Das kommt dem Foto schon sehr nahe.
Komisch das dieses Modell bei Thomann und co. nicht aufgelistet ist.
Circa 600 Tacken ist ne stolze Summe....für Kinder dann doch etwas zu teuer....aber danke für den Tipp.
Das kommt dem Foto schon sehr nahe.
Komisch das dieses Modell bei Thomann und co. nicht aufgelistet ist.
Circa 600 Tacken ist ne stolze Summe....für Kinder dann doch etwas zu teuer....aber danke für den Tipp.
...um ein Headset "laut" zu bekommen gilt folgendes:
1. Der Sprecher muß laut und deutlich reden. Was vor der Kapsel zu leise ist, wird in der Signalkette nur schwierig aufzuholen sein.
2. Immer den gleichen Abstand zum Mund. Nicht vor dem Mund, sondern am Mundwinkel tragen. Mein Standard-Satz: "Zwei Finger breit neben dem Mundwinkel muß das Mikro platziert sein mit Richtung zum Mundwinkel und 'nem kleinen finger Abstand zur Haut." Das verhindert Plopp- und Kratzgeräusche, sieht immer noch okay aus und stört auch nicht, wenn der Mund mal beim schreien / laut reden weit aufgemacht wird.
3. Saubere Gainstruktur. Angefangen vom Gain am Sender (wenn dieser denn einen Gain hat). Dieser sollte schon guten Arbeitspegel an den Empfänger liefern, aber nicht übersteuern. der Empfänger sollte dem Pult auch einen schönen Arbeitspegel liefern. Das Pult sauber eingainen, aber nicht übersteuernd. Somit hat man schon guten Arbeitspegel für die Klangbearbeitung.
4. Gutes EQing. Unter 130 / 150 Hz braucht kein Mensch auf der PA, wenn nur gesprochen wird - also gleich mal weg mit dem Mulm. Scharfe "S"-Laute, Zischen, harte Zett's in den oberen Frequenzen auch erst mal unterddrücken (geht später in der Kette z.B. auf 'ner Subgruppe mit 'nem Multiband-Kompressor oder 'nem DynamicEQ ganz gut).
5. Effektives Komprimieren. Zu hart und zu stark komprimierte Signale klingen flach und BÄH ! llieber (wenn man denn etwas Erfahrung damit hat) mehrmals die Signalkette komprimieren - z.B. im ersten Kompressor im einzelnen Kanal die Spitzen wegnehmen mit so 2,5:1, dann EQen, danach z.B. fein Komprimieren mit so 1,3 / 1,5 :1 und das ganze z.B. auf einen eigenen Bus / eine Subgruppe legen, die nur die Headsets beinhaltet. dort nochmal z.B. mit 'nem Multiband-Kompressor den letzten Rest rausholen - bringt auch eine gleichmäßige Lautheit der einzelnen Sprecher - somit ist keiner lauter oder leiser, als Andere.
klar ist das bei Kindern immer schwierig...
ich erinnere mich an ein Weihnachtskonzert mit etwa 20 Kindern auf der Bühne, die singen sollten. Beim Aufbau waren alle so laut, daß die Mikros im roten Bereich waren. als dann gesungen wurde, waren 20 Kinder leiser, als ein einziges beim Aufbau... Da kam dann noch 'n Elternteil zu mir während ich versuchte die Bälger laut zu bekommen und sagte "Man versteht die gar nicht" - Worauf ich entgegnete "Wenn Ihre Kinder so laut singen würden, wie sie beim Aufbau rumgeschriene haben, dann hätte ich auch einen Arbeitspegel mit dem man was anfangen könnte."
Immer den gleichen Abstand zum Mund. Nicht vor dem Mund, sondern am Mundwinkel tragen. Mein Standard-Satz: "Zwei Finger breit neben dem Mundwinkel muß das Mikro platziert sein mit Richtung zum Mundwinkel und 'nem kleinen finger Abstand zur Haut."
Ich finde, dass es etwas höher platziert weniger näselt. Wenn der Abstand zur Nase zu groß ist, klingt es immer so ob diese verstopft wäre, weil das Verhältnis zu den Vokalen nicht stimmt.
Edit:
ich erinnere mich an ein Weihnachtskonzert mit etwa 20 Kindern auf der Bühne, die singen sollten. Beim Aufbau waren alle so laut, daß die Mikros im roten Bereich waren. als dann gesungen wurde, waren 20 Kinder leiser, als ein einziges beim Aufbau...
Ich hatte als Chorleiter mal das gegenteilige Problem. Bei der Probe musste ich die Kinder ohne Ende pushen. Beim Auftritt haben sie dann die ersten Reihen niedergebrüllt.
Ich finde, dass es etwas höher platziert weniger näselt.
Ja, auch mein Empfinden. Ich ziele wie secluded, aber eine kleine Fingerbreite oberhalb des Mundwinkels.
Dazu die Kompressorkaskade und laut isses.
secluded pfleg bitte oben in deinem Beitrag #22 zu den Kompressoren noch ungefähre Thresholds ein, dann ist das nachvollziehbarer, was welcher Komp machen soll.
Bei Theatergeschichten in nicht für Theater gebauten Häusern, mit komischer Elektroakustik und festen Bühnenpositionen, wo sich nun alles Schlechte gleichzeitig am Mikrofonort trifft, hilft auch mal die Ø-Taste oder ein Kanaldelay mit 1-3ms. (Wenns dann immer noch nicht passt, anzünden)
Vor Jahren hätten wir für DynEQs wahrscheinlich getötet (Prostituiert haben wir uns ja lange genug...)
Zum Hauptthema:
Wenns Geld brennt: dpa 4066
Wenn die Hütte brennt : Senni HSP
Die Mipros kenne ich leider nicht, das muss ich mal beizeiten nachholen.
Bisher war für mich auf der nach unten offenen Schrottskala das Rhode HS2 das Ende des ordentlich Nutzbaren. Das passt ja nicht ohne weiteres zum Axient..
Mein Ex Arbeitgeber hatte ein Rudel Nady Headsets für Kindermusicals. Kosten nix, klingen furchtbar, aber mit ein bißchen bißchen Badewannen EQ in der Gruppe habe ich die Kinder und Erwachsenen alle laut gekriegt. Bügel fidelig aber sehr Größen-flexibel.
Ich darf an dieser Stelle frei nach Walter Moers sagen: Ich kann mir eine Leben ohne DynEq gar nicht mehr vorstellen (Im Original: Zwölftonmusik).
Zum Vergleich 4066 - Mipro: Auf Mittelklasse Equipment ist der Unterschied gering. Wenn die Ansprüche an Klang und Optik nicht zu HighEnd tendieren, zahlt man für die Mipros einen Viertel des Preises. Und man bekommt keinen Herzinfarkt, wenn der Künstler einfädelt und das Headset durch die Luft gerissen wird.
Sennheiser HSP Essential - 4066: Habe mit den HSP in einem sehr guten Haus auf einer sehr guten Anlage gearbeitet. Nicht schlecht dachte ich mir, die probiere ich mal in meinem Haus aus. Vielen da im Test komplett gegen die 4066 ab. Könnte an der damals veralteten Anlage liegen. Aber ich würde die nicht anschaffen.
Kompression: ich verwende mittlerweile viel Parallelkompression. Das Original zwischen -9dB und -6dB dazu gemischt erhält die Frische. Da kann ich auch Kompressoren reinmogeln, wenn der Künstler auf keinen Fall einen haben will, der Kompressor aber unabdingbar ist, damit das Publikum nicht kollabiert.
Gruß
Rainer