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Hifi Line - Line Array für Home Cinema - Projektvorstellung

  • deep-house
  • 9. Dezember 2009 um 15:57
  • deep-house
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    • 9. Dezember 2009 um 15:57
    • #1

    Aus dem Gedanken ein Linearray auch für den Hausgebrauch zu stricken, entwickelt sich so langsam das hier sichtbare Endstadium.


    Zielsetzung:
    Ziel ist ein Home Hifi System mit 3 Front und 4 Sourround Lautsprechern zu entwerfen. Da ich noch immer großen Wert auf eine ausgeglichene doppel-Mono Wiedergabe lege, sprich 2.1, sind die Hauptlautsprecher entsprechend ausgelegt.
    Zielsetzung war auch, dass die Lautsprecher neben dem LCD Schirm an der Wand hängen sollen, bzw. der Center darüber. Nach etlichen Gehäuse Subs soll dazu der Ripol Sub kombiniert werden.
    Neben etwas weitergehender Grundlagenforschung war mir vor allem aber mal nach einem reizvollen Projekt. Mit einem guten Konzept, ohne ein Wahnsinns finanziellen Aufwand.
    Aus meiner Erfahrung aus den Anfängen der Home Cinema Zeit, kann ich ebenfalls sagen, die Forderung alle 5 oder 7 Lautsprecher gleich auszulegen und mit gleicher Leistung anzufahren, ist schlicht und ergreifend: Quatsch !

    Die vorderen Drei tragen die Hauptlast, meist werden in die hinteren Kanäle nur Rauminformation oder Effekte platziert, zzgl. Natürlich dem abgetrennten Tiefton der dann wirklich auch Leistung braucht.

    A) Quelle: 7.1 Receiver, die vier hinteren werden über die integrierten Amps passiv getrennt gefahren, L,C,R nur Pre Out, ebenfalls SUB
    B) Controller: der beliebte DCX 2496 wird mit 3 In benutzt und trennt die 3 Frontsystem 2-Weg aktiv.
    C) Amps: für Frontkanäle ein 8 Kanal 1508 Stage Line je 3 für R/L und 2 für Center
    D) Sub: für beide Subs jeweils ein Monacor SAM-2

    Die Lines bestehen aus Audax TTP120 und einer BMW Kalotte, beides "Restposten" aus der Küche von Thorsten Bunz
    http://www.tb-audio.de , wer möchte kann dort noch Audaxe erwerben.

    Die Subs sind Ripole mit jeweils 2 Stück SINUS Life SL320

    Und hier noch ein paar appetizer Fotos

    Der Prototyp einer 6er Line

    Gehäuse als ku System (kontrolliert undicht) 12 Stück für R/L und 6 Stück Center, sowie je 2 für Surround (ges. 38 Stück)

    Die Hochtonlines, 20 Stück Kalotten für L/R und 12 Stück für Center (ges. 60 Stck.)

    Und noch der Ripol

    Die Fortsetzung mit Messungen folgt..

    Gruß UweS.

  • mckrise
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    • 9. Dezember 2009 um 21:06
    • #2

    Hallo,
    da hast Du ja ordentlich gebastelt...

    ich würde gerne Fragen, wo der Unterschied zwischen einem Line-Array und vielen kleinen Lautsprechern, die man untereinander in eine große Box baut, ist ?

    Auf Anhieb sehe ich keinen Vorteil gegenüber einer einfachen 2-Wege oder Coax-Box...

  • ralle14
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    • 9. Dezember 2009 um 21:33
    • #3
    Zitat

    ich würde gerne Fragen, wo der Unterschied zwischen einem Line-Array und vielen kleinen Lautsprechern, die man untereinander in eine große Box baut, ist ?

    In einem bestimmten Frequenzbereich gibt es im Vergleich zu einem "richtigen" LA keinen. ("richtiges" LA ist Definitionssache..)

