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wie kann sowas passieren? (zerfetzte Basslautsprecher)

  • egnurg
  • 29. Februar 2004 um 16:20
  • egnurg
    Beiträge
    34
    • 29. Februar 2004 um 16:20
    • #1

    Hi Leute,
    ist schon ein wenig her aber mir immer noch ein Rätsel wie das passieren konnte.
    Die Boxen: http://www.soundprofi.de/grafik/pa/anlage2k.jpg
    und das Problem: http://www.soundprofi.de/zuviel_power/beyma1.jpg

    Veranstaltung war ein Musikfeuerwerk.
    Je Bass-Horn waren 2 solcher Lautsprecher eingebaut.
    Im Mischpult war ein Low-Cut aktiviert und ein Kompressor-/Limiter zugeschalten. Übersteuert hat nichts.

    Die Anlage lief 15 Minuten (das Feuerwerk über). Der Sound war einwandfrei.
    Kurze Zeit später haben wir eine Disco veranstaltet, kleine Halle, ca. 300 Besucher. Dabei haben wir die obigen Basshörner verwendet.
    Gegenüber dem Musikfeuerwerk lief die Anlage mit vielleicht 10% Auslastung. Zwischendrin hat es irgendwann aus einem der Hörner etwas brenzlig gerochen, das Teil haben wir vorsichtshalber abgeklemmt.
    Die Musik war aber auch hier weder verzerrt noch sonstwie beeinträchtigt.
    Am nächsten Morgen ist mir beim Umladen ein Stück Membran entgegengefallen. Beim Nachschauen haben wir dann die Bescherung gesehen - siehe Bild.

    Eine geschossene Schwingspule oder eine angerissene Membran OK, kann ja mal passieren.
    Aber sowas? Ist mir mein Leben noch nicht untergekommen.

    Geschalten war eigentlich alles korrekt, es gab beim Musikfeuerwerk einen ca. 10 Sekunden Brummton den ich für eine Übersteuerung hielt, Kollege meinte aber das sei bei dem Lied so.

    In der Disco hatten wir statt unseres Mischpults das Technics-Teil des DJ angeschlossen. Evtl. war da ja was nicht in Ordnung.

    Frage: wodurch kann so eine extreme Zerstörung hervorgerufen werden?

    Sämtliche angeschlossenen Geräte wurden überprüft und sind in Ordnung.

    Kann da was übers Stromnetz eingestreut haben? Irgendeine Subfrequenz die via Verstärker direkt die Boxen zerlegt hat?

    Wie gesagt - Limiter war korrekt eingestellt, Low-Cut bei 30Hz.

  • Kracky
    Profi
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    12.055
    • 29. Februar 2004 um 16:27
    • #2

    Kenne das eigentlich nur auf zwei Arten, die eine sind Schaumpartys und Lautsprecher die dann so Zerstörungserscheinungen haben. Zweiteres wäre der falsche Lautsprecher im falschen Gehäuse, so das hier der Lautsprecher entweder nicht genug Gegendruck hat bzw. zuviel und dadurch die Membrane beschädigt wird. Anders kenne ich das nicht.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • lotronic
    Beiträge
    268
    • 29. Februar 2004 um 16:59
    • #3

    Tippe auch eher auf ein Gegendruckproblem.

    Es kann schon vorkommen daß sich die Befestigungsschrauben der Speaker lockern und dann dadurch falsche Luft gesogen wird. Oder es war die Abdichtung (Gummiband, Schaumstoffdichtung, Silikon) zwischen Korb und Holz nicht ganz ok.

    Ich selber hatte auch schon mal nen beyma 18G550 bei dem die Staubschutzkappe abgehoben hatte und munter im Gehäuse umher peppelte. Grund dafür waren ein paar lockere Schrauben.

    Schöne Grüße und viel Spaß beim Recounen

    Egger Günther LOTRONIC

    Im PA-Vermietpark: KS P-Line, C-Line, FirMod2, KS Triaks, KS Solo4, KS Standart, CPA12, CPA10, CPASub, CPA2, CPA1, CL208, CM215, CM112, CM410, TSub, TA4U, CA4U, TA2D,...

