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Probleme zu mit RCD bei kleiner open air auf wiese

  • Matthias M.
  • 21. Mai 2004 um 12:29
  • Matthias M.
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    • 21. Mai 2004 um 12:29
    • #1

    Hallo,

    ich veranstalte seit einigen jahren eine kleine open air party auf einer unserer pferdekoppeln ("koppelfete" ;) ) Da es etwa 150 m ab Gebäude sind, habe ich irgendwann auf 32A-Kraftstromleitung umgestellt, die ich auf der Wiese mit unterverteilungen aufteile. Natürlich sind da auch neben PA und Licht diverse kabeltrommeln zu kühltruhen, zapfanlage, lichterketten etc etc.

    Bisher hatte ich noch auf jeder Party Probleme mit dem RCD (FI). Irgendwann fliegt er immer, da die Party die ganze Nacht durchgeht und die Nachfeuchtigkeit auf der Wiese überall reinkriecht. Na ja, und was tut man halt "nicht vde-gerechtes" in seiner Verzweiflung? *grmpf*

    In etwa 2,5 Monaten isses wieder soweit und ich mache mir Gedanken drüber.

    Kennt Ihr diese Probleme? Was kann man dagegen tun? Ist denn irgendwas gegen ein Kabeltrommel, die auf dem Gras steht, einzuwenden? Ist doch eigentlich normal, dass man auf der Wiese eine Hauptverteilung hat und dann von dort mit Kabeltrommeln zur Zapfanlage, etc verteilt. Wenn alles fertig ist, sind da schon so an die 30 - 40 steckdosen auf der wiese. Vielleicht machen ja auch die mehr probleme, an denen keine geräte angeschlossen sind .. keine ahnung. Ich kann da ja nachts schlecht ursachenforschung betreiben, wenn plötzlich das licht und die musik ausgeht und nur noch das große lagerfeuer und meine notfalltaschenlampe die szene erleuchtet

    Matthias

  • Matthias
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    • 21. Mai 2004 um 13:56
    • #2

    Das ganze kann auch damit zusammenhängen das du alles auf einer RCD hängen hast, da sind 30 mA schnell erreicht.
    Auch kann es an billigen Steckdosenleisten und Trommeln liegen.
    Das einzelne Gerät/e defekt ist schließe ich aus, da sonst die RCD gleich auslösen würde.

    Abhilfe:
    Mehrere RCD verwenden (1 für Ton; 1 für Licht; 1 für Gastronomie)
    Alle Steckdosen belegen, schauen das die Leisten nicht im Grass liiegen, evt, mit Tüten, Gaffa oder Kabelbindern einwickeln.


    Gruß matthias

    P.S: Heißt es eingentlich der die oder das RCD?

    Edit: Ganz wichtig: Bei der Zapfanlage ganz besonders vorsichtig sein, denn dort geht Erfahrungsgemäß des öfteren mal was daneben...

  • Matthias M.
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    • 21. Mai 2004 um 15:48
    • #3

    Ich glaube, der RCD, weil's sozusagen ne kurzform von "rcd-schalter" ist. Wenn ich (dank google) schaue, was es heißt, nämlich <i>residual current device</i>, müsste es eigentlich <b>das</b> RCD heißen ;)

    Ja, der 4-polige rcd sitzt zur absicherung der 32A-Steckdose am gebäude in der unterverteilung .. ähm .. bzw. er ist gerade "nicht aktiv", wenn ich das mal so dezent ausdrücken darf. Der rcd, der letztes jahr flog, war auch ein 4-poliger, der in der drehstromverteilung auf der wiese war. Es stimmt wahrscheinlich ... wenn durch die feuchtigkeit an einigen steckdosen nur ganz geringe kriechströme entstehen, summiert sich das irgendwann auf 30 mA. Das ist ja das Problem. Ich habe auch schon gedacht, dass es besser wäre, für jede eigene phase einen rcd zu haben. Dann wäre die ganze sache erstens unempflindlicher und würde nur auf "echte" fehlströme reagieren und zweitens wäre nicht der komplette strom weg, wenn ein rcd fliegt. Müsste ich in die Unterverteilung 3 2-polige einbauen. Leistungsmäßig reichen mit derzeit 3 x 16 A. Mal schaun ...

    Danke erstmal, Matthias

    Gruß
    Matthias :)

  • Matthias
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    • 21. Mai 2004 um 18:41
    • #4

    Zum einen mit der Feuchtigkeit, zum anderen gibt es auch Geräte die Störspannungen über die Erdung abfließen lassen, welche sich dann auch summieren.

    Gruß matthias

    P.S: Das mit google habe ich auch schon mal probiert...ach ist englisch toll, da gibs nur "the"...

  • schallereignisssortierer
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    • 22. Mai 2004 um 18:24
    • #5

    Hallo Matthias M.

    hast du die Möglichkeit die Verteilung direkt an die 32A Dose zu stellen? Dann haste zwar mehrere Kabel bis zur Bühne, bist aber (fast)auf der sicheren Seite.
    Ich habe mir für kleinst- VA eine Kiste mit 3 mal 32 A Ausgang bauen lassen. In jedem "Kreis" ist´n FI...da das Problem ja regelmäßig bei VA´s in dieser Größe auftaucht, ist das Ding für meinen Gesundheitszustand sehr förderlich, denn die beinahe Herzinfakte bei plötzlich auftretender Dunkelheit sind seit dem erheblich zurückgegangen.
    Bei einem leichten Nieselregen bzw. Nebel reichen manchmal schon 100Meter Schuko- Kabel und eine Handvoll PAR64 um den Fi auszulösen... wenn dann noch Kühlággis, Kochplatten, beleuchtete DIXI Kisten und son Zeug zusammenkommen und das alles über einen Fi, haste ganz schnell die 30mA erreicht und das Licht ist aus.
    Natürlich glaubt das anwesende Publikum/Veranstalter die Lichtanlage wäre schuld. Das ist nicht wirklich förderlich für den Ruf.....


