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Tap Delay richtig einsetzen?

  • bernd1989
  • 25. Mai 2010 um 11:56
  • bernd1989
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    226
    • 25. Mai 2010 um 11:56
    • #1

    Hallo zusammen,

    kann mir kurz jemand auf die Sprünge helfen wie ich den Tap Delay Effekt richtig einsetze und wozu der gut ist? Soweit ich weiß drückt man ja im Takt auf den Tap Knopf und dadurch regelt sich der Effekt, aber wie genau funktioniert das? Ich seh die Leute am FOH nur immer wild auf den Tap Knöpfchen rumklopfen...

    Viele Grüße und Danke!
    Bernd

  • skyworker
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    • 25. Mai 2010 um 12:34
    • #2

    Ein Tap Delay ist eigentlich ein ganz normales Delay, du nutzt das Tap, also das "einklopfen" um die Delayzeit festzulegen. Erledigst du das im Takt, klingt das in der Regel gut. Der Rest ist Kreativität - wenn immer nur auf die "1" getaped wird, ist die Delayzeit also lang, bei den Geraden etwas länger und bei allen Zählzeiten wirds nervig. Es muss halt zum Stück passen und zum Gesang. Du kannst auch auf die Halben tapen, dann klingt das Delay nochmal anders, ehr so layed back oder so. Schwer zu beschreiben.

    Wer am FoH wild auf den Knöpfchen rumklopft, der macht Punkrock - oder einen Fehler. Wer ehr stoisch ist, hat Gothic auf der Bühne ^^

    Nettes Hilfsmittel ist ein Fußschalter, falls man den an deinem Effektgerät anklöppeln kann.

    Ach ja - der beste Effekt ist der, den man nicht hört... also sparsam dosieren.

    SKY Y Y Y Y

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Campfire
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    • 25. Mai 2010 um 13:26
    • #3

    ich nutze das meistens um einzele wörter oder Phrasen des Sängers wiederholen zu lassen, bei Reggae auch gerne mal andere Instrumente....

    das mache ich indem ich kurz bevor das Signal kommt das ich wiederholt haben möchte den Aux-Send des Delay aufdrehe....

    die Tapgeschwindigkeit kann da durchaus sehr variieren, je nachdem wie das ganze dann klingen soll, auch setze ich das schon häufig als sehr deutlich hörbaren effekt ein......

    (aber ich mache auch viel Reggae.... :) )

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • bernd1989
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    • 25. Mai 2010 um 15:37
    • #4

    Ha genau wie Campfire das beschreibt hab ich mir das vorgestellt, den Effekt wollte ich erziehlen. Das heißt ich Stell für den Gesang einen leichten Reverb fest ein und bei Bedarf dreh ich den Aux mit dem Tap Delay auf ... bin ich ja mal gespannt wie das dann live klingt :)

    Danke schon mal für die schnellen Antworten!

    Grüße
    Bernd

  • Campfire
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    • 25. Mai 2010 um 16:30
    • #5

    am besten aber nicht gleich bei nem Konzert üben (oder wenn dann nur auf dem Kopfhörer), dauert einw enig bis man ein gefühl dafür hat wo was passt und was nicht (und es kann auch immer mal wieder daneben gehen... :) )
    im Rockbereich habe ich auch schon häufiger gesehen dass der Delaysend der Stimme offenbleibt und nur der return aufgezogen wird....
    Vorteil: man muss nicht "Vorherdenken" sondern kann kurz hinterher den return aufmachen...
    Nachteil: man muss sich vorher überlegen bei welchem Signal man das Delay haben will und es ist nicht unbedingt nur ein Wort wiederholt....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • skyworker
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    • 25. Mai 2010 um 18:37
    • #6

    Interessante Ansätze zum Mischen gibts hier...

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • bernd1989
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    • 25. Mai 2010 um 19:12
    • #7

    Hehe warum? :)

  • Campfire
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    • 25. Mai 2010 um 20:04
    • #8

    würde mich auch interessieren was an meinen Erklärungen wie ein Delay eingesetzt wird merkwürdig oder ungewöhnlich ist, sind beides Methoden die mir regelmäßig auch bei anderen Mischern unterkommen, oder habe ich mich irgendwo missverständlich ausgedrückt?

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • skyworker
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    • 25. Mai 2010 um 20:14
    • #9

    Das war ja auch erst mal nur eine Feststellung... und erlaubt ist schließlich, was gefällt, oder

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Campfire
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    • 25. Mai 2010 um 20:59
    • #10

    hatte das "interessant" als eines mit ironischem Unterton interpretiert... :)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • treibsand
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    • 25. Mai 2010 um 23:30
    • #11
    Zitat von "bernd1989"

    Das heißt ich Stell für den Gesang einen leichten Reverb fest ein und bei Bedarf dreh ich den Aux mit dem Tap Delay auf ...