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 29. Februar 2004 um 17:21
    • #4

    das istein ganz normaler Fall von Pappenkollaps. vermutlich sind die hörner zu zweit in der ecke gestanden und nicht besonders stark entfernt voneinander sprich noch gute kopplung dann ventiliertes horn mit maximaler Hubbedämpfung (=Maximaler Kraftaustrag) mit viiiiiiiiel Power (ihr habt ja sicherlich den von vielen gerne verwendeten lowcut aktiviert *G*)

    was ist nun passiert:
    Disco Mucke / eher technolastig bzw. energieintensive Bässe Bass (das sit das was Bässe am meisten "schlaucht", Live ist ja eher Pipifax wegen vielst Crest)arbeitet mit maximaler KRaft gegen extrem viel Strahlungswiderstand Speaker kenen ich nciht nehme an Konusmembran die extrem stabil ist bis zu dem Punkt wo fatales versagen eintritt evtl. waren die pappen leicht nass (wellig aufgequollen?) oder halt zu viel Power und die SPule stanzt durch die "feststehende" Pappe durch - das ist dann halt ein "einmaliger" effekt :)

    der Brenzlioge Geruch kam von zu wenig Crestfaktor Spule überlastet zuviel Krafteintrag

    ic herwähne nicht umsonst immer dass bei Starker Bedämpfung maximalstens um die 300 W pro 15er reingepumpt werden soltlen ausser man Lowcuttet nicht da darfs etwasmehr sein weil unten rum kein so arger Strahlungswiderstand.

    Dein Brummton (Tiefer Sinus?) ist nat. mit 10 sekunden schon etwas lang ... da ist der Crest 3 dB das hält kein Speaker lange ...

    G550: Staubschutzkappe ab? muss ein Produktionsfehler sein - der Speaker klingt zwar"grausam" macht mehr klirr als Bass aber ist nahezu "unzerstörbar"

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • radiofuppler
    Beiträge
    1
    • 1. März 2004 um 07:58
    • #5

    Da kein Hersteller angegeben wurde, geh ich mal von Eigenbau aus. ergo:

    Wenn du das auf deiner HP angegebene Amping (gebrückte Palmer LX 1400 pro Bass?) auch nur annähernd ausgefahren hast, ist es kein Wunder wenns dir deine 15er bei einem 10s langen Sinus im Bass zerlegt. Wie TBF schon angemerkt hat sind 15er Chassis in solchen Konstruktionen mechanisch recht enge Grenzen gesteckt, die erst mal gar nichts mit der elektrischen Schwingspulenbelastbarkeit zu tun haben. Solche Schäden treten meist schleichend auf, der Schwingspule passiert ja nichts solange die Pappe nicht endgültig nachgibt- aber dann ist es auch bei wenig Belastung sofort vorbei.
    Jetzt mal ein kurzer Absatz aus der Abteilung "ernste Worte" (ich seh schon wie ringsrum die Pipe auf Fresse Adapter poliert werden, also schnell.. :D ) :
    Wer regelmäßig VA's betreut die 8 kW Amping und mehr erfordern sollte das Kapitel Selbstbau eigentlich schon lange hinter sich gelassen haben.
    Die Entwicklung eines Basslautsprechers der mit den heutigen Verstärkerleistungen zurecht kommt und auch noch transportabel ist dauert Jahre, kostet einen Haufen Geld und hinterlässt 1. Container voller zerfeuerter Chassis und mißglückter Versuchsgehäuse und 2. Büschel von Haaren, die sich der Entwickler ausrauft wenn ein Tester mal wieder ein paar Prototypen mit dem lapidaren Kommentar "das Ding kann halt gar nix" von ner VA zurückbringt.
    Die 4-5 Wege Hornkistengebirge dieser Sorte
    sind von den großen Herstellern unter anderem deshalb aufgegeben worden, weil das Abstrahlverhalten einfach nicht in den Griff zu kriegen war.
    Ich hab als Veranstalter, DJ und Hobby-Mischer in den letzten Jahren so ziemlich alles von HK Lucas (für ne Reggae-Fete, ganz toll...) bis zu 12 Stacks Nexo alpha für 1500 Leute open air hingestellt bekommen, und es war bei diversen Selbstbauanlagen keine einzige dabei, die auch nur einigermaßen was taugte. Für mich als Veranstalter wären schon die Bilder auf der HP ein Ausschlußgrund, und da hab ich die Anlage noch gar nicht gehört...
    Wenn du wirklich jedes Wochenende so große VA's machst, geh zur Bank und nimm nen Kredit auf mit dem du dir gute gebrauchte d&b C4, Nexo Alpha etc. kaufen kannst. HK R-Series mit Controller war auch nicht schlecht. Das rechnet sich dann auch, dein Kundenkreis erweitert sich ja. Ansonsten tuts für kleinere Sachen auch ne HK Actor oder Projektor , und was größeres kann man sich für die paar mal im Jahr auch dazuleihen.
    Wenns unbedingt Selbstbau sein muß probier MUFU, die sind wenigstens unter heutigen Praxisbedingungen getestet und basieren nicht auf Konstruktionen die schon Ende der 70er veraltet waren. Wie sicherst du diese Kistenberge überhaupt? Schauder...

