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Insert-Multicore Loom auf XLR / Pegelverlust / Brücke Pin1-3

  • andi.h
  • 30. Mai 2004 um 15:57
  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 30. Mai 2004 um 15:57
    • #1

    Guten Tag die Herren (und Damen natürlich)!
    Nach einem halben Jahr der Suche habe ich nun endlich einen gebrauchten Transient Designer 4 zu einem akzeptablen Preis gefunden :D8)
    Die 4er Version hat XLR-Anschlüsse. Jetzt brauche ich ein passendes Kabel dazu.
    Ich gehe hier mal von Pulten ohne getrennten Insert-Send/Return aus, weil ich mit sowas eigentlich nie konfrontiert bin. Demzufolge geht es auch ausschliesslich um unsymmetrische Signalführung zum Siderack und zurück!
    Da ich keine Einzelstrippen ziehen will, brauche ich ein 4er-Insert-Multicore von Stereoklinke auf XLR f/m. Prinzipiell kaufe ich nur noch gute Kabel mit Neutrik Steckern.
    Ich brauche also im Prinzip sowas (4kanalig):

    Da ich Insert-Kabel nur ungerne selbst löte, würde ich mich freuen, wenn mir jemand ein gutes Angebot machen kann (kein Gewerbeschein vorhanden)! Sommercable-Dealers welcome.

    Jetzt aber zum eigentlichen Problem: Was mache ich, wenn ich mal an ein Pult gerate, bei dem die Insert-Buchsen "andersrum" belegt sind? Bei Klinken am Gerät ist das ja kein Problem - einfach vertauschen - bei XLR schau ich blöd... Ich will aus finanziellen Gründen auf keinen Fall zwei Looms kaufen. Irgendwelche Vorschläge??

    2 Mal editiert, zuletzt von andi.h (3. Juli 2004 um 15:21)

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 30. Mai 2004 um 16:09
    • #2

    Hier die Preise:
    SL04-87-0200 116 StudioLoom, StKlinke -> XLR m/f 2,00m 50,882 €
    SL04-87-0300 116 StudioLoom, StKlinke -> XLR m/f 3,00m 53,170 €
    SL04-87-0600 116 StudioLoom, StKlinke -> XLR m/f 6,00m 59,969 €
    SL04-87-1000 116 StudioLoom, StKlinke -> XLR m/f 10,00m 69,056 €

    Für den Preis kann man doch eigentlich 2 anschaffen, sonst eben Adapter kaufen, aber das kommt wohl fast genausoteuer wie eine 2te Core....

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 30. Mai 2004 um 16:32
    • #3

    Hallo KT.
    Verstehe ich das so richtig, dass du Sommercable Händler bist?
    Sind die Preise incl. Mwst.? Was würde der Versand kosten?

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 30. Mai 2004 um 16:36
    • #4

    Ja bin ich auch, sind jetzt die Preise vom PA-Peter. Ich hau meinen Kram nicht so billig raus. Die Preise sind Netto(also ohne MwSt.)
    Versand sind ca 10€.

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 30. Mai 2004 um 16:46
    • #5

    Dankesehr.
    Den PA-Peter hatte ich sowieso schon angemailt, damit er hier mal reinschaut...

    Ich hatte gerade noch eine Idee für das Belegungs-Problem:
    Wenn ich zwei der Insert-Kanäle auf "andersrum" umlöte, dann könnte ich mit nur 4 Sex-Changern beide Konfigurationen jeweils durch umstecken herstellen. Vielleicht sogar die billigste Lösung, aber richtig schön ist das ja auch nicht... Alternativvorschläge?

  • klecks
    Beiträge
    341
    • 30. Mai 2004 um 17:18
    • #6

    Andere Möglichkeit ist:
    Insertsplitt auf der Siderackseite anstatt mit einem weilblichen und einem männlichen auch zwei gleichgeschlechtliche Stecker enden lassen. Dann braucht man auch in jeder Konfiguration 4 adapter, aber es ist übersichtlicher.

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 30. Mai 2004 um 18:07
    • #7

    Da hast du Recht, das ist wirklich übersichtlicher.
    Allerdings ist der Umbauaufwand auch größer, weil ich dann 4 Stecker komplett auswechseln muß (bei der anderen Version muß ich nur zwei Klinken umpolen).
    Ich werd's mir mal durch den Kopf gehen lassen!

    Wie lösen denn die anderen das XLR-Insert-Problem?

