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Frequenzweiche optimieren

  • felix schmidt
  • 8. Juli 2010 um 13:25
  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 8. Juli 2010 um 13:25
    • #1

    Hallo Forum,

    habe hier zwei Topteile, welchen ich von der Bestückung her wesentlich mehr zutraue, als sie heute können. Meine Vermutung ist, dass hier die Frequenzweiche nicht optimal ausgelegt ist.

    Verbaut sind Treiber von Monacor, wobei ich gelernt habe, dass Monacor nicht immer schlecht ist.
    Dabei handelt es sich um einen 1 3/4 Zoll HT-Treiber MHD-400 und um den SP-12A/300PA.
    Zu dem HT Treiber finde ich leider gar keine Informationen im netz, was eine Berechnung einer neuen Frequenzweiche etwas schwer macht.
    Generell scheinen die Treiber aber doch sehr hochwertig zu sein und der HT ist recht tief ankoppelbar.

    Hat hier im Forum jemand informationen zu dem HT-Treiber?
    Wie würdet ihr vorgehen, um die FW neu zu berechnen?

    Grüße
    Felix

  • rolf herrmann
    Beiträge
    137
    • 8. Juli 2010 um 19:07
    • #2

    Hallo Felix
    Hier die MHD-400 Daten aus dem 2000er Katalog von Monacor:

    Hornmittelhochtöner 8Ohm
    Impedanz: 8Ohm
    Resonanzfrequenz : 900Hz
    Max. Frequenzbereich: Fx-13kHz
    Empf. Trennfrequenz (fmax, 12dB/Okt.): 1300Hz
    P Max: 300W max
    P nenn: 150W rms
    Mittl. Schalldruck (1W/1m): 104dB
    Abstrahlwinkel (v/h): 40°/90°
    Schwingspulendurchmesser: 72mm
    Magnetdurchmesser: 156mm
    Einbauöffnung: 225x135mm
    Einbautiefe: 200mm
    Abmessung: 280x162mm
    Gewicht: 6kg

    MfG Rolf

    Ändere die Dinge, die du ändern kannst; lass bleiben, was du nicht ändern kannst; aber sei so weise, das eine vom anderen zu unterscheiden...

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 8. Juli 2010 um 20:05
    • #3

    Hallo Rolf.
    Danke dir. Das hilft mir sehr weiter. So wie es ausschaut, ist das ja ein mittelton Treiber. Das ist ja etwas ärgerlich. Jetzt muss ich mal schauen. Das ist sicher auch der Grund, warum esnicht sehr transparent klingt...

  • sabbelbacke
    Reaktionen
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    Beiträge
    5.171
    • 15. Juli 2010 um 09:14
    • #4
    Zitat

    Zu dem HT Treiber finde ich leider gar keine Informationen im netz, was eine Berechnung einer neuen Frequenzweiche etwas schwer macht.


    Du bist Dir bewusst, dass "eine Frequenzweiche berechnen" sowieso mehr als nur eine halbgare Lösung wäre? Messequipment anschaffen macht mehr Sinn... Die Beschäftigung damit ist aber nicht "mal eben" abgehakt.
    Beide Treiber lassen sich durchaus zu einer lauten Box verbasteln, feingeistig wirds im Hochton nicht. Du kannst aber z.B. eine simple 6dB Weiche oben drüber setzen und einen Superhochton wie einen HT-95 o.ä. drüber setzen. Das bekommt man leicht per Try&Error hin, kostet nicht die Welt und kann eine solche Kombi nach oben schön abrunden.
    Würde ich aber nur machen, wenn Du den Übergang zwischen Bass und MHD-400 an sich ok findest - der ist wichtiger.

    hornresp

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 15. Juli 2010 um 13:16
    • #5

    Moin Sabbelbacke,

    dessen bin ich mir bewust. Der übergang von MT zu HT ist eigentlich auch recht gelungen. Es fehlt nur nach unten und oben hin. Unten ist nicht schlimm, da sie eh immer als Top genutzt werden. Die fehlenden höhen sind eher das Thema.
    Über einen tweeter habe ich auch schon nachgedacht. Weiß leider nur nicht, wo ich den in Gehäuse unterbringen soll? Der MHD wird in den oberen Bereichen (gefühlt ab 10 - 12kKz) leider auch recht blechern. Ich hatte bereits gedacht, den HT gegen ein RCF N-350 zu tauschen. Hier müsste ich nur leider wieder die Weiche anpassen.
    Trennfrequenz zw. TT und HT ist übrigens 1400hz.
    Eventuell hat ja noch wer ne Idee.

