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underhead?!

  • LEIF
  • 5. August 2004 um 12:21
  • LEIF
    Beiträge
    240
    • 5. August 2004 um 12:21
    • #1

    hi, hat schonmal jemand erfahrung mit underhead (also mics unter den becken) abnahmen gemacht? welche microfon typen eignensich dafür, und was muss man beachten? phasenauslöschung?

    danke!

    "i need stereo compressed talk back...."

  • Oliver Derks
    Verifiziert
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    • 5. August 2004 um 13:00
    • #2

    Ja ... geht gut!
    Kann zum Teil sehr hilfreich sein, wenn du zu viel Tom & Snare Schrott auf den OH hast.
    Ist nur immer schwer, wenn sehr viel Blech am Set hängt.
    Mit zwei Mics ist es dann nicht mehr möglich alles von unten abzunehmen.
    Da müssen dann mehr Kondenser gehängt werden.

    Phasing?
    Nicht mehr oder weniger als von oben auch ;)

    Kleiner Tip noch:
    Sehr nett kommt ein SM 57 (o.ä.) von unten auf die Bell des Ride Becken!

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 5. August 2004 um 16:46
    • #3

    Im PA-Handbuch von Frank Pieper (S.84) ist ein schönes Bild von einem Countryman Isomax II unter einem Becken. Ich könnte mir vorstellen das sowas vor allem sehr praktisch ist, wenn die Optik eine besondere Rolle spielt, also für Fernsehen oder so.
    Jedenfalls muß man da dann wohl tatsächlich konsequent "Close Miking" betreiben, also für jedes Becken ein eigenes Mikro: Unter Umständen sehr aufwendig und kostenintensiv.
    Ich muß zugeben, dass ich sowas noch nicht ausprobiert habe, vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit.
    Ist aber wohl auch eine Frage der "Overhead Philosophie". Will man nur die Becken lautstärkemäßig verstärken oder will man einen "Raumanteil" für den Schlagzeugsound?
    Ich persönlich bin bisher Fan von XY-Mirkofonierung überm Schlagzeug. Schreib, sobald du Erfahrungen sammeln konntest!

  • LEIF
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    • 5. August 2004 um 17:08
    • #4

    erfahrungen mit underhead sammeln könnte noch ein wenig dauern, da ich ja nen paar mehr mics brauche ;). ich hatte mir das halt mal überlegt da man ja in einer studioproduktion, die overheads als gesamtquelle weglassenkönnte und dann alle becken mit underheads mikrofonieren könnte, um dann mit zwei grosmembran mics, eine x-y raumabnahme zu machen.

    man hätte den gesamt sound vom drumset dann ja in den x-y raum micros und die becken auf einzelnen kanälen. könnte "normale overheads" unnötig machen.

    "i need stereo compressed talk back...."

  • Oliver Derks
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    • 5. August 2004 um 18:21
    • #5

    Bei Metallica z. Bsp. wird jedes Becken einzeln von unten mit Audio Technica Klipsen abgenommen.

    Das zwingend jedes Becken ein eigenes Mic braucht sehe ich nicht so.
    Wichtig ist nur, das sie nicht zu weit auseinander händen.
    Es ist ohne weiteres möglich ein Ride und das daneben hängende Crash mit einem Mic abzunehmen.
    Einfach mal testen ….

    Großmembranen würde ich allerdings nicht als Underhead verwenden.
    Hier könnte ich mir vorstellen, dass doch massiv Probleme mit Kickdrum & den Tiefen Toms entstehen.

  • LEIF
    Beiträge
    240
    • 5. August 2004 um 18:33
    • #6

    jo! stimmt, auf der cunning stunts dvd kann man das sehr gut sehen. zb is da ein china becken mit einem grosmembran abgenommen. das liegt fast auf dem china drauf. es bleibt natrürlich auch noch ne geld frage, in wie weit man geht mit underheads usw...

    btw hat jemand schonmal erfahrung gemacht beim toms von oben und dunten abnehmen?

    "i need stereo compressed talk back...."