    Gruß Andreas

  • MRspeaker
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    • 24. Mai 2004 um 17:04
    • #6

    Eventuell auch mal probieren, alle Stecksysteme- besonders Schuko und diverse Mehrfachsteckleisten- einfach mit Müllsäcken überziehen und etwas *unempfindlicher* gegen fuechtigkeit machen,

    ps
    beim thw machen wir das seit jahren und hatten bis jetzt keine ausfälle. (für stadtfeste etc- stellen wir öfters den strom)

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • ADMIN
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    • 25. Mai 2004 um 02:21
    • #7

    Nach meiner Erfahrung ist Regen und Kondensfeuchtigkeit relativ unproblematisch, weil ja praktisch destilliertes Wasser und somit nicht leitend. Ich habe auch schon Wasser aus Dreierdosen rausgekippt, ohne dass der FI gekommen ist, und auf Rügen oben hängt die Anlage bis zu 2 Monaten ohne relevante Abplanung der Scheinwerfer, ohne dass wir da größere Probleme bekommen.

    Probleme treten dort auf, wo zur Feuchtigkeit Dreck dazukommt (oder zum Dreck Feuchtigkeit), denn dann leitet der Schmonz wieder.

    Also:

    1.) Alles sauber halten

    2.) Ohne FI zur Unterverteilung vor Ort, und dann möglichst viel auf getrennte FIs legen. Insbesondere die Gasto.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • anderl
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    • 27. Mai 2004 um 21:56
    • #8

    Warum verwendest du nicht einfach einen RCD mit einem Höheren Nennfehlerstrom z.B. IDN 0,5 A. Wenn du in der Unterverteilung auf der Wiese auch einen RCD Verwendest, brauchst du für die Zuleitung gar keinen RCD mehr. Da reicht Dir eine Vorsicherung mit 63 A. Und in der Verteilung am besten die Sicherungen auf mehrere RCD´s aufteilen. Wenn dann einer ausfällt, dann geht wenigstens nicht das ganze Licht aus. Dann dürfte es auf jeden Fall weniger Probleme geben.

    Gruß Anderl

    Irgendwann geht immer ein Licht auf!!

  • Tobias P.
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    • 27. Mai 2004 um 22:52
    • #9
    Zitat von &quot;anderl&quot;

    Warum verwendest du nicht einfach einen RCD mit einem Höheren Nennfehlerstrom z.B. IDN 0,5 A.

    Weil in diesem Fall ein 30mA-RCD vorgeschrieben ist (wg. Einspeisung per 32A CEE).

    Meine Signatur hat grad Urlaub

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias P. (30. Mai 2004 um 21:58)

  • LMS-Daniel
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    • 28. Mai 2004 um 08:37
    • #10

    zweimal falsch getippt !!!

    Speisepunkte nach VDE 0100 T.711 SOLLTEN mit 300mA RCD (SELEKTIV!) geschützt werden.
    Das wäre hier die 63A-CEE-Dose.

    Zum 1001 mal:
    Alle Steckdosenstromkreise bis 32A und alle Endstromkreise (außer solche für Notbeleuchtung) MÜSSEN mit 30mA RCD geschützt sein.

  • Tobias P.
    Beiträge
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    • 30. Mai 2004 um 21:56
    • #11

    Hier gibts allerdings allerdings keine 63A CEE-Dose, sondern nur ne 32er. Recht hast du aber trotzdem, ich habe den Teil entsprechend editiert.

    MfG, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Matthias M.
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    474
    • 18. Juni 2004 um 21:12
    • #12

    Verdammt, nun war ich ein paar Wochen nicht hier und habe gar nicht mitbekommen, dass ihr noch fleissig und gut geantwortet habt. Vielen Dank!! Anscheinend hatte ich beim letzten Mal vergessen, die email benachrichtigung zu aktivieren oder so.

    Ich habe jetzt zwar alles gelesen, muss es aber nun nochmal in aller Ruhe tun.

    Verteiler direkt am Hauptverteiler ist schlecht, da es 150 m sind. Am Besten wäre ohne RCD auf die Wiese zu verkabeln und dort eine Unterverteilung auf 3 oder vielleicht sogar 3 x 2 Schuko's mit jeweiliger Einzelabsicherung mit RCD's. Ich werde auch mehr auf besser gegen Feuchtigkeit geschützte Verkabelung achten ... Müllsäcke mit Klebeband sind schon mal ein gutes Mittel.

    Ich bin halt Amateur und es ist jedes Mal das Gleiche: Ich fange ganz ordentlich an und am Ende ist es doch wieder ein großer Berg Kabel *lol* (na ja, wird schon jedes Mal besser und etwas ordentlicher)

    Bzgl. Regen war es im Jahr 1996 schon ein Phänomen: Mitten in der Nacht kam der Regen, ich hechtete zum Auto, in dem schon die Planen vorbereitet waren, deckte sprintend diverse offenen Verbindungsstellen und eine Strahlertraverse ab und kein RCD flog! Und die Party ging munter weiter mit im warmen Regen tanzenden Leuten ;) Ein starkes Strobo und Nieselregen ergibt ein Meer von Sternen über der Tanzfläche :)

    Also nochmal Danke für die Tipps und die Diskussion

    Matthias

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