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Anfängerfehler als Tips für Neulinge

  • Hans-Jörg Roser
  • 28. August 2011 um 16:58
  • Hans-Jörg Roser
    Beiträge
    31
    • 28. August 2011 um 16:58
    • #1

    Hallo,

    ich habe die letzten wochen damit zugebracht ein paar LMT-101, 4 15er Subs und ein LM-Paps teils im Selbstbau zusammenzuschrauben. Unten stehende Liste der typischen Missgeschicke könnte evtl. dem ein oder anderen Neuling helfen. ich werde die Liste im Laufe der kommenden Woche noch erweitern.

    Zu dem Bauvorhaben werde ich mal bei Gelegenheit einen kleinen Thread aufmachen.

    Beste Grüße

    Einschlagmuttern


    • Vorarbeit:
    • Wenn die Löcher am Korbrand so nahe an der Membran sind dass die Einschlagmuttern sehr nahe am Schallochrand positioniert werden müssen: Unbedingt eine Kralle der Mutter zum Schalloch herauschaun lassen- hält erfahrungsgemäß besser.
    • Löcher für Einschlagmuttern mit Spiel dimensionieren - sonst wird die Hülse mit dem Gewinde so stark zusammengepresst dass das Gewinde schwergängig wird.
    • Gewinde der Einschlagmuttern immer alle ausprobieren bevor ein Chassis eingschraubt wird. Wenn eine einzige Schraube Verkantet und die Einschlagmutter durchrutscht bedeutet das viel Arbeit.

    • Anbringen/Unfallrettung:
    • Möglichkeiten die Einschlagmuttern anzubringen:
      1) Am besten geht es natürlich mit dem Hammer - dabei am besten einen Flachstahl zwischenhalten (ohne Finger). Diese Methode funktioniert nicht bei beengten Platzverhältnissen. Am besten ist es natürlich die Einschlagmuttern vor der Montage der Schallwand anzubringen.
      2) Einschlagmuttern mit Rohrzange mit nicht geschwungeren Klemmflächen einpressen. Dabei auf Vorderseite Holz unterlegen. Umso größer die Zange umso weniger Keaft ist nötig ;)
      3) Mit einer Scheibe und Schraube die Mutter "Heranziehen" - funktioniert nur bedingt - dabei können die Krallen umklappen.
    • Zur zusätzlichen Stabilisierung können 1-2 Tropfen Pattex, kurze Linsenkopfschrauben oder Tackerklammern beitragen. Dabei darauf achten nicht das Gewinde / die Schraube im Gewinde zu verkleben!
    • Wenn eine Einschlagmutter durchrutscht gibt es nur zwei Möglichkeiten das Chassis herauszubekommen (wenn man keine abnehmbare Rückwand oder ähnliches hat um die Einschlagmutter zu halten): 1) Direkt an der Schraube mit einer Spachtel hebeln um die Einschlagmutter an die Schallwand zu pressen - jetzt die Schraube öffnen. 2) Wenn aufschrauben nicht mehr funktioniert: Ebenfalls hebeln aber mit einem Metallbohrer, der größer ist als der Durchmesser des Gewindes, den Kopf aufbohren. Dabei den Bohrer immer etwas schräg halten (dann rutscht die Mutter nicht so schnell durch).
      --> Dabei unbedingt mit Spachtel und Bohrer auf die Sicke aufpassen!!!!!!!! Ein Brett mit 2 Unterlegklötzchen an den Seiten, die so dick sind, wie der Lautsprecher aus der Schallwand heraussteht, kann als Schutz montiert werden.
      --> Am besten direkt mit einem Sauger die Späne absaugen damit diese nich tin den Luftspalt zwischen Spule und Magnet gelangen.

    Fräsen

    • Staubabsaugung erhöht die Abtragleistung und kühlt. Die Späne werden dann nicht zweimal zerfräst, sondern gleich abtransportiert. Die Zuführung des Schlauches kann man entweder über den eigenen Rücken realisieren oder den Schlauch durch eine Schlaufe ziehen, die man an der Decke befestigt. Ausgemusterte Bandschlingen tun hervorragende Dienste, da die Rillen des Schlauches nicht hängen bleiben. Es lohnt bei preiswerten Fräsern einen Eimer Wasser nebenan stehen zu haben, aus dem Mann beim Staubbeutelbrand Wasser einsaugen und löschen kann. Das Problem der Billigfräser sind abbrechende Schneiden mit anschließendem Glühen des Fräsers.