    Ein funktionierendes LA erweitert das Nahfeld und hat in diesem Bereich einen Pegelabfall von nur 3dB pro Entfernungsverdopplung. Somit kann man deutlich gleichmäßiger beschallen und man bekommt größere Reichweiten.

  • rene classen
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    • 10. Dezember 2009 um 07:38
    • #4
    Zitat von "Ralle14"

    Somit kann man deutlich gleichmäßiger beschallen und man bekommt größere Reichweiten.

    Ist ja auch im Wohnzimmer ganz wichtig!
    Die Leute sitzen ja zwischen ja teilweise direkt am TV und andere gefühlte 30 meter weit weg.

    Für mich hätte das Projekt einen Sinn wenn man die Optik einer Curve nachbaut, den es ist fürs Wohnzimmer eine reine optische Sache. Und das erreicht eine Tonsäule in meinen Augen nicht.

    Dann noch zur Sache mit der Leistung an den hinteren Speakern. Was bringt es den wenn man von vorne zugebrüllt wird aber die wichtigen Effekte nicht rüberkommen.

  • nils kristiansen
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    • 10. Dezember 2009 um 14:12
    • #5

    Nur so am Rande....tthorsten hatte mir mal 2 typen "entwickelt" die ich allerdings nie gebaut habe (hat seine Gründe..), war ne ziemlich gute Idee und müsste sich irgendwo hier http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=53545&start=15 finden :grin: Aber wie ich sehe bist du ja schon ordentlich weit ;)

    Gruß,
    Nils

    Account selten genutzt -> Party PA

  • deep-house
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    • 10. Dezember 2009 um 14:44
    • #6

    Zur Vertiefung der Theorie würde ich folgende Artikel empfehlen:

    James R. Griffin
    http://www.systemsolutions.co.za/Tech%20Zone/Li…ite%20Paper.pdf

    hier speziell Arraybildung bei Tieftonsystemen
    http://www.volkerholtmeyer.de/publikationen/…Tom%20Hauck.pdf

    Das so etwas im Wohnraum keinen Sinn macht, würde ich nicht unterschreiben, zumal es bereits gute Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart gibt, die sich vergleichbarer Technik bedienen, die seit kurzem Linearray genannt wird.
    Ich habe bisher mit Breitbändern als F.A.S.T. gehört, leider mußte ich die aufgeben.

    Z.B.
    Infinity Servo Statik 1 und weitere Elektrostaten
    Infinity Reference (dürfte schon ziemlich ausgeprägte Lineeffekt haben)
    Grundig Monolith (eher Zufallsprodukt, nie selbst gehört)
    Agogee Bändchen
    Translife http://www.translife.de/ (die habe ich schon gehört und die Prototypen sind seit mitte der 80er gewachsen)

    Das Nachbauen einer Kurve macht im Wohnraum nun mal gar keinen Sinn, da hier die Hörzonen eigentlich immer Fix sind, sowie min. und max. Abstand nach bei einander liegen und die Höhe vorgegeben ist. Hier macht es mehr Sinn mit den unterschiedlichen Systemlängen zu spielen.

    Zudem kommt die Arraywirkung, die Einschnürung der Abstrahlung aufgrund der Baulänge des Strahlers erst durch die Kopplung der Einzelkalotten zustande.

    Siehe auch das Clia Array von FÖÖN, d.h. wenn da z.B. nur 2 Kalotten drin wären, gäbe es beim Curven wilde Interferenzen.
    Bei einer Ausdehnung des Kalottenarrays von 72cm und einer Transitfrequenz von 2 kHz liegt der Übergang vom Nah- ins Fernfeld bei ca. 3m. Das entspricht so in etwa dem Hörabstand. Bei einer Ausdehnung des TMT Bereichs von ~1,50m reicht dieses Nahfeld nach der Formel immerhin bis 450 Hz. Darunter sorgen reflektierende Decken und Böden bei den Tiefen durch Spiegelung für eine virtuelle Verlängerung.

    Entsprechend fehlen bei den Höhe viele störende Boden und Deckenreflektionen. Der Klang ist sehr direkt und klar, die erste Wellenfront kommt sehr präzise.

