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"Böse" Ridebecken und E-Git.

  • Nikkus
  • 30. November 2003 um 17:59
  • Nikkus
    Beiträge
    105
    • 30. November 2003 um 17:59
    • #1

    Hey Leute,

    am WE mal wieder eine Band der lauteren Fraktion in einem kleinen Club gehabt...

    mit e-git. kommt ja noch klar, wenn man sie komplett von der PA nimmt und vielleicht nur ein bisschen mitten zum Bühnensound gibt um den Bühnenmulm klarer zu machen...

    ABER: Was macht man mit übels lauten Ride, Crash und Hi-Hat Becken, die auf jedem Mic fast mehr vorhanden sind als das O-Signal...müllen so richtig den gan zen Sound zu und man kriegt weder Tiefe noch Klarheit und muss alles 3dB lauter fahren, um überhaupt ne Chance zu haben...

    Wie macht ihr's...weil ich völlig an "meine" Grenzen gestoßen bin...Veranstalter kommt zu mir und fragt mich, warum es denn diesmal so schlecht klingt...dann musst ich f.5 min. die letzte Chance ergreifen und lauter machen, dann ging es auch, aber 103-106 dB wollt ich keinem antun...helft mir mal...

    Liebe Grüße, niko

    PS. das etwas überdimensionierte Monitoring von 4,5kW für 4 Wege in einem 300 MannSaal wurde bis zum Limmiter ausgereizt...juhu...wenigstens war die Band über den "Supergnialen Monitorsound" begeistert...auaaaaaa

    NIKKUS Veranstaltungstechnik GmbH
    http://www.nikkus.de

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 30. November 2003 um 18:13
    • #2

    gummi lappen auf dei becken

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Janko
    Profi
    Beiträge
    318
    • 1. Dezember 2003 um 15:52
    • #3

    Wenn ich sowas beim Soundcheck bemerke dann weise ich mit steigendem Nachdruck ein paar mal drauf hin, und frage ob sie den Leuten wirklich die Ohrend absägen wollen oder gern Musik gemacht hätten.
    Manche sehens ein, andere nicht. Im zweiten Fall kommen die guten 25er Elacin rein und wenn der VA unbedingt meint es müsse dann eben trotz aller Erklärungen meinerseits lauter sein, naja, die 25er sind ja noch drin... Man sieht zu dass die Gains ok bleiben und wartet das Ende des Krachs ab.

    So oder so, man mache sich in so einem Fall drauf gefaßt, "Schuld" zu sein, egal mit welcher Methode man es versucht. Garbage in, Garbage out.

    Janko, der solche Jobs haßt

    "Lauter" ist nicht "besser"

  • Seven
    Profi
    Reaktionen
    311
    Beiträge
    4.372
    • 1. Dezember 2003 um 18:01
    • #4
    Zitat

    gummi lappen auf dei becken

    OK guter Ansatz.

    Wenns zu schrill ist, Gummilappen vor die Hochtöner

    Wenns zu hell ist, Gummilappen vor die Mac2000.

    Was ein Ansatz.. :evil::evil::evil::evil:

  • gazastreifenhörnchen
    Beiträge
    74
    • 1. Dezember 2003 um 19:00
    • #5

    danke tthorsten,

    ich würde es entschuldigen,wenn du mal einen beitrag unkommentiert läßt,
    wenn dir nix g'scheits einfällt.
    ich bin auch der geborene kaspar,aber unser niko hat n problem, will
    er spaß,kann er sich unzählige funseiten(ma favorite: fun.drno.de)
    anschaun.
    ist die band unkooperativ hast du eh verloren.warst ja fr bei uns,
    bin ja auch nach 3 titeln nach oben und hab unserem drummer kurz
    die stöcke gekürzt und dem bassisten geholfen,die bassanlage zu drosseln (er spielte grad und versuchte vergebens, mit dem fuß den masterpoti zu erhaschen).
    das einzig bewährte rezept ist eine moderate Bühnenlautstärke(mir ist ein mäßig klingendes marshallfullstack lieber,weils zu leise ist,als ein mieser gesamtsound, weil dir die heldensoundgitarrenwand die segelohren anlegt).
    ansonsten gesangsmics auf kleinen bühnen soweit wie möglich vom drum
    weg,auch git-boxen sollten nicht unmittelbar dahinstrahlen.
    und vox-kanäle muten,wenn grad keiner singt(aber blick zur bühne, da werden die stars schnell sauer,wenn ihre elfenstimme nicht das publikum verzaubert,weils mic aus ist).