    Frontgitter

    • Sprühkleber für Gitter immer ganz nah und (bei verstellbarer Sprühstärke) mit voller Kraft auftragen. Nur dann schießts den Kleber durch die freien Bereiche des gitters (z.B. notwendig um den schaumstoff innen einzukleben. Bleibt trotzdem etwas hängen, lässt sich der Kleber relativ rückstandsfrei mit einer alten Fingernagelbürste entfernen.

    Verkabelung

    • Die Kabel für die Innenverkabelung immer ausreichend lang zurecht schneiden. Wer hier an 10 cm Kabel spart, ärgert sich später wenn die Lötfahnen oder Anschlüsse am Chassis abreißen, wenn es mal schnell ausgebaut werden muß und man nicht aufpasst.

    Lackierung

    • Warnex definitiv spritzen!!! Der Auftrag mit Walze ist eine Notlösung und nicht wirklich zufriedenstellend!
    • Nicht zu fein schleifen... Insbesondere der original Rotex und das Makita-Pendant erzielen mit 120-er Schleifpapier eine schon zu glatte Oberflächen, an denen die Farbe nicht mehr so gut haftet. Vor dem Lackieren lohnt das leicht feuchte Abwischen, damit sich einzelne Querulanten unter den Holzfasern aufstellen.

    http://www.asskan.de
    http://www.sevenlies.de

    2 Mal editiert, zuletzt von Hans-Jörg Roser (2. September 2011 um 10:58)

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    5.171
    • 28. August 2011 um 20:30
    • #2

    Prima DetailTipps! Gerade die detailierten Punkte zu den Einschlagmuttern gehen weit über die üblichen Tipps hinaus, klasse.
    Das mit dem Bohrer ist etwas abenteuerlich :)
    Sprühkleber: Wir haben speziellen für so etwas mit extra feinem Sprühbild, auch prima.

    hornresp

  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 29. August 2011 um 06:54
    • #3

    zum Thema Einschlagmutter.
    Ich mache auf jede Einschlagmutter noch 2-3 Tropfen Pattex drauf bevor ich sie reinsetze.
    Dadurch wird die Mutter noch einmal verklebt und die Gefahr des Herausfallens / Durchrutschens usw. sinkt enorm. Seitdem ist mir nie wieder eine Mutter losgegangen. Vorher immer wieder mal...

  • restless
    Verifiziert
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    565
    • 29. August 2011 um 11:06
    • #4

    ...oder man nimmt einfach Anschraubmuttern :grin: :grin:

    Achim u. Manuela Bald GbR
    http://www.lautsprecherteile.de

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 29. August 2011 um 11:18
    • #5

    Wo man die wohl her bekommt ? :)

    hornresp

  • fever fever
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    929
    • 29. August 2011 um 12:18
    • #6
    Zitat von "Sabbelbacke"

    Wo man die wohl her bekommt ? :)

    ...im Laden... :grin:

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
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    4.863
    • 29. August 2011 um 12:50
    • #7

    Tss, tss...wo auf einmal nur die ganzen Werbebanner und Shop-Adressen herkommen :?::P

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • studi
    Beiträge
    776
    • 29. August 2011 um 15:30
    • #8

    Zum Aufbohren der Schrauben noch ein Tipp: Ein Brett mit 2 Unterlegklötzchen an den Seiten, die so dick sind, wie der Lautsprecher aus der Schallwand heraussteht, kann als Schutz montiert werden. Dann rutscht auch nichts mehr in die Pappe...
    Für ganz enge Verhältnisse muss man evt. auf eine Winkelbohrmaschine und sehr kurze Bohrer zurückgreifen. Wenn man länger bohren muss, ab und zu auskühlen lassen oder gleich Späne absaugen und beides in einem Rutsch erledigen (und aufpassen, dass der Sauger nicht abbrennt)

    Wer sich unsicher beim Einlassen der Einschlagmuttern ist: Eine Schwraubzwinge erledigt das Ganze recht präzise und ohne Umklappen der Krallen. Wenn man dann noch klebt, wie von Thomas vorgeschlagen, sollte es auch länger halten. Dabei keinen Klebstoff ins Loch setzen. Handwerklich Unbedarfte drehen vorher ein geölte oder besser Silikonspraybehandelte Schraube in die Mutter und machen dann den Klebstoff dran.
    Raus bekommt man sie, indem man eine Schraube einsetzt und dann mit dem Hammer draufhaut (aber das war allen klar, denke ich)

