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Botex EDX 4 Dimmer reparieren

  • David Hadinek
  • 13. Mai 2010 um 12:39
  • David Hadinek
    Beiträge
    16
    • 13. Mai 2010 um 12:39
    • #1

    Moin erstmal

    Ich habe am WE bei eBay günstig einen eurolite PAR1500 RGB Scheinwerfer geschossen und dabei war auch noch ein Botex EDX 4 Dimmer, der als defekt deklariert war.

    Nach dem Öffnen war schnell klar, dass das Netzteil seinen Geist aufgegeben hatte, es gab nämlich keine Spannung mehr aus und der 5V Festspannungsregler war angeschmort und aufgeplatzt. Also habe ich mal den 7805 und den Glättungskondensator (der wohl beim Harakiri des Transistors einen mitbekommen hat) ausgetauscht und 12V Gleichspannung angelegt. Der Großteil der Bauteile scheint auch noch zu gehen, denn manchmal (mir ist nicht ersichtlich nach welchem System) blinkt dir rote LED. Ansonsten ist auch kein Bauteil angeschmort oÄ.

    Leider konnte ich während des Tests (ohne Netztspannung) keine Reaktion bei den grünen Kanal-LEDs feststellen. Nun nehme ich an, dass dem Prozessor noch 'ne Nulldurchgangserkennung fehlt. Also vermute ich, dass ich das Netzteil nicht einfach gegen ein beliebiges anderes austauschen kann, sondern so einen "dreipoligen" (ich weiß leider nicht, wie man die nennt) Trafo benötige.
    Es steht keine Spannungsangabe auf dem Trafo, weswegen ich unsicher bin, was ich da nehmen muss. Mehr als 5V ist klar, aber reichen zB 9V oder muss ich 12V nehmen. Und wie ist das mit der Dreipoligkeit? Bei Reichelt habe ich welche gefunden mit zB "2x 9V" und 4 Anschlüssen. Ginge sowas und dann einfach 2 Anschlüsse verbunden?

    Vielen Dank schonmal und beste Grüße,
    David

  • joachim krautwurst
    Beiträge
    92
    • 17. Mai 2010 um 21:33
    • #2

    Hey,
    zwar etwas spät, aber poste mal das was an Diodengewusel &Co. um den 7805er herum ist.
    Jo

    was willst'n aufm Monitor? - Keine Ahnung, was kommt denn cool?

  • mike j.
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    2.924
    • 18. Mai 2010 um 00:40
    • #3

    3 Polig - Primär oder Sekundärseitig?

    Bei vielen Dimmern wird einerseits die Betriebsspannung über einen Gleichrichter, Spannungsregler,... erzeugt und vor dem Gleichrichter die Wechselspannung vom Trafo abgegriffen und damit der 0Durchgang bestimmt. Welche Spannung das ist ist relativ egal, weil jeder Trafo mit jeder Spannung hat irgendwo seinen Nulldurchgang.

    Jetzt aber wirds knifflig. Ein Dimmer funktioniert so, dass eine Rampenspannung (erzeugt aus dem 0Durchgang und einer Zeitkonstante, die von Kondensatoren und der Trafospannung bestimmt wird) mit einer Gleichspannung (Poti oder uController) verglichen wird. Dies kann per OPV (Komparator) oder in einem uC passieren.
    Problem an der Sache ist eben diese Zeitkonstante, sofern der uC mit dieser arbeitet.

    Poste, wie Krautwurst schon gesagt hat zwei Fotos (beide Seiten der Platine) hier im Forum, dann kann man dir sicher weiterhelfen.

  • David Hadinek
    Beiträge
    16
    • 18. Mai 2010 um 11:43
    • #4

    Moin

    Vielen Dank für die Antworten.
    Hier sind die entsprechenden Fotos:
    http://picasaweb.google.de/DavidHadinek/B…542140783944866

    Der mit (1) markierte IC scheint (ebenfalls über zwei Dioden) auch die gleichgerichtete Spannung (ungeglättet) zu bekommen. Daher nehme ich an, dass er für die 0-Durchgangserkennung zuständig ist.

    Beste Grüße,
    David

    PS:
    Das Netzteil ist sekundärseitig dreipolig. Auf der Primärseite sind ganz normal 2 Anschlüsse.

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 20. Mai 2010 um 17:02
    • #5

    Hai,
    Es ist die Komperatorversion (siehe vorheriges Post) und ja, es ist die 0-crossing detection. Das IC ist ein wald+wiesen OP Amp LM358 (auch wenn Du clevererweise die IC Bezeichnung übermalt hast...)

    Der Trafo ist ein Sek 10,5 - 12V...nach der 2fachen Gleichrichtung (D1,D2) sollen zumindest 12V anliegen.

