Hallo,
ich habe die letzten wochen damit zugebracht ein paar LMT-101, 4 15er Subs und ein LM-Paps teils im Selbstbau zusammenzuschrauben. Unten stehende Liste der typischen Missgeschicke könnte evtl. dem ein oder anderen Neuling helfen. ich werde die Liste im Laufe der kommenden Woche noch erweitern.
Zu dem Bauvorhaben werde ich mal bei Gelegenheit einen kleinen Thread aufmachen.
Beste Grüße
Einschlagmuttern
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Vorarbeit: - Wenn die Löcher am Korbrand so nahe an der Membran sind dass die Einschlagmuttern sehr nahe am Schallochrand positioniert werden müssen: Unbedingt eine Kralle der Mutter zum Schalloch herauschaun lassen- hält erfahrungsgemäß besser.
- Löcher für Einschlagmuttern mit Spiel dimensionieren - sonst wird die Hülse mit dem Gewinde so stark zusammengepresst dass das Gewinde schwergängig wird.
- Gewinde der Einschlagmuttern immer alle ausprobieren bevor ein Chassis eingschraubt wird. Wenn eine einzige Schraube Verkantet und die Einschlagmutter durchrutscht bedeutet das viel Arbeit.
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Anbringen/Unfallrettung: - Möglichkeiten die Einschlagmuttern anzubringen:
1) Am besten geht es natürlich mit dem Hammer - dabei am besten einen Flachstahl zwischenhalten (ohne Finger). Diese Methode funktioniert nicht bei beengten Platzverhältnissen. Am besten ist es natürlich die Einschlagmuttern vor der Montage der Schallwand anzubringen.
2) Einschlagmuttern mit Rohrzange mit nicht geschwungeren Klemmflächen einpressen. Dabei auf Vorderseite Holz unterlegen. Umso größer die Zange umso weniger Keaft ist nötig
3) Mit einer Scheibe und Schraube die Mutter "Heranziehen" - funktioniert nur bedingt - dabei können die Krallen umklappen. - Zur zusätzlichen Stabilisierung können 1-2 Tropfen Pattex, kurze Linsenkopfschrauben oder Tackerklammern beitragen. Dabei darauf achten nicht das Gewinde / die Schraube im Gewinde zu verkleben!
- Wenn eine Einschlagmutter durchrutscht gibt es nur zwei Möglichkeiten das Chassis herauszubekommen (wenn man keine abnehmbare Rückwand oder ähnliches hat um die Einschlagmutter zu halten): 1) Direkt an der Schraube mit einer Spachtel hebeln um die Einschlagmutter an die Schallwand zu pressen - jetzt die Schraube öffnen. 2) Wenn aufschrauben nicht mehr funktioniert: Ebenfalls hebeln aber mit einem Metallbohrer, der größer ist als der Durchmesser des Gewindes, den Kopf aufbohren. Dabei den Bohrer immer etwas schräg halten (dann rutscht die Mutter nicht so schnell durch).
--> Dabei unbedingt mit Spachtel und Bohrer auf die Sicke aufpassen!!!!!!!! Ein Brett mit 2 Unterlegklötzchen an den Seiten, die so dick sind, wie der Lautsprecher aus der Schallwand heraussteht, kann als Schutz montiert werden.
--> Am besten direkt mit einem Sauger die Späne absaugen damit diese nich tin den Luftspalt zwischen Spule und Magnet gelangen.
Fräsen
- Staubabsaugung erhöht die Abtragleistung und kühlt. Die Späne werden dann nicht zweimal zerfräst, sondern gleich abtransportiert. Die Zuführung des Schlauches kann man entweder über den eigenen Rücken realisieren oder den Schlauch durch eine Schlaufe ziehen, die man an der Decke befestigt. Ausgemusterte Bandschlingen tun hervorragende Dienste, da die Rillen des Schlauches nicht hängen bleiben. Es lohnt bei preiswerten Fräsern einen Eimer Wasser nebenan stehen zu haben, aus dem Mann beim Staubbeutelbrand Wasser einsaugen und löschen kann. Das Problem der Billigfräser sind abbrechende Schneiden mit anschließendem Glühen des Fräsers.
Frontgitter
- Sprühkleber für Gitter immer ganz nah und (bei verstellbarer Sprühstärke) mit voller Kraft auftragen. Nur dann schießts den Kleber durch die freien Bereiche des gitters (z.B. notwendig um den schaumstoff innen einzukleben. Bleibt trotzdem etwas hängen, lässt sich der Kleber relativ rückstandsfrei mit einer alten Fingernagelbürste entfernen.
Verkabelung
- Die Kabel für die Innenverkabelung immer ausreichend lang zurecht schneiden. Wer hier an 10 cm Kabel spart, ärgert sich später wenn die Lötfahnen oder Anschlüsse am Chassis abreißen, wenn es mal schnell ausgebaut werden muß und man nicht aufpasst.
Lackierung
- Warnex definitiv spritzen!!! Der Auftrag mit Walze ist eine Notlösung und nicht wirklich zufriedenstellend!
- Nicht zu fein schleifen... Insbesondere der original Rotex und das Makita-Pendant erzielen mit 120-er Schleifpapier eine schon zu glatte Oberflächen, an denen die Farbe nicht mehr so gut haftet. Vor dem Lackieren lohnt das leicht feuchte Abwischen, damit sich einzelne Querulanten unter den Holzfasern aufstellen.