    Einzig das Centerarray schafft diese Bedingungen aufgrund der Größe nicht.
    Hier ist bei den Kalotten theoretisch nach 1m Schluss.

    Dass das Ganze Thema viel heißer gekocht als gegessen wird beweisen die vielen Groundstack Varianten der „richtigen Linearrays“, die leicht beweisbar nicht richtig funktionieren. Bei richtig ausgelegten Array Einzelsystemen sind die Höhen zu stark und der Klang ändert sich entfernungsabhängig. Allein aus Kostengründen versucht man dann so eine Anhäufung von 2-3 Systemen als Array anzupreisen, da täte es wirklich eine konventionelle Auslegung auch oder sogar besser.

    Zitat von "Hoppeditz"


    Dann noch zur Sache mit der Leistung an den hinteren Speakern. Was bringt es den wenn man von vorne zugebrüllt wird aber die wichtigen Effekte nicht rüberkommen.

    Lautstärke ist relativ und ich bin wirklich kein Lauthörer. Vorteil eines dermaßen überdimensionierten Strahlers ist die Gelassenheit und die geringen Verzerrungen (Klirr) aufgrund des geringen Hubes.
    Das ich auf Doppel Mono Wert lege und hier etwas anders auslege hatte ich ja bereits gesagt.

    Zitat von "Nils Kristiansen"


    Aber wie ich sehe bist du ja schon ordentlich weit ;)

    naja, richtig weit ??? dafür das ich schon 1 1/2 Jahre daran rumpople, aber das hat andere Gründe, es wird jetzt Zeit.

    Gruß UweS.

  • hias.h
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    • 11. Dezember 2009 um 13:31
    • #7

    LA im Wohnzimmer ist nicht unsinnig! Die breite horizontale Abstrahlung ist nicht zu unterschätzen. So können auch mal mehr als eine Person im Sweetspot sitzen.

  • deep-house
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    • 14. Dezember 2009 um 12:23
    • #8

    ein mittlerer Rückschlag am letzten Wochenende.
    Leider fiel mir beim Vermessen auf, daß einige der Kalotten ein etwas unschönen Amplitudengang aufwiesen. :( D.h., starke Abweichungen der Empfindlichkeit (teils bis 10dB) und nach unten hin stark abweichenden F-Gang.


    Ich habe also die kritischen wieder ausgebaut und zusammen mit den Resten nachgemessen. Ergebnis war, daß ich ~15 Stück von den insgesamt 70 wegwerfen konnte. Nun habe ich die drei Lines komplett und nur noch 3 einzelne HT, die Besten aus den Resten als Ersatz, wenns mal ganz schlimm kommt.

    Bevor ich hier Messwerte poste, wird es noch etwas dauern, bis alles zusammen kommt.

    Gruß UweS.

  • Blancblue
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    • 15. Februar 2010 um 02:52
    • #9

    Welchen 7.1 Receiver benutzt du denn?

    ________________________________

    Signatur?

  • deep-house
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    • 15. Februar 2010 um 20:15
    • #10

    den Onko TX-SR 876,

    bin inzwischen auch weiter, das System läuft, habe aber kaum Zeit für Doku,

    Gruß UweS.

  • mike j.
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    • 18. Februar 2010 um 11:32
    • #11

    Linearray klingt viel modischer als aneinanderreihung ;-). Zuhause ist die Sinnhaftigkeit beider sehr in Frage gestellt wenn man sich mal vor Augen hält, wieso man mehrere Schallquellen eigentlich aneinanderreiht...

  • deep-house
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    • 18. Februar 2010 um 12:46
    • #12

    natürlich muß das nicht sein, im Wohnzimmer.

    Es muß aber auch nicht sein, daß professionals zwei Segmente auf einen Hochständer packen und bewerben, sie haben mit einem Linearray eine VA gemacht, haben sie sicher, aber ohne Verstand.
    Ich habe es doch selbst schon gesehen, vier Teile aufeinander im 40m Festzelt, ohne Delayline, war akustisch grenzwertig.

