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2 Line Signale kombinieren

  • MarkusW
  • 20. August 2003 um 19:10
  • MarkusW
    Beiträge
    154
    • 20. August 2003 um 19:10
    • #1

    Hallo !

    Bei uns stellt sich das Problem, daß wir 2 Pulte kombinieren müssen, um auf genügend Kanäle zu kommen.

    Von jedem Pult kommen natürlich auch Monitorsignale, die ja irgendwie kombiniert werden müssen, bevor sie zum EQ gehen.
    Bis jetzt nutzen wir dafür jeweils einen Kanalzug (also Aux-Ausgang des einen Pults in einen Kanalzug des anderen, von da dann zusammen in den EQ).

    Gibt es eine Möglichkeit, die beiden Signale möglichst einfach und kostengünstig extern zu kombinieren ?

    Habe im Internet schon zu einiges gefunden. Nun stellt sich aber die Frage, ob es unbedingt aktiv sein muß (mit OpVs) oder ob passiv reicht (nur Widerstände) ?
    Wäre natürlich deutlich weniger Aufwand.

    Was meint ihr ? Hat jemand von euch ähnliches im Einsatz ?

    Gruß
    Markus

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 21. August 2003 um 10:26
    • #2

    Hallo,

    du kannst natürlich Signale auch rein passiv addieren. Von jeder Quelle einen Längswiderstand zum Ausgang und von diesem Knoten noch einen Widerstand gegen Masse. Der Wert der Längswiderstände sollte so klein wie möglich sein, allerdings bist du da nach unten beschränkt, was die OPs in deinen Pulten leisten können. Bipolare OPs können normalerweise 600R-Lasten treiben, FET-OPs so um die 2k. Mit 4k7 bist du also auf der sicheren Seite. Dann noch ein 10k-Widerstand vom Knoten nach Masse und fertig. Nachteil: du hast einen Pegelverlust und regelbar ist es auch nicht, das gestaltet sich rein passiv deutlich schwieriger. Da wäre dann eine aktive Lösung angebracht.
    Hoffe geholfen zu haben, bei Unklarheit könnte ich auch eine Zeichnung liefern (sollte aber nicht nötig sein, oder?
    CU,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • audio-zenit
    Profi
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    1.293
    • 21. August 2003 um 12:16
    • #3

    Atelier der Tonkunst, da werden Sie geholfen.
    06151-591343

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • MarkusW
    Beiträge
    154
    • 21. August 2003 um 12:43
    • #4
    Zitat

    Nachteil: du hast einen Pegelverlust und regelbar ist es auch nicht, das gestaltet sich rein passiv deutlich schwieriger

    Das wäre nicht so tragisch, da ich am Pult und zusätzlich am EQ noch regeln kann.
    Danke, werde das so mal probieren.

  • Berni Ton
    Beiträge
    247
    • 21. August 2003 um 14:07
    • #5

    Hi!
    Du kannst das ganze ja auch ohne Probleme aktiv lösen:
    Einfach einen Summierer mit Operationsverstärkern aufbauen.
    Das ganze geht dann auch symetrisch.

    Feld-Wald-Wiesen-Op-Amp TL071 - 74 macht's möglich.

    Wenn Du eine Schaltung brauchst, kann ich Dir schnell eine CAD'ten.

    Gruß,
    Berni

  • maha
    Beiträge
    663
    • 21. August 2003 um 17:12
    • #6

    Hi!

    Von mir gibt´s eine Blödantwort.

    Nimm einmal 2 Videosignale und hänge sie passiv über Widerstände zusammen. Der Sync des Besseren wird Sieger bleiben und das nachfolgende Gerät darauf locken. Das andere Signal wird aber irgendwie quer durch´s Bild laufen. Symbolisiert durch einen schwarzen Streifen.... dieser wandert schneller oder langsamer. Das Durchlaufen kommt daher, dass beide Signale nicht die exakt gleiche Frequenz haben. Beispiel: ein Recorder gibt mit 49,9 Hz, der andere mit 50,1 wieder.

    Glück gehabt: Beide Recorder laufen mit absolut gleicher Frequenz! Jetzt "steht" der schwarze Streifen aber mitten im Bild.

    Die Phasenlage zwischen den beiden Geräten stimmt nämlich noch nicht.
    -------------------------------------------------------------------------------
    Auf Audio umgelegt.... Audio benötigt keinen synchronen Rahmen.
    Aber 2 unterschiedliche Mischer verzögern das Signal eventuell nicht gleich? --> ungewollte Auslöschungen bei passiver oder aktiver Zusammenführung. Man sollte das vorher ausmessen.

