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Dämpfungsfaktor

  • Hildegardis
  • 8. November 2003 um 11:30
  • Hildegardis
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    66
    • 8. November 2003 um 11:30
    • #1

    Was genau verbirgt sich physikalisch hinter dem Dämpfungsfaktor und wie verhält er sich bei 8Ohm/4Ohm/2Ohm bzw bei gebrückten Endstufen?

    Benedikt.

  • hermste
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    • 8. November 2003 um 11:57
    • #2

    Hallo!

    Tippst Du
    "damping factor" in google.de ein:
    Damping factor - what is it?
    Damping factor with calculator
    UNDERSTANDING DAMPING Factor

    Ich schreibe dir freundlicherweise den Link von Crown:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/damping%20factor.pdf

  • Oliver
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    • 8. November 2003 um 16:31
    • #3

    Das ist das Verhältnis vom Innenwiderstand des Amps zur Impedanz des/der angeschlossenen Chassis. Halbiert man den Widerstand halbiert sich auch der DF. Niedrige Dämpfungsfaktoren machen sich durch einen verwaschenen matschigen Klang bemerkbar. Die Chassis werden nicht mehr so gut kontrolliert vom Amp.


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • Hildegardis
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    66
    • 8. November 2003 um 19:58
    • #4

    Wenn ich das richtig verstehe, dann halbiert sich der Dämpfungsfaktor beim parallelen Anschluss von zwei 8Ohm Lautsprechern und der Klang leidet, da der Verstärker nur noch einen Dämpfungsfaktor von 300:1 anstelle von 600:1 hat.

    Benedikt.

  • audio-zenit
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    1.293
    • 8. November 2003 um 21:59
    • #5

    Wichtig ist eigentlich das Verhältnis LS-Impedanz zur Summe aller anderen anliegenden Widerstände. Dazu gehören leider auch Leitungswiderstand und Übergangswiderstand aller Kontakte, wodurch der Dämpfungsfaktor schnell mal in 2-stellige Gefilde abrutscht.
    Daher sollte man die Bedeutung des Dämpfungsfaktors der Endstufe nicht überbewerten und sein Augenmerk mehr auf ordentliche Kabelquerschnitte und kurze Kabelwege richten.
    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Grandfunk
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    • 9. November 2003 um 03:15
    • #6

    Hallo Jürgen,

    nur mal so ne Frage:

    Dein Nick ist dieses "audio-zenit".

    Darf man davon ausgehen, daß Du was mit der gleichnamigen Firma zu tun hast ?

    Ist nur so rein interessehalber gefragt, um die Gegebenheiten besser einordnen zu können.

    Grüße

    Tom

  • audio-zenit
    Profi
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    1.293
    • 9. November 2003 um 13:48
    • #7

    Bingo.

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Grandfunk
    Beiträge
    76
    • 9. November 2003 um 14:23
    • #8

    Hallo Jürgen,

    ... hier ist Kiel.

    "Kiel" hört über Audio-Zenit.

    Aber das weist Du ja ;)

    Grüße

    Tom

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 10. November 2003 um 15:59
    • #9

    Beim Brücken der Endstufe wird der DF wiederum halbiert, weil dann ja beide Innenwiderstände in Reihe liegen.

    Aber wie Audiozenit schon sagte, der DF wird vom Kabel gemacht. Und ums mal ganz krass auszudrücken: Ein DF von über 20 ist schon ok.
    Ich meine, ich persönlich halte natürlich die Kabel an allen Ecken so kurz wie es geht, aber "System-Hersteller", die mal eine komplette PA verkaufen, die packen eben 2x 15m 8x2,5mm² mit 8pol. Speakons plus Verbindungskabel von Box zu Box dabei. Und dabei wird der DF zwangsläufig (egal, wie hoch der DF ander Endstufe ist) schon deutlich 2stellig.

