • 27. Januar 2009 um 17:21
    • #14

    Hi und danke für die ganzen Tipps und Anregungen.

    Ich war gerade mit den Chassis bei hier um die Ecke bei einem namhaften Musikhaus ( :grin: ) und habe die Chassis testen lassen.

    Siehe da, die Sicke ist gerissen. Deutlich zu sehen, wenn man mit dem Finger von unten dagegen drückt. Jetzt gibt es also eine kleine Behandlung der Sicke, danach sollte es wieder gehen.

    Wie kann sowas passieren? Clipping? Ich will natürlich verhindern, dass so etwas noch einmal passiert.
    Lowcut ist bei 40Hz gesetzt, getrennt bei ca. 130-140Hz. Ich haben die beiden Chassis bisher etwa 1h testweise laufen gelassen und dabei natürlich auch das ein oder andere mal ordentlich Schub gegeben.
    Hat es ggf. auch etwas mit den Temperaturen der letzten Wochen zu tun, da ich die Chassis auch bei eisigen Temperaturen laufen hatte? :oops:

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 27. Januar 2009 um 18:05
    • #15

    Moin,

    eisige Temperaturen führen natürlich zu einer Versprödung ansonsten elastischer Materialien, und somit leichter zum Bruch. Mich wundert nur, daß das trotz verschiedener Herkunft bei Beiden aufgetreten ist. Schau`mal in die Daten, von einem Betrieb über (Hvc-Hg)/2 ist bei jedem Chassis abzuraten, ich empfehle bei Belastungsversuchen immer darauf zu achten. Der tatsächliche Hub ist bei gutem Licht und weißem Klebebandmarker auf der Membrane gut sichtbar und entscheidet über die mögliche Betriebs-Einstellung der Pegel und Frequenzen von Weiche und Lowcut.

    Grüße

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • nike
    Beiträge
    382
    • 28. Januar 2009 um 15:05
    • #16

    Auf Anregung von Hörnli kopiere ich eine PN von mir in diesen Post um die Frage öffentlich zu machen:

    Zitat von "Hörnli hat Folgendes geschrieben:"

    Moin Andreas,

    (Hvc-Hg)/2 , das ist die maximale lineare Auslenkung (ausgehend von der Nullage) die manche Chassis in manchen Gehäusen zuverlässig über viele hundert Betriebsstunden leisten können. In vielen Fällen gelingt nichteinmal das.

    B&C ist so ehrlich und gibt uns diese Daten an:

    Hvc=Schwingspulenwickelhöhe=Winding Depth=20mm
    Hg=Dicke der Polplatte=Magnetic Gap Depth=9mm

    Das Chassis kann also...

    Das hat mit der Leistung wenig zu tun, mit 900Watt wird das Chassis weit mehr Hub machen (wollen) und wenn es dazu die Einspannung abreißen muß, dann reißt sie eben.

    Mit einem Stück Klebeband oder einem Fitzelchen Alufolie und sehr hellem Licht kannst Du den Hub im Betrieb sehen, natürlich ist das dann das doppelte der Auslenkung, also von maximaler negativer zu maximaler positiver Auslenkung - das doppelte der errechneten Auslenkung, also 11mm. Vergleiche das was Du siehst mit einem Zentimetermaß.

    Noch ein Tipp, installiere auf Deinem Rechner das freie Simulationsprogramm Hornresponse. Richtig bedient simuliert es Dir was ein bestimmtes Chassis in einem bestimmten Gehäuse macht:
    http://mywebsite.bigpond.com/dmcbean/

    Alles anzeigen


    Danke Hörnli, für die Erklärung. Man lernt ja nie aus :)


    Zur Erklärung der Endstufenfrage: Es soll eine gebrückte Endstufe wahlweise einen oder auch beide Bässe antrieben können. (mehr sitzt wohl derzeit vom Buget nicht drin)
    Die Anlage wird nicht nur von mir bedient und sollte daher DAU Sicher verpackt sein.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 29. Januar 2009 um 15:19
    • #17

    Moin,

    Zitat von "Nike"

    Zur Erklärung der Endstufenfrage: Es soll eine gebrückte Endstufe wahlweise einen oder auch beide Bässe antrieben können. (mehr sitzt wohl derzeit vom Buget nicht drin)
    Die Anlage wird nicht nur von mir bedient und sollte daher DAU Sicher verpackt sein.