    apropos elfen,mal schnell noch offtopic werden, wie waren die preluders??

    bis dahin

    grüße gaza

  • slayer
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    1
    Beiträge
    1.478
    • 2. Dezember 2003 um 06:36
    • #6

    Das die Becken immer zu laut sind ist ja nichts neues. Das gibt es durchsichtige Schallwände fürs Drum. Ein Gaffakreuz auf der Unterseite hat auch schon geholfen. Overheads aus. Aber manchmal kann man da einfach nix machen. Na vielleicht noch nen Gummilappen vors Gesicht.

    hauptsarre gitarre !

  • alter ego
    Beiträge
    1.933
    • 2. Dezember 2003 um 10:48
    • #7

    das mit dem Gaffa von unten ist schon der richtige Weg... Lieber ein schlechtklingendes Becken, als ein zu lautes Becken...

    laut statt hell!

  • 00Schneider
    Beiträge
    612
    • 2. Dezember 2003 um 11:15
    • #8
    Zitat von "alter ego"

    das mit dem Gaffa von unten ist schon der richtige Weg... Lieber ein schlechtklingendes Becken, als ein zu lautes Becken...


    Ich mach auch immer Bauschaum in den Hochtöner wenn's mir zu schrill ist.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Seven
    Profi
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    4.372
    • 2. Dezember 2003 um 11:45
    • #9
    Zitat

    das mit dem Gaffa von unten ist schon der richtige Weg... Lieber ein schlechtklingendes Becken, als ein zu lautes Becken...

    sorry bei aller freundschaft, bei mir würde das keiner machen. dann spiele ich eben keine becken, nehme hot rods oder besen oder ich pack mein zeugs ein, falls es dann noch zu laut ist...

  • alter ego
    Beiträge
    1.933
    • 2. Dezember 2003 um 19:16
    • #10

    @ 00schneider: bei Hochtönern kann man das Kabel abschneiden...
    Seven: wenn du ein kompetenter Trommler bist, der sein Set im Griff hat, dann würde ich deine Becken auch nie anrühren. aber es laufen einem doch des öfteren Schülerbandschlagzeuger über den Weg, die nur laut können, oder whiskytrinkende Altrocker, die nur laut wollen. Und in genau diesen Fällen bin ich froh, eine Rolle Gaffa bei mir zu haben.

    laut statt hell!

  • slayer
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    Beiträge
    1.478
    • 2. Dezember 2003 um 20:38
    • #11

    Das ist es. Drummer die es können, wissen sich auch an den Becken zu beherrschen. Die die es nicht können ist es auch völlig rille ob du da Kosmetik machst.

    hauptsarre gitarre !

  • 00Schneider
    Beiträge
    612
    • 2. Dezember 2003 um 21:55
    • #12

    alter ego:

    Also wenn schon Kastrieren, dann aber richtig. ;)

    Becken abkleben ist "Kastration", da klaust du dem Becken (je nach Streifen) den Klang. Wirklich viel leiser wird es dadurch meiner Meinung nach nicht (OK, vielleicht wenn du Paiste Visions draus gemacht hast...). Du nimmst eher das Rauschen weg und Klangfülle, dadurch setzt es sich nicht mehr durch. Evtl. haut der Drummer dann sogar mehr dann noch mehr drauf, sind ja schließlich leiser...

    Na ja, alles relativ.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • alter ego
    Beiträge
    1.933
    • 3. Dezember 2003 um 10:46
    • #13

    gezielt angebracht bringt das schon einiges an Lautstärkereduzierung. Und stärker draufhauen tun die in der Regel derhalb nicht, weil ihnen die Lautstärke eh egal ist.

    laut statt hell!

