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Simultane Stereo- und Monomixe

  • Cycs
  • 29. August 2024 um 11:06
  • Online
    Circumbendibus
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    • 30. August 2024 um 13:17
    • #21
    Zitat von simonstpauli

    man muß nur auf einer Seite ein Delay einsetzen.

    Tut mir leid wenn ich mich gerade unbeliebt mache und ein Klugscheisser bin, aber genau das ist es ja eben nicht. Es ist die Kombination aus einem Abhängig vom Grad des Panning stärker werdenden und sich leicht in der Frequenzverschiebenden Shelvingfilter oberhalb von ca. 1000 Hz und einem minimalen Delay von bis zu 0,7 Millisekunden, ebenfalls Abhängig vom Grad des Pannings. Eben sehr(!) vereinfacht das, was beim Verschieben einer Schallquelle auf der Azimuthebene vor einem Kopf passiert.


    Das ganze ist durch diesen Shelvingfilter gerade erst Monokompatibel, da dadurch die Kammfilter nicht mehr so stark ausgeprägt sind, ganz ohne Nachteile bleibt es natürlich auch nicht.

    Nichts für ungut :S

    Dass das vom DSP-Aufwand überschaubar ist, bleibt natürlich trotzdem bestehen und falls du Kontakte zu Entwicklungsabteilungen hast nutze die bitte gerne!

  • simonstpauli
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    • 31. August 2024 um 19:27
    • #22
    Zitat von Circumbendibus

    Tut mir leid wenn ich mich gerade unbeliebt mache und ein Klugscheisser bin, aber genau das ist es ja eben nicht. Es ist die Kombination aus einem Abhängig vom Grad des Panning stärker werdenden und sich leicht in der Frequenzverschiebenden Shelvingfilter oberhalb von ca. 1000 Hz und einem minimalen Delay von bis zu 0,7 Millisekunden, ebenfalls Abhängig vom Grad des Pannings. Eben sehr(!) vereinfacht das, was beim Verschieben einer Schallquelle auf der Azimuthebene vor einem Kopf passiert.


    Das ganze ist durch diesen Shelvingfilter gerade erst Monokompatibel, da dadurch die Kammfilter nicht mehr so stark ausgeprägt sind, ganz ohne Nachteile bleibt es natürlich auch nicht.

    Nichts für ungut :S

    Dass das vom DSP-Aufwand überschaubar ist, bleibt natürlich trotzdem bestehen und falls du Kontakte zu Entwicklungsabteilungen hast nutze die bitte gerne!

    Hey, Du machst Dich bei mir gerade sehr beliebt, weil ich wieder was gelernt habe.

    Wie wirkt sich der Shelvingfilter auf äußere Hörpositionen im Vergleich zu einem Monomix aus? Es ist spannend, wie man das dann am Besten umsetzen würde.

    Ich leg mir das mal auf Wiedervorlage.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Felix_
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    • 1. September 2024 um 15:51
    • #23

    Vor 2 Jahren habe ich mal einen ähnlichen Gedanken umgesetzt, allerdings nicht beim Mischen von Signalen sondern beim Aufbau der PA:

    Bühne auf einem Festival mit elektronischer Musik im Wald.

    Eine 8er Banane Seeburg Galeo als Center mittig über dem DJ, und jeweils eine A6 rechts und links. Die A6en jedoch sehr viel "breiter" gestellt als man das üblicherweise für eine Stereo-PA stellen würde. Das ganze ließ sich so nämlich wunderbar ins Bühnenbild integrieren.

    Auf dem Galeo (Monosumme) die Höhen leicht abgesenkt, auf den beiden A6en (die stereo liefen) dann mehr HF gegeben. Alles nach Gehör eingestellt, deshalb hab ich leider keine Werte mehr im Kopf... Subs waren TSE Infra.

    Das alles hatte den Effekt, dass der Druck ziemlich aus der Mitte kam, aber das Stereobild trotzdem sehr sehr breit wirkte.

    In sofern lohnt es sicherlich, sich Gedanken zu machen, wie man Signale kreativ auf Lautsprecher verteilen kann mit HRTF-Vereinfachungen und ggf. ein wenig Haas.

  • audiobo
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    • 1. September 2024 um 18:53
    • #24
    Zitat von Circumbendibus

    Es ist die Kombination aus einem Abhängig vom Grad des Panning stärker werdenden und sich leicht in der Frequenzverschiebenden Shelvingfilter oberhalb von ca. 1000 Hz und einem minimalen Delay von bis zu 0,7 Millisekunden, ebenfalls Abhängig vom Grad des Pannings. Eben sehr(!) vereinfacht das, was beim Verschieben einer Schallquelle auf der Azimuthebene vor einem Kopf passiert.

    In manchen DAWs kann man so eine Art „Macro-Poti“ basteln, das einzelne Parameter von verschiedenen Plugins mit unterschiedlichen Kennlinien steuert. 😉

    Sollte also auch für einen Hersteller machbar sein. Die Werte hat man schnell evaluiert, HRTF ist ja keine Marsmission.

  • Online
    Circumbendibus
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    • 8. September 2024 um 00:24
    • #25
    Zitat von simonstpauli

    Ich leg mir das mal auf Wiedervorlage.

    Soo ich hab jetzt tatsächlich mal Zeit gehabt das ganze anhand des FABIAN Datensatzes zu "simulieren".

    Dieser Datensatz berücksichtigt basiert auf einer echten Kopfgeometrie, was dazu führt dass es sogar schon in der 0 Grad Position leichte Unterschiede zwischen linkem und rechtem Ohr gibt, die wir jetzt aber mal als vernachlässigbar annehmen.