    Noch ein weiterer Ansatz zum (späteren) Weiterüben:
    Send gezielt nutzen, Return immer offen halten UND den Return in weitere FX-Engines einschleifen. Z.B. ein Hall, damit das Echo nicht anders als das "Originalsignal" zu trocken klingt. Oder einen LFO beim Dlay zur Effektmodulation nutzen. Oder Phasing des Effektes, oder, oder, oder...
    Insgesamt macht es unheimlich viel Spass, mit Effekten herumzuspielen - man braucht nur das passende Originalmaterial zum Effekt. Nicht jeder FX geht mit jeder Musikrichtung/Band.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Mix4Munich
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    • 26. Mai 2010 um 12:09
    • #12

    Probiert mal ein Dynamic Delay von TC aus - wer das Geld hat, nimmt ein 2290, aber inzwischen gibt es den Algorithmus (incl. Tap) für kleines Geld im M-350. Wenn der Input des Gerätes "gefüttert" wird, ist das Echo leise. Reisst der Input ab, wird das Delay lauter und betont so die letzten Silben nochmal, ohne den Gesang zuzumatschen. Den Effekt gab es noch günstiger mal in einem Gitarren-Effekt von TC, im G-Sharp - tolles Gerät, leider nur noch gebraucht zu bekommen. Den Effekt habe ich und nutze ihn inzwischen öfter bei Live-Mixes als im Gitarrenrack.

    Was bei allem Spieltrieb nicht vergessen werden sollte: Solange es sich um einen Livemix handelt, sind wir die Dienstleister der Musiker und sollten uns nicht auf einem Egotrip verlieren. Also, entweder vorher abklären oder auf Zeichen der Band achten, ob der Effekt auch gefällt. Einer meiner Auftraggeber HASST gated reverbs - auch wenn sie meiner Meinung nach gut zu den Drums in einigen seiner Songs passen würden, er mag den Effekt nicht, also ist er den ganzen Abend nicht im Einsatz. Diskussion Ende. Bei einer anderen Band, die ich mal auf einem Event gemischt habe, war vorher keine Möglichkeit, irgendwelche Details zu besprechen (ein sehr chaotischer Tag, der Event musste innerhalb von 48 Stunden dreimal "umziehen", so dass die PA-Firma mehrere Male aufbauen musste ... letztlich wurde alles nur punktgenau fertig, drei Minuten Soundcheck und ab dafür). Jedenfalls habe ich mal ein deutliches Delay auf die letzten Silben einer Textzeile hören lassen. Ein breites Grinsen von der Sängerin war mir dann die Genehmigung, das bei ein paar Songs am Abend nochmal zu machen. Hätte sie das Gesicht verzogen, wäre der Effekt aus geblieben, oder ich hätte mich auf ein getapptes Standard-Delay zurückgezogen.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • bernd1989
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    • 26. Mai 2010 um 15:09
    • #13

    Hab mich jetzt gestern mal etwas hingesetzt und mit Effekten rumgespielt, das Dynamic Delay hab ich dabei auch probiert und damit ganz ordentliche Sachen kreiert. Hab das M-300 von TC und ein SPX900 FX Gerät.

    Ich denke ich werds auf dem nächsten Live Gig mal so wie treibsand es beschrieben hat probieren und das Tap Delay bei Bedarf nochmal zu dem normalen Reverb der Stimme dazumischen. Werd das mit der Band im Vorfeld abklären, die sind da aber sicher begeistert und opfern noch ein paar Minuten vom Sound Check dafür.

    Welchen Effekt nehmt ihr eigentlich für die Snare? Bis jetzt hab ich ein Gate mit leichtem Compressor verwendet und am SPX900 einfach so lange durchgeschaltet bis es gut war, würd mich nur mal interessieren wie ihr das so handhabt ;)

    P.S. ne Snare muss für mich schön knackig und nach oben hin offen klingen, dieses hässliche Nachwummern mag ich gar nicht und habs bis jetzt immer mit nem Gate in Griff bekommen.

  • Mix4Munich
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    • 26. Mai 2010 um 21:45
    • #14

    Wenn eine Snare gut gestimmt und evtl. gedämpft ist, und wenn man sie nicht zu dämlich mikrofoniert, braucht man eigentlich keine Gate für den Sound. Kompressor durchaus (die Snare-Sounds der 70er und 80er Jahre sind oft "compressed to fuck"). Ansonsten einen Hall - je nach Musikrichtung und Geschmack meines Auftraggebers einen normalen Hall (oft derselbe wie beim Gesang) oder eben ein Gated Reverb.