  • rockline
    Profi
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    198
    Beiträge
    4.440
    • 3. Dezember 2003 um 21:54
    • #14

    Das Problem entsteht oft auf zu kleinen Bühnen, verbunden mit harter Raumakustik.

    Eigentlich kann man nichts mehr machen.....beim SC merkt man in der Regel schon direkt was gefeiert wird. Wenn ich da keinen Fasson reinkriege, drehe ich das PA erst mal komplett ab und lausche was da von der Bühne kommt.
    Wenn nun nichts leiser wird, ist alles zu spät - dann hat man verloren!

    Die Tipps mit Gaffa am Becken sind doch wohl eher als Spaß zu verstehen. Ich maße mir doch nicht an, dem "Künstler" (in diesem Fall Trommler) seinen Sound vorzuschreiben. Obwohl es zugegebenermaßen manchmal Sinn machen würde.

    Mal angenommen ich habe Glück, und bei abgedrehtem Holz wird es irgendwie leiser, dann kommt nur noch das nötigste in den Mix. Am besten viel "bummsige" Bassdrum, um den Sound nach unten übertrieben auszugleichen. Dann DBX 1066 Kompressor in die Vocalsubgruppe, und das kleine Gate so triggern, dass die Mics wirklich nur beim singen angehen.
    Leadshouter auf eine Subgruppe mit Compgate, Backings auf andere Sub mit Compgate.
    Hall komplett gestrichen, Toms superstramm gaten, HiHatkanal muten, Snare ganz kurz gaten, etwas Reverb drauf und anständig in den Mix damit - somit bekommt man wenigstens etwas Ordnung in den kümmerlichen Rest.

    Das wars denn auch schon. Mehr kann man mit solchem Angebot von der Bühne nicht machen. Shit in - Shit out!

    Trotzdem ist sowas immer oberpeinlich - alle Anwesenden denken ja man hätte es "nicht drauf" :-?
    Stefan

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 4. Dezember 2003 um 09:15
    • #15

    ... also, ich hab schon mit vielen Drummer gespielt - aber solche Probleme hatte ich bisher nie.
    Auf kleinen Bühnen gibts dann eben keine Overheadmics (das "besorgen" die Gesangsmics ...) und die Snare und HiHat laufen dann eben nur über ein Mikro. Ich gate - vielleicht mal - die Toms. Viele Schlagzeuger, die ich kenne, würden auch nicht mit einem Gate auf der Snare spielen, weil dann Wirbel bzw. Rim´auf der Strecke beleiben würden.

    Außerdem: In sehr kleinen Clubs mit mickrigen Bühnen reicht doch die Abnahme von Bassdrum und Snare/HiHat meistens aus - und AC/DC-Mucke im Jazzkeller ist sowieso etwas krank.

    Mit was für "Kesselflicker" habt ihr denn zu tun ?

    Viele Grüsse sendet

  • Dark
    Beiträge
    240
    • 4. Dezember 2003 um 10:01
    • #16

    Ich denke auch das man dem Künstler seinen Sound nicht vorschreiben sollte.Schliesslich mag man es ja auch nicht wenn der Tourmanager uns Vorschriften über den Sound macht.
    Wenn es halt ein gewisses Level überschreitet würde ich einfach veranstalter und Bandchef darauf hinweisen das ohne die Kooperation unten nichts vernünftiges ankommt und dann am Mischpult Schadensbegrenzung treiben.

    Ich mache viel Harcore und Punk(allerdings nur Monitor) und weiss.....manchmal gehört scheisse klingen zum Konzept :D
    Guter Sound ist halt relativ...Chelsea eine alte band aus UK bringen extra jemanden mit der ihnen inen "zugemüllten" Sound verpasst weil dieser halt ihren Vorstellungen entspricht...