    Grüße

  • deep-house
    Verifiziert
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    3
    • 15. Juli 2010 um 14:05
    • #6

    MHD-400 ist der Treiber, an welchem Horn sitzt er? wäre das groß genug um darin zentral z.B. den HT 95 unterzubringen?
    dann säße er auch an der besten Stelle, hinten ein Strickmützchen drauf oder in Filz eingewickelt a la BMS 12cn680.

    Gruß UweS.

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 15. Juli 2010 um 15:14
    • #7

    Welches Horn das genau ist, kann ich nachher mal nachschauen.
    Weiß es im Moment nicht genau. Ist aber schon recht groß.

  • bassking67
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    461
    • 15. Juli 2010 um 16:56
    • #8

    Hallo Flexy,

    MHD-400 ist eine Kombination aus Horn und Treiber. Die Kombination ist in der Tat ziemlich potent (3" Schwingspule), hat allerdings bei glaub ich ca. 2,5 kHz einen Einbruch (ist aber nicht so schlimm, klingt gar nicht so unangenehm). Nach oben hin fällt der Frequenzgang wie bei allen älteren (größerern) Treibern ab, aber das ist noch akzeptabel. Wir hatten diese Hörner früher 'mal in doppel 12" Topteilen, allerdings auch noch mit 2 Beyma CP-21 drüber. Was ist denn im Moment für eine Weiche drin ? Evtl könnte man da mit einem Kondensator wie bei einer CD- Horn Entzerrung etwas machen. Der Treiber müsste nämlich ohenhin (vermutlich über ein Widerstandsnetzwerk) gegenüber dem 12" gebremst sein.

    Gruß

    C.

  • felix schmidt
    Beiträge
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    • 15. Juli 2010 um 17:18
    • #9
    Zitat von "bassking67"


    Was ist denn im Moment für eine Weiche drin ? Evtl könnte man da mit einem Kondensator wie bei einer CD- Horn Entzerrung etwas machen. Der Treiber müsste nämlich ohenhin (vermutlich über ein Widerstandsnetzwerk) gegenüber dem 12" gebremst sein.

    Moinsen,

    ich werde nachher mal schaen, wie die Weiche aussieht. Ich meine mich zu erinnern, dass ein Wiederstand parallel geschaltet ist und einer in reihe. Bin mir aber nicht sicher. Werde das nachher mal nachschauen...
    Kann dan auch mal ein Foto einstellen.

    VG
    Felix

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 15. Juli 2010 um 20:08
    • #10

    Habe jetzt mal nachgeschaut.

    Die Frequenzweiche sieht wie folgt aus:

    Uploaded with ImageShack.us

    Uploaded with ImageShack.us

    Vom Verhältnis HT zu TT passt das mit der Anpassung der Wiederstände eigentlich auch ganz gut.

    Das mit dem Hochtöner muss ich mir wahrscheinlich abschminken. Den bekomme ich nicht in das Horn und sonst wohl auch nicht unter. Die Abmessungen sind ca 26cm breit und ca 16 hoch.
    Hier sind Bilder:

    Uploaded with ImageShack.us

    Eventuell hat ja jemand von euch eine andere Idee...

    Bin für alles offen.

    Grüße
    Felix

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 15. Juli 2010 um 20:08
    • #11

    huch..
    das mit den Bildern hatte ich mir anders vorgestellt... :shock:

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 15. Juli 2010 um 22:58
    • #12

    Probier doch mal mit dem EQ wie es klingt, wenn Du den MHD obenrum etwas anhebst .. damit kann man sich mal ein Bild machen, ob es sinnvoll wäre, den Treiber per Weiche obenrum etwas anzuheben um mehr "Brillanz" zu bekommen oder ob das so schrill wird, dass man doch einen kleinen Hochtöner dazu klatschen muss. Da ist wirklich wenig Platz, eventuell kann man aber einen kleinen Treiber etwas "abschnippeln", damit er passt.. wenn er eh erst ab 10-13 kHz eingesetzt wird, tut das nich soo viel weh..

    hornresp

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 16. Juli 2010 um 00:10
    • #13

    Das mit dem Anheben habe ich schon mal probiert. Das wird leider doch sehr schrill.
    Muss mal schauen, ob ich da was kleines finde, das laut genug kann.