  • wora
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    • 6. August 2004 um 00:26
    • #7

    ich mache solche "underhead" abnahmen sehr oft.
    bei einer meiner festen bands spielt der drummer (guter profimusiker) tatsächlich nur ein becken und eine hihat-maschine.
    ich nehme beides von unten ab.
    das becken nehme ich dabei tatsächlich mit einer 4050 großmembran ab, das ergibt eine traumhafte kombination.
    beim hihat greife ich auf ein KM184 zurück, das ebenfalls hervorragend zu diesem blech passt.

    die beste positionierung muss man immer ausprobieren.
    ich gehe z.b. mit der großmembran nicht in die glocke sondern etwa 1/3 von aussen herein. ich achte auch darauf, das das becken nach dem anschlagen nicht zu viel hub vor der membran macht... hmmm. wie soll man das erklären... wenn das blech angeschlagen wird, dann bewegt es sich normalerweise in einer hauptrichtung auf- und ab. in den bereich der größten hubbewegungen stelle ich das mikro aber nicht, eher so um 90° dazu versetzt... na ja, ob das jetzt eindeutig war?

    aber wie gesagt: das muss man einfach ausprobieren.

    wenn ich ein drumset mit mehreren becken abnehmen muss, greife ich aber auch zur herkömmlichen methode.
    man kann ja nie sagen: es geht nur so oder so... es kommt einfach auf das drumset und die situation an

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • derautor
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    • 6. August 2004 um 03:17
    • #8
    Zitat

    Im PA-Handbuch von Frank Pieper (S.84) ist ein schönes Bild von einem Countryman Isomax II unter einem Becken.

    Das Foto (Produktpromo) haben mir seinerzeit Trius/MP zur Verfügung gestellt. Wie ich im Nachhinein feststellen konnte, funktioniert diese Art der Mikrofonierung sehr gut, manchmal ist es aber besser, das Mikro nicht wie auf dem Foto nahe am Stativ zu lassen, sondern einen Ausleger (Schwanenhals) vorzusehen. Das Ganze geht auch mit einem MKE 2 sehr gut. Wegen der Kugelcharakteristik muss man allerdings dicht rangehen und auch ein wenig den Umgebungspegel kontrollieren (Stichwort: lauter Drum-Monitor), sonst spricht einfach zu viel über. Nachteil: Jedes Becken benötigt sein eigenes Mikro, was ab einer bestimmten Anzahl (>5?) wegen des Übersprechens nicht mehr sinnvoll ist, von den Kosten mal ganz zu schweigen. Im Zweifelsfall muss man eben probieren.

    Metallica haben letztes Jahr am Ring übrigens auch jedes Becken einzeln abgenommen, war wohl AT ATM 35.

    Ich habe diese Underhead-Mikrofonierung schon bei vielen Bands gesehen, oft kommen da auch Standard-Stäbchen wie C391 oder SM81 zum Einsatz. Ist halt auch eine ganz andere Optik, nicht immer die weit aufragenden Mikrofongalgen auf den Drumrisern zu haben. HH von unten habe ich in Ermangelung eines genügend hohen Stativs als Notlösung auch schon mal probiert, hat mich in diesem einen Fall aber nicht so recht überzeugt.

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • ibkoeppen
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    • 6. August 2004 um 08:49
    • #9

    Hi -

    hab ich auch mal in so ner Beatclub-Sendung (1968?) gesehen - mit MD 421,
    und auch schon für unsere Band probiert.

    Klingt etwas "psyschedelischer" (also 60er-mäßig, z.B. Procol Harum)
    als von oben, d.h. tieferes Rauschen, nicht wahr?

    Michael

  • wora
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    • 6. August 2004 um 10:10
    • #10

    hihat von unten geht wirklich nicht mit jeder hihat.
    man muss auch immer etwas im bereich unter´m kilohertz ziehen.

    der vorteil ist der, das man näher ans blech kann ohne eine pegelerhöhung bei geöffnet gespielter haihät zu bekommen. dieser effekt tritt ja immer durch die abstandsverringerung zum mikro bei abnahme von oben auf.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • TONMIKE
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    • 6. August 2004 um 16:26
    • #11

    Um die Stative am Drum komplett einzusparen, habe ich letztens einen Versuch mit 2 Stück AKG C 409 (Kondensator-Klemmen, üblicherweise für Trompeten o.ä.) gemacht.
    Eins an der Halterung des rechten Crashs, ca. 30cm unterm Becken und mit dem kleinen Schwanenhals in Richtung HiHat ausgerichtet.
    Das andere in gleicher Weise unterm linken Crash in Richtung Ride ausgerichtet.