  • Christian Engel
    Moderator
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    4
    • 30. Mai 2004 um 19:28
    • #8

    Wie du ja selbst erkannt hast, ist ein solches Insert-Multicore von Klinke auf XLR eher suboptimal. Gerade, wenn man mit verschiedenen Pulten zu tun hat ist die Chance sehr groß, dass man unterschiedliche Ausführungen der Insertbuchsen vorfindet.
    Entweder hilft hier eine Patchbay oder du kaufst tatsächlich zwei Multicores(bzw. lässt dir diese zusammenbauen).
    Cleverer wäre vielleicht die Benutzung eines der von dir vorgeschlagenen Multicores in Kombination mit "Insert-Invert"-Adaptern. Spricht, du baust dir vier Adapter. Auf der einen Seite Stereo-Klinke, auf der anderen entsprechend eine Klinke-Buchse, Pin 1 und 2 allerdings jeweils vertauscht verlötet.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • andi.h
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    617
    • 30. Mai 2004 um 20:18
    • #9

    Hmm, ja suboptimal ist wohl das richtige Wort. :cry:
    Patchbay kommt nicht in Frage: Der Transient Designer kommt in mein "Handköfferchen" (Rockbag 4HE), und das ist jetzt voll.
    Ich mag eigentlich keine Steckadapter an Geräten, weil die Einbaubuchsen mechanisch nicht für die höheren Hebelkräfte bei Belastung ausgelegt sind.
    Die Insert-Invert Adapter wären auch wieder eine Möglichkeit. Wie ist denn das mit Kabel-Klinkenbuchsen, taugen die was (Verriegelung)?
    Holzhammermethode wäre natürlich den Transient Designer auf Klinkenbuchsen umzurüsten.
    Ich prüfe die Möglichkeit mal, sobald das Gerät da ist, aber eigentlich will ich am Gerät nichts machen.

  • Christian Engel
    Moderator
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    • 30. Mai 2004 um 20:24
    • #10

    Umrüsten würde ich persönlich das Gerät nicht wollen.

    Sehr taugliche Klinke-Buchsen (verriegelbar) gibt es - wie sollte es auch anders sein - von Neutrik. Mir ist jedenfalls noch nichts Besseres begegnet.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • PA-Peter
    Profi
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    • 30. Mai 2004 um 22:52
    • #11

    Hi,

    die Adapterfrage sollte einfach zu klären sein: von NEUTRIK gibt es fertige Stangguss-Gehäuse, hier kannst Du auf beiden Seiten eine Klinkenbuchse einbauen...
    ...dann einfach einen Phasendrehen (Tip/Ring) einbauen, das ganze gut beschriften und fertig!
    Damit brauchst Du zwar noch im Fall des Falles kurze Klinken-Patch-Kabel dazu, aber ich finde es schicker als die Steckkabel-Variante!

    Preis siehe PM!

    Gruß
    Peter

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 31. Mai 2004 um 00:08
    • #12

    Nochmal für die Allgemeinheit, falls hier später mal jemand mit einem ähnlichen Problem nachschaut:

    PA-Peter hat mich per PN informiert, dass ich für meine Zwecke (4 Kanäle) ein 8-paariges Kabel benötige. Steht auch so im Katalog, wenn man mal genau hinschaut :oops:. Scheinbar werden bei den Sommer-Looms pultseitig also immer zwei Paare zusammengefasst (mit Schrumpfschlauch??).

    Das kostet natürlich entsprechend: Mal sehen ob sich da nicht doch Selbstbau lohnt...

    Die ganzen Adapter-Lösungen wollen mir einfach nicht so Recht gefallen. Trotzdem favourisiere ich im Moment den Vorschlag von Klecks, der mir irgendwie noch am ordentlichsten vorkommt:
    4xStereoklinke auf 8xXLR-female und dazu 4 XLR-Adapter male/male (sind kleiner als die females).
    Die Adapter sind dann ja hinten im Rackbag und werden da (hoffentlich) nicht so sehr belastet. Wenigstens ist dann pultseitig Ordnung!

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 1. Juni 2004 um 00:50
    • #13

    willst du dein loom direkt in die geräte stöpseln oder wie? was spricht gegen ne patchbay auf der rückseite? das rockbag hat da zwar keine rackwinkel, aber da kann man ja was bauen... hab das in meinem nahkampfsiderackchen auch so gelöst, da geht einfach alles auf klinken, und intern dann auf xlr/klinke, je nach gerät... so kann ich dann zur not tauschen... ausserdem noch lüfter und innenbeleuchtung dran, stromverteilung etc...

    hatte schon über ne relais-lösung zum globalen umschalten nachgedacht, scheint mir aber den aufwand nicht wert zu sein... macht man ja schliesslich höchstens einmal pro pult :)

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 2. Juli 2004 um 23:22
    • #14

    N'Abend. Kleiner Abschlussbericht und neues Problem.

    Ich habe das Problem jetzt wie schon weiter oben angekündigt auf die Klecks-Methode gelöst: ich habe also ein Loom mit 4xStereoklinke auf 8xXLRweiblich. Mittels 4xXLRm/m-Adapter kann ich so beide Möglichkeiten der Insertbelegung durch einfaches Umstecken lösen.

    Aus Kostengründen hab ich (im Gegensatz z.B. zu den fertigen Sommer-Looms) nur ein 4-paariges Kabel für die 4 Kanäle benutzt. Auf der XLR-Seite kommt deswegen die etwas unschöne "in den einen Stecker rein und mit einem kurzen Kabel in den anderen Stecker weiter"-Methode zum Einsatz. Wisst ihr was ich meine??Da das Kabel rackseitig gesteckt bleibt habe ich das in Kauf genommen. Die Adapter wackeln ein bißchen in den Buchsen, aber der Kontakt ist gut.