    Vllt. wechselst Du mal den OP Amp U12 mit irgendeinem 2 Fach OP Amp, den Du im Keller finden kannst..oder Du nimmst (clever!!) U10-das ist auch ein 358'er. Bei letzterem geht aber die DMX Ansteuerung nicht mehr - also dann mit old-school analog 10V input testen (pin2=kanal 1; Pin 7 = GND)

    ...und es werde Licht!

    LG
    Uwe

  • David Hadinek
    Beiträge
    16
    • 21. Mai 2010 um 09:19
    • #6

    ok, vielen Dank schonmal dafür.

    Wenn du sagst "mindestens 12V" könnte ich das ja eigentlich zunächst mal mit einem 13,8V 3-Poler ausprobieren, der hier noch in einem Gerät rumfliegt, oder? Denn bei Reichelt kosten die Dinger gleich wieder 10€ und zum Testen ist das recht viel.

    Werde das evtl heute Abend mal in Angriff nehmen. Außer dem 7805 sollte ja nichts kaputt gehen können.

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 21. Mai 2010 um 11:34
    • #7

    Hallo nochmal,
    ich verstehe zwar auch nicht, warum hier ein Trafo mit 2 Sekundär-Wicklungen genutzt wird ("3-polig") aber ignorieren wir das mal.

    Nimm ein Billig Multi-Steckernetzteil-das wirst Du ja irgendwo herumfliegen haben-oder?
    Stell mal so 9V ein (lieber erstmal keine 12V) und schliesse an Stecker J1, Pin 2 Masse und Pin 1 die +9V vom Netzteil an. Der Rechner müsste dann anspringen (rote LED blinkt). Wenn nicht, dann versuche 12V am Netzteil.

    In diesem Setup testen. Und wenn es dann klappt (wie gesagt: mit "Analog in" falls Du den on-board U10 "recycle'st") dann kannst Du dir getrost einen Trafo mit 1x12V Out kaufen, so 6VA sollte er schon haben...

    Übrigens: einen 7805 kaputt zu machen...dass Bedarf schon entweder sehr grossen Spannungen, die er runterregeln muss oder riesiger Ströme (>1A)...eigentlich geht vorher alle dahinter kaputt-ein Wunder das der bei Dir kaputt ist ?!

    Bevor ich es vergesse: den freundlichen Hinweis "auf eingene Gefahr" und "220V...Lebensgefahr" und "nur mit Trenntrafo" blablabla ....sollte sich von selbst verstehen!!!

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 21. Mai 2010 um 11:38
    • #8

    ach übrigens....
    die Kanal LEDs gehen nur an, wenn die die Lastteile dahiner angeschlossen hast. Die sind in Reihen geschaltet!

    Und hier sind wir nun bei den eben erwähnten 220V!!! GEFAHR!

  • mike j.
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    2.924
    • 21. Mai 2010 um 11:41
    • #9

    Soweit ich die Dimmer kenne kann er die auch ohne 230V betreiben. Der Lastteil ist zwar in Serie, ist aber doch für die Platine nur eine LED in einem Optokoppler.

    Ansonnsten hat Uwe Rieke recht!

  • David Hadinek
    Beiträge
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    • 21. Mai 2010 um 14:47
    • #10

    So langsam fühle ich mich so'n bisschen verarscht von dem Gerät...

    Also, an nem Schaltnetzteil hatte ich das ja wie gesagt schon ausprobiert, da hatte die rote Lampe geblinkt, die grünen jedoch nix gemacht.
    Eben schließe ich das Netzteil an (13V Nennspannung, 14,6V Leerlauf) und alle LEDs leuchten.
    Ich freue mich schon, da es ja zumindest eine andere Reaktion ist. Aber auf einmal gibt es starke Rauchentwicklung und der 7358 verschmort vor meinen Augen. (also der direkt neben dem ATMega)
    Was soll ich denn jetzt davon halten? Hat der vielleicht schon einen mitbekommen und nun ist er halt komplett gestorben?

    Es ist doch zum Mäusemelken

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 26. Mai 2010 um 13:19
    • #11

    welcher ist durchgeschmort? Bitte die Bauteilebezeichnung angeben ("U" irgendwas)

  • PMN-Concepts
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    • 28. Mai 2010 um 14:46
    • #12

    Meinst du nicht, dass du langsam das Botex-Steuerteil begraben solltest?

    Schau dir doch mal Hennes Seite an, evtl ist ein Neubau des Steuerteils günstiger und vor allem schneller als die Altlasten von Botex autzuarbeiten.