  • egnurg
    Beiträge
    34
    • 1. März 2004 um 09:04
    • #6

    Moin,
    erstmal zur Person: ich bin KEIN Techniker, will auch garnicht behaupten daß ich das nötige Wissen mitbringe. Der Kollege macht das aber bereits seit über 30 Jahren, war früher mit Selbstbau-Geräten unterwegs als hier in der Gegend das Wort Disco noch recht exotisch war.
    Technisch ist er extrem fit, bevorzugt aber "konstruktionen die bereits Ende der 70er Jahre veraltet waren". :)

    Siehe auch ältere Projekte:

    und der Verstärker dazu:

    beides aus den 70er Jahren :)

    und wenn man sich keinen Mischer leisten kann wird der auch selbst gebaut:

    Das ganze ist ein Hobby. Veranstaltungen dieser Größe machen wir 2-3 pro Jahr. Der Name der Webseite ist uns auch mehr aus Spass eingefallen. Dummerweise hat sich im Nachinein herausgestellt daß das vielleicht nicht so glücklich gewählt war, naja egal.
    Die Kisten werden natürlich nicht so wie auf dem Bild betrieben, ich fand das aber als "Stilleben" ganz nett, deswegen haben wir die Dinger so hingestellt.
    Und davor sind noch 10m abgezäunter Sicherheitsbereich falls das Ding beim Fotografieren umfällt.

    Kredit nehmen ich wegen diesem Hobby nicht auf, der Beschallungsbereich ist eh tot - auf der einen Seit die Professionellen bei denen wir sowieso nicht mithalten können und auf der anderen Seite die Kiddies die sowas für nen Nullinger anbieten. Wir haben unsere festen Events und noch ein bisserl nebenher. Hauptsache Fun - und der Klang ist recht gut, solltest Du nicht gleich von vorneherein ablehnen. Evtl. vielleicht doch mal anhören?

    Wir wollten sowieso nochmal 4 solcher Hörner bauen, auch wenn die Konstruktion "veraltet" ist. Bei gleicher Verstärkerleistung liegt die Belastung pro Box dann in dem von Dir genannten Bereich und die Pappen sollten das aushalten :)

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 1. März 2004 um 16:10
    • #7

    Mann ist das Peinlich...

    Die Abgebildete 12KW Hornanlage müsste Mid-Price Kaufanlagen a la hK R-Serie/Akusticline etc wirklich locker den hals umdrehen....

    Das ZeugZ ist Technisch durchgehend hochwertig konstruiert und bei Dancemusik und Rockandroll haben es Kauf-PA,s mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr schwer!

