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PA "trocken spielen" - Dichtung oder Wahrheit?

  • rlp
  • 8. September 2004 um 09:09
  • rlp
    Beiträge
    341
    • 8. September 2004 um 09:09
    • #1

    Hallo Kollegen/Innen,
    ich habe jetzt mehrfach gehört, man solle eine PA die im Einsatz feucht oder nass geworden ist im Lager "trocken spielen". Also Anlage im Lager komplett aufbauen und über 24 Std. Musik laufen lassen.

    Ich würde mich über ernstgemeinte Antworten freuen ...

    Saludos,
    Rainer

  • wora
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    11
    • 8. September 2004 um 12:15
    • #2

    also ich würde die anlage erstmal trocknen lassen, BEVOR ich sie wieder einschalte :mrgreen:

    oder meinst du nur die boxen?
    das kommt ein bisschen drauf an, wie nass die schwingspulen geworden sind. wenn nur das gehäuse und der schaumstoff feucht sind, dann würde ich das auch machen. wobei 24h natürlich nicht unbedingt nötig sind...

    wenn aber viel wasser im spiel war würde ich die teile besser zerlegen und mit dem föhn arbeiten, um zu retten was noch zu retten ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lightning
    Beiträge
    385
    • 8. September 2004 um 13:04
    • #3

    Wenn die Pappen naß, nicht feucht, geworden sind, reißen sie dir sobald du nen bisschen höheres Signal fährst.

    Also ich denke auch eher Föhn oder heizlüfter als Musik.

    lightning

  • niggles
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    • 8. September 2004 um 13:29
    • #4

    Wenn wirklich Wassertropfen in den Luftspalt eingedrungen sind, ist das Chassis in 90% der Fälle hinüber. Die Oberflächenkorrosion setzt innerhalb von Stunden ein, und den Rost bekommst du nie mehr raus, auch beim Reconen nicht. Die Anlage müßte eigentlich in einem solchen extremen Fall (den ich bis jetzt erst einmal miterlebt habe, und da ist die Box schlicht und einfach beim Abbauen in einen Brunnen gefallen :shock: ) direkt nach dem Einsatz in einen trockenen, warmen Raum gebracht und weiterbetrieben werden. Dabei werden aber mit ziemlicher Sicherheit die nassen Pappen reißen, d.h. danach gehts direkt zum reconen.
    Leichte Feuchtigkeit bekommt man aus den Schwingspulen schon mit "Trockenspielen" raus, aber einerseits können Magnet und Polplatten trotzdem schon angerostet sein und andererseits sind dann auch die Pappen oft noch feucht und verziehen sich, wenn sie beim Trocknen in Bewegung sind. Beides setzt die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Chassis deutlich herab, auch wenn sie zunächst wieder spielen.
    Solange nur die Außenseiten der Boxen naß geworden sind und die Pappen vielleicht feucht würde ich Abstand vom "Trockenspielen" nehmen. Anlage in einem ordentlich warmen bis überheizten (Heizlüfter, Gasofen, notfalls ein paar 6er-Bars), gut belüfteten Raum aufstellen (kostet meistens viel Strom, Öl oder Gas, aber es hilft ja nix...) und gut. Falls Wasser in die Boxen reingelaufen ist (fühlen bzw. Küchentuch auf Besenstiel und rein ins Gehäuse) sollten zusätzlich die Chassis ausgebaut und evtl. Abdeckplatten geöffnet werden. Dann das Wasser aufwischen und hoffen, daß die Teile trocknen bevor sich der Schimmel festsetzt.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

    2 Mal editiert, zuletzt von niggles (8. September 2004 um 13:52)

  • rlp
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    341
    • 8. September 2004 um 13:35
    • #5

    @ wora

    Genau das ist gemeint. Feuchtigkeit in den Schwingspulen. Der Frontschaum war auch ein wenig feucht. Und natürlich die Gehäuse (PU-beschichtet). Die Pappen selbst waren (scheinbar) trocken.

    Saludos,
    Rainer

  • rlp
    Beiträge
    341
    • 8. September 2004 um 14:21
    • #6

    Danke für die Tips und Hinweise. Hoffen wir das Beste ...

    Saludos,
    Rainer

  • Eliminator
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    3.105
    • 8. September 2004 um 17:43
    • #7

    Davon kann ich auch ein Lied singen, hatte meine gerade mal ein halbes Jahr alten Eliminator draußen stehen, hatte sogar Tüten drüber. Dann kam eine Regenschauer und die Subs sind untenrum naßgeworden, zum Glück nur außenrum.