    Auch der Widerstand von Passiv-Weichen kommt noch zum Endstufenwiderstand hinzu (zumindest nach üblicher Betrachtungsweise), das heißt, dass bei Subs mit Passivweiche der DF gehörig leidet. Selten hat so eine günstige Passiv-Weiche weniger als 0,5 Ohm, was ALLEIN schon reicht, dass der DF beim 8 Ohm-Chassis bei 16 angelangt, dann noch plus Kabel plus Amp!

  • mEon
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    • 10. November 2003 um 22:44
    • #10

    Zitat von AW-Audio:

    Der Dämpfungsfaktor einer Endstufe ist für saubere präzise Bässe verantwortlich. Anhand dieser Werte kann man in etwa sage ob eine Endstufe einen guten oder schlechten Bass hat.

    Eigentlich ist der Dämpfungsfaktor eine Schlussfolgerung aus dem Innenwiderstand einer jeder Endstufe. Je kleiner dieser Widerstand ist, desto größer ist der Dämpfungsfaktor und damit auch das Ausschwingverhalten des angeschlossenen Lautsprechers, das von diesem kontrolliert wird. Gerechnet wird das wie folgt:

    Damp = Rbox / Rinnen

    Beispiel:

    Damp= 8 Ohm / 0,030 Ohm

    Damp= 267

    d.h. ein Verstärker mit dem Innenwiderstand von 30 mOhm hat an 8 Ohm einen Dämpfungsfaktor von 267.

    Man sieht auch, dass bei einer Halbierung der Impedanz des angeschlossenen Materials sich der Dämpfungsfaktor ebenfalls halbiert. Nun hängt diese Größe natürlich nicht nur von den Lautsprechern und dem Verstärker ab, sondern auch von den verwendeten Kabeln. Diese können ganz einfach in die obige Formel mit eingebracht werden, ihr Widerstand wird dem der Endstufe hinzugefügt:

    Dges = Rbox / (Rinnen + Rkabel)

    Rkabel = 0,017 * Länge in m / Querschnitt in mm² * 2 (Angabe für Kupfer)

    Warum *2? Ganz einfach, denn wir müssen ja nicht nur zum Lautsprecher hin, sondern auch zurück zum Verstärker. d.h. nehmen wir ein 2,5 mm² 10m langes Kupferkabel, welches also einen Widerstand von 0,136 Ohm hat ergibt sich folgender Dämpfungsfaktor bei 8 Ohm Impedanz:

    Dges = 8 Ohm / (0,030 Ohm + 0,136 Ohm)

    Dges = 48,2 (von ehemals 300)

    Nehmen wir nun zum Vergleich eine Endstufe mit einem Dämpfungsfaktor von 1000 bei 8 Ohm am gleichen Kabel.

    Rinnen = Rbox / Damp

    Rinnen = 0,008 Ohm

    Dges = 55,5 (von ehemals 1000)

    Bei diesem geringen Unterschied werden sich jetzt einige fragen, warum man also überhaupt auf den Dämpfungsfaktor einer Endstufe achten sollte, wenn die Kabel das sowieso wieder zunichte machen. Machen wir den Vergleich mal mit einem 5m Kabel mit 4mm².

    Damit ergeben sich für die erste Endstufe ein Gesamtdämpfungsfaktor von 110 und die zweite von 158. Hier ist der Dämpfungsfaktor schon wesentlich höher, genau wie der Unterschied zwischen den beiden Stufen. Ein Klangunterschied im Bass dürfte im Vergleich zu den längeren 2,5mm² Kabeln deutlich zu hören sein.

    Folglich sollte man die Abstände zwischen Endstufen und Bässen und damit die Kabellänge möglichst gering halten und wenn möglich 4mm² benutzen. Auch sollte man die Dämpfungsfaktoren bei verschiedenen Endstufen nicht überbewerten, spielen hier doch andere Faktoren, wie ausreichend dimensionierte Netzteile und Kondensatoren eine wichtigere Rolle.