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 16. Juli 2010 um 13:44
    • #14

    Was sind die MHD-400 Treiber denn eigentlich auf dem Gebrauchtmarkt so wert?
    Da es ja in so einem Gehäuse garnicht eines so potenten Treibers bedarf, wäre die Überlegung, auf einen RCF n350 umzusteigen. Der sollte ja eigentlich reichen und wird sicherlich schon recht weit hoch kommen. Immerhin sind die rezessionen doch recht gut. Heißt natürlich, dass ich noch mal an die Frequenzweiche ran muss.

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 17. Juli 2010 um 14:54
    • #15

    Nicht viel.
    Ohne Messequipment und Weichenentwicklungserfahrung wird das leider auch nichts bringen auf den RCF N350 umzusteigen.

  • felix schmidt
    Beiträge
    188
    • 17. Juli 2010 um 17:45
    • #16

    Was spricht denn eigentlich dagegen eine fw nach Gehör zu entwickeln? Am Ende Muss der klang doch gefallen undnicht einen tollen messschrieb haben. Ich habe eine aktive fw mit der ich die übergangsfrequenz flankensteilheit und Absenkung des HT einstellen kann. Das lässt sich anschließend mit mit etwas elektronischem backround passiv realisieren.
    Ich Frage mich wie das die Menschen gemacht haben, bevor es PCs mit messequipment gab?
    Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren.
    Grüße

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 17. Juli 2010 um 19:57
    • #17

    Es spricht überhaupt nix dagegen :)

    Wenn Du genug Zeit, genug Ahnung und ein sehr umfangreiches Sortiment an Bauteilen hast, kannst Du das so machen, keine Frage.

    Das ist aber wie alles im Leben: im Prinzip, wenn mans kann, alles nicht soooo schwer...

    Neulich erzählte mir ein Bekannter dazu einen netten Vergleich: Versuch mal eine Wand zu verputzen. Kann ja nich so schwer sein.. Und jetzt nimm mal etwas Putz auf die Kelle, klatsch es an die Wand - fällt garantiert ohne Übung runter :) Der Verputzer macht Klatsch und es hält an der Wand...

    Du musst halt wissen, welches Bauteil was macht, wie es mit der Impedanz des Treibers interagiert, welche Bauteile sich gegenseitig beeinflussen, welche Dimensionierung wichtig ist, welchen Frequenzgang die Treiber haben.....

    Ein Messystem verschafft Dir eben Messdaten, anhand derer Du an vielen Stellen nicht mehr "raten" musst.... Das Grundsetup erreicht man dann damit sehr viel schneller und komfortabler. Die letztendliche Abstimmung sollte dann natürlich mit dem Gehör laufen.


    Oder kurz, frei nach F4

    Dann mach doch mal :)

    hornresp

  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 17. Juli 2010 um 22:06
    • #18

    Nach Gehör entwickelte Frequenzweichen sind fast immer untauglich.
    1.) lässt sich das Gehör viel zu einfach betrügen. Man hört nach einigen Minuten teilweise Überhöhungen nicht mehr heraus... Einbrüche im Frequenzgang sind auch nicht immer einfach heraus zu hören...
    2.) Wenn Lautsprecher komplett linear wären (Impedanz) dann könnte man theoretisch eine Aktivweiche relativ einfach Passiv nachbauen. Da Lautsprecher aber alles andere als über die Frequenz lineare Parameter aufweisen klappt das so nicht.

    Naja Messschreiber gibt es schon etliche Jahrzehnte...

    Wie gesagt ohne zumindest einfachstes Messequipment wird es nicht gut.
    Und die Grundlagen sollte man auch kennen bevor man anfängt.
    Sonst kauft man teure Komponenten und das Ergebnis ist trotzdem bescheiden.

  • Jobsti
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    7.942
    • 20. Juli 2010 um 16:20
    • #19

    Wenn man mit Messequipment schon Wochen oder gar Monate an einer Weiche werkelt, wie lange dauert das wohl nach Gehör? ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

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