    Unglaublich diese Arroganz die manche hier an den Tag legen


    Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 1. März 2004 um 16:18
    • #8

    Und Nochetwas

    Firmen wie Procon,HansaPA,Schallwand,usw usw sind wirklich ein Vorbild für Angehende Beschaller......muss ganz toll sein mit Amtlichen material das der Vertreter zu günstigen... :D Leasingkonditionen anbietet auf den Markt zu gehen.

    Genervter Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 1. März 2004 um 16:36
    • #9

    mh.. Mal kurz ne Frage: War es nicht so dass man bei b-wins bir BR-Ports im Stack sein lassen sollte? Meine das hab ich mal irgendwo hier gelesen, ansonsten: belehrt mich :)

  • egnurg
    Beiträge
    34
    • 1. März 2004 um 17:43
    • #10

    Hi Leute,
    eigentlich wollte ich ja nur wissen an was die Teile gestorben sein könnten.
    Ein paar logische Ansätze für die Fehlersuche wurden ja freundlicherweise bereits geliefert.

    Bitte nicht streiten anfangen. :oops:

    Allerdings beschallen wir auch nicht mit Systemen von Hinz & Kunz -
    Ein bisserl Ehrgefühl haben wir nämlich auch. :evil:

    Was die Hersteller von Kauf-Systemen angeht:
    Auf der Musikmesse Frankfurt 2002 fand ich die Darbietungen der meisten Anbieter nicht so toll, da war unser System klanglich einfach besser.

    Wir haben unsere Konstruktion dort einem Menschen gezeigt dessen Konstruktion uns so ziemlich als einzige klanglich überzeugt hat.
    Er war von unserer Eigenkreation sehr angetan.

    Da er wohl etwas Ahnung von der Materie hat und selbst mit dem "veralteten" System arbeitet darf ich mal zitieren:
    " I looked at your web site and was pleased to see experiments with new ideas and I agree with you that there are some similarities in the construction. I like your adventurousness in coming up with your own developments. RegardsTony Andrews"

    zu finden unter funktion-one.com

    sorry, aber eine Anlage schlecht zu finden nur weil sie Eigenbau ist ist einfach nicht nett. Einfach mal vorbeikommen und anhören ist netter.
    Z.B. am 28.8., Blühendes Barock Ludwigsburg, Lichterzauber.

  • klausa
    Beiträge
    35
    • 1. März 2004 um 19:03
    • #11

    Was'n Brüller!
    Wir liegen hier vor'm PC und haben Bauchweh.. *boaaahhh*

    Weiter so Jungs!

    gegrüßt,
    der Klaus

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 1. März 2004 um 21:12
    • #12

    TBF hat das Problem Umfassend beschrieben!

    Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 2. März 2004 um 02:01
    • #13

    also erst muss ich mal egnurg ein Lob aussprechen dass er erkannt hat dass die meisten kauf PA hersteller ausser "toller Schreinerarbeit" nur mittelmässig low end Qualität abliefern - ich bin auch bekennender Selbstbauer wenn Std. nciht mehr reicht muss man halt eigeninitiative ergreifen :) die Function one anlage war auf der PLS2002 auch so ziemlich der einzige Lichtblick im Allerlei von Dröhn & Blubb Std. Konstrukten.

    radiofuppler: hm die ersten zeilen haben sich sehr kompetent gelesen nur dann sank das niveau plötzlich :( also HK lucas und R serie muss man wirklich nicht erwähnen die sind annerkannt unbrauchbar (oder verwendet das jemand??? :o ) und D&B istfür ne Gala evtl. ganz "schick" wegen toller schreinerarbeit die technischen Werte sind allerdings unteres Mittelmass und hier eine MUFU erwähnen ist der Gipfel - es geht hier um beschallung nicht um Lärm.