    Auch ich mag "meine" Snares lieber offen bis knallig, viel Bottom braucht sie da nicht. Dafür gibt's schliesslich die Bassdrum :grin:

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Marian Humann
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    • 26. Mai 2010 um 23:01
    • #15

    ich nehm immer 2 Mics für Snare (mit dem Deboinker, den ich um einen Duckingeffekt zwischen Teppich und Fell erweitert habe ), dabei bekommt das obere Mikro nen Gated Reverb oder - je nach Location nen Plate oder gar ganz kurze Delays (das kommt je nach Lied ganz cool) und das untere bekommt ganz leicht nen Cathedral-Hall.

    Und das alles mit nem Behringer DDX3216 ;)

  • treibsand
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    • 27. Mai 2010 um 00:56
    • #16

    Mir ist's wurscht.
    Ich Mikrofoniere die Snare von unten, um den Teppich zu bekommen und lass den Kanal in der Mehrzahl der Fälle fast aus, weil Kollega Knüppelknecht versucht, das Fell während eines Songs zu zerhacken. Und das mit dem selben Fell bei jedem Stück...

    ...wozu Effekte, wenn das das lauteste Instrument ist? :twisted:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • DJheini
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    • 27. Mai 2010 um 08:19
    • #17
    Zitat von "treibsand"

    Mir ist's wurscht.
    Ich Mikrofoniere die Snare von unten, um den Teppich zu bekommen und lass den Kanal in der Mehrzahl der Fälle fast aus, weil Kollega Knüppelknecht versucht, das Fell während eines Songs zu zerhacken. Und das mit dem selben Fell bei jedem Stück...

    ...wozu Effekte, wenn das das lauteste Instrument ist? :twisted:


    Ähnliche Probleme habe ich mit unserem Bassisten, der seinen Bühnenamp auch immer bis
    zum Anschlag aufdreht, so das ich den Channel oft ganz runterziehen kann (muß).
    Begründung: Ich höre mich nicht. :?
    Leider leidet der ganze Mix darunter, weil ich mich am Bass orientieren muß. :evil:

    Zum Thema:

    Ich habe auch den M-300, habe auch schon mit dem Tap-Delay probiert. Ist ganz ok,
    aber auch nicht ganz einfach, das im takt hinzukriegen. Bedarf schon einiger Übung.
    Ob ich jetzt auf den 1., jeden 2. oder jeden Takt gehe, hängt immer davon ab, was die
    Jungs von der Band so wünschen und sich vorgestellt haben.
    In der Regel spiele ich aber nicht so viel mit den Effekten rum (weniger ist mehr). Meistens
    ein Hall mit etwas Delay, dessen Stärke ich dann über den Send-Regler am Mischer einstelle.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • gezz-abba
    Gast
    • 15. Juni 2010 um 18:14
    • #18

    DJ heini: Lass den bassmann seinen amp mal links oder rechts auf der bühnenseite aufstellen, 90° zur bühne reingedreht. Damit bekomme ich bassisten oft zur raison .. Wen interessiert schon der sound vom bassamp im publikum? Auf der bühne hab ich die bassfraktion damit schön verteilt, selbst wenn der basser auf der entgegengesetzten seite steht und spare mir oft das quälen meiner monitore...
    gruss,
    arnt

  • Mix4Munich
    Beiträge
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    • 17. Juni 2010 um 22:18
    • #19

    Dasselbe kann man auch wunderbar mit den Gitarristen machen und schlägt damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Jungs hören auf zu jammern, dass sie sich nicht hören (stellen vielleicht sogar den Amp leiser), die Monitore werden von den Gitarren entlastet, und der Krachanteil, welcher von der Bühne ins Publikum kommt, nimmt ab. Der Sound wird für den Mischer dadurch leichter beherrschbar.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • DJheini
    Moderator
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    • 17. Juni 2010 um 22:24
    • #20
    Zitat von "Mix4Munich"

    Dasselbe kann man auch wunderbar mit den Gitarristen machen und schlägt damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Jungs hören auf zu jammern, dass sie sich nicht hören (stellen vielleicht sogar den Amp leiser), die Monitore werden von den Gitarren entlastet, und der Krachanteil, welcher von der Bühne ins Publikum kommt, nimmt ab. Der Sound wird für den Mischer dadurch leichter beherrschbar.

    Viele Grüße
    Jo


    Der Gitarrist macht das schon so, am Samstag werde ich das hier http://www.time-banditz.de/index.php?id=2 mit dem Bassisten versuchen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

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