    Das hat wirklich prima funktioniert. Es gab absolut keine Probleme und das Schönste, am Drum wurde somit kein einziges Stativ verbaut.

    Gruß Mike

  • Oliver Derks
    Verifiziert
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    • 6. August 2004 um 17:15
    • #12

    Für Underheadabnahme benutze ich gerne diese Halterung:

    http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-101904.html

  • jeff
    Profi
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    421
    • 8. August 2004 um 09:09
    • #13

    wenn du wenige miks hast und die toms puschen willst ist das dann sinnvoll wenn der raum so lüt ist das die becken eigentlich eh schon zu laut sind. jenachdem wie du mikrofonierst bekommst du dann auch genug becken mit.

    du musst halt aufpassen das dir die becken nicht immer in den nahbesprechungs bereich rein und wieder raus dümpeln.

    etseidenn du magst es psychodelisch. dann ist es aber besser das ride anzucrashen und mit nem sm 57 in 1 cm abstand von der kuppe zum rand und wieder zurück zu wandern.

    im studio halte ich das für weniger sinnvoll. ein drumset ist ein instrument, das nur räumlich getrennt ist. die OH nehmen das set als ganzes auf, die restlichen miks sind stützen. ähnlich wie bei einem klassischen orchester da gibt es ein hauptsystem und stützen für die einzelnen gruppen.
    kein mensch würde auf die ideekommen bei einem flügel die seiten einzeln zu mikrofonieren.

    meiner erfahrung nach klingt das dann nichtmehr nach einem schlagzeug sondern nach einem phasigen gerupften huhn. oder so ähnlich.

    grüße

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • gragonaut
    Profi
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    62
    • 5. September 2004 um 18:27
    • #14

    :mrgreen:

    Zitat von "jeff"


    kein mensch würde auf die ideekommen bei einem flügel die seiten einzeln zu mikrofonieren.
    grüße

    :mrgreen:

    gäb aber bestimmt nen ultra angeber FOh platz (bzw. mischpult raum im studio)

    zurück zum eigentlichen Thema.
    misch ne band mit hohem lärm anteil auf der Bühne (disziplin = Fremdwort)
    nehm da machnmal das Ride von unten ab (relativ nah an der glocke) dadurch muß den OH Pegel nicht überreizen, bekomme weniger sumpf von der Bühne und die treibende Ride-Rythmus-vorgabe bleibt present vorhanden.

    wers mag. mir gefällt es manchmal

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 12. September 2004 um 22:55
    • #15
    Zitat von "gragonaut"

    :mrgreen:

    :mrgreen:

    gäb aber bestimmt nen ultra angeber FOh platz (bzw. mischpult raum im studio)

    tja zum einen das und zum anderen fällt mir kein mikro ein das sich so genau richten ließe als das man damit nur die eine seite abnimmt die aman haben will und es würde ja super immense kosten verursachen für nichts und wieder nichts :D

    frithjof


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • marteen
    Beiträge
    23
    • 14. September 2004 um 21:55
    • #16
    Zitat von "wora"


    bei einer meiner festen bands spielt der drummer (guter profimusiker) tatsächlich
    nur ein becken und eine hihat-maschine. ich nehme beides von unten ab.

    da kommt bei mir großer neid auf...

    unter 4 blechen machts doch kein r´n´roller mehr (und dann natürlich
    die lauten dicken, weil die ja angeblich nicht kaputt gehen,grrrrr)

    will jetzt auch auf einzelabnahme umsteigen (mit eigenen mics)

    problem:
    erzähl mal nem tech auf nem feldwaldwiesenfestival, daß du für die
    band (ohne drummer) mit 4 kanälen klar kommst, aber mal schnell
    5 kanäle für over/underheads brauchst...

    das sprengt so manches festivalsetup, vor allem bei 15 Minuten
    changeover/linecheck

    lösungsansatz:
    underhead-submix auf der bühne (5 in 2)

    gibts da erfahrungen?

    zb 6in2-pult mit abschaltbarem eq, global phantom und
    zerstörungsfreiem ausgang (weil ja irgendjemand dann
    doch vergißt, den phantom am foh abzuschalten)

    danke schonmal

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