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Unsymetrische Leitung

  • Rudi-Ment
  • 3. September 2003 um 15:03
  • Rudi-Ment
    Beiträge
    22
    • 3. September 2003 um 15:03
    • #1

    Ich habe folgendes Problem:

    Im Stadion bei uns habe ich die ELA-Anlage erneuert. Es wurden neue Hörner, Tonsäulen und teilweise neue Technik eingebaut.

    Für die Siegerehrungen und sonstige Reden wird im Innenfeld ein Funkmikrofon eingesetzt (AKG). Nun ist es leider so, dass alles einwandtfrei funktioniert, solange zwischen Innenfeld und Sprecherturm (dort steht der Empfänger in ca. 30 m Entfernung) keine Zuschauer sind.
    Wenn sich dort Zuschauer ansammeln, gibt es beim Mikro aussetzer. Der Turm ist etwa 6m Höher als das Innenfeld. Es gibt also eigentlich eine freie Sicht zum Empfänger.

    Nun zum eigentlichen vorhaben:

    Zwischen dem Verstärker (der auch oben im Turm steht) und dem Innenfeld wo der Sprecher steht, ist eine Telefonleitung (Erdkabel mit 4x0,6 mm Durchmesser) verlegt.
    Nur wollte ich das Mikro darüber laufen lassen. 2 Leitungen als Masse, eine als Hot und die andere als Cold (also natürlich symetrisch). Entweder das Funkmikro mit symetrischen Ausgang oder eine DI-Box mit Kabelmikro anschließen, in den Vorverstärker und gut.
    Qualität ist dabei nicht sonderlich Ausschlag gebend.
    Das kann man ja ausprobieren. :lol: :o

    Aber ...
    Geht das überhaupt ? :oops:
    Oder mache ich damit was kaputt ?? :oops:

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Ist nicht so der Richtige Ort für diese Frage. Aber hier sind ja viele Leute mit viel Ahnung.

    Und die Moral von der Geschicht': Halbe Eier rollen nicht ;)

  • .Jens
    Beiträge
    184
    • 3. September 2003 um 15:10
    • #2

    Moin...

    Wenn das Telefonkabel eine "Altlast" ist, die nicht mehr benutzt wird (sprich auf beiden Seiten nichts mehr angeschlossen ist), könnte das gehen (zumindest für den Versuch)...

    Aber ob das gut funktioniert, so ganz ohne Abschirmung :roll:

    Jens

  • Rudi-Ment
    Beiträge
    22
    • 3. September 2003 um 15:29
    • #3

    Das Kabel wird nicht mehr benötigt.

    Zwei der vier Adern wollte ich als Masse nehmen.

    Da die Adern ja etwas verdreht sind, sollte das nicht so schlimm werden.

    Ich werde mal eine Probe machen. Sonst muss die Funke halt wieder nach oben funken.

    Danke für die schnelle Antwort.

    Eine andere Lösung wäre ein Verstärker auf der Mikro Seite und das Signal dann oben wieder "platt machen".
    Ist mir aber zu viel aufwand.

    Mal testen.

    Und die Moral von der Geschicht': Halbe Eier rollen nicht ;)

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 3. September 2003 um 16:22
    • #4

    Wenn Du mit Leitungspegel draufgehst sollte das klappen.
    Die analogen Ü-Leitungen für den Rundfunk waren jahrelang nichts anderes als Telefonleitung (2 adrig) ohne Bandbegrenzung.
    Du brauchst nicht mal die Masseleitungen.
    Wenn das Mikro zu wenig Pegel liefert und Du Einstreuungen hast dann das Signal vom Empfänger mit einem Mic-Preamp hochverstärken und mit ordentlich Dampf auf die Leitung gehen.

  • tonzwerg
    Profi
    Beiträge
    1.068
    • 4. September 2003 um 11:30
    • #5

    Entscheidend ist die Symmetriedämpfung, die verantwortlich für die Störunterdrückung ist. Gute Werte liegen oberhalb von 65dB. Die Masseleitung braucht's dazu nicht.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • wora
    Profi
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    11
    • 5. September 2003 um 03:48
    • #6

    bei leitungen ohne schirmung ist auch die verdrillung der leitungen entscheidend.
    ist die anzahl der drehungen ausreichend hoch, kann man das kabel ohne probleme für deinen zweck nutzen.

    wenn es möglich wäre, das mikrofonsignal in der nähe des mikros per preamp (da gibt´s auch ganz kleine teile) in ein line-signal zu wandeln, wäre das eine tolle sache.
    je höher der pegel auf dieser leitung, desto weniger störungen können sich bemerkbar machen.

    letztendlich hilft hier wohl nur mal wieder:

    ausprobieren!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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