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Mess-Software für max. SPL

  • Hanseat
  • 28. Januar 2025 um 11:41
  • Hanseat
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    • 28. Januar 2025 um 11:41
    • #1

    An den Tests von Production Partner bzw. den Messungen von Anselm Görtz fand ich u.a. die Messungen zum max. SPL vs. Frequenz sehr aufschlussreich. Die Darstellung mit den max. SPL-Werten für 3% bzw. 10% bietet eine schnelle Übersicht über die Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Frequenzbereichen. Die Messungen von T4M mit den schrittweise im Pegel steigenden Verzerrungs-Messungen zeigten noch mehr Details (Anteile von K2, K3...).

    Leider werden ja nur wenige Produkte so intensiv von Anselm Görtz durchgemessen - und die T4M gibt's nicht mehr. Daher würde ich gern selbst Messungen von für mich interessanten Lautsprechern durchführen können (ein vernünftiges iSemcon-Messmikrofon ist vorhanden).

    In diesem Zusammenhang die folgenden Fragen:

    • Welche Software-Lösungen gibt es für diese Anwendung (möglichst kostengünstig oder kostenlos)?
    • Reicht eine einfache Lösung wie REW für diesen Zweck aus (vergleichbar zu den T4M-Messungen)?
      https://www.roomeqwizard.com/help/help_en-G…distortion.html
      Bild einer Messung mit REW: https://www.roomeqwizard.com/help/images/speakerstepped.jpg
    • Mit welcher Software könnte man auch eine 3%/10%-Messung über die Frequenz durchführen?
    • Worauf muss man bei der Messung gegebenenfalls achten, damit man den HT nicht durch Überlast ins Nirvana verfrachtet?
  • audiobo
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    • 28. Januar 2025 um 12:28
    • #2

    Bei Arta gibt es das Zusatzprogramm "Steps" welches dafür ausgelegt ist Klirrmessungen über mehrere Pegelstufen durchzuführen. Dort kann man - wenn ich mich richtig erinnere - auch einen Klirr-Grenzwert angeben.

    Bei REW kann man zumindest das hier im Messfenster aktivieren/einstellen:

    Aber wie man dort eine maxSPL-Kurve bei einem definierten Klirrfaktor erstellen kann sehe ich gerade nicht...

  • Hanseat
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    • 28. Januar 2025 um 12:38
    • #3

    Die Funktion "Abort if heavy input clipping occurs" klingt interessant. Fragt sich nur, ob das bei typischen Verzerrungswerten wirksam wird (also z.B. jenseits von 10%) und damit tatsächlich den Treiber schützt - oder nicht erst bei "hartem Clippin" einsetzt und damit - also eher unsinnige Mess-Ergebnissen aufgrund Übersteuerung des Mikrofoneingangs verhindern soll.

  • audiobo
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    • 28. Januar 2025 um 12:48
    • #4
    Zitat von https://www.roomeqwizard.com/help/help_en-GB/html/makingmeasurements.html#:~:text=Abort%20if%20heavy%20input%20clipping,limit%20that%20has%20been%20set.
    • There are two protection mechanisms for sweep measurements. Abort if heavy input clipping occurs will abort the measurement if more than 30% of the samples in an input block are clipped. Abort above SPL limit will abort the measurement if the SPL exceeds the limit that has been set. Note that if the limit set is higher than the input can measure before clipping occurs it will not offer any protection, but in that case the first mechanism might be triggered.

    Klingt nach Soundkartenclipping

  • Hanseat
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    • 28. Januar 2025 um 12:52
    • #5

    Und das "abort above SPL limit" (mit einem sinnvollen Wert angesichts der Möglichkeiten der Test-Box) setzt voraus, dass man das System vorher SPL-kalibriert hat. Kalibrator ist vorhanden - aber wie das genau in REW funktioniert muss ich mir nochmal ansehen.

    Gibt es neben REW noch andere empfehlenswerte Software (Win) für diesen Zweck?

  • audiobo
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    • 28. Januar 2025 um 12:57
    • #6

    Kalibrieren ist einfach:

    oben mittig findest du das SPL-Meter - das öffnest du und gehst dann auf "Calibrate". Dann öffnet sich das nächste Fenster, dort wählst du "Use an external Signal". Eingeben auf welchen Wertz du den Kalibrator eingestellt hast, Kalibrator aufsetzen und auf finished drücken. Danach sagt dir das Programm welches der höchste messbare SPL-Wert ist.

    Einfach jedes mal neu machen wenn du den Gain anfasst, aber das ist, denke ich, eh klar.