    Die wenigsten Endstufen laufen wirklich gut in Brücke an 4 Ohm Last (zwei Lautsprecher), und sind dann auch teuer. Die Endstufe überlebt das meistens, nur der Lautsprecher nicht. Da würde ich eher eine Günstige mit sinnvoller Kanal-Leistung an 8 Ohm anschaffen und an einem Kanal jeweils nur einen Lautsprecher betreiben.

    Zitat von "Nike"

    DAU

    dagegen ist kein Kraut gewachsen, die Zerstörungsgewalt von DAUs schafft alles kaputtzubekommen. Was für eine Weiche benutzt Du?

    Grüße

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • nike
    Beiträge
    382
    • 29. Januar 2009 um 16:14
    • #18

    Ok, DAU ist immer so eine Sache :roll: Wers übertreib ist selbst schuld :grin: Also im Bass weg hatte ich mir vorgestellt, dass 0db Pultausgang noch eine gesunde Reserve bis xmax des Chassis bedeutet, damits nicht beim ersten Bassschlag eine Überraschung gibt.

    Als Frequenzweiche dient eine EC 102.

    Bei der Endstufe ist mein Buget leider begrenzt und eine Endstufe die annähernd 600w stereo macht liegt derzeit noch nicht im Bereich des machbaren. Daher dachte ich an eine gebrückte Stufe, um erstmal über die Runden zu kommen und später ggf. umzurüsten.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 29. Januar 2009 um 20:26
    • #19

    Moin,

    nochmal ;) : über die sinnvolle Endstufenleistung entscheidet der Hub, den das Chassis im Gehäuse machen will, NICHT die Angabe im Datenblatt. Da ich natürlich Deinen Bass nicht hier habe, und so kein Fitzelchen Aluminium... ...aber ich habe ja Hornresponse, den Speakerstore- Plan und das Chassis Datenblatt. Ergebniss zur Endstufenwahl: schon bei 300Watt bezogen auf 8ohm überschreitet Dein Chassis in Deinem Gehäuse (Hvc-Hg)/2 um einen Millimeter. Wo willst Du also mit 600Watt hin? Sicher, wenn das 600 Watt einer guten Endstufe wären, und Du eine Weiche mit guten Limitern hättest - aber Geld wächst nicht auf Bäumen, und schon garnicht auf den Bäumen in Deinem Garten. Die Bässe an einer günstigen gebrückten Endstufe zu quälen, zudem ohne Limiter, führt jedenfalls sicher zu kaputten Chassis, hattest Du das nicht gerade?

    Empfehlung: Schaffe Dir eine Endstufe mit 300-400Watt je Kanal an 8 Ohm an. Dann pegelst Du die Anlage, daß die Anzeige am Mischpult, zum Beispiel die erste rote LED, genau gleichzeitig mit der ClipLED an der Endstufe aufblinkt. Dann ist die Grenze während der Arbeit gut zu sehen, und die Lautsprecher fliegen Dir nicht sofort bei der ersten Überschreitung um die Ohren. Das ist die Betriebsweise, mit der ich meine Anlagen früher betrieben habe, und über Jahre keine Chassisausfälle hatte. Jeder meiner Versuche mehr aus Basslautsprechern rauszuholen, mit großen Endstufen, und Limitern, und, und, ging schief. (Hvc-Hg)/2 setzt die Grenze, und diese Grenze ist auch mit Limitern und Hightech nicht sicherzustellen, gegen DAU- Vorsätze. Der günstigste Weg ist, und bleibt die sorgfältige Beachtung der Clip- LEDs (wer mehr als 3 mal blinkert in 3:30 will zerstören) und zum Hub passende Endstufenleistungen im superstabilen 8ohm Betrieb. Das ist um so richtiger wie sich die Produktionstechnik heutiger Musiktitel gewandelt hat.

    Wenn Dir dann die Bassleistung nicht ausreicht investiere das Geld lieber in 2 weitere Bässe, 4 ohm Betrieb geht bei den meisten Endstufen gerade noch, und mit der akustischen Kopplung zweier Bässe vervielfacht sich der Output.

    Grüße

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Jonnytrance
    Gast
    • 30. Januar 2009 um 05:31
    • #20
    Zitat von "Hörnli"

    Ergebniss zur Endstufenwahl: schon bei 300Watt bezogen auf 8ohm überschreitet Dein Chassis in Deinem Gehäuse (Hvc-Hg)/2 um einen Millimeter.


    Hast du auch mit Lowcut 40Hz BW12 simuliert?

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