    Nun zu Deinem Problem: wei gesagt ich kenne die PA konstruktion nichtgenau tippe aber auf überladung evtl. NICHT lowcutten auf den Crestfactor achten und NICHT in den Dauerrot bereich fahren und NICHT die Stacks in die Ecke stellen evtl. auch mal anderen Speaker probieren ich kenne den Speaker leider nicht.
    ein ibsserl "verschleiss ist aber immer mal drin ... :D


    auch jemand der nur mit "veraltetem MAterial" arbeitet - dafür funktionierts aber ...

    ach so
    der Pappenkollaps hat eher mit Problemen im Energieumsatz zu tuen nicht mit dem Abstrahlverhalten *G* (weil jemand ohne die PA zu kennen auf Abstahlverhalten = schlecht tippte ...)

    edit nachtrag wei lgerade mal genauer geschaut
    2xBasshron a' 2,1 x 1,4 x 0,6 meter dazu noch Isophon (guter Geschmack - macht Dich Sympathisch!) Mitteltöner plus BMS Coax Hochton (hm kommt mir so bekannt vor :)) da kann weder Hongkongaudio noch Dröhn & Brei nur entfernt dagegen anstinken - vom klang ganz abgesehn nur sind die Bässe in dem Mörder Hornmund meiner MEinung nach Überladen

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 2. März 2004 um 09:25
    • #14
    Zitat von "TBF"

    (...)und hier eine MUFU erwähnen ist der Gipfel - es geht hier um beschallung nicht um Lärm.


    Wie meinen?

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • klausa
    Beiträge
    35
    • 2. März 2004 um 12:23
    • #15

    Also mein lieber TBF, ich finds ja echt toll, daß Du als einziger LS-Entwickler der Welt in der Lage bist die hammer Boxen zu bauen, aber glaubst Du im Ernst, daß bei den amtlichen großen Herstellern nur Idioten am Werk sind, die keine Ahnung haben was sie tun ???
    Also ich finde, Deine überhebliche Art und Weise über den (nicht selbstbauenden) Rest der Beschaller-Welt abzulästern disqualifiziert Dich von vornherein als kompetenten Gesprächspartner! Im Gegenteil, sie outet dich eher als psychogischen Notfallpatienten!
    Nun zum eigentlichen Thema...
    Ich fand das ursprüngliche Posting (d.h. eigentlich die HP, die dahinter stand) so witzig, weil ich vor fast 20 Jahren wohl ähnlich mit dem Beschallerjob angefangen habe. Wir haben damals 'tolle' Hornkisten selbergeschreinert und mit diversem Low-Cost Material befeuert... und fanden alles suuper toll.. natürlich viel besser als alles, was Andere so hatten...
    Und wenn ein großer Verleiher mal mit amtlichem Material ankam, dann wurde alles schlecht gemacht (ja ja, wir waren schon sehr ehrenkäsig *g*)
    Naja und entsprechend ähnlich besagter HP sah unsere Werbung damals dann auch aus *darfnichtdrandenken*
    Aber irgendwann stellst Du als Selbstbauer dann halt fest, daß das teuere Zeugs eben doch viel besser spielt, viel praktischer ist, und nochdazu sein Geld wert ist, weil es sich langfristig betrachtet durchaus rechnet.
    Oder schweißt Ihr alle Eure Autos aus Blech selber zusammen, weils ja sonst keiner soo gut kann ??
    Naja und wer zumindest das mal kapiert hat, der hat das Hobby-Beschallen dann vielleicht hinter sich gelassen.
    So, und jetzt könnt Ihr gerne über mich herfallen, aber ich bleib bei meiner Meinung, das ganze alte Holzgeraffel ist heutzutage maximal als Hasenstalll zu verwenden.

    gegrüßt,
    der Klaus

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 2. März 2004 um 13:21
    • #16

    @PA Peter- das mit der MUFU bezog sich auf Beschallung in dem Segment - die Mufu hat gegen 4x Isophon Horn Mitten nicht den Hauf einer Chance. die Mufu ist eher eine Brot und butter universal Box für "std. Anwendung" wie z.B. Gala oder sowas nicht für Power Beschallung wollte damit eben darlegen, dass der obige Poster eben äpfel mit Birnen verglichen hat.

    klausa:
    nö gibt einige Entwickler die gute Boxen bauen können nur das oben angesprochene MAterial (DröhnBrei, Hongkongaudio etc.) ist nun mal anerkannt minderwertige gute Schreinerarbeit mehr nicht. bei den großen HErstellern sind durchaus Profis am Werke - BWL Profis die viel vom weglassen und Blenden verstehen von Beschallung eher wenig - wenn die Ingenieure / Techniker solch renomierter Unternehmen sowas eigenverantwortlich Konstruieren würden dann müsste ich eine Extrem starke Lernresistenz annehmen.