  • Janko
    Profi
    Beiträge
    318
    • 4. Dezember 2003 um 11:04
    • #17

    Das kommt davon daß die Kids (das sag ich und bin noch nicht mal 30) heutzutage zuviele von diesen beknackten Videos sehen, wo der Drummer wahlweise auf der 2000qm Megastage beim Giganto-OpenAir oder auf dem Set im Raketenbunker derart auf die Bleche haut, das alles zu spät ist - und genauso machen sie's dann selber auch.

    Darauf, daß man das in diesen Proportionen in der Aufnahme niemals hört, kommen die nicht. Da wird lieber in Becken mit Wellenschliff und Löchern und was sonst noch "lauter" macht investiert und gedroschen, bis der Arzt kommt. Und klar, nach zwei drei Proben ohne Gehörschutz kommts einem komischerweise auch gar nicht mehr soo laut vor...

    Genauso wie ich noch nie die Platte gehört habe, auf der der Saitengott alle Effekte auf einmal einschaltet (also Hall, Delay, Chorus und Flanger, 80% Wet, Bass- und Presence-Boost auf "11" und drei Verzerrer hintereinander). Das muß aber ein recht bekanntes Album sein, jedenfalls kenne ich einige Gitarristen die das wohl zuhause stehen haben... *scnr*

    Das jeder Künstler seinen Sound hat ist schon klar, nur wenn das Körperverletzung gleichkommt, ist mir das ganze relativ schnell relativ egal. Wenn Gaffa die Sache erträglicher macht und der Drummer mich kleben läßt, dann klebe ich.

    Janko

    P.S.: Augenfällig wird die Sache immer dann, wenn die zweite Band des Abends zwar pegelmäßig nicht wirklich leiser ist, der Drummer aber mitdenkt und sich mit den Becken zurückhält und es plötzlich wieder klingt...

    "Lauter" ist nicht "besser"

  • alter ego
    Beiträge
    1.933
    • 4. Dezember 2003 um 11:42
    • #18

    ich wage mal zu behaupten, dass eine gegatete Snare den Sound eines Trommlers wesentlich mehr in Mitleidenschaft zieht, als ein abgeklebtes Becken. Und wie gesagt, es geht hier um Schadensbegrenzung, nicht um gut Sound. aber wenn ich die Wahl habe zwischen:
    a) die Becken klingen etwas kurz und dumpf
    b) das gesammte Publikum sucht hinterm FOH Schutz, weils vorne zu laut ist,
    dann entscheide ich mich ganz klar für ersteres.
    wenn die erste Reihe des Publikums freiwillig weiter als 2m von der Bühne entfernt steht, sollte man überdenken, ob es eventuell zu laut sein könnte...

    laut statt hell!

  • bias79
    Profi
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    1.103
    • 5. Dezember 2003 um 12:10
    • #19

    Spiele seit 15 Jahren Drums und zu 80% in zu kleinen Clubs. In so einem Fall spiel ich einfach angemessen, wer das nicht bringt sollte nach Hause gehen und warten bis er in ner 5000Mann Halle spielen darf.
    Gruß, bias79

    GHOSTNOTE-SOUND

  • Nikkus
    Beiträge
    105
    • 5. Dezember 2003 um 12:38
    • #20

    Also danke euch erstmal für die Mühen...es sind ein paar nette Sachen dabei, aber an die Becken würd ich wirklich net gehen...wenn irgendeiner an euer Pult dreht, während ihr Mischt, wollt ihr das ja best. auch net... :)

    @ rockline ist auf jeden Fall ein sehr guter Ansatz...werd mal Ausdrucken und ans Siderack kleben :) nee, aber wenn ich dir dann noch sage, dass Band zu Spät anreiste- ich nur Line checken konnte und sonst Blindflug...sogar während gig *hochlauf und Mic.pos änder etc.) grad noch so gates eingeschliffen...Kopressoren hätten schon wieder 5Min gebraucht etc. dann kann ich nur noch sagen - ich hatte keine Chance und so klang es auch *heul*...


    Liebe Grüße, und so was wünsche ich keinem (außer mal der Bösen Konkurrenz :) :) ) Macht echt keinen Spaß

    Niko

    NIKKUS Veranstaltungstechnik GmbH
    http://www.nikkus.de

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