    Hab sie zum Trocknen ins Lager gestellt und nach paar Tagen mit Erschrecken festgestellt, daß das Holz etwas gequollen war.

    Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen damit und eine Idee, wie ich das demnächst verhindern kann?

    Dachte schon mal an Podeste mit Gerüstfüßen und längere Tüten.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • HippeliPA
    Profi
    Beiträge
    615
    • 8. September 2004 um 18:06
    • #8

    Für Outdoor die Subs einfach auf Europaletten stellen, das die im Regenfall nicht im Dreck versinkt.

    Wenn bei deinen Boxen das Holz aufquillt, müsstest du spätestens jetzt wissen das die Müll sind. Das passiert eigentlich nur mit Sperrholzkisten.

    Wenn mir so etwas passieren würde, kannst du davon aus gehen, das ich dem Hersteller seine Kisten vor die Füße schmeise.

    Profiequipment muss so etwas aushalten, sonst hat es nichts getaugt.
    Plastiktüten sind normalerweise für die Boxen auch nicht notwendig.

    Amps dagegen sollte man schon etwas darauf achten, das sie nicht wegschwimmen. Ich hatte übrigens noch nie Schäden durch Niederschlag an den Boxen. Warum auch?! Ist doch nur Wasser.

    no virtual - no line - no EQs

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 8. September 2004 um 18:26
    • #9

    Die Eliminator finde ich aber ansonsten in der Preisklasse erste Sahne (der Buckel unter dem Filz ist auch wieder weggegangen), was fährst du so?

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • HippeliPA
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    615
    • 8. September 2004 um 19:26
    • #10

    Eliminator

    Hab mir gerade mal angeschaut was man unter dem Namen EV Eliminator zu verstehen hat. Ich dachte erst das wäre Pro-Material von EV. Ich habe nicht gewusst, das es da so eine Budgetklasse gibt. (Man verzeihe mir)
    Allgemein kann man davon ausgehen das alle Pelzkisten unter Ihrer weichen Haut meistens sehr "preiswertes" Holz verwenden. Ansonsten müsste man ja keinen Teppich drüber ziehen.

    Mein Material.. Ok Sagen wir einfach von der Mitte bis zum anderen Ende der Preisskala. Kisten unter 1000 Euro habe ich nicht.

    Holz: PSE A/Q/B-Series (K habe ich verkauft) stattdessen Funktion-One Res-4
    Amps: PSE, Crest, LAB

    Man wird mir zustimmen, wenn ich behaupte das dieses Material absolut nicht vergleichbar ist. Alleine die Multipinverkabelung dürfte ein Eliminator-Budget sprengen. Zwei Funktion-One Topteile sind in der Preisklasse eines Kleinwagens.

    Ich denke es ist jetzt verständlich, warum ich bei aufgequollenen Holz komplett hohl drehen und dem Hersteller mal die Meinung geigen würde. Allerdings bei einer 500 Euro Box kann man nicht verlangen das sie voll Roadtauglich ist.

    no virtual - no line - no EQs

  • druid314
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    • 8. September 2004 um 19:31
    • #11

    Ähm, aus was sind denn deine Boxen, wenn nicht aus Sperrholz ? Bubinga ?

  • Ecto_Erwin
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    • 8. September 2004 um 20:37
    • #12

    Bubinga ist ein sehr feines trobisches Holz z.B.: für E-Bässe und der gleichen!

    druid314 ist aber nicht dein ernst das du glaubst, dass alle Boxen aus Sperrholz sind, oder?

    ROCKSTAGE light&sound productions
    first HK CONTOUR User in Austria
    http://www.rockstage.at
    E-Mail: erwin.hofer@rockstage.at
    Tel: +43 650 20 03 106

  • Eliminator
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    • 8. September 2004 um 20:59
    • #13

    Angesichts deines Equipments verstehe ich Deine Aussage. Für mich ist die Beschallung auch nur Nebenerwerb und Hobby, und ich muß sagen, daß andere Verleiher (auch hauptberufliche) bei uns hier mit nicht viel Besserem herumfahren.

    So Leute wie du spielen in einer etwas anderen Liga, freue mich immer wieder, mal mit solchen Leuten zu reden/zusammenzuarbeiten. Man kann nur davon lernen.