    Hier hab ich jetzt die Interauralen Pegel- und Zeitunterschiede bei 0 Grad Elevation und Azimuthwinkeln von 5 bis 30 Grad mal ausgerechnet. Die Plots sind außerdem mit mit 2 Oktaven Bandbreite geglättet, (daher auch die eigentlich zu großen Pegelunterschiede bei tiefen Frequenzen).


    Außerdem habe ich noch die Interauralen Zeitunterschiede bestimmt:

    EinfallswinkelZeitunterschied
    5°0,05 ms
    10°0,07 ms
    15°0,08 ms
    20°0,13 ms
    25°0,20 ms
    30°0,25 ms


    Fazit:
    Ganz an die Werte die Carsten Kümmel in seinem Interview nennt komme ich hier nicht dran, es handelt sich hier allerdings auch um geglättete Werte eines Kunstkopfes bei dem auch Pinna und Ohrkanal berücksichtigt werden und keine Friseurpuppe, aber es ist mMn ähnlich genug um das was er im Interview sagt zu bestätigen.

    Bei den ITD bin ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher wie er auf die Werte kommt, und ob er sie vielleicht etwas größer wählt damit der Bereich in dem das Publikum davon profitieren kann etwas größer wird.

    Wer mag, kann ja mal ein Signal entsprechend bearbeiten und testen ob tatsächlich bei einer Monosummierung relevante Kammfilter auftreten. :)

  • audiobo
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    • 8. September 2024 um 09:54
    • #26

    Der Taschenrechner sagt, der Tabelle nach gibt es bei 30° und 2kHz den ersten Kammfiltereinbruch mit knapp -5dB.

    Akzeptabel hinsichtlich der Monokompatibilität sind m.E.n. <= -3dB, die erreicht man bei einem Zumischpegel der Verzögerung von -10dB und entspricht rechnerisch auch der 3:1-Regel beim Mikrofonieren. https://sengpielaudio.com/Die3zu1Regel.pdf

    HRTF ist auch nicht unbedingt zielführend wenn es um Lautsprecherwiedergabe geht, sonst müssten wir uns die Lautsprecher mit Spanngurten an den Kopf binden.

    https://sengpielaudio.com/StereoFuerLautsprUndKopfhoerer1.pdf

    Ich kenne die Werte von Carsten Kümmel nicht (mag mir auch gerade nicht das Video anschauen), aber ich denke, dass er da sehr praxisbezogene und empirisch ermittelte Werte nutzt.

    Die Frage ist: Wo platziert man seinen Kompromiss zwischen Monokopatibilität, Hörbarkeit des gegenüberliegenden Kanals an den Extrempositionen und optimaler Stereowiedergabe in der MItte?

    2 Mal editiert, zuletzt von audiobo (8. September 2024 um 10:17)

  • Lampenschubser
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    • 8. September 2024 um 13:09
    • #27

    Die einfachste und meiner Meinung nach immer noch beste Lösung ist live Mono zu mischen.

    Natürlich hält man sich die Möglichkeit zu via Volumen einen Pan zu machen vor. Das kann wichtig sein wenn sich der Redner mal wieder direkt vor einen LS steht. Auch kann man damit den mix etwas aufräumen wenn es die "Abhörfläche" zulässt. Oder auch wenn der Git Amp links eh schon zu viel Alarm macht, dann kann man das mit dem Pan etwas abschwächen.

    Ich denke diese Eigenschaften wird man nur mit verzögern nicht beeinflussen. Jedoch sind das für mich die Hauptgründe überhaupt zum Pan zu greifen.

  • Cycs
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    • 19. September 2024 um 09:18
    • #28
    Zitat von audiobo

    Akzeptabel hinsichtlich der Monokompatibilität sind m.E.n. <= -3dB, die erreicht man bei einem Zumischpegel der Verzögerung von -10dB und entspricht rechnerisch auch der 3:1-Regel beim Mikrofonieren. https://sengpielaudio.com/Die3zu1Regel.pdf

    Danke für den Link. Ist sehr interessant und kannte ich noch nicht. ;)

    Es ist echt spannend zu beobachten wie sich dieser Thread weiterentwickelt. Danke an alle Schreiber.

  • floger
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    • 4. Oktober 2024 um 14:59
    • #29

    Ich hab das Panning nach der Pandora-Idee gerade mal am Rechner ausprobiert. Funktioniert echt gut.

    Deshalb hab ich das jetzt mal füs X32 nachgebaut, allerdings noch nicht am Gerät getestet.

    Anleitung:

    - Kanal vom LR-Bus nehmen

    - Kanal hart in die gewünschte Richtung pannen

    - Kanal in Bus V Stereo L/R oder LL/RR für gewünschte breite senden

    In Bus 9 - 11 und Kanal 25 - 32 passiert die Magie. Also Finger weg!

    Ich habe das High-Shelving etwas kompensiert. (0dB / -3,5dB => +1,5dB / - 2,5dB)

    Da es im X32 leider kein Delay in den Bussen gibt und ein Rerouting schon ein Delay im fraglichen Umfang generiert musste ich leider alles doppelt routen, weshalb acht Kanäle draufgehen. Man könnte die vier nicht delayten Kanäle natürlich auch auf Auxe legen, falls man mehr als 24 Kanäle braucht.

    Die txt einfach in scn umbenennen.

    Dateien

    VStereo.txt 66,52 kB – 88 Downloads

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