    Der ganze Spass hat mich letztendlich 88,08 Euro inkl. Steuer und Versand, sowie etwas langwierige Löt- und Bastelarbeit gekostet.

    So, jetzt noch ein Problem, das leider bei der Premiere des Kables bzw. des TD aufgetreten ist:

    Der Transient Designer klaut Pegel, sobald er per Knopfdruck in den Signalweg geschaltet wird (also nicht, wenn der Insert gesteckt, der TD aber auf Bypass ist)!

    Hat das damit zu tun, dass ich die symmetrischen XLR-Buchsen nur unsymmetrisch nutze? Vorher ist mir noch eingefallen, dass ich ja die Brücke zwischen Pin 1&3 vergessen habe :oops: , aber kann der Pegelverlust wirklich daran liegen? Zu was genau nochmal dient diese Brücke und hat der Pegelverlust damit zu tun?

    Tut mir leid, aber ich steh' gerade auf dem Schlauch...

  • spector
    Beiträge
    377
    • 3. Juli 2004 um 13:59
    • #15

    Die Bypass-Schalter bedienen anscheinend die Relais, welche
    das Eingangs-Signal diekt zu den Ausgängen durchschalten.
    Vernünftig designte Symmetrie-Schaltungen korrigieren den
    Pegel bei unsymmetrischem Betrieb.
    Also löte mal die Brücken in alle XLR's ein, dann sollte der
    Pegel gleich sein. Bei mir funktioniert es jedenfalls.

    Gruss
    Spector
    ------------------------------------------------------
    هو ، هو ، هو! عيد ميلاد مجيد! الجميع يحب عيد الميلاد!
    ------------------------------------------------------

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 3. Juli 2004 um 15:14
    • #16

    Schön, Danke! Ich hab mir schon gedacht, dass es an den fehlenden Brücken liegt und hab sie auch gerade schon eingelötet. Ich kann's nur im Moment nicht testen -> wird schon laufen...

    Trotzdem interessiert mich das Thema noch weiter, ich will ja auch was lernen:
    - wie schaut so eine "vernünftig designte Symmetrie-Schaltung" aus?
    - was wäre dagegen eine "unvernünftige Schaltung" und kommt sowas vor?
    - wie genau funktioniert das mit der Pegelanpassung?
    - hat die Brücke zwischen 1 & 3 noch andere Funktionen?

    Im PA-Handbuch (Frank Piper = derautor) steht zum Thema nur was von "Brummproblemen", "undefiniertem Potenzial" und "stillegen" des zweiten Signalzweiges (S.281).

    Im Handbuch von Micha Ebner (=Admin) hab ich auf die schnelle nichts zum Thema gefunden.

    Würde mich sehr freuen, wenn mir das jemand etwas genauer erklären könnte oder mir entsprechende Literatur oder www-Links empfehlen kann.

    Viele Grüße,
    andi.h (lernbegierig)

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 4. Juli 2004 um 18:26
    • #17

    Brücke 1-3 ist auf jeden Fall nötig!
    Bei einem elektronisch symmetrierten Eingang gehen Dir sonst ca. 6dB verloren!
    Bei einem Eingang mit Trafo-Symmetrierung alles (hier hörst Du dann die Uunsymmetriedämpfung der Stufe ;-))...

    ...also Brücke rein uns gut!

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 5. Juli 2004 um 10:44
    • #18
    Zitat

    Brücke 1-3 ist auf jeden Fall nötig!

    Das stimmt leider nicht. Wenn du Geräte im Sidrack hast, die Audioerde direkt auf Netzerde legen (SPX90) kann das bei großen Pulten mit bestimmten Erdungsdesign zu Brummproblemen führen.

    Das war allerdings im umgekehrten Fall: (XLR am Pult (Sends, Ins) und Klinke im Rack.

    Trat bei mir am H3000 aber auch (nicht lachen) an Yamaha GA Pulten auf.

    Das erste mal im Leben, dass die 1-3 Brücke schadet. Habs hektisch aufm Job auf GL umgelötet 1nc 3ground. Und alles war gut. Seitdem reise ich mit dieser GL-Variante, und es schadet nicht. Hat mich auch überrascht.
    Pegelverluste waren kein Problem, könnte ich ja auch an Reverbs aufholen.
    Die Brücke über 1 und 3 kann an Eingängen Pegel kosten, ist an manchen Ausgängen für vollen Pegel notwendig (erdfreie Trafos und Servos) bei anderen wieder nicht (Erd-bezogene symmetrische Treiberstufen).

    Ich fürchte, man muss diese Sachen wirklich für jedes Gerät einzeln anpassen. Sonst fährt man mit der GL Variante gut, solange im Sidrack eine Pult-Erde irgendwie ankommt. Das tut sie in meinem Fall übers SPX, wenn nicht sogar übers Netz.

    Alle Klarheiten beseitigt?
    schöne Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 5. Juli 2004 um 13:00
    • #19

    Du hast ja auch mal richtig exotische Anwendungen :D

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 7. Juli 2004 um 01:01
    • #20

    Man könnte ja jetzt XLRs mit eingebautem Schalter nehmen und darüber die Brücke schaltbar machen ;)

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