    Falls das bei mir irgendwann mal richtig einschlägt, kommt mir d+b (nicht db-technologies :-)) in den Hänger!

    Aber bis dahin reichen mir für meine Aufgaben (Party-, Sitzungsbeschallung) meine heißgeliebten Elis.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • HippeliPA
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    • 8. September 2004 um 21:00
    • #14

    :mrgreen: Meine Boxen sind aus Bonsaiholz :mrgreen:

    Das macht den Sound detailreicher...

    (Völliger Quatsch)

    no virtual - no line - no EQs

  • wora
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    • 8. September 2004 um 21:01
    • #15

    sperrholz oder auch multiplex ist das beste, was man für boxen nehmen kann.

    die billigen teile verwenden das deutlich günstigere MDF, das bei kontakt mit wasser sehr schnell aufquillt.
    bei boxen aus MDF sollte man peinlichst darauf achten, alle risse und löcher im lack schnellstmöglich wieder zu überpinseln.

    dagegen wird eine aus gutem sperrholz gefertigte box einen regenguss klaglos wegstecken.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HippeliPA
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    • 8. September 2004 um 21:13
    • #16

    Ich habe keine Ahnung wie genau die Bezeichnungen von den ganzen Holz ist. Da gibt es auch Unterschiede wie Tag und Nacht.

    Eliminator
    Ich selbst würde mich nicht mehr als Profi bezeichnen. Amateur passt besser, da ich meine Hauptkohle nicht mehr auf der Straße mache. Man darf nicht vergessen das Amateur für Liebhaber steht und das bin ich definitiv. Wärend andere Schwachköpfe sich nen Porsche kaufen, kauf ich mir lieber ne lilafabene PA.

    PS: Meine ersten Kisten waren auch Teppichboxen :wink:

    no virtual - no line - no EQs

  • druid314
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    • 8. September 2004 um 21:27
    • #17

    @ Erwin: Nein, nur gute, das war ja das paradoxe, was Hippeli da verdreht hat.....

    Er meinte ganz sicher: MDF, DF, OSB und andere Derivate

    Übrigens kann man aus Bubinga nicht nur gute Bässe bauen....

  • HippeliPA
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    • 8. September 2004 um 21:41
    • #18

    Hm.. sollte ich lieber Presspankisten sagen statt Sperrholz?
    Ich habe keine Ahnung. In meinem nächsten Leben lerne ich erstmal Schreiner.

    no virtual - no line - no EQs

  • e-on
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    • 8. September 2004 um 22:18
    • #19
    Zitat von "wora"

    sperrholz oder auch multiplex ist das beste, was man für boxen nehmen kann.

    Stimmt. Allerdings muss es Seewasserfest verleimtes Holz sein und die Schnittkanten müssen fett impregmiert sein, ansonsten quillt Sperr und Multiplexholz geauso auf.

    :?:

  • druid314
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    • 8. September 2004 um 22:20
    • #20
    Zitat

    Charakteristisch für das Sperrholz ist der Aufbau aus mehreren Furnierlagen, die jeweils um 90° gedreht aufeinandergeklebt sind. Dabei laufen die Fasern der sichtbaren Oberflächen auf beiden Seiten parallel. Die Anzahl der Furnierlagen ist daher meist ungerade.

    Alle anderen Unterschiede betreffen nur:

    Holzart: zu 99,9 % Birke (die baltische....)
    Zwischenschichten: meist mit Nadelhölzern, schaut dann von der Seite wie Ildefonso aus...

    Anzahl der Schichten, daraus ergiibt sich beim "normalen" Plattenbau die Dicke z.B. 9L=15mm

    und TÄTERÄTA: Die Dicke der Schichten, wie gesagt, hier es das weit verbreitete (wie oben) oder je nach Geldbeutel speziellere, meist dünnere Schichten. Mittlerweile bei den meisten Großhändlern nur mehr auf Bestellung, da sehr teuer und Relevanz nicht immer gegeben ist. DIES WIRD OFT AUCH MULTIPLEX genannt, ist historisch gesehen nicht ganz richtig (war mal ein Markenname), aber mittlerweile sagt jeder schon zu Sperrholplatten auch Multiplex, was solls.

    WICHTIG IST NUR ZU WISSEN:

    zu 99,9% wird verwendet: BB-BIRKE Q2, alles andere wäre Verschwendung (ja, es gibt auch viel robustere Hölzer in Sperr !!!) oder kaufmänisch Selbstmord

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