    Noch was ich lehene nicht Grundsätzlich Fertig PA ab es gibt durchaus welche die mir gefallen (EAW, paar Fööns, MPA1, Funktion one usw...) die sind aber in der Minderheit das was hier als Amtlich bezeichnet wird ist eher untere Mittelklasse Für den Gegenwert eines autos bekommt man ein paar gut geschreinerte Holzkisten mit ein paaar pappen drin Entwicklung = BWL mehr nicht

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • egnurg
    Beiträge
    34
    • 2. März 2004 um 13:55
    • #17

    Lieber Klausa,
    ich möchte mich doch als Urheber dieses Streits nochmal entschulden.

    Allerdings hast Du einen kleinen aber wichtigen Fehler in deinem Text:
    Wir machen das hobbymäßig.
    Wusste ja nicht daß man hier nur schreiben darf wenn man jede Woche mindestens 2 Veranstaltungen beschallt.

    Unsere Webseite ist aus Zeitmangel seit über 2 Jahren nicht mehr aktuell, aber so schlecht finde ich sie doch nicht. Was würdest Du verbessern?

    Du gibst als Wohnort Winnenden an. Ich lade Dich gerne ein, mal kurz vorbeizukommen und Dir unsere "Hasenställe" anzuhören. Die Dinger stehen in Ingersheim (Nähe Bietigheim-Bissingen).
    Anschliessend kannst Du gerne kundtun wo die Teile einzuordnen sind.
    Übrigens - ich wäre schon interessiert, wie Deine aktuelle Homepage aussieht, vielleicht kann ich ja was lernen?

    Wenn unsere "Befeuerung" Low-Cost ist, welche Alternativen würdest Du einem Bastler empfehlen?
    Wir haben bisher gedacht, daß der "Schrott" von Fane, Isophon, Beyma und BMS eigentlich ganz brauchbar sein dürfte. Naja, in unserer Pinken Box haben wir auch JBL-Speaker drin aber funktionieren tun die Dinger recht gut.

    Kannst Du mir desweiteren sagen, was "amtliches" Material ist?

    Sorry wenn wir nur Palmer-Endstufen einsetzen, aber ich habe keine Lust, für Crown & Co einen Kredit aufzunehmen.
    Wir pösen Purschen verwenden übrigens auch die in den Endstufen eingebauten Frequenzweichen weil uns das Geld für richtige Aktive Geräte ausgegangen ist. Klingt aber trotzdem nicht so schlecht, ist nur etwas aufwendiger zu verkabeln. 8)

    Die Effektgeräte von Behringer sind auch deutlich besser als ihr Ruf und unsere Mikrofone von Shure, Audio-Technika und Beyerdynamic sind auch ganz brauchbar.

    Warum große Beschaller keine Eigenbauten einsetzen? Weil Beschaller keine Hersteller sind. Ab einer gewissen größe wird sich halt spezialisiert.
    Und weil die Kunden bei Selbstbau-Lautsprechern erstmal der Meinung sind daß das nix taugt.

    Als kleiner "Hobby-Beschaller" kann man sich das Selberbauen zeitlich schon leisten, finanziell ist das sowieso ein Vorteil.

    Und warum bauen "amtliche" Firmen andere Konstruktionen?
    Weil solche teile viel zu aufwendig in der Herstellung sind.
    Und viel zu klobig.
    Die Teile müssen heute 1-Person-tauglich sein, lieber viele kleine Kisten als eine große, die Dinger müssen billig in der Herstellung sein.
    Den Wirkungsgrad holt man sich mit mehr Verstärkerpower wieder (kostet ja heute nichts mehr), den Frequenzgang bügelt man mit Elektronik glatt. Aber vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein daß ich es raushöre, wenn so eine Plastikkiste durch den rückwärtigen Schalldruck Schwingungen wie eine zusammengedrückte Milchtüte ausführt. :D

    Nein, ich kann keine Boxen berechnen, aber ich behaupte daß ich jemand kenne der das kann und über die Geräte lass ich nichts kommen.