    Gruß, maha, der von dem Zeugs keine Ahnung hat....

  • MarkusW
    Beiträge
    154
    • 21. August 2003 um 18:19
    • #7
    Zitat

    Aber 2 unterschiedliche Mischer verzögern das Signal eventuell nicht gleich? --> ungewollte Auslöschungen bei passiver oder aktiver Zusammenführung. Man sollte das vorher ausmessen.

    Ist das denn bei Monitorsignalen überhaupt wichtig ?
    Ich meine, da kommen doch so viele verschiedene Instrumente zusammen, das es immer irgendwo Auslöschungen geben wird.

    @BernitTon
    Prinzipiell ist mir schon klar, wie man eine aktive Schaltung aufbaut. Es ging nur grundsätzlich drum, ob sich der Aufwand minimieren lässt (aktiv braucht ja schon wieder Stromversorgung usw.)

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 21. August 2003 um 19:49
    • #8

    hä????????

    wenn ich eine gitarre und einen bass mische, gibt es auslöschungen??? interessant...

    durch verzögerungen entstehen kammfilter-effekte, die entstehen aber nur, wenn man ein signal mit seinem delay mischt, also z.b. ein analoges und das gleiche signal, aber einmal ad-da gewandelt. und auch dann nur wenn das delay noch nicht als solches gehört wird, also nur ein paar ms.

    keine korrelation zwischen den signalen->keine auslöschung.

    Das klänge bestimmt spassig, bei dem timing, was manche mucker an den tag legen :lol:

    abgesehen davon: analoge pulte haben "verzögerungen" im ns-bereich, lass es mal 100 m kabel/leiterbahnen/halbleiter in so nem pult, das is nicht so viel wenn man mit knapp lichtgeschwindigkeit reist... 300 000 000 km/s wenn ich mich recht errinnere... ich hatte das auch eigendlich so verstanden, das da GLEICHE pulte verkloppt werden sollen. und man wird selten ein signal splitten, es auf zwei pulte verteilen und dann wieder mischen.

    zum passiv-mischer: man erhöht damit natürlich deutlich die ausgangsimpedanz des pultes, da dann zig meter multicore dranzuhängen is nich wirklich ne gute idee. dann doch lieber auf bernitons angebot eingehen (im prinzip ist ein OpAmp summierer nix anderes als ein passiver mischer mit nem buffer, also ner impedanzanpassung, hintendran). ansonsten: das mit dem atelier der tonkunst is natürlich ne gute idee, die buben wissen durchaus was sie tun...

  • maha
    Beiträge
    663
    • 21. August 2003 um 20:47
    • #9

    Hi Noiseshaper!

    Ich fühle mich angesprochen....

    wenn ich eine gitarre und einen bass mische, gibt es auslöschungen??? interessant...
    ähh, das hab´ ich aber nicht behauptet! Oder?

    ... ich hatte das auch eigendlich so verstanden, das da GLEICHE pulte verkloppt werden sollen.
    Wo steht denn das?
    Videomischer arbeiten gezwungenermaßen digital... einlesen, speichern, mischen und gemeinsam wieder herausnudeln......

    ...analoge pulte haben "verzögerungen" im ns-bereich, ...
    Ächt! Wirklich.

    Gruß, maha

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 21. August 2003 um 21:54
    • #10

    ???? :o :o :o :o :o :o

    Tach maha,

    Zitat

    wenn ich eine gitarre und einen bass mische, gibt es auslöschungen??? interessant...
    ähh, das hab´ ich aber nicht behauptet! Oder?

    hab auch nicht behauptet das du das behauptet hast.


    habe eigentlich niemanden angegriffen, keine ahnung warum du jetzt rumstänkerst.

    Zitat

    ... ich hatte das auch eigendlich so verstanden, das da GLEICHE pulte verkloppt werden sollen.
    Wo steht denn das?
    Videomischer arbeiten gezwungenermaßen digital... einlesen, speichern, mischen und gemeinsam wieder herausnudeln......

    das ein analoges tonsignal nicht soviel mit einem composite-signal zu tun hat sollte klar sein. ich glaube eine videoquelle ist durchaus etwas anders zu behandeln als eine gitarre. mir fällt jetzt jetzt auch keine situation ein, wo man 32 oder mehr videoquellen von zwei verschiedenen pulten gleichzeitig zusammen mischen möchte... :D:D:D

    ich denke der thread ging auch nicht unbedingt um videosignale, oder hat man da jetzt EQs drin???

    ich hatte deinen beitrag eigentlich als beispiel verstanden, das die kompination zweier signale nicht immer ganz problemlos ist, mehr nicht...