    Was Oberfräserei im Allgemeinen angeht: Staubabsaugung erhöht die Abtragleistung und kühlt. Die Späne werden dann nicht zweimal zerfräst, sondern gleich abtransportiert. Die Zuführung des Schlauches kann man entweder über den eigenen Rücken realisieren oder den Schlauch durch eine Schlaufe ziehen, die man an der Decke befestigt. Ausgemusterte Bandschlingen tun hervorragende Dienste, da die Rillen des Schlauches nicht hängen bleiben. Es lohnt bei preiswerten Fräsern einen Eimer Wasser nebenan stehen zu haben, aus dem Mann beim Staubbeutelbrand Wasser einsaugen und löschen kann. Das Problem der Billigfräser sind abbrechende Schneiden mit anschließendem Glühen des Fräsers.

    Zur Lackiererei: Nicht zu fein schleifen... Insbesondere der original Rotex und das Makita-Pendant erzielen mit 120-er Schleifpapier eine schon zu glatte Oberflächen, an denen die Farbe nicht mehr so gut haftet. Vor dem Lackieren lohnt das leicht feuchte Abwischen, damit sich einzelne Querulanten unter den Holzfasern aufstellen.

  • DJheini
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    4
    • 29. August 2011 um 20:38
    • #9

    Nochmal zu den Einschlagmuttern:
    Bei mir ging es bis jetzt immer gut mit einem Flachstahl und einem ordentlichen Schlosserhammer.
    Einfach eingeschlagen und gut.
    Wenn man das umknicken der Zacken verhindern möchte kann mann die Stellen mit 2mm auch kurz anbohren.
    Ein bischen Pattex ist nie verkehrt.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • matthias falke
    Beiträge
    1.844
    • 29. August 2011 um 21:14
    • #10

    Bei manchen Gehäusen, z.B. Hörnern ist es manchmal unmöglich eine Schlagwerkzeug einzusetzen. Da hilft dann nur die Zange oder eine Schraube mit Scheibe.

  • Hans-Jörg Roser
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    31
    • 30. August 2011 um 13:22
    • #11

    Alloha,

    hat ja richtig Resonanz gefunden der Thread.

    Was mir noch einfällt: Die Späne abzusaugen wenn man Metall aufbohrt dürfte auch sinnvoll sein um zu verhindern dass diese in den Luftspalt zwischen Spule und Magnet gelangen.

    Ich würe im Laufe des Nachmittags mal versuchend as Ganze zu strukturieren und zusammenzubauen.

    Grüße

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  • Carsten Schmitt
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    5
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    128
    • 1. September 2011 um 18:56
    • #12

    Eine weitere sinnvolle Methode um Einschlagmuttern in der Rückseite der Schallwand zu befestigen ist, die Mutter mit zwei Tackernadeln/nägeln zu fixieren. Kann man auch mit zwei kurzen Linsenkopfholzschrauben realisieren, wenn die Einschlagmuttern bombenfest halten sollen.

    Die Muttern sollte man geschickterweise eh schon einsetzen/einschlagen, solange die Schallwand noch nicht verbaut ist. So kommt man am besten an die Löcher ran. Probehalber kann man dann auch gleich mal das Chassis einsetzen und mit den Schrauben fixieren. Gibt dann keine böse Überraschung, wenn alles schon zusammengeleimt ist und eine Schraube nicht durch die Bohrung des Chassis in die Einschlagmutter flutschen möchte.

    Auch für Griffschalen, Distanzstangenflansche und Gummifüße sollte man Einschlagmutter einplanen und verwenden. Sobald der Lautsprecher nicht nur im Wohnzimmer/Jugendzimmer Verwendung findet, ist das meiner Meinung nach sehr wichtig.

    Die Kabel für die Innenverkabelung immer ausreichend lang zurecht schneiden. Wer hier an 10 cm Kabel spart, ärgert sich später wenn die Lötfahnen oder Anschlüsse am Chassis abreißen, wenn es mal schnell ausgebaut werden muß und man nicht aufpasst.

    Gruss

    Carsten

  • Hans-Jörg Roser
    Beiträge
    31
    • 2. September 2011 um 10:59
    • #13

    Update

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