    Unsere Anlage ist nicht das Allein-Seligmachende, aber runtermachen nur weil das Bild nicht gefällt braucht man sie nicht.
    In einem Forum gehe ich davon aus, dass man konstruktive Tipps bekommt. Wir haben einen Fehler gemacht und ich dachte ich frag mal was die anderen dazu meinen - Danke für die Infos -

    An alle die die Anlage dem Bild nach verurteilen:
    Erstmal einen Verstärkerwürfel mit 8x600W aus Elektroschrott nachbauen der auch richtig gut funktioniert. :evil:

    Ganz ehrlich - vielleicht habe ich ja einen Hörschaden - ich habe bisher noch nichts "amtliches" gefunden was wirklich besser spielt als unser Low-Cost-Material - zumindest nicht für den Preis :)

    Den Beitrag von TBF fand ich recht hilfreich und nachvollziehbar. Überheblich waren sowieso erst die anderen :)

    Btw.: wir haben mit den Billig-Teilen jetzt bereits 7-8 Events mit mehr als 10.000 Besuchern "hobbymäßig" beschallt und alle waren zufrieden.
    Sonst wär wohl nach dem ersten Event schon Schluss gewesen.

    Schonmal mit einer amtlichen Anlage die Erfahrung gemacht, daß beim Soundcheck die Leute stehengeblieben sind und beim Leiserdrehen "Zugabe" gerufen und geklatscht haben?

    Kollege meinte, daß die Tipps seine Meinung bestätigten, er würde die Verstärker brücken, weil sie dann besser klingen würden, dabei hätten wir dann aber wohl nicht ganz "aufgepasst" :cry:

  • klausa
    Beiträge
    35
    • 2. März 2004 um 14:35
    • #18

    egnurg
    Nix gegen Eure HP, die ist super gemacht da gibt's garnix und ich denke auch, daß Ihr Euren Kundenkreis angemessen bedienen könnt, nur es ist immer wichtig, sich selbst kritisch zu betrachten und zu sehen, wo man im Vergleich denn so steht. (Du sagst ja selber, Ihr macht das nur hobbymäßig...) Alles Neue prinzipiell abzulehnen führt eben zu Nix!

    TBF
    Alles Geschmaksfrage und eine Frage der Anwendung. Also ich für meine Teil habe z.B. mit EAW bisher eher wechselhafte Erfahrungfen gemacht, mit den Teilen von 'Dröhn&Brei' allerdings durchweg sehr gute...
    Also: Jedem Tierchen sein Plaisirchen!

    gegrüßt,
    der Klaus

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 2. März 2004 um 15:02
    • #19

    Eine "Highend-Pa" von besagten Hersteller hat absolut ZWANGSLÄUFIG MASSIVE Limitierungen im Sound/Wiedergabequalität.

    Wer etwas anderes Behauptet ist wohl der Meinung Klang kommt von Firmenaufklebern!

    Zu den Limitierungen
    2x18" Bandpass+18"Reflex+12" Bretterhorn+2"75mmVC Treiber

    Wer da nicht selber merkt das diese Kombination diverse MASSIVE Problemstellen hat........möge gleich Honk-Kong Audio wählen :D

    Funktion One hat da dann doch ein etwas anderes Niveau

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • mischpultschorsch
    Profi
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    3.503
    • 2. März 2004 um 18:40
    • #20
    Zitat von "Wellenfront"


    2x18" Bandpass+18"Reflex+12" Bretterhorn+2"75mmVC Treiber

    Wer da nicht selber merkt das diese Kombination diverse MASSIVE Problemstellen hat........möge gleich Honk-Kong Audio wählen :D

    Falls mancher nicht gleich drauf kommen sollte, habe ich 2 der besagten Problemstellen mal kenntlich gemacht... :D

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