    Für Topteile reichen schon 2,5mm², da für sie, wegen ihren höheren inneren Dämpfung, der Dämpfungsfaktor nicht so wichtig ist, wie bei Bässen.


    Zitat Ende

    Grüßle,
    mEon

  • Wulfson
    Verifiziert
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    • 10. November 2003 um 22:58
    • #11

    die errechnung des wertes der "aussenimpedanz" hat aber fehler. da sind keine frequenzeinflüsse berücksichtigt. je höher die frequenz steigt, umso stärker kommt der skin effekt zum tragen. der vermindert den dämpfungsfaktor ungemein. dem entgegen hilft nur ein kabel mit großem aussendurchmesser. die "innen leitenden" stricke sind hierbei wieder wurscht.

    also..so einfach ist das thema nicht :wink:

    als quintessenz: dicke kabel mit möglichst hoher güte und am besten "keine" übergangswiderstände alla klinke und co

  • wetbf
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    283
    • 10. November 2003 um 23:13
    • #12

    ***Grusel, Grusel***

    Der elektrische Dämpfungsfaktor für weichenlose Bassboxen wird wesentlich nur vom Re des Lautsprechers bestimmt (dem Gleichstromwiderstand der Schwingspule), das ist normalerweise ungefähr 6 Ohm, und nicht vom Ri von modernen Transistorendstufen. In der Röhrenzeit war das anders.
    Das Re des Lautsprechers liegt in Serie zum Leitungswiderstand des Anschlusskabels und zum Ri der Endstufe. Solange Kabel und Endstufen Ri unter etwa 0.3 Ohm liegen reicht das völlig aus.
    Wer es nicht glaubt, vernünftiges Lehrbuch lesen und testen, oder in alter Altec-Lansing Literatur stöbern. Hi-Fi führt da gnadenlos in die Irre. :roll:

    wetbf

  • Jens Droessler
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    • 10. November 2003 um 23:57
    • #13

    @ wetbf: Erklär das bitte genauer. Meinst du jetzt

    DF = Re des LS geteilt durch (R Kabel plus R innen der Endstufe)?

    Im Übrigen kann sich auch Literatur gewaltig irren!

  • wetbf
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    283
    • 11. November 2003 um 06:22
    • #14

    Jens

    Tatsächlicher elektrischer Dämpfungsfaktor ist näherungsweise:
    (Nennimpedanz des Chassis)/(Re+Ri+RLeitung).
    Solange Ri +RLeitung klein gegen Re ist, spielt Leitung und Ri nur eine untergeordnete Rolle.

    SRAM fragen, der schaut ins Ersatzschaltbild.

    Kann man auch mechanisch prüfen: Box an Verstärker anschliessen und Membran mit dem Zeigefinger drücken (nicht zu fest!). Wäre der Dämpfungsfaktor nur vom Ri und RLeitung bestimmt und damit sehr gross (100-10000), liesse sich die Membran kaum mehr bewegen.

    wetbf

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 11. November 2003 um 20:17
    • #15

    Es klingt irgendwie unrealistisch. Dann müssten ja zwei (gleiche) LS in Reihe ein deutlich schlechteres Dämpfungsverhalten haben. Das ist aber nicht so. Genauso wäre dann eine Reihenschaltung bei einem Doppel-VC-LS "schlecht". Und 4 Ohm-Chassis hätten bessere Dämpfungswerte als 8 Ohm-Chassis oder gar 16 Ohm....

    Deine "mechanische Prüfung" kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn dass sich die Membran nicht mehr bewegen ließe, wäre IMO nur so, wenn der LS eine Effizienz um 100% hätte.

    Zudem, warum sollte dann nur Re eine Rolle spielen? Schließlich handelt es sich auch bei der "Selbstinduktion" um eine Wechselspannung.

    Aber ich werde den hießigen Professoren mal einen "Forschungsauftrag" erteilen......

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