  • Jürgen Klingel
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    • 28. Mai 2010 um 15:29
    • #13

    Eben, sprich den Segen über die Kiste! Bevor Du an der Mikrocontroller-Peripherie rumtüdelst, würde ich das Ding in die Tonne kloppen :wink:

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • David Hadinek
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    • 28. Mai 2010 um 19:21
    • #14

    Ja, das ist wohl das Beste. Das war auch schon so ein bisschen im Hinterkopf.
    Kann ich dafür denn die Lastteile aus dem Botex nutzen oder sind da Umbaumaßnahmen fällig? Wäre ja cool, wenn ich da den Neubau umgehen könnte.

    Beste Grüße
    David

  • Jürgen Klingel
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    • 28. Mai 2010 um 20:27
    • #15
    Zitat von "David Hadinek"

    Ja, das ist wohl das Beste. Das war auch schon so ein bisschen im Hinterkopf.
    Kann ich dafür denn die Lastteile aus dem Botex nutzen oder sind da Umbaumaßnahmen fällig? Wäre ja cool, wenn ich da den Neubau umgehen könnte.

    Beste Grüße
    David

    Hm, was gibts da umzubauen? Neue, komplette Kiste kaufen, fertig. Wenn Du unbedingt basteln willst, schießt Dir eine bei den einschlägigen Online-Auktionshäusern.
    So long,

    Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • PMN-Concepts
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    • 28. Mai 2010 um 23:52
    • #16

    Wenns nur ein Switchpack sein soll: Hennes Transceiver bauen, 0-10V Firmware drauf und einfache SSR (Solid State Relay / Elektronische Lastrelais) in der e-Bucht schießen. Gibt die Teile mit ner automatischen Nulldurchgangserkennung, sprich: Der Ohmsche Verbrauche wird im Nulldurchgang mit dem Steigen der Flanke angesteuert. Das erspart dir die Billigsdrosseln aus dem Chinakübel (sofern überhaupt vorhanden) und ist zudem sehr simpel zu verkabeln. Kein lästiges Isolieren von Triacs, die dann irgendwann doch gegen Erde laufen oder isolieren eines kompletten Kühlkörpers (wie bei Hennes Design) Macht die ganze Sache sicher und zuverlässig. In der Bucht zum Beispiel unter Artikel 330436355841 (war doch so, dass man hier keine Links posten durfte, oder?!)

    Habe selber z.B. mit den Teilen meine ersten Lichtsteuerungen gebaut, ist gut 10 Jahre her und die laufen immer noch ohne jegliche aussetzer im LowBud-Bereich (anfangs hatten die nur 0-10V Stuerung direkt aufs SSR, später dann mal mit Hennes Lösung auf DMX umgebastelt)

    Wenns ein Dimmer sein soll: hoelscher-hi.de/hendrik da bekommst du echt gute Details, aber bitte nur in Angriff nehmen wenn du 100% fit im Umgang mit Netzspannung bist und jemanden kennst der das auch noch gemäß VDE0100 einmessen und absegnen kann.

  • Jürgen Klingel
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    • 29. Mai 2010 um 01:10
    • #17

    ...oder den Dimmer aus Admin´s Buch bauen: Einfache Technik, robust und sehr lehrreich :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • David Hadinek
    Beiträge
    16
    • 29. Mai 2010 um 02:46
    • #18

    Ja genau, Hennes Seite kenne ich. Habe bereits den LED-Dimmer und den Servo-Treiber gebaut.
    Nun dachte ich bei dem Botex daran das Gehäuse, die Steckdosen etc weiterzubenutzen, aber anstelle der Steuerplatine die von Henne einzubauen.
    Die Frage ist jetzt, ob ich die im Botex vorhandenen Lastteile nutzen kann, oder ob ich die Lastteile von Henne benutzen muss. Daran würde sich dann entscheiden, was ich alles von Reichelt brauche.
    Ich gucke morgen nochmal den Aufbau der Lastteile und die Bezeichnungen der Teile (hauptsächlich der Triacs) nach, vll sehe ich es dann ja selbst.

    Beste Grüße
    David

  • DJheini
    Moderator
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    • 29. Mai 2010 um 14:47
    • #19
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    ...oder den Dimmer aus Admin´s Buch bauen: Einfache Technik, robust und sehr lehrreich :grin:


    Die Bauanleitungen funktionieren sowieso alle sehr gut. Habe aus dem alten Buch
    fast alles gebaut und aus dem neuen auch schon ein paar Sachen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 31. Mai 2010 um 15:53
    • #20

    Um Deine Frage zu beantworten:
    Ja, meines Erachtens kannst Du die Lastteile nutzen. Alles hinter der Galvano-Trennung (der Opto-Koppler) entspricht nem typischen Dimmerpack-Tastteil (mit einer so-la-la Entstörung ;) )
    Anhand der Daten des Optokopplers findest du heraus wie die Steuerspannung sein muss.

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