  • julian.e.
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    • 28. Januar 2025 um 13:40
    • #7

    Ein ideales Werkzeug für solche Messungen ist WinMF. Du kannst ja mal bei Four Audio anfragen, vielleicht geben sie dir eine günstige Education-Lizenz.

    Die Software ist jedenfalls direkt für kalibrierte MaxSPL Messungen ausgelegt und ermöglicht eine Konfiguration aller nötiger Parameter, wie Sweep-Länge, stop-Kriterien etc..

    WinMF - Measurement Software | Max SPL

  • Hanseat
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    • 28. Januar 2025 um 13:52
    • #8

    Monkey Forest ist ein wirklich mächtiges Programm - aber ein Preis wird auf der Herstellerseite erst gar nicht genannt und alte Infos hier im Forum sprechen von 4k€ - das wird auch mit "Education" sicher teuer.

    Auch wenn die 3%/10%-Übersicht klasse ist - die detaillierteren Messwerte zu K2, K3... haben in meinen Augen noch mehr Aussagekraft - und wenn REW alles Notwendige dafür kann, werde ich wohl diesen Weg einschlagen.

  • audiobo
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    • 28. Januar 2025 um 17:29
    • #9
    Zitat von Hanseat

    Auch wenn die 3%/10%-Übersicht klasse ist

    Na ja... im Grunde sagt die Grafik für das Hörerlebnis aber auch nichts so richtig sinnvolles aus, da die Wahrnehmung von Klirr ja u.a. frequenzabhängig ist.

    Klirrfaktor - wie viel ist zu viel?

    Und interessant sind tatsächlich die Harmonischen ab K4 aufwärts... erst da schafft es das Gehör bei optimaler Lautstärker (80-90dBSPL) Werte unter 0.1% wahrzunehmen.

    (Vergleichsbeispiel: K2@100dBSPL - Minimum 4%@1.5kHz , K4@100dBSPL - Minimum 0.03% @1kHz)

  • test
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    • 28. Januar 2025 um 18:35
    • #10

    man könnte ja auch mal an der örtlich uni anfragen ob die mal ihre messräume dafür zur vefügung stellen. ei den für die messungnötigen pegeln rechteine normale schadämmung nicht aus. so ein bms hochtöner möchte dann auch gerne 140db raus blasen bevor der so richtig in die zerrungen läuft :)

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • wora
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    • 28. Januar 2025 um 19:31
    • #11
    Zitat von audiobo

    Bei Arta gibt es das Zusatzprogramm "Steps" welches dafür ausgelegt ist Klirrmessungen über mehrere Pegelstufen durchzuführen. Dort kann man - wenn ich mich richtig erinnere - auch einen Klirr-Grenzwert angeben.

    das ist korrekt.

    ich habe diese messfunktion in ARTA auch schon ausprobiert, das hat sauber funktioniert. dabei wird der messpegel automatisch in kleinen schritten erhöht, bis der eingegebene grenzwert erreicht ist. dann geht es zur nächsten frequenz...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 29. Januar 2025 um 22:36
    • #12

    In ARTA kannst Du die nichtlinearen Verzerrungen nach der Farina-Methode mit einem Sinus Sweep messen (Auswertung einfach mit Shift+F12).
    Hier am Beispiel eines "schönen" Lautsprechers bei 90 dB und 100 dB in 1 m.

    Wenn Du Grenzwert-limitiert messen möchtest, geht das mit dem Tool in STEPS.

    Hier am Beispiel des o.g. "schönen" Lautsprechers für 1%, 3% und 10% THD.

    Letzteres dann nur bis 300 Hz, da muss man etwas Vorsicht walten lassen - Einstellmöglichkeiten gibt es viele...

    Wichtig:
    Für beide Messverfahren ist eine hinreichend reflexionsarme Umgebung nötig, weil man nicht fenstern kann!

  • Hanseat
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    • 30. Januar 2025 um 00:03
    • #13
    Zitat von F.A.Bi.A.N.

    Wichtig:
    Für beide Messverfahren ist eine hinreichend reflexionsarme Umgebung nötig, weil man nicht fenstern kann!

    Betrifft der Hinweis das Messverfahren grundsätzlich (weil Sinus-basiertes Verfahren) oder hängt das auch von der Software ab?

  • patec
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    • 30. Januar 2025 um 11:22
    • #14
    Zitat von Hanseat

    Betrifft der Hinweis das Messverfahren grundsätzlich (weil Sinus-basiertes Verfahren) oder hängt das auch von der Software ab?

    Das betrifft die Messverfahren grundsätzlich, bei denen die Klirranteile bei Einspielung eines Sinustones (oder Sweeps) ausgewertet werden. Im Prinzip kann man draußen messen, um eine hinreichend reflexionsfreie Umgebung zu haben, da sollte man aber ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn haben...

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