    Zitat

    Auf Audio umgelegt.... Audio benötigt keinen synchronen Rahmen.
    Aber 2 unterschiedliche Mischer verzögern das Signal eventuell nicht gleich? --> ungewollte Auslöschungen bei passiver oder aktiver Zusammenführung. Man sollte das vorher ausmessen.

    ich glaube es ist noch nie jemand auf die idee gekommen, die "verzögerung" von analogen TONpulten zu messen. gründe muss ich dafür jetzt glaube ich nicht aufzählen. aber vielleicht sollte man den herrn pieper und andere schreibende hier aus dem forum mal drauf hinweisen, daß diese angaben fehlen in den tests :lol: :lol: :lol:

    vielleicht sollte ich jetzt doch mal nachmessen ob unsere monitortische die gleiche verzögerung haben wie die foh-tische? am ende is das timing einiger bands so schlecht weil das pult zu langsam ist? vieleicht sogar die wege untereinander?

    fragen über fragen...

    wenn es zwei digitalpulte ein sollten (es steht ja auch nicht explizit im thread das die analog sein müssen :-)): auch egal. die kann man ja syncen.

    Gruß

    Also: Spaß beiseite: Passivmischer geht, Aktiv isses besser.

    Wenn passiv, dann mit kurzem Kabel direkt in den EQ, dann muss der halt das core treiben.

  • maha
    Beiträge
    663
    • 21. August 2003 um 22:21
    • #11

    Noiseshaper!

    Ich stimme deinem Statement zu:
    Also: Spaß beiseite: Passivmischer geht, Aktiv isses besser.
    Aktiv is natürlich auch viel universeller!!!

    Psst: Wieder was gelernt! Auch digitale ProfiAudiomischer verzögern kaum. Danke Noiseshaper.

    Gruß, maha

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 21. August 2003 um 22:30
    • #12
    Zitat

    Psst: Wieder was gelernt! Auch digitale ProfiAudiomischer verzögern kaum. Danke Noiseshaper.

    Bitte, gern geschehen !!! :)

    nur der vollständigkeit halber: auch das habe ich nicht behauptet. ich habe nur gesagt dass man die synchronisieren kann. und das meistens ohne zusatzhardware. ich denke es kommt auch niemand auf die idee zwei digitale audiostreams mit widerständen zu mischen, wenn doch wird er auch schnell merken dass es nich geht... :wink:

    ich denke dieser thread hat seine kernaussage bereits gehabt.

    und tschüss

  • maha
    Beiträge
    663
    • 21. August 2003 um 22:36
    • #13

    Noiseshaper!

    ...ich habe nur gesagt dass man die synchronisieren kann.
    Siehst du, schon wieder hab´ ich was gelernt....

    Gruß, maha

    PS: Anständige "Videopulte" hängen auch am "Studiotakt".

  • Tobi
    Beiträge
    417
    • 22. August 2003 um 01:07
    • #14

    Die Frage ist, ob man es sich wirklich so kompliziert machen muss: Brauchst du wirklich alle Kanäle bei biden pulten? Oder kannst du vielleicht die Stereosumme des einen pultes einfach auf zwei Kanäle des anderen legen? Damit wäre Problem nämlich gelöst.
    MFG
    Tobi

  • MarkusW
    Beiträge
    154
    • 22. August 2003 um 09:16
    • #15
    Zitat

    Die Frage ist, ob man es sich wirklich so kompliziert machen muss: Brauchst du wirklich alle Kanäle bei biden pulten?

    Früher nicht, aber mittlerweile schon.

    Zitat

    Oder kannst du vielleicht die Stereosumme des einen pultes einfach auf zwei Kanäle des anderen legen?

    Dann wäre das ganze DrumSet mit aufm Monitor und ich kann nix mehr regeln. Ist bei kleinen Bühnen nicht soo sinnvoll.


    Von wegen Ausgangsimpedanz dürfte das nicht soo ein Problem sein, da das Signal so oder so in den EQ geht und von da über´s Multicore.

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 22. August 2003 um 10:46
    • #16
    Zitat von "maha"

    Hi!

    Von mir gibt´s eine Blödantwort.

    Stimmt ;)

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