    Gruß UweS.

  • tufkadib
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    • 18. Februar 2010 um 14:44
    • #13

    Hallo,

    Zitat von "deep-house"

    Aus dem Gedanken ein Linearray auch für den Hausgebrauch zu stricken,


    mit Verlaub gefragt: wie groß ist denn Dein Wohnzimmer, daß Du Strahlergruppen (nichts anderes ist das) brauchst?
    So?
    Oder so?

    MfG
    DirkB

  • matthias falke
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    • 18. Februar 2010 um 16:28
    • #14

    Scheint schon Sinn zu machen.

    http://www.lautsprechershop.de/hifi/index.htm…/twentyfive.htm

    Einmal editiert, zuletzt von Matthias Falke (18. Februar 2010 um 18:01)

  • deep-house
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    • 18. Februar 2010 um 17:48
    • #15
    Zitat von "DirkB"

    Hallo,


    mit Verlaub gefragt: wie groß ist denn Dein Wohnzimmer, daß Du Strahlergruppen (nichts anderes ist das) brauchst?
    So?
    Oder so?

    MfG
    DirkB

    sehr schön das erste Bild, für Jägermeister..

    ich frage mich auch manchmal nach dem Sinn zu Hause ein Vollhornsystem mit dem 4590 obenauf beim Höranstand von 3m aufzustellen, oder Netzkabel für 300,- € zu verwenden.
    Manch einer wundert sich dann, daß bei einer Empfindlichkeit von 115dB/Wm der Controller als Rauschgenerator funktioniert.

    Ich denke nach dem Sinn zu fragen ist der falsche Ansatz, der Wohnraum erfordert das jedenfalls nicht :grin:

    Da ich ja bereits einige Selbsterfahrungen mit dem Bau von Linearrays sammeln durfte und mit meinem "Großen" regelmäßig bei VA's arbeite, gönne ich mir eben den Sport, so etwas auch für 3m zu nutzen. Das oben gezeigte Heim-Array ist mit Verlaub bei 3-4m Abhörentfernung eher ein Array als die meisten aus finanziellen Gründen nur 3-4 elementhohen Spar-Arrays aus professionellen Komponenten, die dann 30m weit schießen sollen :?: .

    Man bedenke eben auch, daß so eine kleine Kalotte eben nur 85 dB/Wm macht, in der Summe von 20 Stück summiert sich dass dann zwar, aber das hat kein Nutzeffekt für PA.
    Es sind preisgünstigste Komponenten, angeordnet zur Abstrahlung nach den Gesetzen der Physik.
    Und ich kann nochmal bestätigen, ein derart enges zusammenfassen von Kalotten, ergibt einen sehr einfach zu händelnden Amplitudengang. Sind die Kalotten dann auch noch belastbar und liegen im SPL/Wm höher als diese einfachen Autotöner, dann kann man damit durchaus PA machen, wie bei der Föön Clia.

    Gruß UweS.

  • timo blösser
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    • 19. Februar 2010 um 12:41
    • #16

    Gibts auch Bilder von dem fertigem Resultat im Wohnzimmer?? Würde mich mal interessieren! :)

  • deep-house
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    • 20. Februar 2010 um 10:59
    • #17

    es gibt

    Gruß UweS.

  • timo blösser
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    • 20. Februar 2010 um 14:27
    • #18

    hehe, hat was...!! 8):D

  • tamaris-pa / mts
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    • 30. März 2010 um 22:10
    • #19

    Gibt es Messungen von dem Array?

  • deep-house
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    • 7. April 2010 um 11:38
    • #20

    ja, ich weiß, veröffentlichte Messungen sind schon länger überfällig.

    Ich habe mich aber noch nicht ganz entschlossen die BMW Hochtöner gegen andere zu tauschen.
    Es würden aber aus Kostengründen nicht mehr zwanzig pro Seite :oops:

    Gruß UweS.

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